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Adolph Freiherr Knigge

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Adolph Freiherr Knigge

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Schwierige Speisen

Schwierige Speisen
 
 
  Schwierige Speisen  
 
 
servietten
Artischocken

Werden ganze Artischocken als Vorspeise serviert, so löst man die Blätter einzeln mit den Fingern und zieht den unteren weichen Teil des Blattes durch die Vorderzähne. Sind alle Blätter entfernt, erscheint der Artischockenboden, von dem das Heu mit dem Besteck entfernt wird. Der gereinigte Artischockenboden wird mit der Gabel (nicht mit den Fingern) zerteilt und gegessen. Zu Artischocken wird eine Sauce gereicht, in die man sowohl die Blätter als auch den Boden taucht.


 
 
Brot

Brot und Brötchen werden niemals geschnitten, sondern in mundgerechte Stücke gebrochen.




Austernfleisch
wird mit einer Austerngabel von der Schale gelöst
 
 
Eier

In früheren Zeiten wurde die Eierschale aufgeschlagen und dann die Schalenstücke entfernt. Dies beruhte darauf, dass die Messerschneiden dem Ei einen unangenehmen Geschmack gaben. Da heute die Schneiden nicht mehr oxydieren, werden Eier zunehmend „geköpft“, was zweifellos der sauberere Anblick ist, wenngleich Köpfen ein in sich etwas brutaler Akt ist.


 
 
Fisch

Wird ein ganzer Fisch serviert (z.B. Forelle, Dorade usw.), werden zunächst Rücken- und Bauchflossen entfernt. Sodann wird die Haut über die gesamte Länge des Rückens durchgeschnitten und abgehoben. Die darunter liegenden Filets werden nun vorsichtig von den Gräten getrennt, indem man das Messer behutsam zwischen Gräte und Fleisch entlang führt. Sodann wird die Gräte, die man mit der Gabel etwas anhebt, mit dem Messer, am Schwanz beginnend, bis zum Kopf abgehoben und anschließend die unteren Filets von der Haut abgelöst.

Für Fisch wird heute im allgemeinen ein Fischbesteck serviert. Dieses besteht aus einem Messer mit einer wesentlich breiteren, aber nicht sehr scharfen Schneide, die am vorderen Ende in einer Spitze ausläuft. Auch die Gabeln sind etwas breiter. In England war oder ist dem Vernehmen nach Fischbesteck verpönt, weil es zu einer Zeit (19. Jahrhundert) in Mode kam, als die Qualität des Silbers nicht mehr den bis dahin geltenden Standards entsprach.
Allerdings ist die dem Fischbesteck zugrunde liegende Ursache, dass alte Messerklingen bei der Berührung mit Fisch oxydierten, bei modernen Klingen nicht mehr gegeben.

Sollte eine Fischgräte in den Mund gelangt sein, geht sie auf demselben Weg zurück, auf dem sie gekommen ist: sie wird unauffällig auf die Gabel befördert und mit dieser am Tellerrand abgelegt.


 
 
Salat

Salat darf keinesfalls mit dem Messer geschnitten oder überhaupt in Berührung kommen. Es wird nur eine Gabel benutzt. In schwierigen Fällen hilft ein Stück Brot.




Fischgräten
unauffällig auf die Gabel befördern und am Tellerrand abgelegen.
 
 
Spaghetti

Spaghetti und lange Bandnudeln dürfen keinesfalls mit dem Messer geschnitten werden. Man benutzt nur die Gabel, indem man wenige Nudeln mit den Gabelzinken zu einem moderaten Bissen aufwickelt.
Nur wer sich gar nicht zu helfen weiß, darf zum Aufwickeln einen Löffel zu Hilfe nehmen. Könner beachten diesen nicht, auch wenn er bei dem Besteck liegt.


 
 
Spargel

Spargel wird mit der Spitze nach links auf dem Teller platziert. Es ist statthaft, Spargel mit den Händen zu essen, jedoch ist nicht recht einleuchtend, wie dies für Esser und Betrachter zu einer ästhetisch befriedigenden Lösung führen soll.
Da moderne Messerklingen bei der Berührung mit Spargel nicht mehr oxydieren, spricht nichts dagegen, ihn mit dem Messer zu zerteilen.
Jedenfalls wird Spargel immer von der Spitze zu Stiel gegessen.


 
 
Suppe

Eine alte Regel besagt, dass legierte Suppen in tiefen Tellern und als Bouillon/Consommé in Henkeltassen serviert werden. Zweifellos berücksichtigt man diese Regel heute nicht mehr, wenn das eine oder das andere im Geschirrbestand nicht vorhanden sind.

Geblieben ist: ein Suppenteller darf, egal welchen Inhalts, zur Aufnahme des letzen Restes nicht gekippt werden, gleichviel in welche Richtung. Aus einer Suppentasse darf der letzte Rest getrunken werden, vorausgesetzt, man hat aus der etwaigen Bouillon alles festen Bestandteile zuvor mit dem Löffel zu sich genommen und daher dem Rest den Status einer Bouillon zurück verliehen. Legierte Suppen in Tassen dürfen nicht getrunken werden.

Sollte die Suppe zu heiß sein, so wird man sich gedulden müssen: Pusten und Plantschen sind tabu.
 
 
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