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"Du" oder "Sie" - Im Beruf

"Du" oder "Sie" - Im Beruf
Im Beruf ist der „Stil des Hauses“ eine Größe, die nicht ignoriert werden kann. Duzen sich alle Mitarbeiter, dürfte es schwierig sein, sich dem zu entziehen, es sei denn, man bringt ein erhebliches Maß an Bedeutung, als auch an Souveränität mit. Keinesfalls sollte man aber unaufgefordert seine Kollegen spontan Duzen sondern darauf warten, ob diese in irgendeiner Form signalisieren, dass sie mit der Anrede „Du“ einverstanden sind. Die Realität sieht allerdings in manchen Berufsgruppen sowie anderen, erzwungenen oder freiwillig gewählten Beziehungen anders aus. Dort hat sich in der Vergangenheit eine nahezu inflationäre Verwendung des „Du“ ausgebreitet und gehört somit gelegentlich geradezu zur Unternehmenskultur. Darf man Gerüchten glauben, soll diese Entwicklung aber inzwischen den Zenith überschritten haben.
 

"Ja, ich will!"

"Ja, ich will!"
Un-bekannte Hochzeitsbräuche Vor der Hochzeit wird bei uns traditionell „gepoltert“. Dabei geht der Polterabend auf das heidnische Polterfest zurück, das älter ist als die christliche Trauzeremonie. Mit viel Krach und Getöse wollten so unsere Vorfahren böse Geister verscheuchen. Und so gilt auch heute noch wie damals: beim Poltern bloß kein Glas zerbrechen! Dieses gilt als Symbol des Glücks, das den Brautleuten ein Leben lang hold sein soll. Aus England hingegen stammt der Brauch, wonach eine Braut etwas Neues, etwas Altes, etwas Geliehenes und etwas Blaues tragen sollte. Dabei symbolisieren alt und neu den Übergang in das neue Leben als Ehefrau. Die Leihgabe steht für Freundschaft und Glück und blau als Symbol für die ewige Treue. Doch nicht immer ging es so romantisch zu. In der römischen Antike und noch im frühen Mittelalter diente der Verlobungsring der Braut als „Empfangsbestätigung“. Der Bräutigam bekundete somit den Erhalt der Mitgift. Zudem gab der Ring Auskunft über den finanziellen Status des zukünftigen Ehemanns und trug gleichzeitig zur wirtschaftlichen Absicherung der Braut bei.
 

"Mit Strategie zum Erfolg!"

"Mit Strategie zum Erfolg!"
Jedes Jahr vor, und vor allem zu Weihnachten, gehen die Diskussionen in Familie, Verwandtschaft und Freundeskreis los. Wer kommt wann zu wem? Wie soll gefeiert werden? Traditionell, unkonventionell oder gar nicht? Wird geschenkt, wenn ja wie exklusiv oder ausgefallen dürfen die Wünsche sein? Gibt es die traditionelle Weihnachtsgans oder den makrobiotischen Tofu-Brätling? Kaum eine andere Festlichkeit bringt deutsche Haushalte so regelmäßig außer Rand und Band wie das Fest der Liebe. Damit erst gar nicht in Wohnzimmern dicke Luft den besinnlichen Duft von Tannennadel und Zimt überdecken kann, sollten Sie vor dem Fest einige Kleinigkeiten beachten und bestenfalls gemeinsam klären. Feiern mit der ganzen Familie Wenn Sie generationsübergreifend feiern, sprechen Sie am besten vor dem Heiligen Abend über den geplanten Ablauf des Festes. Am meisten Frieden werden Sie und Ihre Liebsten finden, wenn jeder auf seine Kosten kommt. Also besprechen Sie vorab: Soll gesungen werden? Wird auch in diesem Jahr wieder Hausmusik praktiziert? Wer schmückt den Baum? Gibt es einen Kirchenbesuch? Und: Wer mimt diesmal den schmucken Weihnachtsmann für die Enkelkinder? Harte Diskussionen, ja gar Zerwürfnisse können so vermieden werden, da jeder Teilnehmer im Vorfeld die Möglichkeit hat, seine Wünsche und Ideen mit einzubringen. Nützliche Vorbereitungen Darüber hinaus ist es ratsam alle gewünschten „Accessoires“, wie Weihnachtsbaum, Weihnachtsbaumständer, Weihnachtsbaumkugeln, Krippe samt Figurenkabinett, Kerzen oder Lichterketten und was sonst noch benötigt werden könnte, rechtzeitig zu besorgen beziehungsweise aus Kellern oder von Dachböden zu holen. So ersparen Sie sich die Hektik kurz vor den Festtagen. Planung zahlt sich aus Auch blutdruckschonend wirkt sich aus, wenn Sie die Weihnachtsgeschenke, sofern Sie innerfamiliär (oder im Freundeskreis) nicht andere Absprachen getroffen haben, nicht erst am 23. oder gar 24. Dezember besorgen. In diesem Fall wäre es nämlich kein Wunder, wenn Sie sich total gestresst und gereizt in das Weihnachtsfest begeben. Gegen die Hektik in der Weihnachtsküche gibt es natürlich auch einige Rezepte. Bereiten Sie doch einmal mit den Liebsten zusammen das Weihnachtsessen vor – Großeltern übernehmen die Vorspeise, Eltern das Hauptgericht und der Nachwuchs das Dessert? So wird Weihnachten auf alle Fälle zum echten Familienevent. Etwas geruhsamer könnte da ein Besuch im Restaurant ausfallen. Aber Vorsicht: Reservierungen sind zu diesem Datum unabdingbar! Gerne nehmen sich auch die ortsansässigen Catering-Unternehmen Ihrem festlichen Mahl an. Auch hier sollten Sie bereits im Vorfeld Ihre Fühler ausstrecken und sich entsprechende Angebote einholen. In diesem Sinne: Knigge.de wünscht Ihnen schon jetzt einen guten Apetitt und natürlich vor allem ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest 2006. Verraten Sie uns im knigge.de-Forum doch Ihre eigenen Weihnachtserfahrungen – Familienfest oder Familienzoff unterm Weihnachtsbaum?
 

1. Oktober Nationalfeiertag Zypern

1. Oktober Nationalfeiertag Zypern
Die Republik Zypern trat der Europäischen Union am 1. Mai 2004 bei. Die Insel, gelegen im äußersten Osten des Mittelmeeres, hat eine recht wechselvolle Geschichte, die bis ins 20. Jahrhundert hinein durch die Herrschaft auswärtiger Staaten geprägt war. Die Folgen, der so genannte Zypernkonflikt, sind bis heute nicht gelöst. Seit 1571 gehörte Zypern für mehr als dreihundert Jahre zum Osmanischen Reich, das 1878 die damals wie heute strategisch wichtige Insel an der Schnittstelle zwischen Europa, Asien und Afrika an Großbritannien verpachtete, um sich dessen Unterstützung gegen Russland zu sichern. Nachdem das Osmanische Reich 1914 auf Seiten der Mittelmächte und gegen England in den Ersten Weltkrieg eingetreten war, annektierte Großbritannien Zypern und erklärte es nach Abschluss der Friedensverträge, die den Ersten Weltkrieg (1914-1918) und den griechisch-türkischen Krieg (1919-1923) beendeten, 1925 zur Kronkolonie. Die Bevölkerung der Insel bestand und besteht im wesentlichen aus zwei ethnischen Gruppen, den griechisch-orthodoxen, griechisch sprechenden Zypern-Griechen (heute ca. 77 %) und den muslimischen, türkisch sprechenden Zypern-Türken (heute ca. 21 %). Beide Gruppen, vor allem aber die Zypern-Griechen, strebten immer wieder den Anschluss an das jeweilige Mutterland an. Kaum war Griechenland 1829 ein unabhängiger Staat geworden, versuchten die griechischen Zyprer den Anschluss an Griechenland (Enosis) in einem Aufstand durchzusetzen, der jedoch von türkischen Truppen gewaltsam niedergeschlagen wurde. Der Gedanke blieb aber ein immer wieder aufflackerndes Bestreben der Zypern-Griechen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war der prominenteste Vertreter der Enosis-Bewegung der zyprische Erzbischof Makarios, der 1950 ein Referendum organisierte, das die Beendigung der Herrschaft Großbritanniens und den Anschluss an Griechenland anstrebte. Großbritannien verweigerte zunächst seine Zustimmung, was zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen auf der Insel führte und diese wiederum zu der Einsicht, dass die Enosis nicht durchzusetzen sei. Makarios strebte nun die Unabhängigkeit Zyperns ohne Bindung weder an Griechenland noch die Türkei an, die schließlich 1959 in den Verträgen von Zürich und Lausanne zwischen Großbritannien, Griechenland und der Türkei beschlossen wurde. Am 16. August 1960 wurde die Republik Zypern unabhängig und am 1. Oktober die Unabhängigkeit proklamiert. Erzbischof Makarios III. wurde von den griechischen Zyprern zum Staatspräsidenten gewählt, die türkischen Zyprer wählten Fazil Kücük zum (gleichberechtigten) Vize-Präsidenten. Zypern war somit zu diesem Zeitpunkt ein einheitlicher Staat mit einer gleichberechtigten Vertretung der beiden Volksteile. Der Zustand relativer Ruhe hielt jedoch nur wenige Jahre an. Bereits 1963 kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen wegen einer geplanten Verfassungsänderung. 1967 kam in Griechenland durch einem Putsch eine anti-türkische Militärjunta an die Macht, die wiederum die Enosis anstrebte, während Makarios zunehmen einen neutralen Staat favorisierte. 1974 kam es zu einem Putsch gegen Makarios, der von der Athener Militärjunta gesteuert wurde. Makarios musste fliehen, und um die Angliederung an Griechenland zu verhindern, besetzten türkische Truppen den Norden der Insel. In der Folge kam es zu massiven Umsiedlungen der beiden Volksteile, so dass nunmehr der Norden fast ausschließlich von türkischen und der Süden von griechischen Zyprern bewohnt wird. Die faktische Teilung der Insel war damit vollzogen und mündete 1983 in der Proklamation einer unabhängigen „Türkischen Republik von Nordzypern“ die allerdings nur von der Türkei anerkannt wird. Alle weiteren Bemühungen, wieder einen einheitlichen Staat herzustellen, sind bisher gescheitert. Der bisher letzte Versuch der Wiedervereinigung scheiterte im April 2004 am Widerstand der griechisch-zyprischen Bevölkerung. Geblieben ist nach einem halben Jahrhundert politischer Unruhe, begleitet von teilweise sehr blutigen Auseinandersetzung, die Erinnerung an die Erlangung der Unabhängigkeit. Die Republik Zypern feiert die Proklamation der Republik am 1. Oktober 1960 mit einer Parade und einem Gottesdienst. Die Nationalhymne der Republik Zypern „Ode an die Freiheit“ wurde im Vorfeld der Unabhängigkeit Griechenlands 1823 von Dionysios Solomos gedichtet und 1828 von Nikolaos Manzaros vertont. Das Werk besteht aus 158 Strophen, von denen die beiden ersten 1865 zur griechischen Nationalhymne erklärt wurden und seit 1960 (zusammen mit der türkischen Nationalhymne) als Nationalhymne Zyperns verwendet werden.
 

11. November - Nationalfeiertag Polen

11. November - Nationalfeiertag Polen
Im Zuge der Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen wurde durch den Wiener Kongress 1815 das Königreich Polen („Kongresspolen“) annähernd in den Grenzen, die vor den Teilungen bestanden, wieder hergestellt und mit Russland als dem Sieger über Napoleon in Personalunion verbunden. Zunächst besaß Polen weitgehende Autonomie, sank aber nach den großen Aufständen von 1830 und 1863 auf das Niveau einer russischen Provinz herab. Im Ersten Weltkrieg gelang es dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn, große Teile Kongresspolens zu besetzen und zwei Generalgouvernements einzurichten, ein deutsches mit Verwaltungssitz in Warschau unter dem General Hans von Beseler und ein österreichisch-ungarisches mit Verwaltungssitz in Lublin unter dem General Karl Kuk. Beide Mächte beabsichtigten, wenn auch entsprechend der militärischen Lage wechselnd, nach Annexion nicht unbedeutender Teile ein neues Königreich Polen in enger Abhängigkeit vom Deutschen Reich und Österreich-Ungarn zu schaffen. Ein entsprechender Beschluss wurde im November 1916 in Warschau und Lublin verkündet, ohne dass ein König eingesetzt oder die Grenzen des Landes definiert worden wären – das so genannte „Regentschaftspolen“. Verständlicherweise fand es bei der polnischen Bevölkerung keine uneingeschränkte Zustimmung, die noch geringer wurde, als das Deutsche Reich begann, polnische Arbeitslose zur Zwangsarbeit in Deutschland auszuheben. Eben solchen Unmut erregte das Bestreben, polnische Soldaten den jeweiligen Heeren einzuverleiben und ihnen die Eidesformel vorzuschreiben: „.... in gegenwärtigem Kriege treue Waffenbrüderschaft mit den Heeren Deutschlands und Österreich-Ungarns und der ihnen verbündeten Staaten zu halten". Anfang 1917 konstituierte sich ein Staatsrat, dem auch General Jósef Pilsudski (1867-1935) angehörte, und eine Art Parlament. Pilsudski legte jedoch sein Mandat nach einem halben Jahr wegen Differenzen in militärischen Fragen nieder und wurde kurz darauf in Schutzhaft genommen und in Magdeburg interniert. Anfang 1918 war es den Mittelmächten zwar gelungen, den Krieg an der Ostfront zu beenden, nachdem Russland infolge der Revolution vom Oktober 1917 aus dem Krieg ausschied und Rumänien besiegt war. Gleichzeitig verschlechterte sich die Situation im Westen zusehends, nachdem die USA unter Präsident Wilson in den Krieg eingetreten waren. Wilson befürwortete die Wiederherstellung der polnischen Souveränität. Im Oktober 1918 begann die Entwaffnung der deutschen und österreichischen Truppen in Polen. Am 7. November wurde eine provisorische Regierung unter dem Sozialisten Ignacy Daszynski gebildet. Am 10. November kehrte Jósef Pilsudski aus der Haft in Magdeburg nach Warschau zurück. Dort wurde er von der Bevölkerung begeistert begrüßt und am 11. November mit Unterstützung der Armee und der provisorischen Regierung zum Staatschef erklärt. Diesen Tag feiert Polen, das nach 123 Jahren erstmals wieder ein souveräner Staat wurde, als seinen Nationalfeiertag. Die polnische Nationalhymne „Noch ist Polen nicht verloren, Solange wir leben. Was uns fremde Übermacht nahm, werden wir uns mit dem Säbel zurückholen. Marsch, marsch, Dąbrowski, Von Italien bis nach Polen. Unter deiner Führung Vereinen wir uns mit der Nation. Wir werden Weichsel und Warthe durchschreiten, Wir werden Polen sein, Bonaparte gab uns vor, Wie wir zu siegen haben. Marsch, marsch, Dąbrowski … Wie Czarniecki bis nach Posen Nach der schwedischen Besetzung, Zur Rettung des Vaterlands Kehren wir übers Meer zurück. Marsch, marsch, Dąbrowski … Da spricht schon ein Vater zu seiner Barbara Weinend: "Höre nur, es heißt, dass die Unseren Die Kesselpauken schlagen.“ entstand 1797 nach einem Text von Józef Rufin Wybicki (1747-1822) in Italien. Der Politiker und Schriftsteller emigrierte nach der Auflösung des polnischen Staates dorthin. Die Hymne hatte zunächst den Titel: „Lied der polnischen Legionen in Italien“ und wurde zu der Melodie einer bekannten Mazurka gesungen. Der Held des Liedes, der polnische General Jan Henryk Dabrowski (1755-1818) wird als Nationalheld verehrt: Nach der Auflösung des polnischen Staates 1795 sammelte er polnische Freiwillige zu einer Legion, die 1798-1800 im Dienst Napoleons in Italien kämpfte. Hintergrund war die Hoffnung, mit Hilfe Napoleons die Teilung Polens rückgängig machen zu können. Dies gelang jedoch nicht, da Napoleon im Russlandfeldzug scheiterte. Die Sehnsucht nach einem eigenen souveränen Staat war damit aber keineswegs erloschen und so wurde das Lied vor allem bei den großen Aufständen gegen die russische Herrschaft, bei der russischen Revolution von 1905 und während der Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg gesungen. Seit 1926 ist es die offizielle polnische Nationalhymne.
 

12. Oktober - Nationalfeiertag Spanien

12. Oktober - Nationalfeiertag Spanien
Vieles aus dem Leben des Christoph Kolumbus ist noch immer Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion, seine familiäre Herkunft, sein Geburtsort, sein Geburtsdatum, seine Grablege und vieles mehr. Im allgemeinen wird heute angenommen, dass er 1451 in Genua als Sohn eines Wollwebers geboren wurde und schon als Heranwachsender zur See fuhr, vornehmlich im Mittelmeer, das damals ein Tummelplatz für kriegerische Auseinandersetzungen der Anrainerstaaten ebenso wie für Korsaren war. Es wird jedoch auch berichtet, dass Kolumbus an einer Expedition im Atlantik teilnahm, die weit über das sagenumwobene Thule (Island) hinausführte. Zentrum der europäischen Seefahrt war Portugal, wo Kolumbus zusammen mit seinem Bruder eine Zeit lang als Kartograph arbeitete. Europa befand sich zu dieser Zeit an einem Wendepunkt. Vorbereitet durch die Renaissance rückten zunehmend mathematische Fertigkeiten und (natur)wissenschaftliche Erkenntnisse in den Vordergrund. Eine der wichtigsten die allgemeine Akzeptanz der schon im Altertum vertretenen und nie wirklich bestrittenen Auffassung, dass die Erde eine Kugel sei und keine Scheibe. Hinzu kam seit den Reisen des Venezianers Marco Polos im 13. Jahrhundert das Wissen um Länder außerhalb Europas, aus denen begehrte Luxusgüter (Seide, Gewürze etc) seit geraumer Zeit eingeführt wurden. Dieser Handel wurde vor allem von der Republik Venedig auf dem Landweg über Kleinasien abgewickelt. Allerdings befand sich das – christliche - byzantinische Reich mit der Hauptstadt Konstantinopel (Istanbul) seit einiger Zeit im Niedergang. Es wurde Beute des entstehenden osmanischen – muslimischen - Reiches, das 1453 schließlich Konstantinopel eroberte und damit den Landweg nach Asien blockierte. Abhilfe war also gefragt und bei der Lösung konzentrierte man sich auf den Seeweg. Ein Wegbereiter war Heinrich der Seefahrer, Sohn des portugiesischen Königs Johann I., der sein erhebliches Vermögen darauf verwendete, den Seeweg nach Indien um die Südspitze Afrikas erkunden zu lassen, was Vasco da Gama schließlich gelang. Eine andere Alternative wurde seit dem Altertum (Aristoteles) darin gesehen, von den „Säulen des Herkules“ (Gibraltar) westwärts um den Globus zu segeln. Kolumbus machte sich, wie einige Zeitgenossen, diese Auffassung zu eigen, zumal diverse Umstände vermuten ließen, dass sich westlich von Europa eine größere bewohnte Landmasse befinden könnte. Möglicherweise hatte Kolumbus sogar Kenntnis davon, dass bereits die Wikinger eine solche Landmasse im Atlantik entdeckt hatten. Die Idee war gut, aber Kolumbus leider nicht wohlhabend genug, eine solche Expedition aus eigener Tasche finanzieren zu können. So warb er seit 1484, Spanien gegen Portugal und vice versa, mit Unterstützung seines Bruders auch England und Frankreich gegeneinander ausspielend, um Geldgeber für seine Expedition. Spanien und seine katholischen Majestäten Isabella I. von Kastilien und ihr Ehemann Alfons II. von Aragon zeigten zwar Interesse, waren aber vor allem mit der Vertreibung der Araber („Reconquista“) von der Halbinsel beschäftigt, was für andere Abenteuer zunächst gedanklich und finanziell keinen Raum ließ. Im Januar 1492 fiel aber die letzte Bastion der Mauren, Granada, und man wendete sich wieder, angeschoben durch einige Fürsprecher, den Plänen des Kolumbus zu. Ein Vertrag vom April 1492 zwischen der Krone und Kolumbus sicherte diesem für den Fall des Gelingens des Expedition eine ungewöhnlich hohe „Erfolgsprämie“ zu, den Titel eines Vizekönigs und ein Zehntel der zu erwartenden Ausbeute aus den entdeckten Ländern. Am 3. August 1492 stach Kolumbus mit dem Flagschiff Santa Maria und den Begleitschiffen Niña und Pinta in See und erreichte, immer wieder bedroht von meuternden Besatzungen, am 12. Oktober 1492 eine Insel der Bahamas, die er für eine Indien vorgelagerte Inselgruppe hielt und die daher bis heute als Westindien bezeichnet wird. Kolumbus unternahm im Auftrag der spanischen Krone zwischen 1493 und 1504 drei weitere Expeditionen, gelangte aber nie zu der Erkenntnis, dass er nicht einen westlichen Teil Indiens sondern einen neuen Kontinent betreten habe. Die blieb Amerigo Vespucci vorbehalten, einem Zeitgenossen Kolumbus’, der erkannte, das derart lange Küstenlinien nicht auf eine Inselgruppe sondern auf einen ganzen Kontinent schließen lassen, der ihm seinen Namen verdankt. Gleichwohl, im Gefolge der Landnahme durch Kolumbus nahmen spanische Konquistadoren Mittel- und Südamerika in Besitz und verschafften ihrem Mutterland Reichtümer an Gold und Bodenschätzen wie kein anderes Land sie zu dieser Zeit aufweisen konnten. Geblieben ist davon heute die Tatsache, dass Mittel- und Südamerika – mit Ausnahme Brasiliens – eine weitgehend spanisch sprechende Bevölkerung aufweist, einhergehend mit einer gewissen kulturellen und wirtschaftlichen Affinität zu Spanien. Die Entdeckung der Neuen Welt am 12. Oktober 1492 durch Kolumbus, von Historikern üblicherweise als Beginn der Neuzeit angesetzt, und die Verbreitung spanischer Kultur auf dem neuen Kontinent wird daher noch heute als spanischer Nationalfeiertag Dia de la Hispanidad gefeiert. Die Nationalhymne Spaniens ist eine der ältesten Europas, weist aber zwei Besonderheiten auf, dass nämlich zum einen die Urheber nicht bekannt sind und sie zum anderen daher keinen authentisch mit der Melodie verbundenen Text hat. Belegt ist lediglich, dass eine um1760 erwähnte Melodie mit dem Titel Marcha Granadera (Grenadiermarsch) 1770 von König Carlos III. zum offiziellen Ehrmarsch ernannt und von der Bevölkerung als Marcha Real (Königsmarsch) übernommen wurde, weil sie jeweils beim Auftreten von Mitgliedern des königliche Hauses gespielt wurde. Die Melodie wurde zwar gelegentlich mit Texten unterlegt, eine offizielle Legitimation besteht aber nicht.
 

14. Juli - Nationalfeiertag Frankreich

14. Juli - Nationalfeiertag Frankreich
Frankreich 14. Juli 1789, Sturm auf die Bastille Im unmittelbaren Vorfeld dieses Ereignisses hatte sich König Ludwig XVI. im Mai 1789 gezwungen gesehen, wegen des drohenden Staatsbankrotts, u. a. infolge überbordender Ausgaben für den königlichen Haushalt, erstmals seit 1614 die Generalstände, nämlich Klerus, Adel und den Dritten Stand, in dem ebenso besitzlose Tagelöhner wie wohlhabendes Großbürgertum vertreten waren, einzuberufen. Da Adel und Klerus weiterhin auf der Abstimmung nach Ständen bestanden, erklärte sich der Dritte Stand, der ca. 98 % der Bevölkerung vertrat, im Juni 1798 zur Nationalversammlung mit dem Ziel, eine neue Verfassung sowie das Steuerbewilligungsrecht zu beraten. Gerüchte von einer beabsichtigten Auflösung der Nationalversammlung durch schweizerische und deutsche Regimenter des Königs, die Entlassung des Finanzministers Necker sowie eine drastische Verschlechterung der Versorgungslage für die Bevölkerung in Paris führten dazu, dass am 14. Juli die inzwischen gegen die Soldaten des Königs gebildeten Milizen der Pariser Bezirke unter dem Oberbefehl des aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ruhmreich hervorgegangenen Generals Lafayette die Bastille stürmten, um sich mit Waffen und Munition zu versorgen. Natürlich dachte man an einem solch stürmischen Tag noch nicht an einen Nationalfeiertag, aber ein Jahr später, im Juni 1780 stimmte die Nationalversammlung dem Vorschlag der Pariser Kommune zu, am 14. Juli großes Fest zu veranstalten. Die Bastille war ursprünglich eine Befestigungsanlage aus dem 14. Jahrhundert gegen die englischen Truppen während des 100jährigen Krieges. In späteren Jahrhunderten mutierte sie zur einem staatlich verpachteten Gefängnis, vornehmlich für besser situierte Personen, so dass die Finanzkraft der Inhaftierten die Qualität der Haftbedingungen bestimmte. Am 14.Juli 1789 war es darum schlecht bestellt, denn es waren nur 7 Häftlinge zu verzeichnen, 4 Kleinstkriminelle, die aus anderen Gefängnissen verlegt worden waren, 1 Mörder, 1 Geisteskranker, der sich, so wird berichtet, für Cäsar hielt, sowie der Marquis de Sade, Namensgeber des Begriffs „Sadismus“, der von seiner entsetzten Familie wegen seines anstößigen Lebenswandels in der Bastille untergebracht worden war, aber möglicherweise kurz vor dem Sturm in eine auswärtig gelegene Irrenanstalt verbracht wurde. Auch Voltaire, Aufklärer par exellence, saß in der Bastille schon in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts mehrfach ein. Der Sturm kostete ca. 80 Personen das Leben, unter anderem auch den Kommandanten der Festung, dessen Kopf auf einer Pike durch die Stadt getragen wurde – eher aber das Ergebnis mangelnder Koordination auf beiden Seiten denn als Ausgeburt neurotischer Mordlust, die kam dann später. Überreste der Bastille gibt es nicht mehr, bis auf den nach ihr benannten Platz, auf dem der Grundriss der ehemaligen Festung markiert ist. Gesetzlicher Feiertag wurde der 14. Juli erst 100 Jahre später durch Gesetz vom 6. Juli 1880 mit der Maßgabe, dass dieser Tag „mit so viel Ausstrahlung gefeiert wird, wie es die örtlichen Gegebenheiten zulassen“. Traditionsgemäß wird der 14.Juli mit einer großen Militärparade auf den Champs-Elyseés begangen, an der in diesem Jahr erstmals Abordnungen aus sämtlichen 27 EU-Staaten teilnehmen. Im ganzen Land finden am Abend Feuerwerke statt, die Nation begeht den Tag mit Musik und Tanz, dem so genannten „bal populaire“ , was dem Ereignis durchaus volksfesthafte Züge verleiht. Eine unter seinen Vorgängern übliche Generalamnestie zur Entlastung der notorisch überfüllten Gefängnisse hat Präsident Sarkozy abgelehnt, dafür aber die Magdeburger Band Tokio Hotel verpflichtet. Die Französische Nationalhymne, die „Marseillaise“ wurde im April 1792 von dem Offizier, Dichter und Musiker Claude Joseph Rouget de Lisle in Straßburg komponiert, zunächst unter dem Namen „Chant de guerre pour l’armeé du Rhin“ (Kriegslied für die Rheinarmee). Da es sich zu der Melodie trefflich marschieren lässt, wurde sie von republikanischen Soldaten aus Marseille beim Einzug in Paris im Juli 1792 gesungen, was ihr den Namen verschaffte. Der Text stand allerdings wegen seiner drastischen Worte und einer unüberhörbaren Kriegsbereitschaft immer einmal wieder in der Kritik. Im 19. Jahrhundert war die Marseillaise mit abgewandelten Texten auch in anderen europäischen Ländern ein Kampflied sozialer und demokratisch-republikanischer Bewegungen.
 

16. Februar - Nationalfeiertag Litauen

16. Februar - Nationalfeiertag Litauen
Der Name des Landes taucht erstmals im 11. Jahrhundert in den Quedlinburger Annalen auf, die davon berichten, dass Bruno von Querfurt bei dem Versuch, die Litauer zu missionieren, mit seinen achtzehn Mitstreitern von den Heiden enthauptet wurde und „gen Himmel“ zog. Zu dieser Zeit lebten die litauischen Stämme in kleinen Fürstentümern, für die nur wenige historische Quellen bekannt sind. Ein erster litauischer Staat entstand 1253, als sich Großfürst Mindaugas, nachdem er die litauischen Fürstentümer gewaltsam geeinigt hatte und zum Christentum übergetreten war, zum König krönen ließ. Der vermutliche Tag der Krönung, der 6. Juli 1253, wird in Litauen als Nationalfeiertag begangen. König Mindaugas war der erste und einzige König Litauens, denn er wandte sich, wohl um mit heidnisch gebliebenen Stämmen ein Bündnis eingehen zu können, vom Christentum wieder ab, womit die Königswürde verloren ging. Unter seinen Nachfolgern entwickelte sich das Großfürstentum Litauen zu einer Großmacht, die von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer reichte. Begünstigt wurde diese Entwicklung im Osten durch den Zerfall des Kiewer Rus, im Westen dadurch, dass der litauische Großfürst Jogaila (Stammvater der Dynastie der Jagiellonen) neuerlich zum Christentum übertrat, um 1385 die polnische Thronerbin Jadwiga heiraten und damit den polnischen Thron besteigen zu können. Die so entstandene Personalunion Polen - Litauen widersetzte sich erfolgreich der Vereinnahmung durch den Deutschen Orden, dem sie schließlich 1410 in der Schlacht von Tannenberg eine vernichtende Niederlage beibrachte, die die Westgrenze über viele Jahrhunderte sicherte. Als die Dynastie der Jagiellonen ausstarb, wurde diese Personalunion 1569 durch die so genannte Lubliner Union in eine Realunion umgewandelt und Litauen mit Polen zu einem einheitlichen Staat zusammengeführt, so dass Litauen von diesen Zeitpunkt an im wesentlichen das Schicksal Polens teilte. In den drei polnischen Teilungen 1792, 1793 und 1795 fiel der größte Teil Litauens an Russland und sank auf den Status einer russischen Provinz herab. Die zunehmende Russifizierungspolitik (z. B. Einführung des kyrillischen Alphabets, Verbot der litauischen Sprache in den Grundschulen, Zensur u. ä.) der Zaren führte im Jahre 1831 und 1863 zu großen Aufständen, die allerdings erfolglos blieben. Die Universität von Vilnius wurde geschlossen und der litauischer Adel, der an den Aufständen beteiligt war, von seinen Besitzungen vertrieben. Gleichwohl formierten sich auch in Litauen seit Beginn des 19. Jahrhunderts nationale Bewegungen mit dem Ziel, die kulturelle Identität des Landes zu stärken. Die Revolution von 1905 führte u. a. zur Wiedereinführung der lateinischen Schrift, Zulassung litauischer Schulen und litauischer Zeitungen, wenn auch zensiert. Während des Ersten Weltkriegs wurde Litauen vom Deutschen Reich besetzt, das eine enge Anbindung Litauens nach dem Krieg beabsichtigte. Geplant war die Bildung eines Königreiches Litauen, in dem Wilhelm, Herzog von Urach, Graf von Württemberg als Mindaugas II. den Thron besteigen und – unter Gewährung einer formalen litauischen Selbständigkeit – die faktische weitgehende Abhängigkeit vom Reich gewährleisten sollte. Der litauische Landesrat stimme diesem Plan zunächst zu und proklamierte am 11. Dezember 1917 die Unabhängigkeit des litauischen Staates. Da das Deutsche Reich die Anerkennung jedoch verweigerte, wurde am 16. Februar 1918 erneut die Unabhängigkeit, nun als Republik Litauen, ausgerufen. Das Land begeht an diesem Datum seinen weiteren Nationalfeiertag, der sich dieses Jahr zum 90ten Mal jährt. Mitunterzeichner der Unabhängigkeitserklärung war u. a. Antanas Smetona, der im April 1919 zum ersten Präsidenten der Republik Litauen ernannt wurde. Die litauische Nationalhymne Litauen, unser Vaterland, Land der Helden! Lass deine Söhne Kraft aus der Vergangenheit schöpfen. Lass deine Kinder nur den Wegen der Tugend folgen, sie zu deinem und zum Wohle der Menschen arbeiten. Lass die Sonne alle Dunkelheit von Litauen verbannen, und Licht und Wahrheit leite immer unsere Schritte. Lass die Liebe Litauens in unseren Herzen brennen und für den Willen unseres Landes lass Einheit blühen. wurde von Vincas Kudirka (1858-1899) verfasst, der das Gedicht 1898 in der Zeitung „Glocke“ veröffentlichte, deren Herausgeber er war. Kudirka war einer der Vordenker der litauischen Nationalbewegung und der Besinnung auf die Eigenständigkeit kultureller Wurzeln. Die Melodie stammt von Ceslovas Sasnauskas (1867-1916), einem litauischen Komponisten, dessen Interesse u.a. der Pflege der litauischen Volksmusik galt. Das Werk wurde in Vilnius erstmals 1905 aufgeführt und 1919 offiziell zur Nationalhymne erklärt.
 

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