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Adolph Freiherr Knigge

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Adolph Freiherr Knigge

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Kindheit und Studium: 1752-1771

Kindheit und Studium: 1752-1771
 
 
  Kindheit und Studium  
 
 
portrait
Adolph Freiherr Knigge
1752

Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigge wird am 16. Oktober in Bredenbeck bei Hannover geboren. Er ist das zweite Kind von Philipp Carl Ernst Freiherr Knigge und Louise Wilhelmine, die ebenfalls eine geborene Freiin Knigge ist. Adolphs Eltern waren miteinander verwandt, so dass Adolphs Mutter zugleich seine Cousine 2. Grades, sein Vater zugleich sein Onkel war – für damalige Zeit durchaus nichts Ungewöhnliches. Sein Vater Philipp Carl ist promovierter Jurist und Hofgerichtsrat, kurfürstlich Hannoverscher Oberhauptmann und als Besitzer der Rittergüter Bredenbeck und Pattensen Mitglied der Calenbergischen Ritterschaft.

Das Rittergut Bredenbeck, auf welchem Knigge geboren wird, befindet sich bereits seit Anfang des 14. Jahrhunderts im Besitz der Familie. Der Urgroßvater Adolphs, Friedrich Ulrich von Knigge, tut sich als Kaiserlicher Obrist zu Ross sowie Kurfürstlich kölnischer und Kurfürstlich sächsischer Kriegsrat in den Türkenkriegen hervor und wird hierfür im Jahr 1665 von Kaiser Leopold zusammen mit seinem Bruder Jobst Hilmar in den Reichs- und erbländisch österreichischen Freiherrenstand erhoben.

 
 
1763

Die Mutter Knigges stirbt am 8. Juli mit nur 33 Jahren. Sie wird später als „häuslich, sparsam, sanft und verständig“ charakterisiert. Knigge selber schreibt über seine frühe Kindheit: „Ich war in der ersten Erziehung ein wenig verzärtelt und durch große Aufmerksamkeit , deren man meine kleine Person früh gewürdigt hatte, gewöhnt worden, sehr viel Rücksichten von anderen Leuten zu fordern“ .

 
 
1765

Knigge wird in das Erziehungsinstitut des hannoverschen Kammersekretärs Augspurg gegeben. Er wird von Johann August Schlegel konfirmiert, dem Vater der Brüder Johann August Wilhelm und Friedrich Schlegel.

 
 
1766

Am 11. Oktober, kurz vor Knigges 14. Geburtstag, stirbt auch der Vater im Alter von 43 Jahren. Dieser hat von seinem Sohn offenbar keine besonders hohe Meinung gehabt, jedenfalls schreibt die Tochter Adolphs in ihrer 1823 erschienenen kurzen Biographie über ihren Vater, dass „der alte Knigge sich überhaupt wenig um die Erziehung des Sohnes, den er für einen Dummkopf hielt, bekümmerte“. Ganz so schlecht kann die frühe Erziehung Knigges in seinem Elternhaus nicht gewesen sein, vor allem verschaffte ihm eine frühe und nachhaltig wirkende Begegnung mit der Freimaurerei, der sein Vater anhing.

Der Vater war überhaupt offenbar eine höchst originelle Gestalt, zugleich fortschrittlich – er ließ sich ohne weiteres von bürgerlichen Professoren die Doktorwürde verleihen – und altmodisch, in seiner Lebensweise offenbar noch stark der barocken Prachtentfaltung verhaftet. Die große Lebensfreude war offenbar auch der Grund, warum Adolph nicht in den Genuss seines Erbes kommen konnte.

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Abb.: Philipp Carl Freiherr v. Knigge: De Natura et Indole Castrorum in Germania, Dissertation Göttingen 1747. Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel

Philipp Carl Ernst hinterlässt seinem Sohn neben„ der goldenen Uhr und dem Schreibbüro rund 130.000 Reichstaler Schulden. Die Gläubiger des Vaters setzen durch, dass das Rittergut Bredenbeck unter Zwangsverwaltung kommt – eine Zwangsversteigerung oder ähnliches ist nicht möglich, da das Gut zum damaligen Zeitpunkt nicht persönliches Eigentum des Gutsherrn, sondern als Lehen an die Familie gebunden war. Sequester wird der hannoversche Anwalt Siegmund Christian Vogel, mit welchem Knigge zeitlebens erbitterte Kämpfe und Prozesse um die Verwaltung führt. Aus den Erträgen seiner Güter erhält Knigge eine jährliche Apanage von 500 Reichstalern. Mit dieser für einen jungen Mann seines Standes mageren finanziellen Ausstattung blieb er bei seinem Erzieher Augspurg, zu seinen Vormündern wurden zwei hannoversche Geheimräte bestellt.

 
 
1769

Am 23. Oktober 1769 immatrikulierte Knigge sich an der Universität Göttingen für ein Studium der Rechtswissenschaften. Er wohnte im Hause des Verlegers Johann Christian Dieterich und war so ein Hausgenosse von Georg Christoph Lichtenberg. Diese Begegnung hat im Werk Lichtenbergs keine Spuren hinterlassen, was daran liegen mag, dass dieser 10 Jahre älter war als Knigge und schon kurz nach dessen Einzug bei an der Universität Göttingen eine außerordentliche Professur erhielt.

 
 
1771

Knigge besuchte die Schwester seiner Mutter, Juliane Ernestine v. Althaus, die mit dem Landgräflich hessen-kasselischen Geheimrat und Minister Moritz Wilhelm von Althaus verheiratet war. Durch ihre Intervention gelang es, Knigge eine bezahlte und standesgemäße Stellung zu erlangen: am 19. März 1771 ernannte Landgraf Friedrich II. von Hessen Kassel ihn zum Hofjunker und kurz darauf zum Assessor der Kriegs- und Domänenkammer, was man als das Wirtschaftsministerium der Landgrafschaft bezeichnen kann. Zum Abschluss seines Studiums erhielt Knigge noch ein Jahr Urlaub, so dass er wieder nach Göttingen zurückkehrte und sich vor allem wirtschaftswissenschaftlichen Themen widmete.

assessor

Abb.: Urkunde des Landgrafen Friedrich II., Kassel, 22.3.1771: Knigge wird zum Assessor bei der Kriegs- und Domänenkammer ernannt. Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel
 
 
 
   
   
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