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"Du" oder "Sie" - Im Beruf

"Du" oder "Sie" - Im Beruf
Im Beruf ist der „Stil des Hauses“ eine Größe, die nicht ignoriert werden kann. Duzen sich alle Mitarbeiter, dürfte es schwierig sein, sich dem zu entziehen, es sei denn, man bringt ein erhebliches Maß an Bedeutung, als auch an Souveränität mit. Keinesfalls sollte man aber unaufgefordert seine Kollegen spontan Duzen sondern darauf warten, ob diese in irgendeiner Form signalisieren, dass sie mit der Anrede „Du“ einverstanden sind. Die Realität sieht allerdings in manchen Berufsgruppen sowie anderen, erzwungenen oder freiwillig gewählten Beziehungen anders aus. Dort hat sich in der Vergangenheit eine nahezu inflationäre Verwendung des „Du“ ausgebreitet und gehört somit gelegentlich geradezu zur Unternehmenskultur. Darf man Gerüchten glauben, soll diese Entwicklung aber inzwischen den Zenith überschritten haben.
 

"Ja, ich will!"

"Ja, ich will!"
Un-bekannte Hochzeitsbräuche Vor der Hochzeit wird bei uns traditionell „gepoltert“. Dabei geht der Polterabend auf das heidnische Polterfest zurück, das älter ist als die christliche Trauzeremonie. Mit viel Krach und Getöse wollten so unsere Vorfahren böse Geister verscheuchen. Und so gilt auch heute noch wie damals: beim Poltern bloß kein Glas zerbrechen! Dieses gilt als Symbol des Glücks, das den Brautleuten ein Leben lang hold sein soll. Aus England hingegen stammt der Brauch, wonach eine Braut etwas Neues, etwas Altes, etwas Geliehenes und etwas Blaues tragen sollte. Dabei symbolisieren alt und neu den Übergang in das neue Leben als Ehefrau. Die Leihgabe steht für Freundschaft und Glück und blau als Symbol für die ewige Treue. Doch nicht immer ging es so romantisch zu. In der römischen Antike und noch im frühen Mittelalter diente der Verlobungsring der Braut als „Empfangsbestätigung“. Der Bräutigam bekundete somit den Erhalt der Mitgift. Zudem gab der Ring Auskunft über den finanziellen Status des zukünftigen Ehemanns und trug gleichzeitig zur wirtschaftlichen Absicherung der Braut bei.
 

"Mit Strategie zum Erfolg!"

"Mit Strategie zum Erfolg!"
Jedes Jahr vor, und vor allem zu Weihnachten, gehen die Diskussionen in Familie, Verwandtschaft und Freundeskreis los. Wer kommt wann zu wem? Wie soll gefeiert werden? Traditionell, unkonventionell oder gar nicht? Wird geschenkt, wenn ja wie exklusiv oder ausgefallen dürfen die Wünsche sein? Gibt es die traditionelle Weihnachtsgans oder den makrobiotischen Tofu-Brätling? Kaum eine andere Festlichkeit bringt deutsche Haushalte so regelmäßig außer Rand und Band wie das Fest der Liebe. Damit erst gar nicht in Wohnzimmern dicke Luft den besinnlichen Duft von Tannennadel und Zimt überdecken kann, sollten Sie vor dem Fest einige Kleinigkeiten beachten und bestenfalls gemeinsam klären. Feiern mit der ganzen Familie Wenn Sie generationsübergreifend feiern, sprechen Sie am besten vor dem Heiligen Abend über den geplanten Ablauf des Festes. Am meisten Frieden werden Sie und Ihre Liebsten finden, wenn jeder auf seine Kosten kommt. Also besprechen Sie vorab: Soll gesungen werden? Wird auch in diesem Jahr wieder Hausmusik praktiziert? Wer schmückt den Baum? Gibt es einen Kirchenbesuch? Und: Wer mimt diesmal den schmucken Weihnachtsmann für die Enkelkinder? Harte Diskussionen, ja gar Zerwürfnisse können so vermieden werden, da jeder Teilnehmer im Vorfeld die Möglichkeit hat, seine Wünsche und Ideen mit einzubringen. Nützliche Vorbereitungen Darüber hinaus ist es ratsam alle gewünschten „Accessoires“, wie Weihnachtsbaum, Weihnachtsbaumständer, Weihnachtsbaumkugeln, Krippe samt Figurenkabinett, Kerzen oder Lichterketten und was sonst noch benötigt werden könnte, rechtzeitig zu besorgen beziehungsweise aus Kellern oder von Dachböden zu holen. So ersparen Sie sich die Hektik kurz vor den Festtagen. Planung zahlt sich aus Auch blutdruckschonend wirkt sich aus, wenn Sie die Weihnachtsgeschenke, sofern Sie innerfamiliär (oder im Freundeskreis) nicht andere Absprachen getroffen haben, nicht erst am 23. oder gar 24. Dezember besorgen. In diesem Fall wäre es nämlich kein Wunder, wenn Sie sich total gestresst und gereizt in das Weihnachtsfest begeben. Gegen die Hektik in der Weihnachtsküche gibt es natürlich auch einige Rezepte. Bereiten Sie doch einmal mit den Liebsten zusammen das Weihnachtsessen vor – Großeltern übernehmen die Vorspeise, Eltern das Hauptgericht und der Nachwuchs das Dessert? So wird Weihnachten auf alle Fälle zum echten Familienevent. Etwas geruhsamer könnte da ein Besuch im Restaurant ausfallen. Aber Vorsicht: Reservierungen sind zu diesem Datum unabdingbar! Gerne nehmen sich auch die ortsansässigen Catering-Unternehmen Ihrem festlichen Mahl an. Auch hier sollten Sie bereits im Vorfeld Ihre Fühler ausstrecken und sich entsprechende Angebote einholen. In diesem Sinne: Knigge.de wünscht Ihnen schon jetzt einen guten Apetitt und natürlich vor allem ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest 2006. Verraten Sie uns im knigge.de-Forum doch Ihre eigenen Weihnachtserfahrungen – Familienfest oder Familienzoff unterm Weihnachtsbaum?
 

1. Oktober Nationalfeiertag Zypern

1. Oktober Nationalfeiertag Zypern
Die Republik Zypern trat der Europäischen Union am 1. Mai 2004 bei. Die Insel, gelegen im äußersten Osten des Mittelmeeres, hat eine recht wechselvolle Geschichte, die bis ins 20. Jahrhundert hinein durch die Herrschaft auswärtiger Staaten geprägt war. Die Folgen, der so genannte Zypernkonflikt, sind bis heute nicht gelöst. Seit 1571 gehörte Zypern für mehr als dreihundert Jahre zum Osmanischen Reich, das 1878 die damals wie heute strategisch wichtige Insel an der Schnittstelle zwischen Europa, Asien und Afrika an Großbritannien verpachtete, um sich dessen Unterstützung gegen Russland zu sichern. Nachdem das Osmanische Reich 1914 auf Seiten der Mittelmächte und gegen England in den Ersten Weltkrieg eingetreten war, annektierte Großbritannien Zypern und erklärte es nach Abschluss der Friedensverträge, die den Ersten Weltkrieg (1914-1918) und den griechisch-türkischen Krieg (1919-1923) beendeten, 1925 zur Kronkolonie. Die Bevölkerung der Insel bestand und besteht im wesentlichen aus zwei ethnischen Gruppen, den griechisch-orthodoxen, griechisch sprechenden Zypern-Griechen (heute ca. 77 %) und den muslimischen, türkisch sprechenden Zypern-Türken (heute ca. 21 %). Beide Gruppen, vor allem aber die Zypern-Griechen, strebten immer wieder den Anschluss an das jeweilige Mutterland an. Kaum war Griechenland 1829 ein unabhängiger Staat geworden, versuchten die griechischen Zyprer den Anschluss an Griechenland (Enosis) in einem Aufstand durchzusetzen, der jedoch von türkischen Truppen gewaltsam niedergeschlagen wurde. Der Gedanke blieb aber ein immer wieder aufflackerndes Bestreben der Zypern-Griechen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war der prominenteste Vertreter der Enosis-Bewegung der zyprische Erzbischof Makarios, der 1950 ein Referendum organisierte, das die Beendigung der Herrschaft Großbritanniens und den Anschluss an Griechenland anstrebte. Großbritannien verweigerte zunächst seine Zustimmung, was zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen auf der Insel führte und diese wiederum zu der Einsicht, dass die Enosis nicht durchzusetzen sei. Makarios strebte nun die Unabhängigkeit Zyperns ohne Bindung weder an Griechenland noch die Türkei an, die schließlich 1959 in den Verträgen von Zürich und Lausanne zwischen Großbritannien, Griechenland und der Türkei beschlossen wurde. Am 16. August 1960 wurde die Republik Zypern unabhängig und am 1. Oktober die Unabhängigkeit proklamiert. Erzbischof Makarios III. wurde von den griechischen Zyprern zum Staatspräsidenten gewählt, die türkischen Zyprer wählten Fazil Kücük zum (gleichberechtigten) Vize-Präsidenten. Zypern war somit zu diesem Zeitpunkt ein einheitlicher Staat mit einer gleichberechtigten Vertretung der beiden Volksteile. Der Zustand relativer Ruhe hielt jedoch nur wenige Jahre an. Bereits 1963 kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen wegen einer geplanten Verfassungsänderung. 1967 kam in Griechenland durch einem Putsch eine anti-türkische Militärjunta an die Macht, die wiederum die Enosis anstrebte, während Makarios zunehmen einen neutralen Staat favorisierte. 1974 kam es zu einem Putsch gegen Makarios, der von der Athener Militärjunta gesteuert wurde. Makarios musste fliehen, und um die Angliederung an Griechenland zu verhindern, besetzten türkische Truppen den Norden der Insel. In der Folge kam es zu massiven Umsiedlungen der beiden Volksteile, so dass nunmehr der Norden fast ausschließlich von türkischen und der Süden von griechischen Zyprern bewohnt wird. Die faktische Teilung der Insel war damit vollzogen und mündete 1983 in der Proklamation einer unabhängigen „Türkischen Republik von Nordzypern“ die allerdings nur von der Türkei anerkannt wird. Alle weiteren Bemühungen, wieder einen einheitlichen Staat herzustellen, sind bisher gescheitert. Der bisher letzte Versuch der Wiedervereinigung scheiterte im April 2004 am Widerstand der griechisch-zyprischen Bevölkerung. Geblieben ist nach einem halben Jahrhundert politischer Unruhe, begleitet von teilweise sehr blutigen Auseinandersetzung, die Erinnerung an die Erlangung der Unabhängigkeit. Die Republik Zypern feiert die Proklamation der Republik am 1. Oktober 1960 mit einer Parade und einem Gottesdienst. Die Nationalhymne der Republik Zypern „Ode an die Freiheit“ wurde im Vorfeld der Unabhängigkeit Griechenlands 1823 von Dionysios Solomos gedichtet und 1828 von Nikolaos Manzaros vertont. Das Werk besteht aus 158 Strophen, von denen die beiden ersten 1865 zur griechischen Nationalhymne erklärt wurden und seit 1960 (zusammen mit der türkischen Nationalhymne) als Nationalhymne Zyperns verwendet werden.
 

11. November - Nationalfeiertag Polen

11. November - Nationalfeiertag Polen
Im Zuge der Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen wurde durch den Wiener Kongress 1815 das Königreich Polen („Kongresspolen“) annähernd in den Grenzen, die vor den Teilungen bestanden, wieder hergestellt und mit Russland als dem Sieger über Napoleon in Personalunion verbunden. Zunächst besaß Polen weitgehende Autonomie, sank aber nach den großen Aufständen von 1830 und 1863 auf das Niveau einer russischen Provinz herab. Im Ersten Weltkrieg gelang es dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn, große Teile Kongresspolens zu besetzen und zwei Generalgouvernements einzurichten, ein deutsches mit Verwaltungssitz in Warschau unter dem General Hans von Beseler und ein österreichisch-ungarisches mit Verwaltungssitz in Lublin unter dem General Karl Kuk. Beide Mächte beabsichtigten, wenn auch entsprechend der militärischen Lage wechselnd, nach Annexion nicht unbedeutender Teile ein neues Königreich Polen in enger Abhängigkeit vom Deutschen Reich und Österreich-Ungarn zu schaffen. Ein entsprechender Beschluss wurde im November 1916 in Warschau und Lublin verkündet, ohne dass ein König eingesetzt oder die Grenzen des Landes definiert worden wären – das so genannte „Regentschaftspolen“. Verständlicherweise fand es bei der polnischen Bevölkerung keine uneingeschränkte Zustimmung, die noch geringer wurde, als das Deutsche Reich begann, polnische Arbeitslose zur Zwangsarbeit in Deutschland auszuheben. Eben solchen Unmut erregte das Bestreben, polnische Soldaten den jeweiligen Heeren einzuverleiben und ihnen die Eidesformel vorzuschreiben: „.... in gegenwärtigem Kriege treue Waffenbrüderschaft mit den Heeren Deutschlands und Österreich-Ungarns und der ihnen verbündeten Staaten zu halten". Anfang 1917 konstituierte sich ein Staatsrat, dem auch General Jósef Pilsudski (1867-1935) angehörte, und eine Art Parlament. Pilsudski legte jedoch sein Mandat nach einem halben Jahr wegen Differenzen in militärischen Fragen nieder und wurde kurz darauf in Schutzhaft genommen und in Magdeburg interniert. Anfang 1918 war es den Mittelmächten zwar gelungen, den Krieg an der Ostfront zu beenden, nachdem Russland infolge der Revolution vom Oktober 1917 aus dem Krieg ausschied und Rumänien besiegt war. Gleichzeitig verschlechterte sich die Situation im Westen zusehends, nachdem die USA unter Präsident Wilson in den Krieg eingetreten waren. Wilson befürwortete die Wiederherstellung der polnischen Souveränität. Im Oktober 1918 begann die Entwaffnung der deutschen und österreichischen Truppen in Polen. Am 7. November wurde eine provisorische Regierung unter dem Sozialisten Ignacy Daszynski gebildet. Am 10. November kehrte Jósef Pilsudski aus der Haft in Magdeburg nach Warschau zurück. Dort wurde er von der Bevölkerung begeistert begrüßt und am 11. November mit Unterstützung der Armee und der provisorischen Regierung zum Staatschef erklärt. Diesen Tag feiert Polen, das nach 123 Jahren erstmals wieder ein souveräner Staat wurde, als seinen Nationalfeiertag. Die polnische Nationalhymne „Noch ist Polen nicht verloren, Solange wir leben. Was uns fremde Übermacht nahm, werden wir uns mit dem Säbel zurückholen. Marsch, marsch, Dąbrowski, Von Italien bis nach Polen. Unter deiner Führung Vereinen wir uns mit der Nation. Wir werden Weichsel und Warthe durchschreiten, Wir werden Polen sein, Bonaparte gab uns vor, Wie wir zu siegen haben. Marsch, marsch, Dąbrowski … Wie Czarniecki bis nach Posen Nach der schwedischen Besetzung, Zur Rettung des Vaterlands Kehren wir übers Meer zurück. Marsch, marsch, Dąbrowski … Da spricht schon ein Vater zu seiner Barbara Weinend: "Höre nur, es heißt, dass die Unseren Die Kesselpauken schlagen.“ entstand 1797 nach einem Text von Józef Rufin Wybicki (1747-1822) in Italien. Der Politiker und Schriftsteller emigrierte nach der Auflösung des polnischen Staates dorthin. Die Hymne hatte zunächst den Titel: „Lied der polnischen Legionen in Italien“ und wurde zu der Melodie einer bekannten Mazurka gesungen. Der Held des Liedes, der polnische General Jan Henryk Dabrowski (1755-1818) wird als Nationalheld verehrt: Nach der Auflösung des polnischen Staates 1795 sammelte er polnische Freiwillige zu einer Legion, die 1798-1800 im Dienst Napoleons in Italien kämpfte. Hintergrund war die Hoffnung, mit Hilfe Napoleons die Teilung Polens rückgängig machen zu können. Dies gelang jedoch nicht, da Napoleon im Russlandfeldzug scheiterte. Die Sehnsucht nach einem eigenen souveränen Staat war damit aber keineswegs erloschen und so wurde das Lied vor allem bei den großen Aufständen gegen die russische Herrschaft, bei der russischen Revolution von 1905 und während der Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg gesungen. Seit 1926 ist es die offizielle polnische Nationalhymne.
 

12. Oktober - Nationalfeiertag Spanien

12. Oktober - Nationalfeiertag Spanien
Vieles aus dem Leben des Christoph Kolumbus ist noch immer Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion, seine familiäre Herkunft, sein Geburtsort, sein Geburtsdatum, seine Grablege und vieles mehr. Im allgemeinen wird heute angenommen, dass er 1451 in Genua als Sohn eines Wollwebers geboren wurde und schon als Heranwachsender zur See fuhr, vornehmlich im Mittelmeer, das damals ein Tummelplatz für kriegerische Auseinandersetzungen der Anrainerstaaten ebenso wie für Korsaren war. Es wird jedoch auch berichtet, dass Kolumbus an einer Expedition im Atlantik teilnahm, die weit über das sagenumwobene Thule (Island) hinausführte. Zentrum der europäischen Seefahrt war Portugal, wo Kolumbus zusammen mit seinem Bruder eine Zeit lang als Kartograph arbeitete. Europa befand sich zu dieser Zeit an einem Wendepunkt. Vorbereitet durch die Renaissance rückten zunehmend mathematische Fertigkeiten und (natur)wissenschaftliche Erkenntnisse in den Vordergrund. Eine der wichtigsten die allgemeine Akzeptanz der schon im Altertum vertretenen und nie wirklich bestrittenen Auffassung, dass die Erde eine Kugel sei und keine Scheibe. Hinzu kam seit den Reisen des Venezianers Marco Polos im 13. Jahrhundert das Wissen um Länder außerhalb Europas, aus denen begehrte Luxusgüter (Seide, Gewürze etc) seit geraumer Zeit eingeführt wurden. Dieser Handel wurde vor allem von der Republik Venedig auf dem Landweg über Kleinasien abgewickelt. Allerdings befand sich das – christliche - byzantinische Reich mit der Hauptstadt Konstantinopel (Istanbul) seit einiger Zeit im Niedergang. Es wurde Beute des entstehenden osmanischen – muslimischen - Reiches, das 1453 schließlich Konstantinopel eroberte und damit den Landweg nach Asien blockierte. Abhilfe war also gefragt und bei der Lösung konzentrierte man sich auf den Seeweg. Ein Wegbereiter war Heinrich der Seefahrer, Sohn des portugiesischen Königs Johann I., der sein erhebliches Vermögen darauf verwendete, den Seeweg nach Indien um die Südspitze Afrikas erkunden zu lassen, was Vasco da Gama schließlich gelang. Eine andere Alternative wurde seit dem Altertum (Aristoteles) darin gesehen, von den „Säulen des Herkules“ (Gibraltar) westwärts um den Globus zu segeln. Kolumbus machte sich, wie einige Zeitgenossen, diese Auffassung zu eigen, zumal diverse Umstände vermuten ließen, dass sich westlich von Europa eine größere bewohnte Landmasse befinden könnte. Möglicherweise hatte Kolumbus sogar Kenntnis davon, dass bereits die Wikinger eine solche Landmasse im Atlantik entdeckt hatten. Die Idee war gut, aber Kolumbus leider nicht wohlhabend genug, eine solche Expedition aus eigener Tasche finanzieren zu können. So warb er seit 1484, Spanien gegen Portugal und vice versa, mit Unterstützung seines Bruders auch England und Frankreich gegeneinander ausspielend, um Geldgeber für seine Expedition. Spanien und seine katholischen Majestäten Isabella I. von Kastilien und ihr Ehemann Alfons II. von Aragon zeigten zwar Interesse, waren aber vor allem mit der Vertreibung der Araber („Reconquista“) von der Halbinsel beschäftigt, was für andere Abenteuer zunächst gedanklich und finanziell keinen Raum ließ. Im Januar 1492 fiel aber die letzte Bastion der Mauren, Granada, und man wendete sich wieder, angeschoben durch einige Fürsprecher, den Plänen des Kolumbus zu. Ein Vertrag vom April 1492 zwischen der Krone und Kolumbus sicherte diesem für den Fall des Gelingens des Expedition eine ungewöhnlich hohe „Erfolgsprämie“ zu, den Titel eines Vizekönigs und ein Zehntel der zu erwartenden Ausbeute aus den entdeckten Ländern. Am 3. August 1492 stach Kolumbus mit dem Flagschiff Santa Maria und den Begleitschiffen Niña und Pinta in See und erreichte, immer wieder bedroht von meuternden Besatzungen, am 12. Oktober 1492 eine Insel der Bahamas, die er für eine Indien vorgelagerte Inselgruppe hielt und die daher bis heute als Westindien bezeichnet wird. Kolumbus unternahm im Auftrag der spanischen Krone zwischen 1493 und 1504 drei weitere Expeditionen, gelangte aber nie zu der Erkenntnis, dass er nicht einen westlichen Teil Indiens sondern einen neuen Kontinent betreten habe. Die blieb Amerigo Vespucci vorbehalten, einem Zeitgenossen Kolumbus’, der erkannte, das derart lange Küstenlinien nicht auf eine Inselgruppe sondern auf einen ganzen Kontinent schließen lassen, der ihm seinen Namen verdankt. Gleichwohl, im Gefolge der Landnahme durch Kolumbus nahmen spanische Konquistadoren Mittel- und Südamerika in Besitz und verschafften ihrem Mutterland Reichtümer an Gold und Bodenschätzen wie kein anderes Land sie zu dieser Zeit aufweisen konnten. Geblieben ist davon heute die Tatsache, dass Mittel- und Südamerika – mit Ausnahme Brasiliens – eine weitgehend spanisch sprechende Bevölkerung aufweist, einhergehend mit einer gewissen kulturellen und wirtschaftlichen Affinität zu Spanien. Die Entdeckung der Neuen Welt am 12. Oktober 1492 durch Kolumbus, von Historikern üblicherweise als Beginn der Neuzeit angesetzt, und die Verbreitung spanischer Kultur auf dem neuen Kontinent wird daher noch heute als spanischer Nationalfeiertag Dia de la Hispanidad gefeiert. Die Nationalhymne Spaniens ist eine der ältesten Europas, weist aber zwei Besonderheiten auf, dass nämlich zum einen die Urheber nicht bekannt sind und sie zum anderen daher keinen authentisch mit der Melodie verbundenen Text hat. Belegt ist lediglich, dass eine um1760 erwähnte Melodie mit dem Titel Marcha Granadera (Grenadiermarsch) 1770 von König Carlos III. zum offiziellen Ehrmarsch ernannt und von der Bevölkerung als Marcha Real (Königsmarsch) übernommen wurde, weil sie jeweils beim Auftreten von Mitgliedern des königliche Hauses gespielt wurde. Die Melodie wurde zwar gelegentlich mit Texten unterlegt, eine offizielle Legitimation besteht aber nicht.
 

14. Juli - Nationalfeiertag Frankreich

14. Juli - Nationalfeiertag Frankreich
Frankreich 14. Juli 1789, Sturm auf die Bastille Im unmittelbaren Vorfeld dieses Ereignisses hatte sich König Ludwig XVI. im Mai 1789 gezwungen gesehen, wegen des drohenden Staatsbankrotts, u. a. infolge überbordender Ausgaben für den königlichen Haushalt, erstmals seit 1614 die Generalstände, nämlich Klerus, Adel und den Dritten Stand, in dem ebenso besitzlose Tagelöhner wie wohlhabendes Großbürgertum vertreten waren, einzuberufen. Da Adel und Klerus weiterhin auf der Abstimmung nach Ständen bestanden, erklärte sich der Dritte Stand, der ca. 98 % der Bevölkerung vertrat, im Juni 1798 zur Nationalversammlung mit dem Ziel, eine neue Verfassung sowie das Steuerbewilligungsrecht zu beraten. Gerüchte von einer beabsichtigten Auflösung der Nationalversammlung durch schweizerische und deutsche Regimenter des Königs, die Entlassung des Finanzministers Necker sowie eine drastische Verschlechterung der Versorgungslage für die Bevölkerung in Paris führten dazu, dass am 14. Juli die inzwischen gegen die Soldaten des Königs gebildeten Milizen der Pariser Bezirke unter dem Oberbefehl des aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ruhmreich hervorgegangenen Generals Lafayette die Bastille stürmten, um sich mit Waffen und Munition zu versorgen. Natürlich dachte man an einem solch stürmischen Tag noch nicht an einen Nationalfeiertag, aber ein Jahr später, im Juni 1780 stimmte die Nationalversammlung dem Vorschlag der Pariser Kommune zu, am 14. Juli großes Fest zu veranstalten. Die Bastille war ursprünglich eine Befestigungsanlage aus dem 14. Jahrhundert gegen die englischen Truppen während des 100jährigen Krieges. In späteren Jahrhunderten mutierte sie zur einem staatlich verpachteten Gefängnis, vornehmlich für besser situierte Personen, so dass die Finanzkraft der Inhaftierten die Qualität der Haftbedingungen bestimmte. Am 14.Juli 1789 war es darum schlecht bestellt, denn es waren nur 7 Häftlinge zu verzeichnen, 4 Kleinstkriminelle, die aus anderen Gefängnissen verlegt worden waren, 1 Mörder, 1 Geisteskranker, der sich, so wird berichtet, für Cäsar hielt, sowie der Marquis de Sade, Namensgeber des Begriffs „Sadismus“, der von seiner entsetzten Familie wegen seines anstößigen Lebenswandels in der Bastille untergebracht worden war, aber möglicherweise kurz vor dem Sturm in eine auswärtig gelegene Irrenanstalt verbracht wurde. Auch Voltaire, Aufklärer par exellence, saß in der Bastille schon in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts mehrfach ein. Der Sturm kostete ca. 80 Personen das Leben, unter anderem auch den Kommandanten der Festung, dessen Kopf auf einer Pike durch die Stadt getragen wurde – eher aber das Ergebnis mangelnder Koordination auf beiden Seiten denn als Ausgeburt neurotischer Mordlust, die kam dann später. Überreste der Bastille gibt es nicht mehr, bis auf den nach ihr benannten Platz, auf dem der Grundriss der ehemaligen Festung markiert ist. Gesetzlicher Feiertag wurde der 14. Juli erst 100 Jahre später durch Gesetz vom 6. Juli 1880 mit der Maßgabe, dass dieser Tag „mit so viel Ausstrahlung gefeiert wird, wie es die örtlichen Gegebenheiten zulassen“. Traditionsgemäß wird der 14.Juli mit einer großen Militärparade auf den Champs-Elyseés begangen, an der in diesem Jahr erstmals Abordnungen aus sämtlichen 27 EU-Staaten teilnehmen. Im ganzen Land finden am Abend Feuerwerke statt, die Nation begeht den Tag mit Musik und Tanz, dem so genannten „bal populaire“ , was dem Ereignis durchaus volksfesthafte Züge verleiht. Eine unter seinen Vorgängern übliche Generalamnestie zur Entlastung der notorisch überfüllten Gefängnisse hat Präsident Sarkozy abgelehnt, dafür aber die Magdeburger Band Tokio Hotel verpflichtet. Die Französische Nationalhymne, die „Marseillaise“ wurde im April 1792 von dem Offizier, Dichter und Musiker Claude Joseph Rouget de Lisle in Straßburg komponiert, zunächst unter dem Namen „Chant de guerre pour l’armeé du Rhin“ (Kriegslied für die Rheinarmee). Da es sich zu der Melodie trefflich marschieren lässt, wurde sie von republikanischen Soldaten aus Marseille beim Einzug in Paris im Juli 1792 gesungen, was ihr den Namen verschaffte. Der Text stand allerdings wegen seiner drastischen Worte und einer unüberhörbaren Kriegsbereitschaft immer einmal wieder in der Kritik. Im 19. Jahrhundert war die Marseillaise mit abgewandelten Texten auch in anderen europäischen Ländern ein Kampflied sozialer und demokratisch-republikanischer Bewegungen.
 

16. Februar - Nationalfeiertag Litauen

16. Februar - Nationalfeiertag Litauen
Der Name des Landes taucht erstmals im 11. Jahrhundert in den Quedlinburger Annalen auf, die davon berichten, dass Bruno von Querfurt bei dem Versuch, die Litauer zu missionieren, mit seinen achtzehn Mitstreitern von den Heiden enthauptet wurde und „gen Himmel“ zog. Zu dieser Zeit lebten die litauischen Stämme in kleinen Fürstentümern, für die nur wenige historische Quellen bekannt sind. Ein erster litauischer Staat entstand 1253, als sich Großfürst Mindaugas, nachdem er die litauischen Fürstentümer gewaltsam geeinigt hatte und zum Christentum übergetreten war, zum König krönen ließ. Der vermutliche Tag der Krönung, der 6. Juli 1253, wird in Litauen als Nationalfeiertag begangen. König Mindaugas war der erste und einzige König Litauens, denn er wandte sich, wohl um mit heidnisch gebliebenen Stämmen ein Bündnis eingehen zu können, vom Christentum wieder ab, womit die Königswürde verloren ging. Unter seinen Nachfolgern entwickelte sich das Großfürstentum Litauen zu einer Großmacht, die von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer reichte. Begünstigt wurde diese Entwicklung im Osten durch den Zerfall des Kiewer Rus, im Westen dadurch, dass der litauische Großfürst Jogaila (Stammvater der Dynastie der Jagiellonen) neuerlich zum Christentum übertrat, um 1385 die polnische Thronerbin Jadwiga heiraten und damit den polnischen Thron besteigen zu können. Die so entstandene Personalunion Polen - Litauen widersetzte sich erfolgreich der Vereinnahmung durch den Deutschen Orden, dem sie schließlich 1410 in der Schlacht von Tannenberg eine vernichtende Niederlage beibrachte, die die Westgrenze über viele Jahrhunderte sicherte. Als die Dynastie der Jagiellonen ausstarb, wurde diese Personalunion 1569 durch die so genannte Lubliner Union in eine Realunion umgewandelt und Litauen mit Polen zu einem einheitlichen Staat zusammengeführt, so dass Litauen von diesen Zeitpunkt an im wesentlichen das Schicksal Polens teilte. In den drei polnischen Teilungen 1792, 1793 und 1795 fiel der größte Teil Litauens an Russland und sank auf den Status einer russischen Provinz herab. Die zunehmende Russifizierungspolitik (z. B. Einführung des kyrillischen Alphabets, Verbot der litauischen Sprache in den Grundschulen, Zensur u. ä.) der Zaren führte im Jahre 1831 und 1863 zu großen Aufständen, die allerdings erfolglos blieben. Die Universität von Vilnius wurde geschlossen und der litauischer Adel, der an den Aufständen beteiligt war, von seinen Besitzungen vertrieben. Gleichwohl formierten sich auch in Litauen seit Beginn des 19. Jahrhunderts nationale Bewegungen mit dem Ziel, die kulturelle Identität des Landes zu stärken. Die Revolution von 1905 führte u. a. zur Wiedereinführung der lateinischen Schrift, Zulassung litauischer Schulen und litauischer Zeitungen, wenn auch zensiert. Während des Ersten Weltkriegs wurde Litauen vom Deutschen Reich besetzt, das eine enge Anbindung Litauens nach dem Krieg beabsichtigte. Geplant war die Bildung eines Königreiches Litauen, in dem Wilhelm, Herzog von Urach, Graf von Württemberg als Mindaugas II. den Thron besteigen und – unter Gewährung einer formalen litauischen Selbständigkeit – die faktische weitgehende Abhängigkeit vom Reich gewährleisten sollte. Der litauische Landesrat stimme diesem Plan zunächst zu und proklamierte am 11. Dezember 1917 die Unabhängigkeit des litauischen Staates. Da das Deutsche Reich die Anerkennung jedoch verweigerte, wurde am 16. Februar 1918 erneut die Unabhängigkeit, nun als Republik Litauen, ausgerufen. Das Land begeht an diesem Datum seinen weiteren Nationalfeiertag, der sich dieses Jahr zum 90ten Mal jährt. Mitunterzeichner der Unabhängigkeitserklärung war u. a. Antanas Smetona, der im April 1919 zum ersten Präsidenten der Republik Litauen ernannt wurde. Die litauische Nationalhymne Litauen, unser Vaterland, Land der Helden! Lass deine Söhne Kraft aus der Vergangenheit schöpfen. Lass deine Kinder nur den Wegen der Tugend folgen, sie zu deinem und zum Wohle der Menschen arbeiten. Lass die Sonne alle Dunkelheit von Litauen verbannen, und Licht und Wahrheit leite immer unsere Schritte. Lass die Liebe Litauens in unseren Herzen brennen und für den Willen unseres Landes lass Einheit blühen. wurde von Vincas Kudirka (1858-1899) verfasst, der das Gedicht 1898 in der Zeitung „Glocke“ veröffentlichte, deren Herausgeber er war. Kudirka war einer der Vordenker der litauischen Nationalbewegung und der Besinnung auf die Eigenständigkeit kultureller Wurzeln. Die Melodie stammt von Ceslovas Sasnauskas (1867-1916), einem litauischen Komponisten, dessen Interesse u.a. der Pflege der litauischen Volksmusik galt. Das Werk wurde in Vilnius erstmals 1905 aufgeführt und 1919 offiziell zur Nationalhymne erklärt.
 

18. November - Nationalfeiertag Lettland

18. November - Nationalfeiertag Lettland
Der Staat liegt auf dem Gebiet des ehemaligen Alt-Livland, so genannt nach den vor allem an der Rigaer Bucht und an der Düna siedelnden Liven, die deutsche Kaufleute im 12. Jahrhundert dort antrafen. 1201 gründete der Bremer Domherr Albrecht von Buxhoeven im Mündungsgebiet der Düna die Stadt Riga, seit ihrer Gründung eine wichtige Handelsmetropole im östlichen Ostseeraum und Hauptstadt Lettlands. In der Folgezeit wurde das Gebiet von dem zur Missionierung der Liven (die heute eine verschwindende Minderheit von schätzungsweise 1.000 Personen in Lettland sind) gegründeten Schwertbrüderorden erobert. Dieser ging nach kurzer Zeit im Deutschen Ritterorden auf, der seinerseits die Christianisierung und Kolonialisierung heidnischer Gebiete im Osten zum Ziel hatte, deren Besitz für den Orden sich der Ordenshochmeister Hermann von Salza von Kaiser (1226) und Papst (1234) garantieren ließ. Um 1400 hatte der Orden seine größte Ausdehnung erreicht und umfasste die Gebiete des heutigen Ostpreußen, Lettland und Estland, nicht jedoch das Großherzogtum Litauen, mit dem der Orden annähernd 100 Jahre lang – ohne nachhaltigen Erfolg - Kriege führte. 1410 unterlag der Orden in der Schlacht von Tannenberg einem vereinigten polnisch-litauischen Heer, musste große Gebietsabtretungen hinnehmen und befand sich von da an im Niedergang, der 1561 mit dem Zerfall der territorialen Einheit und Auflösung des Ordens seinen Abschluss fand. Die bis dahin zum Orden gehörenden Gebiete unterstellten sich zum Schutz gegen den Angriff des russischen Zaren Iwan der Schreckliche teils Schweden, teils Dänemark, teils Polen-Litauen, deren Kriegseintritt den Zaren zur Aufgabe der eroberten Gebiete zwang. Ungleich erfolgreicher war, nach einer knapp hundertjährigen schwedischen Herrschaft unter Gustav Adolf und seinen Nachfolgern, Zar Peter der Große, der 1710 im Großen Nordischen Krieg Riga eroberte und durch den folgenden Friedensschluss von 1721 Russland die Herrschaft über Livland, Estland und später auch Kurland („deutsche Ostseeprovinzen Russlands“) und damit das begehrte „Fenster zum Westen“ sowie den Aufstieg zur Großmacht im Ostseeraum sicherte. Den baltischen Provinzen wurden jedoch weitgehende Sonderrechte eingeräumt, die ihnen schon 1561 der König von Polen zugestanden hatte: Selbstverwaltung nach deutschem Recht durch die Ritterschaften, Deutsch als Amtssprache und Anerkennung des evangelisch-lutherischen Glaubens. Erst seit 1881 wurden diese Privilegien durch Zar Alexander III. stark eingeschränkt. Die russische Revolution von 1905 griff auch auf die baltischen Provinzen über und hatte dort nicht nur das autokratische Russland sondern auch die deutsch-baltische Oberschicht zum Ziel. Die so genannte „Lettische Revolution“ besaß nicht nur eine soziale sondern auch eine nationale Komponente und strebte vor allem die Einführung der lettischen Sprache und Autonomie in der Verwaltung sowie die Zusammenführung lettischer Gebiete zu einer administrativen Einheit an. Diese Forderungen konnten aber erst am Ende des Ersten Weltkrieges durchgesetzt werden, nachdem deutsche Truppen das Land besetzt hatten und die Rote Armee sich nicht dauerhaft im Baltikum halten konnte. Am 18. November 1918 wurde vom Lettischen Volksrat die Republik Lettland ausgerufen. Mitbegründer dieses Volksrats was Karlis Ulmanis (1877-1942), der der erste Ministerpräsident der unabhängigen Republik Lettland wurde. Lettland begeht diesen Tag als seinen Nationalfeiertag. Im Frieden von Riga vom 11. August 1920 erkannte Russland die Unabhängigkeit Lettlands an. Die lettische Nationalhymne: Gott, segne Lettland, Unser teures Vaterland, Segne Lettland, Ach, segne es doch! Wo Lettlands Töchter blühn, Wo Lettlands Söhne singen, Lass uns dort im Glücke tanzen. entstand um 1870. Text und Melodie stammen von Karlis Baumanis (1835-1905), Lehrer und Komponist. Im Juni 1920, nach Erlangung der Unabhängigkeit, wurde das Lied zur offiziellen Nationalhymne erklärt. Das Wort „Lettland“ erregte in der Zarenzeit allerdings den Unmut der Obrigkeit als Ausdruck nationalen Selbstverständnisses und musste durch das unspezifischere Wort „Baltikum“ ersetzt werden. Das Lied wurde erstmals auf dem ersten lettischen Sängerfest 1873 in Riga gesungen. Sängerfeste sind in allen baltischen Staaten ein wichtiges kulturelles Großereignis. Die Tradition entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf die Einführung der russischen Sprache als Amtssprache durch Alexander III., um eine Besinnung auf eigene Traditionen und kulturelle Wurzel zu demonstrieren.
 

21. Juli - Nationalfeiertag Belgien

21. Juli - Nationalfeiertag Belgien
Einen eigenen Staat bekamen die Belgier aber erst 1830/31 und sie verpflichteten sich bei dieser Gelegenheit nicht etwa zu weiteren kriegerischen Ruhmestaten, sondern vielmehr zu „ewiger Neutralität“. Dem war vorausgegangen, dass im Zuge der Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress 1815 Holland, dem auch Luxemburg zugeschlagen wurde, mit dem bisher österreichischen Belgien zum Vereinigten Königreich der Niederlande vereinigt wurde. Den Thron nahm König Wilhelm I. ein, ein Sohn des letzten Erbstatthalters von Holland, der dem Land eine Scheinverfassung mit zwei Kammern oktroyierte, so dass der bevölkerungsreiche Süden des Landes deutlich unterrepräsentiert war. Hinzu kam, dass dem holländischen Norden auch Vorrang in der Sprachenpolitik eingeräumt wurde. Beides erregte einen erheblichen Unmut bei der belgischen Bevölkerung. Weiteres Konfliktpotential ergab sich daraus, dass der französischsprachige Süden überwiegend katholisch war, der Niederländisch sprechende Teil hingegen protestantisch. Umbrüche in Europa beeinflussten auch die belgische Bevölkerung. Unter dem Eindruck zunehmend freiheitlicher, liberaler und demokratischer Tendenzen in vielen Teilen Europas (z.B. die Juli-Revolution in Frankreich 1830) erhoben die Katholiken und die Liberalen im Süden gemeinsam Reformforderungen, die aber bei König Wilhelm I. kein Gehör fanden. Die Fronten verhärteten sich und die Lage wurde zusehends unruhiger. In dieser Situation brachte schließlich Ende August 1830 die Aufführung der Oper von Auber „Die Stumme von Portici“, die einen neapolitanischen Aufstand verherrlichte und schon in Paris für Unruhe gesorgt hatte, das Fass in Brüssel zum Überlaufen (sog. Belgische Revolution). Das Opernpublikum schloss sich spontan einer Demonstration von Arbeitern an, hinzu stieß auch die Bürgerwehr, und die Menge stürmte wichtige öffentliche Gebäude. Da Verhandlungen nichts fruchteten, setzte der König im September 1830 12.000 Soldaten gegen Brüssel in Marsch, das jedoch mit Hilfe französischer Truppen verteidigt werden konnte. Am 5.Oktober wurde eine Provisorische Regierung gebildet und am 18. November vom Nationalkongress die Unabhängigkeit Belgiens beschlossen. Londoner Protokoll Am 31.1.1831 wurde die Unabhängigkeit Belgiens von den Großmächten Großbritannien, Frankreich, Österreich, Russland und Preußen anerkannt und am 19.4.1839, nach acht Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen, von Belgien und den Niederlanden endgültig bestätigt. Die Großmächte untersagten dem Land, das sich inzwischen für eine konstitutionelle Monarchie entschieden hatte, allerdings, einen Thronanwärter aus einem Land der beteiligten Mächte zu wählen. Leopold I. (1831-1865) Schließlich entschied sich der Nationalkongress für Leopold, den jüngsten Sohn von Franz-Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld, der als Leopold I., König der Belgier, den Thron bestieg und am 21. Juli 1831 den Eid auf die Verfassung leistete. Dieses Datum wurde zum belgischen Nationalfeiertag erhoben. Traditionsgemäß beginnen die Feierlichkeiten zum 21. Juli in Brüssel mit einem Te Deum in der Kathedrale. Am Nachmittag findet in Anwesenheit des Königs und des diplomatischen Corps eine große Militärparade statt. Während des ganzen Tages werden im Parc de Bruxelles Veranstaltungen aller Art mit einem bunten Programm für die ganze Familie angeboten; Ausstellungen, Animationen für Kinder, Konzerte, Tag der offenen Tür in Museen und öffentlichen Institutionen usw. usw. Am Abend gibt es ein großes Feuerwerk an der Place des Palais. Ähnlich, wenn auch in kleinerem Umfang, wird der Tag überall im Land begangen. Die Nationalhymne Belgiens ist die „Brabançonne“ (Lied von Brabant) Sie existiert in allen drei Amtssprachen, d.h. in einer französischen, einer niederländischen und einer deutschen Version, letztere aber eher unbedeutend. 1930, am 100. Jahrestag der Unabhängigkeit, wurde ihr auf der Place Surlet de Chokier ein Denkmal errichtet. Der ursprüngliche Text stammt von einem französischen Schauspieler namens Jenneval (eigentlich Alexandre Déchet), der 1828 am Brüsseler Théâtre de la Monnaie auftrat. Die Melodie stammt von François Van Campenhout. Aus Wut gegen den Einmarsch der königlichen Truppen am 23. September 1830 verfasste Jenneval innerhalb eines Monat eine 2. Textfassung mit einem ausgeprägten antiholländischen Unterton. Mitgerissen von der revolutionären Stimmung schloss er sich einem Freicorps an, das die königlichen Truppen angriff. Er fiel beim Gegenangriff in der Nähe von Antwerpen am 18. Oktober 1830. Seit 1860 beschäftigte sich eine Kommission um Charles Rogier (erster Premierminister) damit, der Nationalhymne diese Feindseligkeit zu nehmen und verfasste einen 4-strophigen Text. Die letzte Strophe („O Belgique, o mère chérie...“) wurde im 20. Jahrhundert durch einen nicht bindenden Runderlass des Innenministeriums empfohlen und diese Empfehlung mehrfach bestätigt. Eine gesetzliche Grundlage besteht nicht.
 

21. und 8. September - Nationalfeiertage Malta

21. und 8. September - Nationalfeiertage Malta
21. September 1964 - Independence Day Das Datum erinnert an die Erlangung der Unabhängigkeit Maltas. Dieser waren langwierige Verhandlungen mit England vorausgegangen. In der Nacht vom 20. zum 21. September 1964 wurde in Anwesenheit des Herzogs von Edinburg als Stellvertreter der Königin unter dem Applaus der Bevölkerung die maltesische Fahne gehisst. Ein ganze Woche feiert das Land mit Paraden, Feuerwerk, Musik und Verkaufsständen. In der St. Johns Kathedrale findet ein feierliches Hochamt statt, an dem die Mitglieder der Regierung, die akkreditierten Vertretungen und ausgewählte Gäste teilnehmen. In Floriana, einem kleinen Ort auf der Hauptinsel Malta, steht ein Unabhängigkeitsdenkmal, an dem der Premierminister Blumen niederlegt. 8. September 1565 1530 hatte Kaiser Karl V. die Inseln Malta und Gozo sowie eine Befestigungsanlage in Nordafrika dem Souveränen Johanniterorden überlassen, der 1522 von den Osmanen aus Rhodos vertrieben worden und auf der Suche nach einem neuen Sitz war. Anfang 1565 erschien eine türkische Flotte mit 200 Schiffen und 40.000 Mann vor Malta. Die Johanniter-Ritter zogen sich hinter die inzwischen errichteten Befestigungsanlagen zurück. Die Türken eroberten die Festung und belagerten die Insel. Am 7. September schließlich erhielten der Orden und die Bevölkerung Hilfe aus Sizilien, worauf die Türken die Belagerung aufhoben und absegelten. Die Malteser ehren das Ereignis mit dem Abschreiten einer Ehrengarde durch den Präsidenten und der Niederlegung eines Kranzes am Denkmal der „Großen Belagerung“. Die Nationalhymne, L-Innu Malti besteht aus einer Melodie, die der Direktor einer Grundschule auf der Suche nach einer Hymne für seine Schule 1922/23 entdeckte. Es bat Dum Karm Psaila, einen Priester mit dichterischem Talent, einen Text für die eingängige Melodie zu schreiben. Dieser machte sich an die Arbeit. Er entwarf einen Text in Form eines Gebetes und erhoffte sich davon eine Einigung des Landes durch Religiosität und Patriotismus. Das Lied wurde erstmals 1923 gespielt und 1945 offiziell zur Nationalhymne erklärt. Ein Denkmal in Form einer Marmortafel mit einem Portrait von Dum Karm sowie Text und Noten der Nationalhymne befindet sich am Museum der Kathedrale von St. Peter und Paul in Mdina.
 

23. Oktober - Nationalfeiertag Ungarn

23. Oktober - Nationalfeiertag Ungarn
Nach der frühen Gründung eines Königreiches im Jahre 1000 war die Geschichte des Landes Jahrhunderte lang geprägt von der Fremdherrschaft auswärtiger Dynastien, 145 Jahren Türkenherrschaft, Angliederung an Österreich, und nach einem kurzen Intermezzo von Unabhängigkeit nach 1918 zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1989 als Vasallenstaat der damaligen UDSSR 20. August Der erste König war Stephan I. (969-1038), ein Nachfahre des Großfürsten Arpad, der gegen Ende des 9. Jahrhunderts sieben Magyaren-Stämme geeinigt und auf dem Gebiet des heutigen Ungarn angesiedelt hatte. Stephan, selbst schon christlich erzogen, christianisierte die Bevölkerung und bat im Jahre 1000 den Papst in Rom um Verleihung der Königswürde. Der Überlieferung nach schickte Papst Silvester II. daraufhin die so genannte Stephankrone (die allerdings verloren gegangen ist), mit der Stephan am 17. August 1000 zum König gekrönt worden sein soll. Stephan I. wurde 1089 heilig gesprochen und gilt heute als der Nationalheilige Ungarns. Sein Gedenktag ist der 20. August, der Staatsfeiertag Ungarns. 15. März Die Dynastie der Arpaden starb 1301 aus. Es folgte eine lange Reihe von Herrschern aus zahlreichen auswärtigen Dynastien. Besonders einschneidend war die Herrschaft der Türken von 1541 bis 1686, die erst nach 145 Jahren mit der Rückeroberung durch die Habsburger (Prinz Eugen) beendet werden konnte. Die harte Hand der österreichischen Befreier führte jedoch zu großer Unzufriedenheit in der ungarischen Bevölkerung. Am 15. März 1848 kam es schließlich zum Ausbruch der Revolution unter Führung von Lajos Kossuth, der im April 1849 die Absetzung des Hauses Habsburg und die Unabhängigkeit Ungarns verkündete. Bei der Verkündung blieb es allerdings: die Revolution wurde mit russischer Hilfe blutig beendet und die wichtigsten Anführer hingerichtet. Eine Lösung des fortbestehenden Problems wurde erst durch den so genannten österreichisch-ungarischen Ausgleich erzielt, der in der Krönung Kaiser Franz-Josephs I. zum König von Ungarn seinen äußeren Abschluss fand. Der 15. März wurde mit Gesetz aus dem Jahr 2000 zum Nationalfeiertag erklärt. Nach dem 1. Weltkrieg 1918 erklärte Ungarn den Austritt aus der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie und rief, wie viele europäische Länder, die Republik aus. 23. Oktober Nach dem 2. Weltkrieg marschierte im April 1945 die Rote Armee ein und aus Ungarn wurde als „Volksrepublik Ungarn“ ein Vasallenstaat der damaligen UdSSR. Nach dem Tod Stalins 1953 kam es im Rahmen der Entstalinisierung auch in Ungarn zu einer zunehmend fordernden Diskussion von Reformen, die vor allem in Studenten- und Literatenkreisen geführt wurde. Ermutigt durch den Arbeiteraufstand in Posen im Juli 1956, der dort ohne Intervention der Roten Armee politisch beendet wurde, erhob die Studentenschaft am 23. Oktober 1956 im Rahmen einer genehmigten Solidaritätskundgebung zugunsten der polnischen Reformen vor dem Parlamentsgebäude weitgehende Forderungen nach freien Wahlen, Meinungs- und Pressefreiheit, bürgerlichen Freiheiten sowie eine größere Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Die Veranstaltung erhielt rasch großen Zulauf aus der Bevölkerung, so dass schließlich ca. 200.000 Menschen vor dem Parlament demonstrierten und die Ereignisse zu einem nationalen Volksaufstand mutierten, der in den folgenden Tagen auf das ganze Land überging und zu einem Generalstreik führte. Imre Nagy, ein reform-orientierter Kommunist, der schon 1953 bis 1955 Ministerpräsident gewesen, aber anschließend aus der Partei ausgeschlossen worden war, wurde am 23. Oktober 1956 erneut zum Ministerpräsidenten ernannt und erklärte in den folgenden Tagen die Auflösung des Staatssicherheitsdienstes AVH, die Bildung einer Mehrparteienregierung, die Neutralität Ungarns und folglich den Austritt aus dem Warschauer Pakt. Nachdem die sowjetischen Truppen den Aufstand mit militärischer Gewalt, der über 2000 Ungarn zum Opfer fielen, niedergeschlagen hatten, wurde Nagy trotz zugesicherter Straffreiheit am 22. November 1956 festgenommen und 1958 hingerichtet. In Erinnerung an den Beginn des Aufstands vom 23. Oktober 1956 wurde am 23. Oktober 1989 das Ende der Volksrepublik Ungarn verkündet und die Republik Ungarn ausgerufen. Seit dem ist dieses Datum ein weiterer Nationalfeiertag. Die ungarische Nationalhymne Der Text stammt von dem Politiker und Dichter Ferenc Kölcsey (1790-1838), der ihn 1823 dichtete. Das an ein Gebet erinnernde Gedicht umfasst insgesamt acht Strophen, von denen bei offiziellen Anlässen nur die erste Strophe gesungen wird. Die Musik wurde 1844 von Ferenc Erkel (1810-1893), später Begründer und erster Direktor der ungarischen Nationaloper, im Rahmen eines Wettbewerbs komponiert und das Werk noch im selben Jahr uraufgeführt. Im Jahre 1903 wurde es gesetzlich zur Nationalhymne erklärt. Bemühungen während der Zeit zwischen 1945 und 1989, eine weniger religiöse Nationalhymne zu etablieren, scheiterten.
 

24. Februar- Nationalfeiertag Estland

24. Februar- Nationalfeiertag Estland
Estland unterscheidet sich von den anderen baltischen Staaten vor allem dadurch, dass Lettisch und Litauisch zur indo-europäischen, Estnisch hingegen zur finno-ugrischen Sprachfamilie gehört. Das nimmt nicht Wunder, da Tallin, die Hauptstadt Estlands, über den Finnischen Meerbusen hinweg kaum mehr als 80 km von Helsinki, der finnischen Hauptstadt entfernt liegt. Gleichwohl ist die historische Vergangenheit Estlands eng mit der Lettlands und Litauens verbunden. Seit dem frühen 13. Jahrhundert begann der Deutsche Orden mit der Christianisierung des Ostseeraumes, an der sich im Falle Estlands auch Dänemark beteiligte, das den von ihm besetzten Teil Estlands 1346 an den Deutschen Orden verkaufte. Im Gefolge der Ordensritter kamen schließlich auch auswärtige Siedler aus Westeuropa, vornehmlich aus Deutschland, in das Gebiet des Ordensstaates, die sich im Laufe der Zeit zu einer maßgeblichen Bevölkerungsgruppe in Estland entwickelten und für enge Beziehungen zu Deutschland sorgten. So erhielt Reval (heute Tallin) schon im 13. Jahrhundert lübisches Stadtrecht und wurde Mitglied der Hanse. Nach dem Ende der Ordensherrschaft im 16. Jahrhundert wurde Estland unter den Angriffen Iwans des Schrecklichen zum Kriegsschauplatz, auf dem neben Russland Schweden, Dänemark und Polen um die Herrschaft im Baltikum rangen. Estland unterstellte sich dem damals mächtigen Schweden, das sich gegen Russland durchsetzen konnte und Estland zu einer Blütezeit verhalf, z. B. Gründung der Universität Dorpat (heute Tartu) 1632 durch König Gustav II. Adolf. Die schwedische Herrschaft endet schließlich, nachdem Zar Peter der Große im Nordischen Krieg (1700-1721) Estland (und Lettland) erobert hatte. Der Friede von Nystadt bestätigte den Ritterschaften jedoch ihre Sonderrechte: Deutsch als Amtssprache, Selbstverwaltung nach deutschem Recht und Anerkennung des schon 1523 eingeführten evangelisch-lutherischen Bekenntnisses. Diese Privilegien wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts durch die massive Russifizierungspolitik Zar Alexanders III. beendet: Deutsch wurde durch Russisch als Amts- und Unterrichtssprache abgelöst, die russischer Gerichtsbarkeit eingeführt und die Universität Dorpat, deren Lehrkörper bis dahin nahezu vollständig aus Professoren aus Deutschland bzw. Deutsch-Balten bestand, in eine russische Universität umgewandelt Dem Zeitgeist des 19. Jahrhunderts entsprechend entstand ab ca. 1860 auch in Estland eine zunehmende Besinnung auf eine eigenständige kulturelle und nationale Identität, die insbesondere von den an der Universität Dorpat studierenden Esten ausging. Ein Ausdruck dieser Entwicklung war die Veröffentlichung einer Volksausgabe des estnischen Nationalepos „Das Lied vom Sohn des Kalew“, einer Sammlung von estnischen Sagen und Volksliedern (nebst Zudichtungen), die ab 1839 von der „Gelehrten estnischen Gesellschaft“ betrieben wurde. Die erste russische Revolution von 1905 griff auch auf Estland über, wo sie nicht nur das autokratische Russland sondern zunehmend auch die deutsche Oberschicht zu Ziel hatte. Es dauerte jedoch noch bis 1917, bis Estland die Ereignisse der Oktober-Revolution und den Zerfall des zaristischen Russland nutzen und sich Ende 1917 der estnischen Landtag zur höchsten Instanz im Lande erklären konnte. Zwar lösten die Bolschewiki diesen sogleich wieder auf, mussten sich jedoch im Februar 1918 vor einer deutschen Großoffensive zurückziehen. Diesen Umstand nutzte das ausschließlich aus Esten bestehende „Rettungskomitee“, das am 19. Februar 1918 gegründet worden war, dazu, am 24. Februar 1918 die Unabhängigkeit Estlands auszurufen und die Provisorische Regierung der Republik Estland mit Konstantin Päts (1874-1956) als Vorsitzendem des Ministerrats zu bilden. Estland feiert diesen Tag als seinen Nationalfeiertag, im Jahre 2008 ebenso wie Lettland und Litauen zum neunzigsten Mal. Die so erklärte Unabhängigkeit bestand jedoch zunächst nur in den Köpfen, da bereits am 25. Februar deutsche Truppen in Tallin einmarschierten. Die Provisorische Regierung ging in den Untergrund, Päts wurde interniert. Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches konstituierte sich am 12. November 1918 eine zweite provisorischen Regierung mit Päts als Ministerpräsidenten. Bereits am 13. November 1918 begann Russland jedoch mit einer Großoffensiver zur Rückeroberung des Baltikums. Unterstützt von den Entente-Mächten England und Frankreich sowie zahlreichen Freiwilligen aus Skandinavien gelang es unter General Johan Laidoner schließlich, die erschöpfte Rote Armee dauerhaft aus Estland herauszudrängen. Der „estnische Freiheitskrieg“ endete am 2. Februar 1920 im Frieden von Tartu, in dem die Sowjetunion die estnische Unabhängigkeit „für alle Zeiten“ (faktisch allerdings nur bis 1939) anerkannte und die gemeinsame Staatsgrenze festgelegt wurde. Estland begeht seinen Nationalfeiertag mit zahlreichen Festakten. In diesem Jahr beginnen die Feierlichkeiten bereits am 23. Februar in Pärnu, einem bevorzugten Seebad, mit einer Militärparade, der auch die ausländischen Militärattachés beiwohnen. Am 24. Februar wird früh morgens die Staatsflagge gehisst, es folgt ein feierlicher Gottesdienst in der Domkirche sowie ein Staatsempfang. Alle Ereignisse werden vom Fernsehen übertragen. Die estnische Nationalhymne Mein Heimatland, mein Glück und Freude, wie schön bist du! Ich finde nichts auf dieser großen weiten Welt, was mir so lieb auch wäre, wie Du, mein Heimatland! Du hast mich geboren und aufgezogen; Dir danke ich immer und bleib Dir treu bis zum Tod, mir bist Du das allerliebste, mein teueres Heimatland! Über Dich wache Gott, mein liebes Heimatland! Er sei Dein Beschützer und möge reichlich segnen was Du auch immer unternimmst, mein teures Heimatland! verdankt ihre Melodie Frederic Pacius (1809-1891), einem Komponisten aus Hamburg, der 1834 an die Universität Helsinki berufen wurde und das Stück 1848 für die finnische Nationalhymne komponierte. Diese Melodie wurde, nicht ohne unvorhersehbare Folgen, für die estnische Nationalhymne übernommen. Der Text stammt von Johann Woldemar Jannsen (1816- 1890), einem Sammler und Herausgeber estnischer Volkslieder und bekannten Publizisten, der sich vor allem für die Förderung eines estnischen Nationalbewusstseins engagierte. Das Lied wurde 1869 auf dem ersten estnischen Sängerfest gesungen und begründete damit eine Tradition, die in einer heute alle fünf Jahre stattfindenden monumentalen Veranstaltung weiterlebt (nächster Termin Juni 2009). Zu Zeiten der Sowjetunion war das Singen der Hymne verboten. Allerdings hatten die Esten das Glück, dass der finnische Rundfunk, der auch in Estland empfangen werden kann, die Melodie allabendlich sendete und so im Bewusstsein der estnischen Bevölkerung wach hielt. In allen baltischen Staaten gewann die „Singende Revolution“ während der Perestroika als Ausdruck des Willens zu staatlicher Unabhängigkeit große symbolische Kraft.
 

26. Oktober - Nationalfeiertag Österreich

26. Oktober - Nationalfeiertag Österreich
Die Zwischenkriegszeit war, ähnlich wie in Deutschland, geprägt, von instabilen politischen Verhältnissen, da Vertreter aus allen Teilen des politischen Spektrums versuchten, die Macht zu übernehmen. Nach dem Juliputsch der verbotenen österreichischen NSDAP 1934 verstärkt Hitler den Druck auf Österreich und erzwang schließlich im März 1938 die Bildung einer NS-Regierung, der unmittelbar der Einmarsch in Österreich folgte. Ab 1939 war Österreich als „Ostmark“ dem Dritten Reich angeschlossen. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde Österreich nach dem Willen der Siegermächte als unabhängiger Staat wieder hergestellt, blieb aber in Besatzungszonen aufgeteilt. 1955 erlange das Land durch einen Staatsvertrag zwischen der Bundesregierung und den Besatzungsmächten unter der Bedingung, keinen neuerlichen Anschluss an Deutschland zu suchen, seine volle Souveränität wieder und beschloss nach Abzug der Besatzungsarmee am 26. Oktober 1955 die Immerwährende Neutralität. Dieses Datum wurde 1965 zum österreichischen Nationalfeiertag erklärt. Am 1. Januar 1995 trat Österreich der EU bei, was die Frage aufwirft, in welchem Umfang noch von einer Neutralität Österreichs im ursprünglichen Sinn gesprochen werden kann. Die österreichische Nationalhymne, auch „Bundeshymne“ genannt, hatte einige Geburtswehen zu überstehen. Seit 1797 bis zum Ende der Monarchie hatte Österreich eine Volkshymne nach einer Melodie von Joseph Haydn (1732-1809), der sich bei der Komposition wohl von einen kroatischen Volkslied inspirieren ließ. Der Text wurde jeweils für den regierenden Herrscher neu formuliert. Da aber bis in die Zeit des Dritten Reiches hinein die Melodie von Haydn, 1841 unterlegt mit einem 3-stophigen Text von Hoffmann von Fallersleben auch die deutsche Nationalhymne war und daher als Symbol nationalsozialistischer Gewaltherrschaft empfunden wurde, sah sich Österreich nicht in der Lage, die alte Haydn-Melodie wieder einzuführen. 1946 wurde daher ein Wettbewerb zur Einreichung einer Melodie ausgeschrieben, aus der ein Stück, das Mozart 1791 kurz vor seinem Tod komponiert haben soll (als Verfasser wird aber auch Mozarts Logenbruder Johann Holzer, 1753-1818, genannt), siegreich hervorging. Zusammen mit dem von Paula von Preradovic (1887-1951) verfassten Text wurde sie am 25.Februar 1947 als Nationalhymne der Republik Österreich proklamiert: Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Land der Dome, Land der Hämmer, zukunftsreich! Heimat bist du großer Söhne, Volk, begnadet für das Schöne, Vielgerühmtes Österreich, Vielgerühmtes Österreich Heiß umfehdet, wild umstritten, Liegst dem Erdteil du inmitten Einem starken Herzen gleich. Hast seit frühen Ahnentagen Hoher Sendung Last getragen, Vielgeprüftes Österreich, Vielgeprüftes Österreich. Mutig in die neuen Zeiten, Frei und gläubig sieh uns schreiten, Arbeitsfroh und hoffnungsreich. Einig lass in Brüderchören, Vaterland, dir Treue schwören. Vielgeliebtes Österreich, Vielgeliebtes Österreich. Dennoch hat es an vielen Bemühungen nicht gefehlt, die Haydn-Melodie als altes österreichisches Kulturgut wieder einzuführen, allerdings erfolglos. Ebenso erfolglos blieben bisher Bemühungen, den „Söhnen“ der ersten Strophe „Töchter“ und den „Brüderchören“ der dritten Strophe Schwestern beizugeben bzw. eine geschlechtsneutrale Version zu ersinnen.
 

28. Oktober - Feiertag Tschechische Republik

28. Oktober - Feiertag Tschechische Republik
Historisch gesehen liegt die Tschechische Republik auf dem Gebiet von Böhmen, Mähren und Mährisch-Schlesien. Im 11. Jahrhundert entstand hier das Königreich Böhmen, das nach der Herrschaft einiger auswärtiger Dynastien an Habsburg fiel, nachdem die böhmischen Stände 1526 den Habsburger Ferdinand I. zum böhmischen König gewählt hatten. Der Zustand dauerte bis 1918 an. Wie in vielen Teilen Europas entstand auch in Tschechien am Ende des 18. Jahrhunderts eine tschechische Nationalbewegung mit dem Bestreben nach mehr Autonomie innerhalb des Habsburger Zentralstaates und der Förderung kultureller Eigenständigkeit, insbesondere der Pflege der tschechischen Sprache sowie der Betonung kultureller Gemeinsamkeiten unter den slawischen Völkern (so genannte tschechische Wiedergeburt). Der Zusammenbruch der österreichischen Doppelmonarchie am Ende des ersten Weltkrieges machte 1918 auch für Tschechien den Weg zu einem souveränen Staat frei. Maßgeblich vorangetrieben wurde die Entwicklung von Tomas Garrigue Masaryk (1850-1937), Schriftsteller und Philosoph, der bei Ausbruch des Krieges in Exil ging und von dort aus mit tschechischen und slowakischen Emigranten die Bildung eines gemeinschaftlichen Staates vorbereitete. Dieser konstituierte sich am 28. Oktober 1918 als Tschechoslowakische Republik. Masaryk wurde zum ersten Präsidenten gewählt. Die nunmehrige Tschechische Republik feiert das Datum noch heute als ihren Nationalfeiertag. Das Land begeht den Tag mit Reden, der feierlichen Vereidigung von Soldaten in Anwesenheit des Verteidigungsministers und einer Kranzniederlegung am Denkmal Masaryks in Prag. Weiterhin werden verdiente Personen des öffentlichen Lebens vom Präsidenten in einem Festakt ausgezeichnet. Die tschechische Nationalhymne Wo ist meine Heimat? Wo ist meine Heimat? Das Wasser braust auf den Wiesen, Wälder rauschen auf den Felsen, Im Garten strahlt des Frühlings Blüte, es ist das irdische Paradies für’s Auge! Und das ist das schöne Land, Das tschechische Land, meine Heimat! Das tschechische Land, meine Heimat! erklang erstmals im Dezember 1834 bei der Aufführung eines Volksstückes „Das Schusterfest“ im Prager Ständetheater. Verfasser des Textes war Josef Kajetán Tyl (1808-1856), Begründer des tschechischen Dramas, dessen Werke noch heute aufgeführt werden. Die Musik verfasste Frantisek Skroup (1801-1862) ein zu seiner Zeit bekannter Komponist und Dirigent. Der gefühlvolle Text und die eingängige Melodie setzten sich allmählich in den Köpfen fest und wurden 1918 zusammen mit der slowakischen Hymne zur Nationalhymne der neu entstandenen Tschechoslowakei erklärt.
 

28. Oktober - Nationalfeiertag Griechenland

28. Oktober - Nationalfeiertag Griechenland
Nach der Eroberung Konstantinopels (heute Istanbul) durch die Türken im Jahre 1453 geriet Griechenland unter die Herrschaft des Osmanischen Reiches, von der es sich erst in einem Aufstand in den Jahren 1821-1830 befreien und einen unabhängigen griechischen Nationalstaat gründen konnte. Der Beginn der Aufstände am 25. März 1821 ist einer der beiden griechische Nationalfeiertage und wird unter diesem Datum beschrieben werden. Der 28. Oktober als Nationalfeiertag geht zurück auf ein Ereignis während des zweiten Weltkrieges im Jahre 1940. An diesem Tage wurde dem griechischen General und Staatschef Ioannis Metaxas (1871-1941) durch den italienischen Botschafter mitten in der Nacht ein Ultimatum des von eigenen Großmachtambitionen geplagten faschistischen Duce Benito Mussolini zustellt. Dieser hatte bereits 1939 das nördlich-westlich an Griechenland angrenzende Albanien, welches an der Straße von Otranto kaum mehr als 70 km von Italien entfernt ist, besetzt und zu einem italienischen „Protektorat“ gemacht. Inhalt des Ultimatums, dem diverse Provokation seitens Italiens vorausgegangen waren, war die Forderung an Griechenland, zu kapitulieren und die Besetzung strategisch wichtiger Positionen durch die Achsenmächte, d.h. das Dritte Reich und seine jeweiligen Verbündeten, also insbesondere Italien zu gewährleisten. Metaxas soll dieses Ansinnen mit einem schlichten „Nein“ (griechisch: Ochi) beantwortet haben mit der Folge, dass drei Stunden später italienische Truppen von Albanien aus in den Norden Griechenlands einmarschierten und Griechenland, das bis dahin Neutralität bewahrt hatte, zur Kriegspartei auf Seiten der Alliierten machte. Sie wurden aber von griechischen Streitkräften nach kürzester Zeit aufgehalten und hinter die albanischen Ausgangsstellungen zurückgedrängt. Dabei blieb es, bis im April 1941 durch den Angriff deutscher Wehrmachtsverbände (Unternehmen Marita) der Widerstand der Griechen gebrochen wurde. Nach dem Einmarsch italienischer Truppen am Morgen des 28. Oktober zeigt sich in weiten Teilen Griechenlands die Bevölkerung ungeachtet ihrer politischen Couleur durch “Ochi“-Rufe mit Metaxas, dem ansonsten keine uneingeschränkte Sympathie galt, solidarisch. Die Griechen begehen diesen Nationalfeiertag mit Paraden, Umzügen, Kranzniederlegungen und Beflaggung aller öffentlichen Gebäude. Die griechische Nationalhymne „Ode an die Freiheit“ wurde im Vorfeld der Unabhängigkeit Griechenlands 1823 von Dionysios Solomos (1798-1857) verfasst, einem Dichter, der sich intensiv mit der griechischen Volkssprache beschäftigte, und 1828 von seinem Freund, dem Komponisten Nikolaos Manzaros (1795-1872) vertont. Das Werk besteht aus 158 Strophen, von denen die beiden ersten 1865 zur griechischen Nationalhymne erklärt wurden: Ich erkenne dich an der Schärfe deines Schwerts, des furchtbaren, ich erkenne dich an dem Blicke der mit Kraft die Erde misst. Von den heiligen Gebeinen der Hellenen auferweckt und, wie einst, nun stark geworden, Freiheit, Freiheit, sei gegrüßt!
 

29. August und 1. September Nationalfeiertage Slowakei

29. August und 1. September Nationalfeiertage Slowakei
29. August 1944 Nach dem Ende des 1. Weltkrieges und dem Zusammenbruch der k. u. k. Monarchie entstand unter Assistenz der Westalliierten aus den Teilgebieten Slowakei und Tschechien ein Staat, der sich im Oktober 1918 als Tschechoslowakei konstituierte, ein ethnisch, religiös und politisch überaus heterogenes Gebilde, aber immerhin ein souveräner, demokratischer Staat, in dem die Slowakei bezüglich wirtschaftlicher Kraft, Verwaltung und Bevölkerungszahl unterlegen war. Zwanzig Jahre später war es mit der Eigenstaatlichkeit bereits wieder vorbei: Die Tschechoslowakei wurde im Münchner Abkommen vom September 1938 zur Abtretung der Sudentengebiete an das Deutsche Reich gezwungen. Im März 1939 drohte Hitler der slowakischen Teilregierung mit der Zerschlagung der Slowakei, worauf diese notgedrungen für die Abspaltung von der Tschechoslowakei als selbständige „Erste“ Slowakische Republik votierte und fortan faktisch zu einem Vasallenstaat des Dritten Reiches wurde, in dem die politischen Zustände kaum besser waren als im „Reich“ selbst. Zwar produzierte das Land Rüstungsgüter und nahm auf Seiten des Deutschen Reiches am Krieg gegen die UdSSR teil, zugleich formierte sich aber eine erhebliche Opposition; tschechoslowakische Exil-Einheiten kämpften auf der Seite der Alliierten an vielen Fronten; im Kampf gegen die UdSSR desertierten derart viele Soldaten, dass die slowakischen Einheiten von der Front genommen werden mussten. Am 29. August 1944 schließlich, beflügelt von der Landung der Alliierten in der Normandie und dem Vormarsch der sowjetischen Armee, wurde von der Armeeführung der Befehl zum Aufstand ausgegeben. 60 000 Soldaten und 18 000 Partisanen kämpften nun gegen die deutsche Offensive in der Mittelslowakei. Die Stadt Banská Bystrica, Zentrum des Aufstandes, konnte zwei Monate lang gehalten werden. Dem Ereignis, obwohl letztlich erfolglos, wird im Hinblick auf das Selbstverständnis der Slowakei große Bedeutung zugemessen, da es in der Geschichte des Landes, die über nahezu ein ganzes Jahrtausend fremdbestimmt war, erstmals gelang, einen eigenen nationalen Willen nicht nur zu artikulieren sondern auch durchzusetzen. 1. September 1992 Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Slowakei wieder in die Tschechoslowakische Republik (CSR) eingegliedert, in der 1948 Kommunisten die Macht übernahmen. Nach den durchaus nicht friedlichen Ereignissen des Prager Frühlings 1968 erhoben sich im Gefolge der politischen Umwälzungen in den europäischen Ostblockstaaten 1989 auch in der Tschechoslowakei Proteste gegen die herrschenden politischen Verhältnisse. Am 17. November 1989 kam es in Prag zu Demonstrationen, die sich rasch über das ganze Land verbreiteten und die „Samtene Revolution“ einleiteten. Folge war der Sturz der kommunistischen Regierung und die Umgestaltung des Landes in die „Tschechische und Slowakische Föderative Republik“ (CSFR), in der 1990 erste freie Wahlen abgehalten wurden. Gleichwohl traten nach Abschaffung sozialistischer Einheitspolitik die immer schon vorhandenen Differenzen zwischen den beiden Landesteilen um so deutlicher hervor, so dass 1992 das Parlament ohne Befragung der Bevölkerung die friedliche Auflösung des Staates zum 1. Januar 1993 beschloss. Daraufhin verabschiedete das slowakische Parlament am 1. September 1992, also noch vor der staatlichen Unabhängigkeit von der Tschechoslowakischen Föderation, die Deklaration über die Souveränität der Slowakei und ein Gesetz über die Auflösung der CSFR. Gleichzeitig wurde eine slowakische Verfassung in Kraft gesetzt. Die slowakische Nationalhymne Es blitzt über der Tatra, die Donner donnern wild. Lasst sie uns aufhalten, Brüder, sie werden ja verschwinden, die Slowaken werden wieder aufleben. Diese unsere Slowakei hat bisher fest geschlafen. Aber die Blitze des Donners rühren sie auf, damit sie erwacht entstand bereits 1844, als Studenten in Bratislava (damals Pressburg genannt) gegen die Abberufung ihres Lehrers, Ludovit Stur, durch die ungarische Verwaltung demonstrierten. Stur, Philologe, Schriftsteller und Politiker, war ein Vertreter der 3. Phase (1835-1848) der so genannten „Nationalen Wiedergeburt der Slowaken“. Er setzte sich massiv für die Einführung der neu kodifizierten slowakischen Schriftsprache ein, die dem Land zumindest eine sprachliche und kulturelle Einheit brachte. Darüber hinaus propagierte er, den Tendenzen in ganz Europa folgend, bürgerliche Freiheiten und ein nationales Bewusstsein. Diese Forderungen standen allerdings in diametralem Gegensatz zu der teilweise gewaltsamen Magyarisierung durch Ungarn. Sturs Anhänger legten dagegen 1844 in Wien eine Petition vor, die aber außer der Verärgerung Ungarns und der daraus folgenden Abberufung Sturs nichts bewirkte. Der Text der Nationalhymne stammt von Janko Matuska (1821-1877), einem jungen Dichter, der, wie viele seiner Kommilitonen, Bratislava aus Protest gegen die Entlassung Sturs verließ. Die Musik ist einem alten Volkslied entlehnt Zu Zeiten der Tschechoslowakei wurde die erste Strophe als Teil einer gemeinsamen Nationalhymne angesehen und nach der tschechischen Hymne gespielt.
 

50 Jahre Gleichberechtigungsgesetz

50 Jahre Gleichberechtigungsgesetz
So wurde z.B. das aktive und passive Frauenwahlrecht erst 1918 im Zusammenhang mit der Auflösung der Monarchie eingeführt und 1928 das Züchtigungsrecht des Ehemannes abgeschafft. Frauenrolle im 3.Reich In der Hitlerzeit bestand die Aufgabe der Frauen vor allem darin, dem „Führer“ so viele Kinder wie möglich zu schenken und mit dem fünften Kind das Mutterverdienstkreuz in Empfang zu nehmen. Selbstverständlich hatten die Kinder auch den Grundsätzen der Rassenhygiene zu genügen. Während des Krieges und noch lange danach mussten viele Kriegerwitwen für ihre vaterlosen Kinder durch Berufstätigkeit die materielle Existenz sichern und gleichzeitig die Erziehung gewährleisten. Geburtsstunde des Grundgesetzes Am 23. Mai 1949 trat des Grundgesetz der Bundesrepublik (GG) in Kraft, in dessen Art.3 Abs. 2 es lapidar heißt: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Die Hintergründe seiner Entstehung kann man dem Protokoll entnehmen. „Artikel 3 Abs. 2 hat seine jetzige Gestalt... nach sehr ausführlichen und erregten Debatten gewonnen“. Die Väter (61 und Mütter [4]) des Grundgesetzes sahen es nämlich keineswegs als dringlich an, die rechtliche Stellung den veränderten Umständen anzupassen; fanden vielmehr das Zugeständnis gleicher staatsbürgerlicher Rechte und Pflichten aus der Weimarer Verfassung ausreichend. Nur eine der Mütter, Dr. iur. Elisabeth Selbert (1896-1986), SPD, sah in der Gleichberechtigung der Geschlechter auf allen Gebieten ein Naturrecht. Durch öffentliche Proteste erzwang sie die Einführung des Art. 3 Abs. 2 GG sowie die Übergangsregelung, nach der alle diesem Artikel widersprechenden Gesetze bin März 1953 angepasst sein mussten. Gleichberechtigung in den 50ziger Jahren Gleichwohl hatte der Gesetzgeber es nicht eilig, und erst 1957 wurde eine entsprechende Reform des BGB und das Gleichberechtigungsgesetz beschlossen und verkündet. Und was war da nicht alles zu verbessern. Heiß umstritten war der alte § 1354 BGB: „Dem Manne steht die Entscheidung in allen das gemeinschaftlich eheliche Leben betreffenden Angelegenheiten zu. Er bestimmt insbesondere Wohnort und Wohnung“ (sog. Letztentscheidungsrecht). Nach 6-stündiger, erbitterter und verbissener Debatte wurde die Beibehaltung des § 13454 BGB mit knapper Mehrheit abgelehnt. Ein kleines Reservat väterlicher Entscheidungsmacht, nämlich im Bezug auf die Kindererziehung („können sich die Eltern nicht einigen, entscheidet der Vater“, sog. Stichentscheidsregelung) blieb noch bis 1959 bestehen, als es vom Bundesverfassungsgericht kassiert wurde, ebenso das alleinige Recht des Vaters, seine Kinder gesetzlich zu vertreten. Schmerzlich dürfte auch der Verlust des Rechts der „Verwaltung und Nutznießung des Frauenvermögens“ durch den Mann gewesen sein, was nicht anderes heißt, als dass der Mann auch über das in die Ehe eingebrachte oder in der Ehe erworbene Vermögen seiner Frau alleine verfügen durfte. Auch Frauen mit einer reichen Mitgift standen daher ohne die Gnade ihres Mannes ohne einen Pfennig da. Damit war es durch Einführung des gesetzlichen Güterstands der Gütertrennung in Form der Zugewinngemeinschaft nun vorbei. Auch konnten die Ehemänner ihre Frauen nicht mehr grundsätzlich vom Gelderwerb abhalten. Durften die Frauen bis 1957 ohne Erlaubnis ihres Mannes keine Erwerbstätigkeit aufnehmen und konnte der Arbeitsvertrag ohne eine solche Erlaubnis vom Ehemann fristlos gekündigt werden, so blieb sie doch weiterhin davon abhängig, dass „dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar war“ als Ausfluss einer „natürlichen Aufgabenverteilung“. Eine unentgeltliche Mitarbeit im Betrieb des Mannes war jedoch Pflicht. Zaghafte Emanzipationsbewegungen Damit wurde das Leitbild der Hausfrauenehe für weitere 20 Jahre fortgeschrieben. Zudem hatte der Drang der Frauen ins Erwerbsleben noch eine weitere unübersehbare Schattenseite. Denn war dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie nicht vereinbar (wie sollte das wohl entschieden werden ?), dann konnte es den Grund für eine Ehescheidung abgeben. Das damals noch bestehende Schuldprinzip sah für diesen Fall den Verlust aller Unterhaltsansprüche und gegebenenfalls des elterlichen Sorgerechts vor. Abhilfe schuf hier erst das Eherechtsreformgesetz, in Kraft seit dem 1. Juli 1978. Unverändert blieb das Namensrecht. Weiterhin bestimmte der Name des Mannes den Ehe- und Familiennamen. Die Ehefrau durfte ihren Geburtsnamen lediglich anhängen. Seit 1976 bestimmen die Eheleute den gemeinsamen Ehenamen. Können sie sich nicht einigen, wird weiterhin der Name des Mannes zum Familiennamen; erst 1994 entfällt die Pflicht, einen gemeinsamen Ehenamen zu tragen.
 

6. Dezember - Nationalfeiertag Finnland

6. Dezember - Nationalfeiertag Finnland
Gelegen im äußersten Nordosten Europas hat das Land eine sehr geringe Bevölkerungsdichte von ca. 5, 3 Millionen Menschen, die sich auf einer Fläche verteilen, die annähernd der Größe der Bundesrepublik entspricht. So nimmt es nicht Wunder, dass Finnland bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts unter der Herrschaft seiner Nachbarstaaten Schweden und Russland stand. Zunächst gehört Finnland seit Mitte des 12. Jahrhunderts über ca. 700 Jahre (bis 1809) zu Schweden - als Relikt aus dieser Zeit ist Schwedisch in Finnland noch heute die zweite Amtssprache. Nach dem Großen Nordischen Krieg verlor Schweden jedoch ab 1721 langsam seine Hegemonialstellung im Ostseeraum an das aufstrebende Russland. Es folgten zahlreiche russisch-schwedische Auseinandersetzungen, die zu sukzessiven Gebietsgewinnen Russlands in Finnland führten, bis schließlich im Zuge der napoleonischen Koalitionskriege Russland 1808 Schweden an der Ostgrenze Finnlands angriff und im Vertrag von Fredrikshamm 1809 weite Gebiete Finnlands erwarb. Russland bildete aus diesen sowie den bereits zuvor erworbenen Landesteilen ein zum Zarenreich gehörendes „Großfürstentum Finnland“, dem immerhin weitgehende Autonomie und die Beibehaltung der unter schwedischer Zeit eingeführten Verfassung, Gesetze, Religion etc. zugestanden wurden. Dennoch entstand Mitte des 19. Jahrhundert auch in Finnland eine dem europäischen Zeitgeist entsprechende Besinnung auf eine nationale Identität, die vor allem die Anerkennung der finnischen Sprache (die -zusammen mit Estnisch und Ungarisch - der finno-ugrischen Sprachfamilie angehört) zum Ziel hatte, verbunden mit einem daraus resultierenden Anspruch auf kultureller Eigenständigkeit. Dem konnte auch die zum Ende des 19. Jahrhunderts unter den Zaren Alexander III. und Nikolaus II. heftig betriebene Russifizierungspolitik, langfristig nichts anhaben. Das zaristische Russland befand sich seit der Revolution von 1905, endgültig aber seit der Februarrevolution von 1917 in einem Zustand der Auflösung. Dieser Zustand machte es Finnland nicht allzu schwer, nach der Oktoberrevolution am 6. Dezember 1917 seine Unabhängigkeit zu erklären. Diese wurde alsbald nicht nur von dem bolschewistische Russland sondern auch von zahlreichen anderen Staaten anerkannt. Zum ersten Präsidenten Finnlands wurde der Jurist Kaarlo Juho Stahlberg (1865-1952) gewählt. Den Nationalfeiertag am 6. Dezember begehen die Finnen traditionell mit dem Besuch von Kriegsgräbern. Am Abend gibt der Präsident einen festlichen Empfang für wichtige Personen des öffentlichen Lebens. Die Veranstaltung wird im Fernsehen übertragen und erfreut sich landesweit größten Interesses. Die finnische Nationalhymne O Heimat, Finnland, unser Land Kling laut, du teures Wort! Kein Land, so weit der Himmelsrand. Kein Land mit Berg und Tal und Strand Wird mehr geliebt als unser Nord, Hier unsrer Väter Hort. wurde 1848 von Fredrik (eigentlich Friedrich) Pacius (1809-1891) komponiert. Pacius stammte aus Hamburg, lehrte aber seit 1834 an der Universität Helsinki und gilt als „Vater der finnischen Musik“. Der Text stammt aus einer Gedichtsammlung von Johan Ludvig Runeberg (1804-1877), die 1848 mit dem Titel „Die Erzählungen des Fähnrich Stal“ in schwedischer Sprache erschien und die Heldentaten der schwedischen und finnischen Soldaten im Krieg von 1808-1809 gegen Russland besingt. Das vielstrophige Lied „Vart land“ (Unser Land) wurde erstmals am 13. Mai 1848, dem Flora-Tag gesungen, mit dem die finnischen Studenten traditionell den Frühling begrüßten. Die erste Strophe des Gedichts wurde zur finnischen Nationalhymne erklärt. Die finnische Übersetzung wird überwiegend Paavo Cajander zugeschrieben, jedoch wird auch Julius Krohn genannt, der sich eingehend mit dem finnischen Nationalepos Kalevas befasst hat.
 

A time to make friends

A time to make friends
Auf Deutsch klingt das bekanntermaßen ja so: „Die Welt zu Gast bei Freunden“. Eine schöne Steilvorlage der FIFA für Gastgeber, Gastronomen, Gästebetreuer. Und für alle anderen. Vielleicht also auch für Sie, unterwegs als argloser Passant in deutschen Landen, der von WM-Gästen um Hilfe gebeten wird. Wie Sie hierbei den Ball immer schön auf Höhe halten? So simpel wie einfach: Begegnen Sie den Gästen immer so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Also höflich, hilfreich und respektvoll. Album der Gastfreundschaft Etwas komplizierter wird es da schon für alle Mitarbeiter der Tourismusbranche, aber auch für die rund 15.000 freiwilligen WM-Helfer. Damit der Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden“ nicht zur reinen Platitude verkommt, stellt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) ein 80 Seiten starkes „Album der Gastfreundschaft“ zur Verfügung. Das versteht sich als eine Art „Knigge-Kompendium“ und soll den WM-Gastgebern hilfreich zur Seite stehen. „Unser Ziel ist es“, so die DZT-Vorsitzende Petra Hedorfer, „das positive Image Deutschlands nachhaltig zu stärken“. Die Informationen des Handbuchs sind umfangreich. Ziel ist es, mit den Weltgästen vernünftig zu kommunizieren. Zum anderen möchte man, dass dabei nichts schief geht. Und das kann schneller passieren, als man denkt. Gesten, die es in sich haben Bekannt ist vielleicht, dass das internationale Taucherzeichen für „alles ok“ in Italien an Land nicht so gerne gesehen wird. Ja gar, dass es für den Gestikulierenden dann und wann recht ungemütlich werden könnte. Denn der Südländer interpretiert dies als wüste Beschimpfung. Eher unbekannt ist hingegen, dass man in Kontakt mit Engländern oder Australiern bei der Verwendung des "Victory"-Zeichens vorsichtig sein sollte. Insbesondere nach Niederlagen der jeweiligen Gastmannschaft. Denn für einen Engländer, dem man beim Siegeszeichen den Handrücken entgegen hält, hieße das dann nämlich: „Du kannst mich mal!“ Ganz anders die Befindlichkeiten bei unserem östlichen Nachbarn. Wer also Fans des zweiten deutschen Gruppengegners Polen gewinnen will, sollte ruhig und zurückhaltend auftreten, den polnischen Offensivfußball loben und Scherze über Kirche und Papst unterlassen. Aber der ist ja nun eh ein Deutscher. Doch auch für Exoten und Kleinstaaten hält die DZT einige Tipps parat. Bei Besuchern aus Trinidad (Trinidader) und Tobago (Tobagonier), gemeinsam übrigens Trinibagonier genannt, sammelt der Hotelier dann Pluspunkte, wenn er deutsches Bier anbietet, Eiswürfelmaschinen auf den Hotelfluren platziert und sich ansonsten geduldig zeigt. Die Fußballweltmeisterschaft 2006 somit als groß angelegter Knigge-Test, wenn das mal nicht`s ist. Wir bleiben für Sie am Ball!
 

Abservieren

Abservieren
Abserviert wird dann, wenn auch der letzte Gast aufgegessen hat. Auch wenn dies bedeutet, dass der Teller des einen oder anderen Teilnehmers noch auf dem Tisch stehen bleibt. Denn es wäre noch unfreundlicher, den langsam essenden Genießer durch Tellergeklapper und sonstige Unruhe unter Druck zu setzen. Gehört man zu dieser Spezies, sollte man aber gleichwohl darauf achten, den Langmut der Anwesenden und des Personals nicht über alle Maßen zu strapazieren. Etwas anderes galt zu Zeiten, als es in Deutschland noch zahlreiche regierende Häuser gab: Jedenfalls in einigen Herrschaften schrieb das Protokoll vor, dass abzuservieren sei, sobald der Souverän seinen Gang beendet hatte. War dieser ein frugaler Charakter oder magenkrank, musste man sich daher beeilen – auf die Gefahr hin, selbst magenkrank zu werden.
 

Adel

Adel
Der Umgang mit deutschen Adelstiteln ist eine im internationalen Vergleich recht komplizierte Angelegenheit. Der englische Königin wird nach einem ersten Your Majesty mit einem schlichten "Ma’am" geantwortet, ihrem Sohn nach einem einmaligen Your Royal Highness mit „Sir“ In Frankreich wird der gesamte Adel vom Herzog bis zum schlichten Briefadel mit Monsieur/Madame de X angesprochen, auch wenn es sich von selbst versteht, darüber informiert zu sein, um wen es sich handelt Die deutschen Adelprädikate sind seit 1919 (Art. 109 Abs. 3,WRV - Weimarer Reichsverfassung) zivilrechtlich nicht mehr Titel sondern Bestandteil des Namens. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch sind daher die titulierten Namen wie folgt zusammengesetzt: Herr/Frau Vorname Freiherr/Freifrau; Baron/in,Baronesse; Graf/Gräfin von Sandburg. Dies ändert nichts daran, dass sich im gesellschaftlichen Umgang adelsrechtliche Formen erhalten haben und weiterhin benutzt werden. So ist es zwar zivilrechtlich korrekt, einen Herzog von xy mit „Herzog von xy“ anzusprechen, und es kann davon ausgegangen werden, dass jedenfalls der Herzog selbst dem unter keinen Umständen widersprechen wird. Wer jedoch Wert darauf legt, insgeheim nicht als ungehobelt und historisch ignorant eingeschätzt zu werden, sollte sich mit den adelsrechtlichen Usancen vertraut machen.
 

Akademische Titel

Akademische Titel
Der Rektor steht einer Universität oder Hochschule vor. Er wird mit „Magnifizenz“ bzw „Eure Magnifizenz“ (sehr förmlich) angesprochen. Anschriftenfeld: Ew. Magnifizenz, dem Rektor.......Professor Dr Der Dekan steht der Fakultät einer Universität vor. Er/Sie wird mit Herr/Frau Professor/in oder Herr/Frau Dekan/in angesprochen, sehr förmlich auch mit „Spektabilität“ bzw. von seinen Kollegen mit „Spectabilis“ (für beide Geschlechter) Anschriftenfeld: An den / die Dekan/in der Fakultät der Universität ... Professor/in Dr. Vorname Nachname. Der Doktorgrad ist kein Titel sondern ein akademischer Grad, der nach Abschluß eines Promotionsverfahrens erworben wird. Eine Ausnahme sind nur die Ehrendoktorwürden, die wie ein mit einer Promotion erworbener Doktorgrad behandelt werden. Als einziger akademischer Grad wird er aufgrund ausdrücklicher gesetzlicher Bestimmung in den Paß bzw. Personalausweis (DR) eingetragen, wodurch der Doktorgrad jedoch nicht zum einem Bestandteil des Namens wird. Daraus ergibt sich, dass kein Anspruch auf die Anrede mit dem Doktorgrad besteht. Im gesellschaftlichen Umfeld ist es üblich, den Inhaber eines Doktorgrades mit Herr Dr. (+Nachname) anzusprechen. Eine Ausnahme machen häufig Inhaber des Doktorgrades desselben Fachbereichs untereinander. Unüblich ist es inzwischen, die nicht promovierte Ehefrau eines Dr. ebenfalls mit Frau Dr. anzusprechen, zu Recht, nachdem inzwischen eine große Zahl von Frauen einen eigenen Doktorgrad erwirbt Anschriftenfeld: Herr/Frau Dr. Fachbereichskürzel bzw h.c. Vorname Nachname. Ein Diplom ist der häufigste akademische Grad, mit dem Studenten an Universitäten oder Fachhochschulen ihre wissenschaftliche Ausbildung abschließen können. Der Titel wird in der persönlichen Anrede im allgemeinen nicht verwandt. Anschriftenfeld: Herrn/Frau Dipl.- Bereichskürzel Vorname Nachname.
 

Allerlei zum Ei

Allerlei zum Ei
Doch woher kommt das Ei ? Eduard Mörike (1804-1875) hat das Rätsel trefflich gelöst; er reimte: „Die Sophisten und die Pfaffen / Stritten sich mit viel Geschrei: / Was hat Gott zuerst erschaffen ? / Wohl die Henne? Wohl das Ei ? / Wäre das so schwer zu lösen?: Erstlich ward das Ei erdacht / Doch, weil noch kein Huhn gewesen / Schatz, so hat der Hase es gebracht. Die bewegte Geschichte des Eies Das Ei hat allerdings eine entschieden bedeutungsvollere Vergangenheit als die Abstammung von einem notorisch fruchtbaren Hasen. Beginnen wir nach dem geflügelten Wort von Horaz (65 v. Chr.-8 v. Chr.), „ab ovo“, d.h. vom Ei, also vom Ursprung, an. In den meisten Kulturen spielte das Ei eine maßgebliche Rolle in Schöpfungsgeschichten und Heldenmythen. Um nur einiges zu nennen: In der alt-ägyptischen Schöpfungsvorstellung entstand nach einer Version Re, der Sonnen- (Schöpfer) Gott, aus einem Ei, welches auf der Oberfläche des Ur-Ozeans schwamm. In der Schöpfungsgeschichte der Hindu spielt ein goldenes Ei eine wichtige Rolle. Auf diesem soll Brahma 1000 Jahre gesessen, es schließlich allein durch seinen Wille gespalten und aus den Hälften Himmel und Erde geformt haben. Helena, deren Schönheit den Krieg um Troja auslöste, wurde der Sage nach aus einem Ei geboren, nachdem der Göttervater Zeus sich ihrer Mutter Leda in Gestalt eines Schwans genähert und sie geschwängert hatte. Eine syrische Göttin soll aus einem Ei entstanden sein, welches aus dem Himmel in den Euphrat fiel und von Tauben ausgebrütet wurde. Das Ei im Totenkult Zugleich spielt das Ei aber auch in vielen Totenkulten eine bedeutsame Rolle. So wurde der innerste Sarg, der den Leichnam umschloss, im alten Ägypten „Ei“ genannt; Eierschalen wurden mit ins Grab gegeben. Römische Sarkophage waren oftmals eiförmig. In der Tomba delle leonesse, einem etruskischen Grabmal aus dem 6. Jh. v. Chr. ist ein Bankett dargestellt. Einer der Teilnehmer hält sehr betont ein großes Ei zwischen Daumen und Zeigefinger, was das Gastmahl als Totenmahl ausweist, denn das Ei galt nicht nur als der Ursprung des Lebens sondern auch als Symbol des Fortbestehens und der Wiedergeburt. In Osteuropa konnten gefärbte Eier als Grabbeigaben, vor allem in Kindergräbern, schon im 10./11. Jahrhundert nachgewiesen werden. Eier-Symbolik Bei solcher Bedeutungsschwere ist es nicht verwunderlich, dass das Ei auch in das Brauchtum zahlloser Völker einging als Symbol für Fruchtbarkeit, Leben, Gesundheit, Harmonie, Liebe, gute Ernten und gesunde Tiere. Als Schutz vor Naturgewalten, Geistern, Krankheit und für die Hoffnung auf ein Weiterleben im Jenseits oder auf Wiedergeburt. Im Islamischen Kulturbereich und von den alten Römern wurden aus Eierschalen Liebestränke gebraut, in Mittel- und Osteuropa wurde ein Ei als Liebesgabe überreicht und in Korea gibt es „Harmonie-Eier“: Dies sind ein größeres Ei für den Ehemann und ein kleineres (!) für die Ehefrau, die gemeinsam auf einer Unterlage stehen. Legt einer der Ehepartner sein Ei in der Mulde um, ist die Harmonie gefährdet und eine Aussprache unumgänglich. Eier wurden im Acker vergraben, mit dem Saatgut ausgeworfen, unter Türschwellen und in Dachstühlen versteckt, über den Stall geworfen. Auch in der Volksmedizin waren sie unverzichtbar. Das Christentum hatte es nicht leicht mit solch heidnischem Brauchtum, auch wenn schon Ephräm der Syrer, ein Kirchenlehrer des 4. Jh., schrieb: „Gleich einem Ei springt das Grab auf“ - und damit die Symbolkraft des heidnischen Eies mit der Auferstehung Jesu in Verbindung brachte. Die Vorläufer der Oster-Eier Wie so oft gingen Christentum und vorchristliche Überlieferung schließlich eine kulturelle Symbiose ein. Das christliche Osterfest (Berechnung grob: Sonntag nach dem 1. Vollmond nach Frühlingsanfang) wurde in die Zeit der heidnischen Frühjahrsfeiern, den Beginn einer neuen Wachstumsperiode, gelegt, und aus Ei-Opfern für die Götter wurden Gottesgaben. Fortan schenkte man sich Eier zur Feier der Auferstehung. Zunächst nur in den Farben Rot (als Symbol des vergossenen Blutes) und Gold (als Symbol der Himmelsherrschaft), wobei sich die weltlichen Herrscher der Farbe Rot, die Kirchenfürsten der Farbe Gold bedienten. Nach der Reformation wurden die Eier bunter und ab dem 17. Jh. taucht dann der Begriff „Ostereier“ auf.
 
 

An der Seite der Dame gehen

An der Seite der Dame gehen
Im Allgemeinen geht der Herr links von der Dame, wobei es gleichgültig ist, ob es sich um die Freundin, die Schwiegermutter, die Chefin oder welches weibliche Wesen auch immer handelt. Die Begründung, dass dafür die links getragene Waffe ursächlich ist, wird allenthalben zitiert und erscheint einleuchtend. Darüber hinaus gilt die rechte Seite generell als der Ehrenplatz, und es wird dem Herrn mit seiner rechten Hand auch eher gelingen, die Dame etwa vor dem Stolpern o.ä. zu bewahren. Aber natürlich gibt es Ausnahmen von der Regel, wie z.B. gefährliche Verkehrssituationen, unwegsames Gelände, spritzend vorbeifahrende Fahrzeuge usw. Gutes Benehmen äußert sich nicht allen in der formelhaften Einübung von Regeln. Bei ausländischen, visuellen Berichten sieht man bei offiziellen Gelegenheiten den Mann oder Herrn rechts gehen. Hierzu möchten wir unsere Auskunft auf Folgendes beschränken (ohne dazu die Stellungnahme des Auswärtigen Amtes eingeholt zu haben): Ein Staatsgast ist stets Gast und wird daher von seinem/er Gastgeber/in ohne Ansehen weder des Geschlechts noch der persönlichen Beziehung und auch bei massiven politischer Differenzen stets an dessen rechter Seite begleitet. Abweichungen vom Protokoll sind heutzutage aber offenkundig erlaubt. Wangenküsschen, einstmals nur unter strenggläubigen Ostblockfunktionären gepflegt, Handküsse der eher populistischen als formvollendeten Manier geschuldet, erfreuen sich inzwischen lebhafter öffentlicher Anteilnahme.
 

Anrede und Titel

Anrede und Titel
Die Grundform ist für Männer die Anrede: Herr (+Nachname), für Frauen, gleichgültig ob verheiratet oder nicht, Frau (+Nachname); die Anrede „Fräulein“ wurde rechtlich abgeschafft und findet sich nur noch in Ausnahmefällen, insbesondere, wenn die Betreffende selbst Wert darauf legt. Diese Grundform erfährt je nach Umstand Erweiterungen durch akademische Grade, Adelszusätze u. ä., bzw. Änderungen im diplomatischen Dienst, im kirchlichen Bereich und in der Verwaltung. Weiterhin muß beachtet werden, dass schriftliche und mündliche Anreden sowie das Anschriftenfeld auf einem Briefumschlag voneinander abweichen können. Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikation & Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 
 

Anstoßen und Zuprosten

Anstoßen und Zuprosten
Dabei kann es nicht verwundern, dass hier Unsicherheiten auftauchen. Denn das Thema ist insgesamt einem gewissen Wandel unterworfen und darüber hinaus situationsabhängig. Somit ist also persönliche Einfühlsamkeit besonders gefragt. Angestoßen wird, wenn überhaupt, eigentlich nur mit Wein und Sekt. Dies verbietet aber nicht, dass z.B. - bei der allwöchentlichen Skatrunde im Gasthof auch mit Bier (neuerdings evtl. sogar Apfelschorle oder Wasser) angestoßen wird. - Geschäftspartner nach Abschluss des Vertrages ihrer Erleichterung an der Bar mit dem Anstoßen eines Drinks/Cocktails Ausdruck verleihen. Es wäre also töricht, sich in einem engen, persönlich oder beruflich wichtigen Umfeld althergebrachten Ritualen bzw. Usancen unter Berufung auf allgemeine Benimmregeln zu verweigern.
 
 

Archiv

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Artikel

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Aufstehen

Aufstehen
Nach den gesellschaftlichen Regeln sitzt ein Mann niemals in Gegenwart einer stehenden Dame. Zu deren Begrüßung steht er daher immer auf, und er wird keinen Schaden davon tragen, wenn er dies auch gegenüber nur etwas jüngeren oder nur etwas unter ihm stehenden Herrn so hält. Die Grenzen sind fließend. Im beruflichen Alltag bestimmt eher der persönliche Stil als eine feste Regel das Verhalten. Damen dürfen nach gesellschaftlichen Regeln sitzen bleiben, aber auch hier gibt es Grenzsituationen. So kann die Frage, ob sich die 25jährige Studienfreundin der Hausfrau vor deren 90jährigem, halb-erblindeten Großvater und Vorstandvorsitzenden a. D. nicht doch erhebt, nur individuell beantwortet werden. Der Verzicht auf gesellschaftliche Rechte im Einzelfall führt in aller Regel nicht zu einem Desaster, sondern kann menschlich von einer gewissen Größe zeugen. Im privaten Alltagsleben erheben sich zunehmend auch Damen vor annähernd gleichrangigen und gleichaltrigen Damen und drücken auf diese Weise ihre Wertschätzung aus. Im Restaurant und bei einem gehobenen Diner in einem Privathaushalt erhebt sich jedenfalls der Tischherr auch dann, wenn seine Tischdame sich erhebt oder zu ihrem Stuhl zurückkehrt. Dieser Fall dürfte aber nicht allzu oft vorkommen, weil es kaum Gründe gibt, die ein Verlassen des Tisches während des Essens rechtfertigen. Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikation & Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 
 

Auswahl der Getränke

Auswahl der Getränke
Als Aperitif bieten sich an: Sekt/Champagner, Wein, Sherry, Porto, Saft oder Mineralwasser. Cocktails und Longdrinks (Gin Tonic und Co.) sind möglich aber nicht zwingend. Beim Menü servieren Sie das, was zu dem Essen paßt. Eingebürgert hat sich folgendes: Weißwein zum ersten Gang Er sollte zu dem Gericht passen und nicht zu süß sein. Nehmen Sie am besten einen eher trockenen Wein. Lassen Sie sich beraten, im Weinregal lauern zu viele böse Überraschungen. Rotwein zum Hauptgang Auch er sollte zu dem Gericht passen und mit Bedacht gewählt sein. Denn gerade bei Rotwein scheiden sich die Geister. Roséwein ist kein Kompromiß für Zweifelsfälle. Diese sehr hellfarbigen Weine aus roten Trauben, werden wie Weißwein vinifiziert. Dabei liegen die Beeren nicht, oder nur wenige Stunden auf der Maische. Je nach Intensität des Kontaktes mit den Beerenhäuten ist der Roséwein entsprechend unterschiedlich stark gefärbt. Das Farbspektrum reicht dabei von lachsfarben bis zu kirschrot. Wählen Sie den Rosé nur aus, wenn Sie ihn kennen und er das Gericht wirklich komplementiert. Dessertwein Leider ist es etwas aus der Mode gekommen, einen süßen Wein zum Dessert zu servieren. Eine Auslese, Beerenauslese, Eiswein, Sauternes usw. können wunderbare Begleiter sein. Champagner oder Sekt sind auch angebracht. Neben Mokka bevorzugen manche Gäste einen beruhigenden Tee oder koffeinfreien Kaffee. Sie können auch einen Digestif anbieten, z.B. Cognac, Obstbrände, Likör, Cocktails, Whisky etc. Zusätzlich müssen unbedingt alkoholfreie Getränke zur Verfügung stehen. Gerade jetzt denken Ihre Gäste an die Heimfahrt.
 
 

Autoren-Team

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Alexander Freiherr Knigge Ob es eher ein Vorteil oder eine Belastung sei, mit einem solchen Namen zu leben – die Antwort auf diese Frage fällt für Alexander Freiherr Knigge nicht eindeutig aus. Auf jeden Fall empfindet der Rechtsanwalt aus Berlin es heute als großes Glück, auf diese Weise die nähere Bekanntschaft mit einem der interessantesten Geister des späten 18. Jahrhunderts gemacht zu haben. Wäre er nicht als Kind schon von seinen Lehrern mit dem Spruch ermahnt worden: „Alexander, DU müsstest doch wissen, wie man sich benimmt!“, so hätte er wohl nie den Wunsch gehabt, einmal selber nachzulesen, was sein berühmter Urgroßonkel Adolph Freiherr Knigge tatsächlich geschrieben hat. Heute weiß Alexander Freiherr Knigge, dass der Name zu Unrecht alleine mit steifen Benimmregeln in Verbindung gebracht wird. Denn Knigge hat neben seinem berühmten Werk „Über den Umgang mit Menschen“ auch komponiert, Theaterstücke und Romane geschrieben, Übersetzungen angefertigt und sich vor allem als politischer Vordenker der Aufklärung einen Namen gemacht. Diese Facetten will Alexander Freiherr Knigge wieder in das Bewusstsein zurückholen und durch seine Mitarbeit bei knigge.de einen Beitrag zur Aufklärung über den Aufklärer leisten. Christian Sauer Christian Sauer hat während des Booms der „New Economy“ ein Internetunternehmen in Berlin gegründet, in dem es – dem Zeitgeist entsprechend – ausgesprochen leger zuging. Doch die Wichtigkeit von Umgangsformen hat der auch heute noch erfolgreiche Unternehmer nie vergessen – und Turnschuhe und T-Shirt längst gegen Schlips und Kragen eingetauscht. In Vorstellungsgesprächen hat er oft genug erlebt, wie aussichtsreiche Bewerber sich durch schlechtes Benehmen um ihre Chancen gebracht haben. Er weiß, wo bei Verhandlungen mit Geschäftspartnern die Fettnäpfe lauern. Seine Erfahrung teilt er in der „Young Entrepreneurs´ Organization“ mit jungen Unternehmern aus der ganzen Welt. Auf Knigge.de gibt er ab sofort regelmäßig Ratschläge zu den angemessenen Umgangsformen in der Geschäftswelt.
 

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Begrüßungs-comme-il-faut

Begrüßungs-comme-il-faut
Betrachten wir hier etwas eingehender den „Mikrokosmos“ Deutschland. Hier ist im Berufsleben beim Grüßen Hierarchiedenken von unten nach oben gefragt. Also wird stets der Höherstehende zuerst gegrüßt. Der Chef ist somit immer zu grüßen. Treten Sie in einen Raum ein, grüßen Sie zuerst. Grüßen in der Öffentlichkeit In der Öffentlichkeit sollten Sie grundsätzlich auch Personen die Sie nicht kennen grüßen, wenn dies die Situation erfordert. Diese flüchtigen Bekanntschaften werden mit einem Grußwort und einem Nicken des Kopfes, nicht jedoch per Handschlag, gegrüßt. Grüßen per Handschlag Bei bekannten Personen entscheidet der Ranghöhere bzw. der Ältere darüber, mit wem er einen Händedruck austauschen möchte. Als Gastgeber bieten Sie Ihrem Gast die Hand zum Gruße. Über die Reihenfolge, in der Personen mit einem Händedruck begrüßt werden, entscheidet wiederum die Rangfolge. Entsprechend werden der Ranghöhere bzw. die Damen zuerst begrüßt. Bei einer größeren Anzahl von Personen begrüßt man zuerst die bekannten Personen, bevor man sich den Unbekannten vorstellen lässt bzw. selbst vorstellt. Die Akkolade Entgegen all dieser Gepflogenheiten wurde in Deutschland im privaten Bereich ein weiterer Kulturimport aus mediterranen Gefilden heimisch, neben Latte Macchiato oder Paella. Nämlich die Akkolade, wie der Wangenkuß im Benimm-Deutsch genannt wird. Die Akkolade, aus dem Lateinischen „Umhalsen“, ist eine Begrüßungsform, die besonders in Frankreich und auch anderen Mittelmeer-Staaten sehr beliebt und verbreitet ist. Hierbei geben sich zwei Leute, die sich gerade getroffen haben, abhängig von der jeweiligen Landessitte, ein Küsschen links und rechts auf die Wange. Diese Küsschen sind aber meist nur angedeutet, da man ansonsten etwaiges Make-up bei der Dame verwischen könnte. Im Berufsleben ist die Akkolade aber ebenso dort, wie in Deutschland, eher unüblich. Doch ganz gleich, für welche Variante Sie sich beim Begrüßen auch entscheiden mögen – bedenken Sie, dass wohl der schlimmste Fauxpas das Ignorieren der dargebotenen Hand ist! Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikations- und Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 

Bei Tisch

Bei Tisch
 
 

Bestattungen

Bestattungen
Rituale Das Ritual der Bestattung orientiert sich wesentlich an der Zugehörigkeit zu einer Konfession und regionalen Bräuchen. Verlauf Üblicherweise (Abweichungen sind jedoch möglich) findet sich die Trauergemeinde in der Aussegnungshalle zu einem Gottesdienst zusammen, wobei der Sarg vor dem Altar steht. Für Verstorbene, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, kann ein professioneller Redner oder ein guter Freund des Verstorbenen die Ansprache übernehmen. Für eine Erdbestattung wird danach der Sarg von Angestellten der Friedhofsverwaltung zur Grabstelle gebracht, wobei der Pfarrer/ Priester als Erster hinter dem Sarg geht, gefolgt von den nächsten Angehörigen, Freunden, Kollegen etc. Dort wird noch eine kurze Rede gehalten und der Sarg dann entweder von den Sargträgern, oder aber auch von nahen Verwandten/ Freunden des Verstorbenen in die vorbereitete Grube herabgelassen. Eine Urnenbeisetzung kann aus nahe liegenden Gründen nicht sofort nach der Trauerandacht erfolgen und findet zu einem späteren Zeitpunkt meist in einem kleinen Kreise statt. Anschließend gehen in der o.g. Reihenfolge die Teilnehmer an dem offenen Grab vorbei und werfen von der dort in einem Kübel bereitstehenden Erde bis zu drei kleine Schaufeln voll neben den Sarg. Es können auch Blumen oder Blüten sein. Danach geht man an den Hinterbliebenen vorbei und drückt ihnen seine Anteilnahme aus. Dies kann stumm, mit einigen kurzen Worten oder auf sonstige Weise erfolgen. Die gewählten Worte sind nicht so entscheidend wie der Ausdruck echter Anteilnahme Leichenschmaus Nach der Beisetzung begeben sich die Teilnehmer in ein möglichst nahe gelegenes Restaurant, wo ein Imbiss o.ä. angeboten wird. Dieser Brauch beruht darauf, dass die Angehörigen nicht sofort allein gelassen werden sollen. Während dieser Zeit (ca. 2 Stunden) wird das Grab von der Friedhofsverwaltung zugeschüttet und mit den Kränzen und Gestecken abgedeckt, so dass die Möglichkeit besteht, nach dem Leichenschmaus noch einmal an dem nun verschlossenen Grab vorbeizugehen. Bekleidung Die Bekleidung hat für Herren und Damen gleichermaßen zwar nicht unbedingt schwarz, aber doch sehr dunkel zu sein. Das Hemd/ Bluse ist auf jeden Fall weiß und die Krawatte schwarz, ebenso Strümpfe und Schuhe. Kurze Ärmel und unbekleidete Beine sind stillos, ebenso auffälliger schriller Schmuck. Bei großen und gehobenen Beerdigungen kann auch Cut oder Stresemann getragen werden. Eine Kopfbedeckung (mit Schleier) ist nur den weiblichen Angehörigen erlaubt. Teilnahme An einer Beerdigung kann jeder teilnehmen, der eine Todesanzeige erhalten hat, auf der Ort und Zeit der Besetzung angegeben sind. Eine gesonderte Einladung ergeht nicht. Blumen Kränze, Gestecke und Sträuße können vorab bei einer Gärtnerei bestellt und dann rechtzeitig angeliefert werden. Erlaubt ist aber auch, den Blumenschmuck selbst neben dem Sarg abzulegen. Geldspenden Häufig erbitten die Hinterbliebenen statt Blumen eine Geldspende für einen gemeinnützigen Zweck, der dem Toten und/oder den Hinterbliebenen besonders am Herzen liegt. Dieser Bitte sollte man im Rahmen der eigenen Möglichkeiten durch Überweisung auf das angegebene (Sonder-) Konto folgen. Das Beilegen von Geldscheinen zu einem Kondolenzbrief scheint fallweise vorzukommen, ist aber geschmacklich fragwürdig. Kondolenzbrief Erhält man eine Todesanzeige, so sollte man derjenigen Person unter den Hinterbliebenen, der man am nächsten steht, einen Kondolenzbrief schreiben. Dies hat auf gutem weißem Papier handschriftlich mit Tinte zu erfolgen. Trauerpapier mit schwarzem Rand ist den Hinterbliebenen vorbehalten. Bei der Formulierung sollten Banalitäten ebenso wie (echtes oder falsches) Pathos unbedingt unter bleiben. Trauerpost wird oft immer und immer wieder gelesen und sollte so vor allem den Angehörigen Trost spenden. Auf die eigene Trauer kommt es in diesem Zusammenhang nur sehr begrenzt an. Bestattung von Ehepaaren Bei der Beisetzung von Ehepaaren in einem Gemeinschaftsgrab liegt die Ehefrau traditionsgemäß links, der Ehemann rechts.
 
 

Blumen

Blumen
Blumen sind ein sehr übliches und unverfängliches Mitbringsel. Sie werden immer als Schnittblumen verschenkt. Topfpflanzen sind nur in Ausnahmefällen möglich, wenn dafür ein konkreter Grund besteht. Bei Sträußen einer oder zweier Sorten achtet man darauf, dass eine ungerade Anzahl gewählt wird, wobei die Zahl 13 vermieden werden soll. Viele Blumensorten, z.B. rote Rosen oder weiße Lilien, rufen oft bestimmte Assoziationen hervor, die man sich vor Augen führen und daher tunlichst vermeiden sollte. Der Strauß wird immer ohne Papier überreicht. Jeder Strauß erhält eine eigene Vase. Blumen können auch nach der Einladung durch ein Blumengeschäft geschickt werden. In früheren Zeiten war dies die Regel. An Herren werden grundsätzlich keine Blumen verschenkt, es sei denn, es handelt sich um einen passionierten Blumenzüchter, dessen Sammlung man durch ein exklusives Exemplar bereichern möchte.
 

Briefe

Briefe
Für eine Person, die mehr als einen Titel hat wird nur der höchste Titel genutzt. Beispiel: Professor Dr. Muster „Sehr geehrter Herr Professor Muster,“ Bei der Anschrift auf dem Briefumschlag hingegen, werden alle Titel genannt. Beispiel: „Herrn Prof. Dr. Muster“ Dem Titel „Professor“ wird nicht zwingend ein Nachname nachgestellt. Beispiel: „Sehr geehrter Herr Professor Muster,“ ist genauso korrekt wie: „Sehr geehrter Herr Professor,“. Bei einer Frau wird die weibliche Form verwendet: „Sehr geehrte Frau Professorin Muster,“. Bei der Anrede von mehreren Personen muss die Hierarchie beachtet werden. Genannt wird immer zuerst der/die Ranghöhere. Beispiel: „Sehr geehrter Herr Professor Muster, sehr geehrte Frau Dr. Müller,“ Sind Beide gleichgestellt, wird zuerst die Frau erwähnt. „Sehr geehrte Frau Dr. Müller, sehr geehrter Herr Dr. Muster,“
 

Business Knigge - Brasilien

Business Knigge - Brasilien
Geschenke Do: Kleine Geschenke, nicht zu teuer Dinge aus dem Ausland, vor allem USA und Europa Füller Original verpackte Cds und Kassetten Alkohol Bonbons und Schokolade aus Europa (vorsichtig, gut verpacken damit sie nicht schmelzen!) Für die Sekretärin oder Assistentin eine Kleinigkeit mitbringen T-Shirts oder Süßigkeiten für Kinder Don't: Parfüm Schmuck Silberne Geschenke Scheren, Messer, … scharfe Gegenstände Lilien und gelbe Rosen Argentinischer Wein Begrüßung Do: Handschlag und Übergabe von Visitenkarten Vorstellung durch Gastgeber oder Vermittler Ab dem 2. Treffen Wangenkuss bei Frauen, Umarmung bei Männern möglich Direkter Blickkontakt Don't: Flüstern Körperkontakt ablehnen oder wegrücken Tägliche Umgang Do: Saubere Schuhe Für Frauen weibliche Bekleidung mit Absätzen und etwas sexy Gepflegtes Erscheinungsbild Lange Hosen bei Kirchenbesuch Geduld, Geduld, Geduld, 2 Stunden Verspätung zum Abendessen gilt als pünktlich (nicht für Ausländer!) Gestikulieren Emotionen zeigen Etwas oberflächlich - Anerkennung durch Demonstration von Status durch Titel und Rang im Unternehmen, Hotel und Restaurantwahl Don't: Kritik vor Dritten aussprechen Tops und Shirts ohne Ärmel in der Kirche tragen Frauen als "billig" abstufen wegen aufreizender Kleidung Nase putzen bei Tisch Zahnstocher verwenden Geschäftsessen Do: Ehepartner und Lebensgefährten werden eingeladen Auf Tischmanieren achten Alles probieren Kleine Reste auf dem Teller lassen Bei Einladung auf den Ruf des Restaurants achten Smalltalk wie Sport, Kultur, das Land während des Essens Sitzordnung: pro kopf sitzt Gastgeber oder wichtigste Geschäftspartner Männer und Frauen sitzen auf getrennten Seiten Don't: Während des Essens über Business reden, erst beim Dessert Pünktlich sein Hände anstatt Besteck für Obst u.A. nutzen Anderen Gästen ins Wort fallen Verhandlungen und Gespräche Do: Anzug mit Weste für die Geschäftsleitung, einfache 2-teilige Anzug für mittlere Ebene Frauen sind geschminkt, tragen Kostüm oder Anzug Pünktlich sein, auch wenn die Brasilianer mind. 30-60 Minuten zu spät sein können Handschlag zählt als Zusage Flexible bleiben Smalltalk einbauen, vor allem Fußball und Sport Alle Unterlagen in Englisch und Portugiesisch ausführen Persönliche Beziehung aufbauen, immer gleiche Ansprechpartner beibehalten Kreative und emotionale Darstellungen Kontaktpersonen zur Vermittlung nutzen Don't: Termine in die Zeit des Karnevals legen Verträge sofort unterzeichnen An Kleinigkeiten aufhalten und verzetteln .
 

Business Knigge - China

Business Knigge - China
Verhandlungen und Gespräche Do: Ruhige, sanfte Stimme Indirekte Ansprache von brisanten Themen Um den heissen Brei herum reden Niemals „nein“ sagen Über langen Zeitraum Informationen über den Businesspartner einholen, gute Beziehung aufbauen Keine Hektik sondern Zeit lassen, auch in Verhandlungen Guten Übersetzer mit Spezialausbildung im Bereich der Betriebswirtschaft buchen Einfache Sprache, ohne komplizierte Satzkonstruktionen Veranschaulichung mit Hilfe von Grafiken und Hand-outs Sein eigenes Können herunterspielen, Bescheidenheit! Smalltalkthemen sind das Wetter, Golf, Fußball, Urlaub und die Familie, Understatement Kein Berühren während Smalltalk Visitenkarten mit beiden Händen entgegennehmen, offen vor sich auf den Tisch legen Dont: wild gestikulieren Direkt und offen Probleme ansprechen Sich im Applaus nach einer Rede o.Ä. baden Probleme mit Familie und im Beruf, Scheidung im Smalltalk ansprechen Handys im Meetings ausschalten lassen Formulierung von Fragen die nur mit Ja und Nein zu beantworten sind Schuhsolen auf den Gesprächspartner zeigen lassen Visitenkarten sofort wegstecken Gastfreundschaft nicht besonders erwähnen Gastgeschenke Do: Geschenk verpackt an einen Ehrenplatz stellen, später öffnen kitschige Gegenstände toppen funktionelle Geschenke aus Europa (z.Bsp. Pralinen, Bonbons, Werbegeschenke der Firma und Alkohol) Geschenke und Verpackungen in Rot, Pink, Gelb = Fröhlichkeit 2 Geschenke als Paar (z.Bsp. Salz und Pfefferstreuer) = Glück Füller, Kulis etc. Grußkarten zum chinesischen Neujahrsfest: 14. Februar 2010 - Jahr des Tigers 3. Februar 2011 - Jahr des Hasen 23. Januar 2012 - Jahr des Drachen 10. Februar 2013 - Jahr der Schlange 31. Januar 2014 - Jahr des Pferdes 19. Februar 2015 - Jahr des Schafes /Ziege 8. Februar 2016 - Jahr des Affen 28. Januar 2017 - Jahr des Hahns 16. Februar 2018 - Jahr des Hundes Dont: Geschenke sofort öffnen, erst wenn der Schenkende nicht dabei ist Geschenke und Verpackungen in Schwarz, Blau = Trauer Messer und scharfe Dinge mit Klinge = Trennung Weiße Schnittblumen = nur bei Todesfall und Krankheit Schuhe = Katastrophe, Verlassen einer Person Begrüßung Do: Von der Hüfte aus relativ weit nach vorne beugen, gleichzeitig Visitenkarte mit beiden Händen, Druck nach oben, dem Fremden reichen typisch chinesische Visitenkarten nennen erst den Nachnamen, dann den Vornamen, Nachnamen bestehen meist aus 1 Silbe, Vornamen aus 2 einige Worte wie "bitte", "danke", "guten Tag" lernen Blick senken Dont: In den Arm nehem Wangenkuß oder auf den Kopf fassen Einfaches Kopfnicken als Begrüßung Grüßen auf der Toilette nicht direkt in die Augen sehe Tägliche Umgang Do: auf das WC zum Nase schnäuzen sämtliche angebotene Speisen probieren Beim feucht-fröhlichen Umtrunk den Kellner bitten, Wasser einzuschenken Gelassen Bleiben, auch in problematischen Situationen Wenig private Dinge erzählen Dont: Im Restaurant angewidert das Gesicht verziehen Speisen ablehnen Wütende Gefühlsausbrüche Kritisieren Themen ansprechen wie Tibet Auf jemanden mit dem Finger zeigen, die ganze Hand nehmen, mit der Innenseite nach oben
 

Business Knigge - Japan

Business Knigge - Japan
Geschenke Do: Verpackung wichtiger als Inhalt Weißes Papier, farbige Schleife Bonbons, Alkohol, original verpackte CD’s, Bierkrüge, Kuckucksuhren Immer mit 2 Händen überreichen Grußkarten zum Neujahrsfest Don't: große Geschenke, lieber kleinere, aber öfters sofort öffnen Sets mit 4 (4 Kerzen, 4 Gewürze etc.) Schnittblumen in Weiß oder Gelb Begrüßung – Anrede und Visitenkarten Do: Titel des Gesprächpartners verwenden. Zuzüglich „San“ an das Ende des Namens hängen immer häufiger auch Handschlag oder Kombination aus Verbeugung und Handschlag Verbeugung: jede Verbeugung muß erwidert werden mit geradem Rücken an der Taille abknicken. Rang ist entscheidend für die Tiefe der Verbeugung, wer in der Hierarchie weiter unten steht, verbeugt sich tiefer und länger, generell ist 45° angebracht Austausch von Visitenkarten, immer mit beiden Händen, Druck nach oben, so dass der Gegenüber sie sofort lesen kann Hochwertige Visitenkarten Visitenkarten auch auf Japanisch (zuerst Familienname, dann Vorname) Außer dem Namen auch den Arbeitgeber/Firma nennen Visitenkarten vor sich auf den Tisch legen Auf Kinn oder Hals des Gegenüber schauen Don't: beim angebotenen Handschlag fest zudrücken und schütteln von sich aus den Handschlag anbieten in den Arm nehmen, Körperkontakt Visitenkarte sofort wegstecken Visitenkarten niemals beschreiben Visitenkarten von schlechter Qualität Direkter Blickkontakt Tägliche Umgang Do: Schuhe ausziehen in Wohnungen, Tempeln, Spitzen zeigen nach aussen Lächeln Nase hochziehen Besonderen Wert auf Äußeres legen Wenig Make-up Gedeckte Farben im Business Weiße Kleidung für Beerdigungen, Trauerfall Rot zur Hochzeit Mit den Füßen schlurfen Der Mann hat Vortritt, nicht die Frau Komplimente machen, für sich aber abweisen Don't: auf jemanden mit dem Finger zeigen, die ganze Hand nehmen mit der Innenseite nach oben Kritik an Japan, Korea, 2. Weltkrieg als Gesprächsstoff Wildes Gestikulieren, Gefühlsausbrüche uns Schimpfen Schuhsolen zeigen Sich in der Öffentlichkeit schnäuzen als Frau tiefes Dekollete und Parfüm tragen beim Gehen, auf der Straße essen Geschäftsessen Do: Trinksprüche werden erwidert Rechnung übernimmt Gastgeber Hände mit angebotenen Tüchern reinigen Alles probieren und loben Suppen essen: Tasse mit links halten, mit rechts Nudeln o.Ä. löffeln Schlürfen der Nudeln ist erlaubt! Getränke immer dem Nachbarn einschenken, nie sich selbst Glas wird beim Einschenken mit 2 Händen gehalten Don't: Stäbchen zum Essen verlangen, wenn man nicht damit umgehen kann Stäbchen nie in das Essen stecken Warme vor Kalten Gerichten verzehren Sich selbst vom Sake (Reiswein) nachschenken Verhandlungen und Gespräche Do: immer pünktlich sein! „ja“ gilt nicht als verpflichtende Zusage sondern als „ich habe verstanden“ Verpflichtungen, nach Art „eine Hand wäscht die andere“, gelten in Japan privat sowie im Business Geduld mitbringen. Langsam eine persönliche Beziehung aufbauen Kontakte, die Empfehlungen bzw. Empfehlungsschreiben vermitteln können, öffnen Türen Ein großes Team zusammenstellen um den Japanern (die immer in der Gruppe entscheiden) ebenbürtig zu sein Schon beim Ersten Kontakt nicht alleine auftreten Umschreiben anstatt direkt auf einen Punkt eingehen Don't: zu spät kommen Während Gesprächen den Gesprächspartnern ins Wort fallen sofort mit Anwälten erscheinen Verträge voreilig aushandeln, Details kommen erst zuletzt Beim Gähnen oder Lachen die Zähne zeigen Zu Punkten in Verhandlungen direkt „Nein“ sagen Dem Gesprächspartner den Rücken zuwenden
 
 

Das Abendessen

Das Abendessen
Auftakt für ein offizielles Abendessen ist der Aperitif, der im Stehen eingenommen wird. Hierbei können die Gäste miteinander plaudern – außerdem vergeht so angenehm die Zeit, bis alle Geladenen eingetroffen sind. Bei speziellen Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten oder Taufen ist es üblich, dass jemand eine Rede hält. Es ist ratsam den Vorzutragenden zu bitten, die Rede vorher einmal lesen zu dürfen, um so eventuelle Peinlichkeiten schon im Vorfeld ausmerzen zu können. Wichtig dabei: Die Rede sollte nicht länger als 15 Minuten dauern! Nach dem Essen wird ein Kaffee gereicht, der signalisiert, dass die Tafel aufgehoben und das Fest demnächst vorbei ist. Nach einem Cognac sollten sich die Gäste dann verabschieden. Näheres zu den einzelnen Stationen eines gelungenen Abendessens finden Sie hier auf knigge.de!
 

Das Eindecken

Das Eindecken
geschieht klassischer Weise mit einem weißen Tischtuch. Es gibt zwar eine Fülle farbiger oder gemusterter Tischwäsche, auf der mancher Fleck verborgen bleiben mag - Ansporn zur Vermeidung von Flecken sind sie nicht. Teller Soweit vorhanden deckt man Platzteller ein, die bis zum Schluss des Essens an Ort und Stelle bleiben. Sie dienen ausschließlich als Platzhalter, keinesfalls wird davon gegessen.Darauf werden dann die Teller für jeden Gang platziert. Dies ist mit einer gewissen Geräuschentwicklung verbunden, weshalb dafür die sogenannten Klapperdeckchen erfunden wurden. Sie gelten allerdings in mondänen Kreisen als etwas verstaubt. Das Besteck Daneben findet das erforderlich Besteck Platz. Es gibt keinen Grund, beim Anblick der diversen Tischwerkzeuge in Panik zu geraten, da deren Anordnung einem einleuchtenden System folgt. Die Geräte, die mit der rechten Hand benutzt werden, liegen rechts vom Teller, die für die linke Hand links davon und zwar so, dass die zuerst benötigten Bestecke jeweils ganz außen zu liegen kommen. Ist ein Fischbesteck nicht vorhanden, so gibt man stattdessen zwei Gabeln. Sofern das Menu sehr viele Gänge vorsieht, kann man auch das Besteck mit dem jeweiligen Gang servieren, um den Tisch nicht allzu sehr zu befrachten Gabel und Löffel für das Dessert können auch oberhalb des Tellers platziert werden, wobei der Löffelgriff nach recht und der Gabelgriff nach links zeigt. Ist der Nachtisch nicht flüssig, wird nur die Gabel benutzt. Neben der linken Besteckreihe steht ein kleiner Teller für Brot mit einem kleinen Messer, das nur für das Brot bestimmt ist. Linkshändern, die gar nicht anders können, ist es inzwischen erlaubt, das jeweils benötigte Besteck unauffällig zu tauschen. Sie sollten jedoch nicht sofort das gesamte Werk umtauschen und berücksichtigen, dass ihrer Nachbarn vermutlich Rechtshänder sind. Die Gläser Oberhalb der Messer werden die Gläser aufgestellt, rechts beginnend wiederum in der Reihenfolge der Benutzung. Ganz rechts steht daher ein Wasserglas, dem folgt nach links ein Glas für Weißwein, dann ein Glas für Rotwein und gegebenenfalls für das Dessert (Sekt/Champagner, ein süßer Wein, Dessertwein usw.) Servietten Leicht gestärkte Servietten werden auf den Teller bzw. wenn dort schon der erste Gang bereitsteht, links neben die linke Besteckreihe oder auf den Brotteller gelegt. Man kann sie etwas hübsch falten, sollte aber auf allzu gewagte Kreationen verzichten. Der Verdacht, dass die Serviette bei gar zu vielen Rüschen und Falten nicht ganz sauber geblieben sein kann, muss auf jeden Fall vermieden werden. Salz und Pfeffer Salz und Pfeffer sollten ebenfalls zur Verfügung stehen. Auf Zahnstocher kann verzichtet werden, da sie bei Tisch ohnehin nicht benutzt werden können. Die Tischdekoration Kerzen und Blumen können die Tischdekoration vervollständigen. Beides muss so flach arrangiert werden, dass der Blick auf das Gegenüber nicht verdeckt ist. Bei den Blumen darf es sich keinesfalls um Topfpflanzen, sondern es muss sich unbedingt um Schnittblumen handeln
 
 

Das richtige Verhalten am Frühstücksbuffet

Das richtige Verhalten am Frühstücksbuffet
Es ist unangebracht vom Frühstücksbuffet für den ganzen Tag einen Essensvorrat anzulegen. Die Hotels sehen das nicht gerne, schließlich leben sie u.a. davon, Mahlzeiten zu verkaufen, nicht zu verschenken. Die teilweise horrenden Preise für ein Frühstück legen dies zwar nicht auf Anhieb nahe, dennoch liegt diesem eine Kalkulation zugrunde unter der Annahme, dass nicht jeder Gast einen ganzen Rucksack damit füllt. Wenn Sie also ein ausgedehntes Picknick planen, sollten Sie ein entsprechendes Lunchpaket bestellen. Gehört man zu den Menschen, die morgens gar nichts essen können, so kann man sicherlich eine Kleinigkeit, z.B. ein Brötchen o.ä., nach seinen Wünschen zubereiten und später verzehren. Verzichten Sie aber darauf, dies heimlich zu tun: sofern sich Ihr Proviant in einem vertretbaren Umfang hält und Ihnen selbst keine Gewissensbisse verursacht, wird das Personal Verständnis haben. Bringen Sie aber keine Frischhalteboxen mit, in die Sie Müsli, Obstsalat oder Kaviar schaufeln.
 

Das WC und Blähungen

Das WC und Blähungen
Blähungen Blähungen, umgangssprachlich auch "furzen" oder "pupsen" genannt, sind ein natürlicher Vorgang des menschlichen Verdauungstrackts. SIe entstehen durch verschluckte Luft oder Gase, die sich bei der Verdauung im Darm bilden. Auch wenn es sich hierbei um ein völlig "normales" Phänomen handelt sollten Blähungen am Besten gar nicht erst entstehen. U.A. entstehen Blähungen durch blähende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Brot, Hülsenfrüchte, Kohl, sehr fettige Nahrung sowie durch übermäßig Alkohol, Nikotin oder Kaffee. Sollte es doch zu den unangenehmen Gasen kommen, hilft leichte Bewegung, spezielle Kräutertees wie Pfefferminze, Fenchel, Kümmel oder Anis oder Wärme wie durch eine Wärmflasche. Auf keinen Fall sollten die Mitmenschen durch die Geräusche entwichener Blähungen oder sogar den Geruch belästigt werden. Wenn Sie merken, dass sich etwas ankündigt, entschuldigen Sie sich, und begeben sich unmittelbar auf das WC. Sollte es doch einmal zu einem kleinen "Unfall" kommen, entschuldigen Sie sich höflich und beugen diesem Mißgeschick in Zukunft besser vor. Das WC WC, Toilette, umgangssprachlich das "Klo" wird von Jedem genutzt und gebraucht. Daher sollte man auch hier aus Respekt des "Nachnutzers" Wert auf Sauberkeit und Hygiene legen. Der Toilettendeckel wird nach Gebrauch geschlossen. Niemand schaut gerne in den offenen Abfluß. Auch wenn das Urinieren, "Pinkeln", "Pullern" oder "Pissen", im Stehen für den Mann viel angenehmer ist, ist das Sitzen hier der einzig richtige Weg. NIemand putzt gerne Urinspritzer an der Wand und um die Toilette herum weg. Damenhygiene wie Binden und Tampons gehören generell nicht in die Toilette, wo sie zu Verstopfung und Überschwemmung sorgen, sondern in den dafür vorgesehenen Mülleimer. Die Toilettenbürste ist nicht ohne Grund auf jeder Toilette zu finden. Flecken lassen sich "frisch" besser entfernen und ein weißes WC ohne Flecken oder Spuren des letzten Nutzers wünscht sich wohl jeder. Generell sollte während eines Essens nicht auf die Toilette gegangen werden, außer es handelt sich um eine schwache Reizblase oder ähnliche, urologisch erklärbare Erkrankungen. Das Händewaschen nach der Toilettennutzung ist nicht nur eine Frage des Benehmens sondern eine Hygienemaßnahme die nicht erwähnenswert sein dürfte.
 

Datenschutz

Datenschutz
DatenschutzerklärungWir freuen uns sehr über Ihr Interesse an unserem Unternehmen. Datenschutz hat einen besonders hohen Stellenwert für uns. Eine Nutzung unserer Internetseiten ist grundsätzlich ohne jede Angabe personenbezogener Daten möglich. Sofern eine betroffene Person besondere Services über unsere Internetseite in Anspruch nehmen möchte, könnte jedoch eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich werden. Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich und besteht für eine solche Verarbeitung keine gesetzliche Grundlage, holen wir generell eine Einwilligung der betroffenen Person ein.Die Verarbeitung personenbezogener Daten, beispielsweise des Namens, der Anschrift, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer einer betroffenen Person, erfolgt stets im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung und in Übereinstimmung mit den für uns geltenden landesspezifischen Datenschutzbestimmungen. Mittels dieser Datenschutzerklärung möchte unser Unternehmen die Öffentlichkeit über Art, Umfang und Zweck der von uns erhobenen, genutzten und verarbeiteten personenbezogenen Daten informieren. Ferner werden betroffene Personen mittels dieser Datenschutzerklärung über die ihnen zustehenden Rechte aufgeklärt.Wir haben als für die Verarbeitung Verantwortliche zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um einen möglichst lückenlosen Schutz der über diese Internetseite verarbeiteten personenbezogenen Daten sicherzustellen. Dennoch können Internetbasierte Datenübertragungen grundsätzlich Sicherheitslücken aufweisen, sodass ein absoluter Schutz nicht gewährleistet werden kann. Aus diesem Grund steht es jeder betroffenen Person frei, personenbezogene Daten auch auf alternativen Wegen, beispielsweise telefonisch, an uns zu übermitteln.1. 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Sind die Zwecke und Mittel dieser Verarbeitung durch das Unionsrecht oder das Recht der Mitgliedstaaten vorgegeben, so kann der Verantwortliche beziehungsweise können die bestimmten Kriterien seiner Benennung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten vorgesehen werden.h) AuftragsverarbeiterAuftragsverarbeiter ist eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.i) EmpfängerEmpfänger ist eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, der personenbezogene Daten offengelegt werden, unabhängig davon, ob es sich bei ihr um einen Dritten handelt oder nicht. Behörden, die im Rahmen eines bestimmten Untersuchungsauftrags nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten möglicherweise personenbezogene Daten erhalten, gelten jedoch nicht als Empfänger.j) DritterDritter ist eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle außer der betroffenen Person, dem Verantwortlichen, dem Auftragsverarbeiter und den Personen, die unter der unmittelbaren Verantwortung des Verantwortlichen oder des Auftragsverarbeiters befugt sind, die personenbezogenen Daten zu verarbeiten.k) EinwilligungEinwilligung ist jede von der betroffenen Person freiwillig für den bestimmten Fall in informierter Weise und unmissverständlich abgegebene Willensbekundung in Form einer Erklärung oder einer sonstigen eindeutigen bestätigenden Handlung, mit der die betroffene Person zu verstehen gibt, dass sie mit der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten einverstanden ist.2. 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Registrierung auf unserer InternetseiteDie betroffene Person hat die Möglichkeit, sich auf der Internetseite des für die Verarbeitung Verantwortlichen unter Angabe von personenbezogenen Daten zu registrieren. Welche personenbezogenen Daten dabei an den für die Verarbeitung Verantwortlichen übermittelt werden, ergibt sich aus der jeweiligen Eingabemaske, die für die Registrierung verwendet wird. Die von der betroffenen Person eingegebenen personenbezogenen Daten werden ausschließlich für die interne Verwendung bei dem für die Verarbeitung Verantwortlichen und für eigene Zwecke erhoben und gespeichert. Der für die Verarbeitung Verantwortliche kann die Weitergabe an einen oder mehrere Auftragsverarbeiter, beispielsweise einen Paketdienstleister, veranlassen, der die personenbezogenen Daten ebenfalls ausschließlich für eine interne Verwendung, die dem für die Verarbeitung Verantwortlichen zuzurechnen ist, nutzt.Durch eine Registrierung auf der Internetseite des für die Verarbeitung Verantwortlichen wird ferner die vom Internet-Service-Provider (ISP) der betroffenen Person vergebene IP-Adresse, das Datum sowie die Uhrzeit der Registrierung gespeichert. Die Speicherung dieser Daten erfolgt vor dem Hintergrund, dass nur so der Missbrauch unserer Dienste verhindert werden kann, und diese Daten im Bedarfsfall ermöglichen, begangene Straftaten aufzuklären. Insofern ist die Speicherung dieser Daten zur Absicherung des für die Verarbeitung Verantwortlichen erforderlich. Eine Weitergabe dieser Daten an Dritte erfolgt grundsätzlich nicht, sofern keine gesetzliche Pflicht zur Weitergabe besteht oder die Weitergabe der Strafverfolgung dient.Die Registrierung der betroffenen Person unter freiwilliger Angabe personenbezogener Daten dient dem für die Verarbeitung Verantwortlichen dazu, der betroffenen Person Inhalte oder Leistungen anzubieten, die aufgrund der Natur der Sache nur registrierten Benutzern angeboten werden können. Registrierten Personen steht die Möglichkeit frei, die bei der Registrierung angegebenen personenbezogenen Daten jederzeit abzuändern oder vollständig aus dem Datenbestand des für die Verarbeitung Verantwortlichen löschen zu lassen.Der für die Verarbeitung Verantwortliche erteilt jeder betroffenen Person jederzeit auf Anfrage Auskunft darüber, welche personenbezogenen Daten über die betroffene Person gespeichert sind. Ferner berichtigt oder löscht der für die Verarbeitung Verantwortliche personenbezogene Daten auf Wunsch oder Hinweis der betroffenen Person, soweit dem keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Die Gesamtheit der Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen stehen der betroffenen Person in diesem Zusammenhang als Ansprechpartner zur Verfügung.6. Abonnement unseres NewslettersAuf der Internetseite wird den Benutzern die Möglichkeit eingeräumt, unseren Newsletter zu abonnieren. Welche personenbezogenen Daten bei der Bestellung des Newsletters an den für die Verarbeitung Verantwortlichen übermittelt werden, ergibt sich aus der hierzu verwendeten Eingabemaske.Wir informieren unsere Kunden und Geschäftspartner in regelmäßigen Abständen im Wege eines Newsletters über Angebote des Unternehmens. Der Newsletter unseres Unternehmens kann von der betroffenen Person grundsätzlich nur dann empfangen werden, wenn (1) die betroffene Person über eine gültige E-Mail-Adresse verfügt und (2) die betroffene Person sich für den Newsletterversand registriert. An die von einer betroffenen Person erstmalig für den Newsletterversand eingetragene E-Mail-Adresse wird aus rechtlichen Gründen eine Bestätigungsmail im Double-Opt-In-Verfahren versendet. Diese Bestätigungsmail dient der Überprüfung, ob der Inhaber der E-Mail-Adresse als betroffene Person den Empfang des Newsletters autorisiert hat.Bei der Anmeldung zum Newsletter speichern wir ferner die vom Internet-Service-Provider (ISP) vergebene IP-Adresse des von der betroffenen Person zum Zeitpunkt der Anmeldung verwendeten Computersystems sowie das Datum und die Uhrzeit der Anmeldung. Die Erhebung dieser Daten ist erforderlich, um den(möglichen) Missbrauch der E-Mail-Adresse einer betroffenen Person zu einem späteren Zeitpunkt nachvollziehen zu können und dient deshalb der rechtlichen Absicherung des für die Verarbeitung Verantwortlichen.Die im Rahmen einer Anmeldung zum Newsletter erhobenen personenbezogenen Daten werden ausschließlich zum Versand unseres Newsletters verwendet. Ferner könnten Abonnenten des Newsletters per E-Mail informiert werden, sofern dies für den Betrieb des Newsletter-Dienstes oder eine diesbezügliche Registrierung erforderlich ist, wie dies im Falle von Änderungen am Newsletterangebot oder bei der Veränderung der technischen Gegebenheiten der Fall sein könnte. Es erfolgt keine Weitergabe der im Rahmen des Newsletter-Dienstes erhobenen personenbezogenen Daten an Dritte. Das Abonnement unseres Newsletters kann durch die betroffene Person jederzeit gekündigt werden. Die Einwilligung in die Speicherung personenbezogener Daten, die die betroffene Person uns für den Newsletterversand erteilt hat, kann jederzeit widerrufen werden. Zum Zwecke des Widerrufs der Einwilligung findet sich in jedem Newsletter ein entsprechender Link. Ferner besteht die Möglichkeit, sich jederzeit auch direkt auf der Internetseite des für die Verarbeitung Verantwortlichen vom Newsletterversand abzumelden oder dies dem für die Verarbeitung Verantwortlichen auf andere Weise mitzuteilen.7. Newsletter-TrackingDie Newsletter enthalten sogenannte Zählpixel. Ein Zählpixel ist eine Miniaturgrafik, die in solche E-Mails eingebettet wird, welche im HTML-Format versendet werden, um eine Logdatei-Aufzeichnung und eine Logdatei-Analyse zu ermöglichen. Dadurch kann eine statistische Auswertung des Erfolges oder Misserfolges von Online-Marketing-Kampagnen durchgeführt werden. Anhand des eingebetteten Zählpixels können wir erkennen, ob und wann eine E-Mail von einer betroffenen Person geöffnet wurde und welche in der E-Mail befindlichen Links von der betroffenen Person aufgerufen wurden.Solche über die in den Newslettern enthaltenen Zählpixel erhobenen personenbezogenen Daten, werden von dem für die Verarbeitung Verantwortlichen gespeichert und ausgewertet, um den Newsletterversand zu optimieren und den Inhalt zukünftiger Newsletter noch besser den Interessen der betroffenen Person anzupassen. Diese personenbezogenen Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Betroffene Personen sind jederzeit berechtigt, die diesbezügliche gesonderte, über das Double-Opt-In-Verfahren abgegebene Einwilligungserklärung zu widerrufen. Nach einem Widerruf werden diese personenbezogenen Daten von dem für die Verarbeitung Verantwortlichen gelöscht. Eine Abmeldung vom Erhalt des Newsletters deuten wir automatisch als Widerruf.8. Kontaktmöglichkeit über die InternetseiteDie Internetseite enthält aufgrund von gesetzlichen Vorschriften Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme zu unserem Unternehmen sowie eine unmittelbare Kommunikation mit uns ermöglichen, was ebenfalls eine allgemeine Adresse der sogenannten elektronischen Post (E-Mail-Adresse) umfasst. Sofern eine betroffene Person per E-Mail oder über ein Kontaktformular den Kontakt mit dem für die Verarbeitung Verantwortlichen aufnimmt, werden die von der betroffenen Person übermittelten personenbezogenen Daten automatisch gespeichert. Solche auf freiwilliger Basis von einer betroffenen Person an den für die Verarbeitung Verantwortlichen übermittelten personenbezogenen Daten werden für Zwecke der Bearbeitung oder der Kontaktaufnahme zur betroffenen Person gespeichert. Es erfolgt keine Weitergabe dieser personenbezogenen Daten an Dritte.9. Kommentarfunktion im Forum auf der InternetseiteWir bieten den Nutzern auf einem Forum, das sich auf der Internetseite des für die Verarbeitung Verantwortlichen befindet, die Möglichkeit, individuelle Kommentare zu einzelnen Forumsbeiträgen zu hinterlassen. Ein Forum ist ein auf einer Internetseite geführtes, in der Regel öffentlich einsehbares Portal, in welchem eine oder mehrere Personen Artikel posten oder Gedanken in sogenannten Forumsbeiträgen niederschreiben können. Die Forumsbeiträge können in der Regel von Dritten kommentiert werden.Hinterlässt eine betroffene Person einen Kommentar in dem auf dieser Internetseite veröffentlichten Forum, werden neben den von der betroffenen Person hinterlassenen Kommentaren auch Angaben zum Zeitpunkt der Kommentareingabe sowie zu dem von der betroffenen Person gewählten Nutzernamen (Pseudonym) gespeichert und veröffentlicht. Ferner wird die vom Internet-Service-Provider (ISP) der betroffenen Person vergebene IP-Adresse mitprotokolliert. Diese Speicherung der IP-Adresse erfolgt aus Sicherheitsgründen und für den Fall, dass die betroffene Person durch einen abgegebenen Kommentar die Rechte Dritter verletzt oder rechtswidrige Inhalte postet. Die Speicherung dieser personenbezogenen Daten erfolgt daher im eigenen Interesse des für die Verarbeitung Verantwortlichen, damit sich dieser im Falle einer Rechtsverletzung gegebenenfalls exkulpieren könnte. Es erfolgt keine Weitergabe dieser erhobenen personenbezogenen Daten an Dritte, sofern eine solche Weitergabe nicht gesetzlich vorgeschrieben ist oder der Rechtsverteidigung des für die Verarbeitung Verantwortlichen dient.10. Abonnement von Kommentaren im Forum auf der InternetseiteDie in unserem Forum abgegebenen Kommentare können grundsätzlich von Dritten abonniert werden. Insbesondere besteht die Möglichkeit, dass ein Kommentator die seinem Kommentar nachfolgenden Kommentare zu einem bestimmten Forumsbeitrag abonniert. Die Option zum Abonnement von Kommentaren kann jederzeit beendet werden.11. Routinemäßige Löschung und Sperrung von personenbezogenen DatenDer für die Verarbeitung Verantwortliche verarbeitet und speichert personenbezogene Daten der betroffenen Person nur für den Zeitraum, der zur Erreichung des Speicherungszwecks erforderlich ist oder sofern dies durch den Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber oder einen anderen Gesetzgeber in Gesetzen oder Vorschriften, welchen der für die Verarbeitung Verantwortliche unterliegt, vorgesehen wurde.Entfällt der Speicherungszweck oder läuft eine vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber oder einem anderen zuständigen Gesetzgeber vorgeschriebene Speicherfrist ab, werden die personenbezogenen Daten routinemäßig und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gesperrt oder gelöscht.12. Rechte der betroffenen Persona) Recht auf BestätigungJede betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber eingeräumte Recht, von dem für die Verarbeitung Verantwortlichen eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden. Möchte eine betroffene Person dieses Bestätigungsrecht in Anspruch nehmen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.b) Recht auf AuskunftJede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, jederzeit von dem für die Verarbeitung Verantwortlichen unentgeltliche Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten personenbezogenen Daten und eine Kopie dieser Auskunft zu erhalten. Ferner hat der Europäische Richtlinien- und Verordnungsgeber der betroffenen Person Auskunft über folgende Informationen zugestanden:die Verarbeitungszweckedie Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werdendie Empfänger oder Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind oder noch offengelegt werden, insbesondere bei Empfängern in Drittländern oder bei internationalen Organisationenfalls möglich die geplante Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden, oder, falls dies nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung dieser Dauerdas Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der sie betreffenden personenbezogenen Daten oder auf Einschränkung der Verarbeitung durch den Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitungdas Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehördewenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden: Alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Datendas Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Artikel 22 Abs.1 und 4 DS-GVO und — zumindest in diesen Fällen — aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene PersonFerner steht der betroffenen Person ein Auskunftsrecht darüber zu, ob personenbezogene Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt wurden. Sofern dies der Fall ist, so steht der betroffenen Person im Übrigen das Recht zu, Auskunft über die geeigneten Garantien im Zusammenhang mit der Übermittlung zu erhalten.Möchte eine betroffene Person dieses Auskunftsrecht in Anspruch nehmen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.c) Recht auf BerichtigungJede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, die unverzügliche Berichtigung sie betreffender unrichtiger personenbezogener Daten zu verlangen. Ferner steht der betroffenen Person das Recht zu, unter Berücksichtigung der Zwecke der Verarbeitung, die Vervollständigung unvollständiger personenbezogener Daten — auch mittels einer ergänzenden Erklärung — zu verlangen.Möchte eine betroffene Person dieses Berichtigungsrecht in Anspruch nehmen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.d) Recht auf Löschung (Recht auf Vergessen werden)Jede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass die sie betreffenden personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht werden, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft und soweit die Verarbeitung nicht erforderlich ist:Die personenbezogenen Daten wurden für solche Zwecke erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet, für welche sie nicht mehr notwendig sind.Die betroffene Person widerruft ihre Einwilligung, auf die sich die Verarbeitung gemäß Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a DS-GVO oder Art. 9 Abs. 2 Buchstabe a DS-GVO stützte, und es fehlt an einer anderweitigen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung.Die betroffene Person legt gemäß Art. 21 Abs. 1 DS-GVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein, und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Verarbeitung vor, oder die betroffene Person legt gemäß Art. 21 Abs. 2 DS-GVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein.Die personenbezogenen Daten wurden unrechtmäßig verarbeitet.Die Löschung der personenbezogenen Daten ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten erforderlich, dem der Verantwortliche unterliegt.Die personenbezogenen Daten wurden in Bezug auf angebotene Dienste der Informationsgesellschaft gemäß Art. 8 Abs. 1 DS-GVO erhoben.Sofern einer der oben genannten Gründe zutrifft und eine betroffene Person die Löschung von personenbezogenen Daten, die bei uns gespeichert sind, veranlassen möchte, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden. Wir werden veranlassen, dass dem Löschverlangen unverzüglich nachgekommen wird.Wurden die personenbezogenen Daten von uns öffentlich gemacht und ist unser Unternehmen als Verantwortlicher gemäß Art. 17 Abs. 1 DS-GVO zur Löschung der personenbezogenen Daten verpflichtet, so treffen wir unter Berücksichtigung der verfügbaren Technologie und der Implementierungskosten angemessene Maßnahmen, auch technischer Art, um andere für die Datenverarbeitung Verantwortliche, welche die veröffentlichten personenbezogenen Daten verarbeiten, darüber in Kenntnis zu setzen, dass die betroffene Person von diesen anderen für die Datenverarbeitung Verantwortlichen die Löschung sämtlicher Links zu diesen personenbezogenen Daten oder von Kopien oder Replikationen dieser personenbezogenen Daten verlangt hat, soweit die Verarbeitung nicht erforderlich ist. Wir werden im Einzelfall das Notwendige veranlassen.e) Recht auf Einschränkung der VerarbeitungJede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, von dem Verantwortlichen die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:Die Richtigkeit der personenbezogenen Daten wird von der betroffenen Person bestritten, und zwar für eine Dauer, die es dem Verantwortlichen ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu überprüfen.Die Verarbeitung ist unrechtmäßig, die betroffene Person lehnt die Löschung der personenbezogenen Daten ab und verlangt stattdessen die Einschränkung der Nutzung der personenbezogenen Daten.Der Verantwortliche benötigt die personenbezogenen Daten für die Zwecke der Verarbeitung nicht länger, die betroffene Person benötigt sie jedoch zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.Die betroffene Person hat Widerspruch gegen die Verarbeitung gem. Art. 21 Abs. 1 DS-GVO eingelegt und es steht noch nicht fest, ob die berechtigten Gründe des Verantwortlichen gegenüber denen der betroffenen Person überwiegen.Sofern eine der oben genannten Voraussetzungen gegeben ist und eine betroffene Person die Einschränkung von personenbezogenen Daten, die bei uns gespeichert sind, verlangen möchte, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden. Wir werden die Einschränkung der Verarbeitung veranlassen.f) Recht auf DatenübertragbarkeitJede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, die sie betreffenden personenbezogenen Daten, welche durch die betroffene Person einem Verantwortlichen bereitgestellt wurden, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Sie hat außerdem das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch den Verantwortlichen, dem die personenbezogenen Daten bereitgestellt wurden, zu übermitteln, sofern die Verarbeitung auf der Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a DS-GVO oder Art. 9 Abs. 2 Buchstabe a DS-GVO oder auf einem Vertrag gemäß Art. 6 Abs. 1 Buchstabe b DS-GVO beruht und die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt, sofern die Verarbeitung nicht für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, welche dem Verantwortlichen übertragen wurde.Ferner hat die betroffene Person bei der Ausübung ihres Rechts auf Datenübertragbarkeit gemäß Art. 20 Abs. 1 DS-GVO das Recht, zu erwirken, dass die personenbezogenen Daten direkt von einem Verantwortlichen an einen anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist und sofern hiervon nicht die Rechte und Freiheiten anderer Personen beeinträchtigt werden.Zur Geltendmachung des Rechts auf Datenübertragbarkeit kann sich die betroffene Person jederzeit an uns wenden.g) Recht auf WiderspruchJede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 Buchstaben e oder f DS-GVO erfolgt, Widerspruch einzulegen. Dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling.Wir verarbeiten die personenbezogenen Daten im Falle des Widerspruchs nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die den Interessen, Rechten und Freiheiten der betroffenen Person überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.Verarbeiten wir personenbezogene Daten, um Direktwerbung zu betreiben, so hat die betroffene Person das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung der personenbezogenen Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen. Dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht. Widerspricht die betroffene Person uns gegenüber der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so werden wir die personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke verarbeiten.Zudem hat die betroffene Person das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, gegen die sie betreffende Verarbeitung personenbezogener Daten, die bei uns zu wissenschaftlichen oder historischen Forschungszwecken oder zu statistischen Zwecken gemäß Art. 89 Abs. 1 DS-GVO erfolgen, Widerspruch einzulegen, es sei denn, eine solche Verarbeitung ist zur Erfüllung einer im öffentlichen Interesse liegenden Aufgabe erforderlich.Zur Ausübung des Rechts auf Widerspruch kann sich die betroffene Person direkt an uns wenden. Der betroffenen Person steht es ferner frei, im Zusammenhang mit der Nutzung von Diensten der Informationsgesellschaft, ungeachtet der Richtlinie 2002/58/EG, ihr Widerspruchsrecht mittels automatisierter Verfahren auszuüben, bei denen technische Spezifikationen verwendet werden.h) Automatisierte Entscheidungen im Einzelfall einschließlich ProfilingJede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung — einschließlich Profiling — beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die ihr gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt, sofern die Entscheidung (1) nicht für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen der betroffenen Person und dem Verantwortlichen erforderlich ist, oder (2) aufgrund von Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen der Verantwortliche unterliegt, zulässig ist und diese Rechtsvorschriften angemessene Maßnahmen zur Wahrung der Rechte und Freiheiten sowie der berechtigten Interessen der betroffenen Person enthalten oder (3) mit ausdrücklicher Einwilligung der betroffenen Person erfolgt.Ist die Entscheidung (1) für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen der betroffenen Person und dem Verantwortlichen erforderlich oder (2) erfolgt sie mit ausdrücklicher Einwilligung der betroffenen Person, treffen wir angemessene Maßnahmen, um die Rechte und Freiheiten sowie die berechtigten Interessen der betroffenen Person zu wahren, wozu mindestens das Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person seitens des Verantwortlichen, auf Darlegung des eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Entscheidung gehört.Möchte die betroffene Person Rechte mit Bezug auf automatisierte Entscheidungen geltend machen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.i) Recht auf Widerruf einer datenschutzrechtlichen EinwilligungJede von der Verarbeitung personenbezogener Daten betroffene Person hat das vom Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber gewährte Recht, eine Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten jederzeit zu widerrufen.Möchte die betroffene Person ihr Recht auf Widerruf einer Einwilligung geltend machen, kann sie sich hierzu jederzeit an einen Mitarbeiter des für die Verarbeitung Verantwortlichen wenden.13. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Google Analytics (mit Anonymisierungsfunktion)Der für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite die Komponente Google Analytics (mit Anonymisierungsfunktion) integriert. Google Analytics ist ein Web-Analyse-Dienst. Web-Analyse ist die Erhebung, Sammlung und Auswertung von Daten über das Verhalten von Besuchern von Internetseiten. Ein Web-Analyse-Dienst erfasst unter anderem Daten darüber, von welcher Internetseite eine betroffene Person auf eine Internetseite gekommen ist (sogenannte Referrer), auf welche Unterseiten der Internetseite zugegriffen oder wie oft und für welche Verweildauer eine Unterseite betrachtet wurde. Eine Web-Analyse wird überwiegend zur Optimierung einer Internetseite und zur Kosten-Nutzen-Analyse von Internetwerbung eingesetzt.Betreibergesellschaft der Google-Analytics-Komponente ist die Google Inc., 1600 Amphitheatre Pkwy, Mountain View, CA 94043-1351, USA.Der für die Verarbeitung Verantwortliche verwendet für die Web-Analyse über Google Analytics den Zusatz "_gat._anonymizeIp". Mittels dieses Zusatzes wird die IP-Adresse des Internetanschlusses der betroffenen Person von Google gekürzt und anonymisiert, wenn der Zugriff auf unsere Internetseiten aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder aus einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erfolgt.Der Zweck der Google-Analytics-Komponente ist die Analyse der Besucherströme auf unserer Internetseite. Google nutzt die gewonnenen Daten und Informationen unter anderem dazu, die Nutzung unserer Internetseite auszuwerten, um für uns Online-Reports, welche die Aktivitäten auf unseren Internetseiten aufzeigen, zusammenzustellen, und um weitere mit der Nutzung unserer Internetseite in Verbindung stehende Dienstleistungen zu erbringen.Google Analytics setzt ein Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person. Was Cookies sind, wurde oben bereits erläutert. Mit Setzung des Cookies wird Google eine Analyse der Benutzung unserer Internetseite ermöglicht. Durch jeden Aufruf einer der Einzelseiten dieser Internetseite, die durch den für die Verarbeitung Verantwortlichen betrieben wird und auf welcher eine Google-Analytics-Komponente integriert wurde, wird der Internetbrowser auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person automatisch durch die jeweilige Google-Analytics-Komponente veranlasst, Daten zum Zwecke der Online-Analyse an Google zu übermitteln. Im Rahmen dieses technischen Verfahrens erhält Google Kenntnis über personenbezogene Daten, wie der IP-Adresse der betroffenen Person, die Google unter anderem dazu dienen, die Herkunft der Besucher und Klicks nachzuvollziehen und in der Folge Provisionsabrechnungen zu ermöglichen.Mittels des Cookies werden personenbezogene Informationen, beispielsweise die Zugriffszeit, der Ort, von welchem ein Zugriff ausging und die Häufigkeit der Besuche unserer Internetseite durch die betroffene Person, gespeichert. Bei jedem Besuch unserer Internetseiten werden diese personenbezogenen Daten, einschließlich der IP-Adresse des von der betroffenen Person genutzten Internetanschlusses, an Google in den Vereinigten Staaten von Amerika übertragen. Diese personenbezogenen Daten werden durch Google in den Vereinigten Staaten von Amerika gespeichert. Google gibt diese über das technische Verfahren erhobenen personenbezogenen Daten unter Umständen an Dritte weiter.Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite, wie oben bereits dargestellt, jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Eine solche Einstellung des genutzten Internetbrowsers würde auch verhindern, dass Google ein Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person setzt. Zudem kann ein von Google Analytics bereits gesetzter Cookie jederzeit über den Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden.Ferner besteht für die betroffene Person die Möglichkeit, einer Erfassung der durch Google Analytics erzeugten, auf eine Nutzung dieser Internetseite bezogenen Daten sowie der Verarbeitung dieser Daten durch Google zu widersprechen und eine solche zu verhindern. Hierzu muss die betroffene Person ein Browser-Add-On unter dem Link https://tools.google.com/dlpage/gaoptout herunterladen und installieren. Dieses Browser-Add-On teilt Google Analytics über JavaScript mit, dass keine Daten und Informationen zu den Besuchen von Internetseiten an Google Analytics übermittelt werden dürfen. Die Installation des Browser-Add-Ons wird von Google als Widerspruch gewertet. Wird das informationstechnologische System der betroffenen Person zu einem späteren Zeitpunkt gelöscht, formatiert oder neu installiert, muss durch die betroffene Person eine erneute Installation des Browser-Add-Ons erfolgen, um Google Analytics zu deaktivieren. Sofern das Browser-Add-On durch die betroffene Person oder einer anderen Person, die ihrem Machtbereich zuzurechnen ist, deinstalliert oder deaktiviert wird, besteht die Möglichkeit der Neuinstallation oder der erneuten Aktivierung des Browser-Add-Ons.Weitere Informationen und die geltenden Datenschutzbestimmungen von Google können unter https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/ und unter http://www.google.com/analytics/terms/de.html abgerufen werden. Google Analytics wird unter diesem Link https://www.google.com/intl/de_de/analytics/ genauer erläutert.14. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von Google-AdWordsDer für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Google AdWords integriert. Google AdWords ist ein Dienst zur Internetwerbung, der es Werbetreibenden gestattet, sowohl Anzeigen in den Suchmaschinenergebnissen von Google als auch im Google-Werbenetzwerk zu schalten. Google AdWords ermöglicht es einem Werbetreibenden, vorab bestimmte Schlüsselwörter festzulegen, mittels derer eine Anzeige in den Suchmaschinenergebnissen von Google ausschließlich dann angezeigt wird, wenn der Nutzer mit der Suchmaschine ein schlüsselwortrelevantes Suchergebnis abruft. Im Google-Werbenetzwerk werden die Anzeigen mittels eines automatischen Algorithmus und unter Beachtung der zuvor festgelegten Schlüsselwörter auf themenrelevanten Internetseiten verteilt.Betreibergesellschaft der Dienste von Google AdWords ist die Google Inc., 1600 Amphitheatre Pkwy, Mountain View, CA 94043-1351, USA.Der Zweck von Google AdWords ist die Bewerbung unserer Internetseite durch die Einblendung von interessenrelevanter Werbung auf den Internetseiten von Drittunternehmen und in den Suchmaschinenergebnissen der Suchmaschine Google und eine Einblendung von Fremdwerbung auf unserer Internetseite.Gelangt eine betroffene Person über eine Google-Anzeige auf unsere Internetseite, wird auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person durch Google ein sogenannter Conversion-Cookie abgelegt. Was Cookies sind, wurde oben bereits erläutert. Ein Conversion-Cookie verliert nach dreißig Tagen seine Gültigkeit und dient nicht zur Identifikation der betroffenen Person. Über den Conversion-Cookie wird, sofern das Cookie noch nicht abgelaufen ist, nachvollzogen, ob bestimmte Unterseiten, beispielsweise der Warenkorb von einem Online-Shop-System, auf unserer Internetseite aufgerufen wurden. Durch den Conversion-Cookie können sowohl wir als auch Google nachvollziehen, ob eine betroffene Person, die über eine AdWords-Anzeige auf unsere Internetseite gelangt ist, einen Umsatz generierte, also einen Warenkauf vollzogen oder abgebrochen hat.Die durch die Nutzung des Conversion-Cookies erhobenen Daten und Informationen werden von Google verwendet, um Besuchsstatistiken für unsere Internetseite zu erstellen. Diese Besuchsstatistiken werden durch uns wiederum genutzt, um die Gesamtanzahl der Nutzer zu ermitteln, welche über AdWords-Anzeigen an uns vermittelt wurden, also um den Erfolg oder Misserfolg der jeweiligen AdWords-Anzeige zu ermitteln und um unsere AdWords-Anzeigen für die Zukunft zu optimieren. Weder unser Unternehmen noch andere Werbekunden von Google-AdWords erhalten Informationen von Google, mittels derer die betroffene Person identifiziert werden könnte.Mittels des Conversion-Cookies werden personenbezogene Informationen, beispielsweise die durch die betroffene Person besuchten Internetseiten, gespeichert. Bei jedem Besuch unserer Internetseiten werden demnach personenbezogene Daten, einschließlich der IP-Adresse des von der betroffenen Person genutzten Internetanschlusses, an Google in den Vereinigten Staaten von Amerika übertragen. Diese personenbezogenen Daten werden durch Google in den Vereinigten Staaten von Amerika gespeichert. Google gibt diese über das technische Verfahren erhobenen personenbezogenen Daten unter Umständen an Dritte weiter.Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite, wie oben bereits dargestellt, jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Eine solche Einstellung des genutzten Internetbrowsers würde auch verhindern, dass Google einen Conversion-Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person setzt. Zudem kann ein von Google AdWords bereits gesetzter Cookie jederzeit über den Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden.Ferner besteht für die betroffene Person die Möglichkeit, der interessenbezogenen Werbung durch Google zu widersprechen. Hierzu muss die betroffene Person von jedem der von ihr genutzten Internetbrowser aus den Link www.google.de/settings/ads aufrufen und dort die gewünschten Einstellungen vornehmen.Weitere Informationen und die geltenden Datenschutzbestimmungen von Google können unter https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/ abgerufen werden.15. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von WebtrekkDer für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Komponenten von Webtrekk integriert. Webtrekk ist eine Kombination aus Analyse- und Marketinglösung in einem System. Webtrekk ermöglicht dem Seitenbetreiber die Sammlung von Daten über die Nutzung der Internetseite sowie eine Individualisierung der Marketingaktivitäten.Betreibergesellschaft von Webtrekk ist die Webtrekk GmbH, Robert-Koch-Platz 4, 10115 Berlin, Deutschland.Durch jeden Aufruf einer der Einzelseiten dieser Internetseite, die durch den für die Verarbeitung Verantwortlichen betrieben wird, sammelt Webtrekk Daten zu Marketing- und Optimierungszwecken und speichert diese. Mittels der gewonnenen Daten werden pseudonymisierte Nutzerprofile erstellt. Die pseudonymisierten Nutzerprofile werden zum Zwecke der Analyse des Besucherverhaltens genutzt und ermöglichen eine Verbesserung unseres Internetangebots. Die über die Webtrekk-Komponente erhobenen Daten werden nicht ohne vorherige Einholung einer gesonderten und ausdrücklichen Einwilligung der betroffenen Person dazu genutzt, die betroffene Person zu identifizieren. Diese Daten werden nicht mit personenbezogenen Daten oder mit anderen Daten, die das gleiche Pseudonym enthalten, zusammengeführt.Webtrekk setzt ein Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person. Was Cookies sind, wurde oben bereits erläutert. Webtrekk wird im Auftrag des für die Verarbeitung Verantwortlichen die über unsere Internetseite gewonnenen Daten und Informationen dazu nutzen, das Nutzerverhalten von der betroffenen Person, die unsere Internetseite besucht hat, auszuwerten. Ferner wird Webtrekk die Daten nutzen, um in unserem Auftrag Reports über die Nutzeraktivitäten zu erstellen sowie weitere Dienstleistungen für unser Unternehmen zu erbringen, die im Zusammenhang mit der Nutzung unserer Internetseite stehen. Die IP-Adresse der betroffenen Person wird durch Webtrekk nicht mit anderen personenbezogenen Daten zusammengeführt.Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite, wie oben bereits dargestellt, jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Eine solche Einstellung des genutzten Internetbrowsers würde auch verhindern, dass Webtrekk ein Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person setzt. Zudem können von Webtrekk bereits gesetzte Cookies jederzeit über einen Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden.Ferner besteht für die betroffene Person die Möglichkeit, einer Erfassung der durch das Webtrekk-Cookie erzeugten, auf eine Nutzung dieser Internetseite bezogenen Daten sowie der Verarbeitung dieser Daten durch Webtrekk zu widersprechen und eine solche zu verhindern. Hierzu muss die betroffene Person einen Link auf https://www.webtrekk.com/de/legal/opt-out-webtrekk/ anklicken, welcher einen Opt-Out-Cookie setzt. Der mit dem Widerspruch gesetzte Opt-Out-Cookie wird auf dem von der betroffenen Person genutzten informationstechnologischen System abgelegt. Werden die Cookies auf dem System der betroffenen Person nach einem Widerspruch gelöscht, muss die betroffene Person den Link erneut aufrufen und einen neuen Opt-Out-Cookie setzen.Mit der Setzung des Opt-Out-Cookies besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Internetseiten des für die Verarbeitung Verantwortlichen für die betroffene Person nicht mehr vollumfänglich nutzbar sind.Die geltenden Datenschutzbestimmungen von Webtrekk können unter https://www.webtrekk.com/de/warum-webtrekk/datenschutz/ abgerufen werden.16. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von DoubleClickDer für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Komponenten von DoubleClick by Google integriert. DoubleClick ist eine Marke von Google, unter welcher vorwiegend spezielle Online-Marketing-Lösungen an Werbeagenturen und Verlage vermarktet werden.Betreibergesellschaft von DoubleClick by Google ist die Google Inc., 1600 Amphitheatre Pkwy, Mountain View, CA 94043-1351, USA.DoubleClick by Google überträgt sowohl mit jeder Impression als auch mit Klicks oder anderen Aktivitäten Daten auf den DoubleClick-Server. Jede dieser Datenübertragungen löst eine Cookie-Anfrage an den Browser der betroffenen Person aus. Akzeptiert der Browser diese Anfrage, setzt DoubleClick ein Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person. Was Cookies sind, wurde oben bereits erläutert. Zweck des Cookies ist die Optimierung und Einblendung von Werbung. Das Cookie wird unter anderem dazu verwendet, nutzerrelevante Werbung zu schalten und anzuzeigen sowie um Berichte zu Werbekampagnen zu erstellen oder diese zu verbessern. Ferner dient das Cookie dazu, Mehrfacheinblendungen derselben Werbung zu vermeiden.DoubleClick verwendet eine Cookie-ID, die zur Abwicklung des technischen Verfahrens erforderlich ist. Die Cookie-ID wird beispielsweise benötigt, um eine Werbeanzeige in einem Browser anzuzeigen. DoubleClick kann über die Cookie-ID zudem erfassen, welche Werbeanzeigen bereits in einem Browser eingeblendet wurden, um Doppelschaltungen zu vermeiden. Ferner ist es DoubleClick durch die Cookie-ID möglich, Conversions zu erfassen. Conversions werden beispielsweise dann erfasst, wenn einem Nutzer zuvor eine DoubleClick-Werbeanzeige eingeblendet wurde und dieser in der Folge mit dem gleichen Internetbrowser einen Kauf auf der Internetseite des Werbetreibenden vollzieht.Ein Cookie von DoubleClick enthält keine personenbezogenen Daten. Ein DoubleClick-Cookie kann aber zusätzliche Kampagnen-Kennungen enthalten. Eine Kampagnen-Kennung dient einer Identifizierung der Kampagnen, mit denen der Nutzer bereits in Kontakt war.Durch jeden Aufruf einer der Einzelseiten dieser Internetseite, die durch den für die Verarbeitung Verantwortlichen betrieben wird und auf welcher eine DoubleClick-Komponente integriert wurde, wird der Internetbrowser auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person automatisch durch die jeweilige DoubleClick-Komponente veranlasst, Daten zum Zwecke der Online-Werbung und der Abrechnung von Provisionen an Google zu übermitteln. Im Rahmen dieses technischen Verfahrens erhält Google Kenntnis über Daten, die Google auch dazu dienen, Provisionsabrechnungen zu erstellen. Google kann unter anderem nachvollziehen, dass die betroffene Person bestimmte Links auf unserer Internetseite angeklickt hat.Die betroffene Person kann die Setzung von Cookies durch unsere Internetseite, wie oben bereits dargestellt, jederzeit mittels einer entsprechenden Einstellung des genutzten Internetbrowsers verhindern und damit der Setzung von Cookies dauerhaft widersprechen. Eine solche Einstellung des genutzten Internetbrowsers würde auch verhindern, dass Google ein Cookie auf dem informationstechnologischen System der betroffenen Person setzt. Zudem können von Google bereits gesetzte Cookies jederzeit über einen Internetbrowser oder andere Softwareprogramme gelöscht werden.Weitere Informationen und die geltenden Datenschutzbestimmungen von DoubleClick by Google können unter https://www.google.com/intl/de/policies/ abgerufen werden.17. Datenschutzbestimmungen zu Einsatz und Verwendung von emetriqDer für die Verarbeitung Verantwortliche hat auf dieser Internetseite Komponenten von emetriq integriert. Betreibergesellschaft ist die emetriq GmbH, Vorsetzen 35, 20459 Hamburg, Deutschland. Weitere Informationen und die geltenden Datenschutzbestimmungen von Emetriq können unter https://www.emetriq.com/datenschutz/ abgerufen werden. 18. Rechtsgrundlage der VerarbeitungArt. 6 I lit. a DS-GVO dient unserem Unternehmen als Rechtsgrundlage für Verarbeitungsvorgänge, bei denen wir eine Einwilligung für einen bestimmten Verarbeitungszweck einholen. Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten zur Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, erforderlich, wie dies beispielsweise bei Verarbeitungsvorgängen der Fall ist, die für eine Lieferung von Waren oder die Erbringung einer sonstigen Leistung oder Gegenleistung notwendig sind, so beruht die Verarbeitung auf Art. 6 I lit. b DS-GVO. Gleiches gilt für solche Verarbeitungsvorgänge die zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich sind, etwa in Fällen von Anfragen zur unseren Produkten oder Leistungen. Unterliegt unser Unternehmen einer rechtlichen Verpflichtung durch welche eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten erforderlich wird, wie beispielsweise zur Erfüllung steuerlicher Pflichten, so basiert die Verarbeitung auf Art. 6 I lit. c DS-GVO. In seltenen Fällen könnte die Verarbeitung von personenbezogenen Daten erforderlich werden, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn ein Besucher in unserem Betrieb verletzt werden würde und daraufhin sein Name, sein Alter, seine Krankenkassendaten oder sonstige lebenswichtige Informationen an einen Arzt, ein Krankenhaus oder sonstige Dritte weitergegeben werden müssten. Dann würde die Verarbeitung auf Art. 6 I lit. d DS-GVO beruhen.Letztlich könnten Verarbeitungsvorgänge auf Art. 6 I lit. f DS-GVO beruhen. Auf dieser Rechtsgrundlage basieren Verarbeitungsvorgänge, die von keiner der vorgenannten Rechtsgrundlagen erfasst werden, wenn die Verarbeitung zur Wahrung eines berechtigten Interesses unseres Unternehmens oder eines Dritten erforderlich ist, sofern die Interessen, Grundrechte und Grundfreiheiten des Betroffenen nicht überwiegen. Solche Verarbeitungsvorgänge sind uns insbesondere deshalb gestattet, weil sie durch den Europäischen Gesetzgeber besonders erwähnt wurden. Er vertrat insoweit die Auffassung, dass ein berechtigtes Interesse anzunehmen sein könnte, wenn die betroffene Person ein Kunde des Verantwortlichen ist (Erwägungsgrund 47 Satz 2 DS-GVO).19. Berechtigte Interessen an der Verarbeitung, die von dem Verantwortlichen oder einem Dritten verfolgt werdenBasiert die Verarbeitung personenbezogener Daten auf Artikel 6 I lit. f DS-GVO ist unser berechtigtes Interesse die Durchführung unserer Geschäftstätigkeit zugunsten des Wohlergehens all unserer Mitarbeiter und unserer Anteilseigner.20. Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werdenDas Kriterium für die Dauer der Speicherung von personenbezogenen Daten ist die jeweilige gesetzliche Aufbewahrungsfrist. Nach Ablauf der Frist werden die entsprechenden Daten routinemäßig gelöscht, sofern sie nicht mehr zur Vertragserfüllung oder Vertragsanbahnung erforderlich sind.21. Gesetzliche oder vertragliche Vorschriften zur Bereitstellung der personenbezogenen Daten; Erforderlichkeit für den Vertragsabschluss; Verpflichtung der betroffenen Person, die personenbezogenen Daten bereitzustellen; mögliche Folgen der NichtbereitstellungWir klären Sie darüber auf, dass die Bereitstellung personenbezogener Daten zum Teil gesetzlich vorgeschrieben ist (z.B. Steuervorschriften) oder sich auch aus vertraglichen Regelungen (z.B. Angaben zum Vertragspartner) ergeben kann.Mitunter kann es zu einem Vertragsschluss erforderlich sein, dass eine betroffene Person uns personenbezogene Daten zur Verfügung stellt, die in der Folge durch uns verarbeitet werden müssen. Die betroffene Person ist beispielsweise verpflichtet uns personenbezogene Daten bereitzustellen, wenn unser Unternehmen mit ihr einen Vertrag abschließt. Eine Nichtbereitstellung der personenbezogenen Daten hätte zur Folge, dass der Vertrag mit dem Betroffenen nicht geschlossen werden könnte.Vor einer Bereitstellung personenbezogener Daten durch den Betroffenen muss sich der Betroffene an einen unserer Mitarbeiter wenden. Unser Mitarbeiter klärt den Betroffenen einzelfallbezogen darüber auf, ob die Bereitstellung der personenbezogenen Daten gesetzlich oder vertraglich vorgeschrieben oder für den Vertragsabschluss erforderlich ist, ob eine Verpflichtung besteht, die personenbezogenen Daten bereitzustellen, und welche Folgen die Nichtbereitstellung der personenbezogenen Daten hätte.22. Bestehen einer automatisierten EntscheidungsfindungAls verantwortungsbewusstes Unternehmen verzichten wir auf eine automatische Entscheidungsfindung oder ein Profiling.
 
 
 

Der Bezahl-Knigge

Der Bezahl-Knigge
Das passende Zahlungsmittel Je offizieller oder eleganter Ihre Einladung, desto diskreter Ihr Bezahlen. Sind Sie Gastgeber einer größeren Runde, bezahlen Sie am besten per Kreditkarte. So müssen Sie nicht vor Ihren Gästen mit den Geldscheinen hantieren. Bei Geschäftsessen bietet es sich an, sich die Rechnung ins Unternehmen schicken zu lassen. Alternativ können Sie die Rechnung mit Ihrer Kreditkarte begleichen. Am besten informieren Sie sich zuvor über die Modalitäten in Ihrem Wunschrestaurant, so kommt es später nicht zu unangenehmen Überraschungen. Benötigen Sie für Ihre Spesenabrechnung ein quittiertes Trinkgeld, nennen Sie der Restaurantfachkraft den entsprechenden Betrag und lassen Sie ihn mit auf Ihre Rechnung setzen. Geschlechterkampf passé Früher galt es als unschicklich, wenn eine Dame einen Herrn einladen wollte. Zudem spielte oft das männliche Ego auch nicht mit – nicht selten bezahlte nach langem Hin und Her dann doch er. Das ist passé! Tipp: Am besten laden Sie Ihren Gast offiziell ein (das gilt natürlich jeweils für beide Geschlechter), so sind die Fronten geklärt. Zudem können Sie als Gastgeberin vor dem Essen dem Servicepersonal Bescheid geben, dass Sie die Rechnung übernehmen werden – leidige Diskussionen können so erst gar nicht aufkommen. Rechnung getrennt oder zusammen? In Deutschland ist es mittlerweile weitverbreitet, dass man Ihnen als Gast die Frage stellt: „Zusammen oder getrennt?“ Wenn Sie also nicht schon im Vornherein die Frage des Bezahlens geklärt haben, kann es spätestens jetzt zu unangenehmen Situationen kommen: Sie sagen „getrennt“, Ihre Begleitung sagt „zusammen“. Um dieses Fettnäpfchen zu umgehen, klären Sie besser direkt im Vorfeld ab, wer dieses mal „dran“ ist. Bezahlen am Tisch? Heute ist es kein Muss mehr, zum Bezahlen den Tisch zu verlassen. Die Kreditkarte können Sie beispielsweise unter Wahrung der nötigen Diskretion einfach zur Rechnung legen. Wenn Sie allerdings Ihre Rechnung bar begleichen wollen, sollten Sie hierfür lieber kurzfristig Ihre Gäste verlassen. Diskretion ist hierbei eben die höchste aller Tugenden! Wer einlädt, zahlt die Zeche Grundsätzlich gilt: Wer einlädt bezahlt auch! Egal ob Mann oder Frau – wenn Sie sich als Gastgeber avisiert haben, müssen Sie später auch die Rechnung begleichen. Also überlegen Sie gut, bevor Sie in großer Runde verkünden, dass „heute alles auf Sie“ geht. Ein Zurück ist nicht möglich; peinlich besonders dann, wenn das Portemonnaie leer ist – dann sollte man wenigstens eine Karte vorweisen können. Wie viel Trinkgeld ist angemessen? In Deutschland gilt: Man sollte, muss aber kein Trinkgeld geben. Denn die Bediengelder sind im Preis mit einkalkuliert. Einigkeit besteht aber darüber, dass es für gute Leistung auch ein gutes Trinkgeld geben sollte. Am besten orientieren Sie sich an der Fünf- bis Zehn-Prozent-Regel; jeweils bezogen auf die Rechnungshöhe. In guten Hotels halten Sie für den Zimmerservice zwei bis fünf Euro pro Lieferung bereit und bei An- und Abreise zwei Euro Trinkgeld pro Gepäckstück. Organisiert Ihnen der Hotel-Concierge jedoch Karten für die ausverkaufte Theatervorstellung, sollte Ihnen dies schon mal zehn Euro extra wert sein. 50 Cent sind für die Garderobiere pro Kleidungsstück angebracht; bei Taxifahrten sind im Allgemeinen rund zehn Prozent der Summe in Deutschland üblich. Aber natürlich spricht nichts dagegen, grundsätzlich mehr zu geben, wenn Sie besonders zufrieden waren. Wenn jedoch nicht, oder Sie gar verärgert über den schlechten Service sind, sollten Sie auch hier konsequent sein und nichts geben. Übrigens: Die Ausrede „kein Bargeld“ gilt beim Trinkgeld geben nicht mehr. Auch bei einer Zahlung mit der Kreditkarte kann man heute fast überall Trinkgeld geben – einfach den gewünschten Betrag in das dafür vorgesehene Feld des Kartenbelegs vor dem Unterschreiben einfügen. Bezahlen von Kleinbeträgen Sicherlich, gerade dann, wenn es ums diskrete Bezahlen geht, ist die Kredit- oder EC-Karte gefragt. Mitunter muss man sich allerdings schon fragen, ob die Frau vor Ihnen an der Supermarktkasse ihre Tüte Milch nicht doch auch in bar hätte bezahlen können. Doch generell gilt: Auch das Bezahlen von Kleinbeträgen mit Karte ist mittlerweile kein Problem mehr, da es einfach geht und keine Gebühren anfallen.
 
 

Der Flugzeug-Knigge

Der Flugzeug-Knigge
Das 1x1 der guten Manieren zu Luft * Begrüßen Sie Ihre Sitznachbarn. * Beanspruchen Sie nicht automatisch beide Armlehnen, arrangieren Sie sich lieber höflich mit Ihren Mitfliegern. * Sprechen Sie im Allgemeinen nicht zu laut. Und schon gar nicht über andere Menschen - wer weiß, wer hinter Ihnen Platz genommen hat? * Ziehen Sie sich beim Aufstehen nicht am Vordersitz hoch, Sie beeinträchtigen dadurch empfindlich den Komfort Ihres Vordermannes. Zudem wird Ihre Vorderfrau nicht sehr erfreut sein, wenn Sie ihr dabei an den Haaren ziehen. * Reisen Sie mit Kindern, sollten Sie diese gut während des Fluges beschäftigen. Spiele, Hörbücher oder Malutensilien können dabei äußerst praktische Helfer sein. Damit sich die lieben Kleinen nicht zu schnell langweilen. Andernfalls könnten dies sonst auch Ihre Mitreisenden büßen müssen. Klatschen bei der Landung Etwas komplizierter wird es bei der Frage des Beklatschens gelungener Landungen. Hier spalten sich die Geister. Sicherlich, als Vielflieger käme man nicht auf den Gedanken morgens und abends wieder bei Rückkehr am Heimatflughafen die sanfte Landung mit Applaus zu quittieren. Schließlich ist für jene Reisende das Flugzeug ein Verkehrsmittel wie jedes andere; Routine eben. Anders gestaltet sich dies bei Ferienreisenden. Zur Urlaubsstimmung gesellt sich wohl auch jene Bewunderung, die den Piloten und deren Leistung gebührt. So wie Menschen andere bewundern - Artisten, Schauspieler, Chirurgen - die etwas können, was man selber nicht vermag. Bei außereuropäischen Zeitgenossen, die nicht selten bei Landungen begeistert applaudieren und oder sich bekreuzigen, handelt es sich zudem oftmals um eine kulturelle Usance. Sie bekunden somit ihre Freude darüber, dass ihnen das Schicksal milde gestimmt war. Mitleidiges Naserümpfen wäre somit in jedem Fall kein Ausdruck von Manieren, sondern vielmehr von ignorantem Dünkel. Mehr über die perfekte Sprache auf Flugreisen erfahren Sie von Delta Airlines. Diese Fluggesellschaft hat 25 Animationsclips zum Thema "Planeguage" kreiert. Sie finden Sie bei YouTube unter dem Stichwort "Planeguage" oder können Sie an Bord eines Delta Airlines-Fluges betrachten.
 
 

Der Gesundheits-Knigge

Der Gesundheits-Knigge
Es kribbelt in der Nase, bald ist es soweit. Da kommt er gleich, der Rießennieser und Sie sitzen inmitten in einer Gesellschaft, was nun? Zu aller erst sollten Sie wissen, dass das Niesen ein Schutzreflex unseres Organismus ist. Denn so bekommt er Fremdkörper aus unserem Riechorgan hinaus geschleudert. Dabei entstehen in der Nase Geschwindigkeiten in Orkanstärke, mit bis zu 150km/h. Sie sollten deshalb aus medizinischen Gründen das Niesen nicht komplett unterdrücken. Was aber nun tun? Wenn es in der Nase kribbelt Wenn Sie von starkem Niesreiz drangsaliert werden, sorgen Sie dafür, dass Sie in ein Taschentuch hineinniesen. Wenn Sie keines parat haben, niesen Sie in die linke Hand. Das ist für den nächsten Gesprächspartner angenehmer, dem Sie zum Gruße Ihre rechte Hand reichen werden. Auf jeden Fall sollten Sie sich von Ihrem direkten Gesprächspartner aber abwenden. Auch bei Hustenattacken verfahren Sie identisch. Linke Hand benutzen, vor den Mund halten, sich abwenden. So vermeiden Sie auch in diesem Fall zur Virenschleuder zu degenerieren. "Hatschi" ist "out" Wenn es nun Ihren Nachbarn erwischt hat und dieser in regelmäßigen Abständen niesen muss, sollten Sie dieses Ereignis elegant übergehen. „Gesundheit“, „Hatschi“, oder andere Genesungswünsche sind nicht angebracht. Denn mit dem Wunsch „Gesundheit“ wird nur zusätzlich die Aufmerksamkeit auf sein Niesen gelenkt und das könnte ihm darüber hinaus peinlich sein. Läuft aber die eigene Nase vermeiden Sie auf jeden Fall lautes Trompeten. Das ist nicht nur unschick sondern auch ungesund. Tupfen Sie vielmehr lieber das Näschen, so belästigen Sie nicht phonstark Ihre Umwelt und schonen gleichzeitig die Nebenhöhlen. Denn diese stehen sonst, wie bei den Schnäuzern, nämlich in Gefahr zu verschleimen, da durch starkes Naseputzen das Sekret druckvoll dort hin befördert wird. Benutzen Sie am besten Papiertaschentücher, die Sie nach Gebrauch wegstecken. Bei Gelegenheit versenken Sie diese dann in einem geschlossenen Papierkorb. Prophylaxe zahlt sich aus Am besten werden Sie natürlich erst gar nicht krank. Dafür können Sie durchaus einiges vorbeugend selber tun. Trinken Sie viel, das bewahrt die Nasenschleimhäute vor dem Austrocknen und schwemmt Keime aus dem Körper. Da diese über Kontaktübertragung von Einem zum Anderen wechseln, waschen Sie sich die Hände, wenn Sie es mit einem infizierten Menschen zu tun gehabt haben. Und vermeiden Sie trockene, überhitzte Räume – frische Raumluft befeuchtet das Klima und lässt Ihre Nase aufatmen. Und wenn das alles doch nichts gebracht haben sollte, dann wissen Sie ja jetzt, wie Sie am elegantesten durch die Zeit kommen.
 
 
 
 
 
 

Der Knigge-Test

Der Knigge-Test
 
 

Der Pelz-Knigge

Der Pelz-Knigge
"Der politisch korrekte Pelz" Knigge.de sagt hier eindeutig ja! Felle von Nutztieren, die artgerecht gehalten werden, wie Kaninchen, Hase, Lamm, gehören hier ebenso dazu, wie die Pelze von Tieren, die, wie bereits erwähnt, saisonal zum Abschuss freigegeben sind. Heikler wird es mit Nerz. Wenn es unbedingt ein Nerz sein muss, dann aus Skandinavien. Fragen Sie stets nach, von wo der Pelz kommt und wie vor Ort die Zuchtbedingungen im Betrieb sind. Im Zweifelsfall: Bitte Finger davon lassen! Von Pelzen aus der Ex-Sowjetunion sollten Sie unbedingt Abstand nehmen. Es ist allgemein bekannt, dass dort die Zuchtbedingungen meist katastrophal sind. Für Chinchilla gelten die gleichen Bedenken. "Pelz-Tabus" Gibt es Pelze, die nicht getragen werden sollten? Knigge.de sagt hier eindeutig: Ja! Nämlich Felle von allen Tieren, die unter Artenschutz stehen. Diese sind absolut tabu, wie zum Beispiel: Leopard, Gepard, Ozelot oder Robbe. Alternativen Kunstpelze, die seit einiger Zeit verstärkt von den Modemachern propagiert werden, sind eine gute Alternative zum Naturpelz. Bei diesen Imitaten handelt es sich um einen Modeartikel, den Sie freudvoll ein, zwei Winter tragen können. Zum Schluss noch einen Tipp: Den Unterschied zwischen Web- und Naturpelz kann mit bloßem Auge oft nur der Experte erkennen. Sollten Sie sich für einen Pelz interessieren, der mit gutem Gewissen gekauft werden kann, dann empfehlen wir Ihnen den Feuerzeugtrick. Reißen Sie hierbei einige, wenige Härchen aus und zünden Sie diese an. Webpelz riecht dabei nach Kunststoff, echter nach Horn. Prinzipiell gilt immer: Fragen Sie nach. Insistieren Sie so lange, bis Sie zufriedenstellende Antworten erhalten. Schärfen Sie das Bewusstsein!
 

Der Restaurantbesuch

Der Restaurantbesuch
Beim Betreten des Restaurants geht in Deutschland der Mann voran. Als Begründung wird oft angegeben, dass in früheren Zeiten beim Betreten eines Gasthofes Vorsicht angebracht war und es dem Mann oblag, zunächst die Sicherheitslage zu inspizieren – was ein bezeichnendes Licht auf die ehemaligen Zustände in Deutschlands Gasthöfen wirft. Andere Länder, andere Sitten: In Italien betritt die Frau zuerst das Lokal, weil man zuerst ihr die Aufmerksamkeit der Anwesenden zukommen lassen möchte. Eine wesentlich charmantere Begründung. Auf dem Wege zum Tisch lässt der Herr der Frau den Vortritt, weil dann keine Risiken mehr zu befürchten sind. Der Mann hilft zuerst seiner Begleiterin in den Mantel, weil er stets zunächst um deren Wohl bemüht sein sollte. Keinesfalls darf der Herr dies dem Kellner überlassen. Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikation & Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 

Der Schmuck-Knigge

Der Schmuck-Knigge
Auch heute stehen die optischen Hingucker wie Brilliant-Ring, Perlenohrringe oder Goldkette hoch im Kurs. Doch nicht immer beachten dabei Trägerinnen und Träger einige grundsätzliche Regeln. Darum sollten Sie sich, bevor Sie Schmuck anlegen, stets folgende Fragen beantworten: Was passt zu meinem Alter? Welcher Schmuck passt zu meinem Typ? Zu welcher Gelegenheit trage ich den Schmuck? Was harmoniert mit meiner Kleidung? Erst danach sollte es an die detaillierte Auswahl gehen. Schmuckträgerinnen Kette oder Brosche, Ohrringe, Armbanduhr sowie maximal drei Ringe an zwei Händen; mit dieser Ausstattung sind Sie auf der richtigen Seite. Im Zweifelsfall halten Sie sich grundsätzlich an diese Faustregel: Tragen Sie lieber ein hochwertiges, echtes Stück als mehrere minderwertige (Modeschmuck-)Teile und bedenken Sie: Weniger ist bei Schmuck mehr! Schmuck im Sommer Insbesondere bei heißen Temperaturen empfiehlt es sich Schmuck nur äußerst sparsam einzusetzen. Zumal schwere Accessoires, z.B. große Ketten, wie eine zusätzliche Wärmequelle auf der Haut liegen. Darum gilt hier für alle Damen gerade zur heißen Jahreszeit: Weniger ist mehr! Schmückendes für den Herrn Mann muss nicht ganz auf schmückendes Beiwerk verzichten. Allerdings trägt der Herr in unseren Breitengraden eindeutig weniger Schmuck zur Schau, als die Dame. Armbanduhr, Manschettenknöpfe und bis zu 2 Ringe sind hierbei allgemein üblich. Neben Ehering sind insbesondere unterschiedliche Varianten des Siegelrings vertreten. Siegelringe Beim Siegelring gilt grundsätzlich, dass er die Grenzen des „guten Geschmacks“ wahren sollte – insbesondere im Hinblick auf Größe und Ausstattung. Ansonsten kann heutzutage jeder Mann einen Siegelring tragen, während er in der Vergangenheit überwiegend von Angehörigen des Adels getragen wurde. Diese konnten sich dadurch als Standespersonen zu erkennen geben. Beim Tragen des Siegelrings am Finger sollte darauf geachtet werden, dass das Motiv für den Betrachter erkennbar ist. So erfährt der Siegelring stilecht seinen Einsatz.
 

Der Smoking

Der Smoking
Der Smoking ist die weniger festliche, aber immer noch förmliche Variante des Fracks. Ursprünglich tauschte man nach dem Essen, wenn die Herren sich zum Rauchen zurückzogen, die Frackjacke gegen eine bequemere Jacke ohne „Schwalbenschwänze“; allmählich entstand daraus ein eigenständiger Anzug. Dementsprechend ist der Smoking ebenfalls schwarz und wird nicht vor 18:00h getragen, jedoch sind Fliege und Weste (oder der so genannte „Kummerbund“) schwarz. Auf der Einladung wird der Smoking als "cravate noire", "black tie" oder "Gesellschaftsanzug" bezeichnet. In Frankreich nennt man ihn "tenue de soirée", in den USA "Tuxedo" und in England "Dinner Jackett". Das, was wir in Deutschland "Dinner Jackett" nennen, wird in Großbritannien als "White Dinner Jackett" bezeichnet. Das trägt man bei edlen Gartenpartys und auf der Kreuzfahrt. Damen können ein langes Kleid oder ein kurzes, aber elegantes „Cocktail-Kleid“ tragen. © Wilvorst
 
 

Der Trinkgeld-Knigge

Der Trinkgeld-Knigge
In welchem Rahmen sich dieser Betrag allerdings bewegt, ist in der Verordnung freilich nicht geregelt. Solch ein Mittel hat sich vielmehr im Laufe der Zeit und im gesellschaftlichen Konsens gefestigt. So gilt in Deutschland als Faustregel zum Trinkgeld: Man sollte, muss aber nicht. Denn bei uns sind die Bediengelder im Preis mit einkalkuliert. Einigkeit besteht aber darüber, dass es für gute Leistung auch ein gutes Trinkgeld geben sollte. Wie viel genau lässt sich pauschal schwer sagen, da dies von unterschiedlichen Faktoren abhängt, wie zum Beispiel dem jeweiligen Umfeld. Oder besonderen Ereignissen wie Weihnachten und Jahreswechsel. Im Restaurant und Café Gut beraten sind Sie alle Mal, wenn Sie sich bei der Höhe des Trinkgeldes in Deutschland an der 5- bis 10 Prozent-Regel orientieren; jeweils bezogen auf die Rechnungshöhe. Bei hohen Summen von mehreren hundert Euro läge das Trinkgeld dann so etwa bei fünf Prozent. Aber natürlich spricht auch nichts dagegen grundsätzlich mehr zu geben, wenn Sie besonders zufrieden waren. Ein Lob beim Verlassen des Restaurants erhöht freilich den Wert einer solchen Anerkennung zusätzlich. Wenn Sie hingegen mit dem Essen oder dem Service nicht zufrieden waren, können und sollten Sie, ganz ohne Gefahr zu laufen einen Fauxpas zu begehen, auf ein Trinkgeld verzichten. Am besten bringen Sie zusätzlich Ihre Kritikpunkte sachlich und konstruktiv vor. Sie sind dem Restaurant gegenüber aber natürlich keine Rechenschaft schuldig. Begleichen Sie Ihre Rechnung nicht in bar, sondern mit Karte, sollten Sie das Trinkgeld dem Servicemitarbeiter separat zukommen lassen. In Hotels der gehobenen Klasse In guten Häusern kann man sich an Folgendem orientieren: Für den Zimmerservice halten Sie 2 bis 5 Euro pro Lieferung bereit. Bei der An- und Abreise sind 2 Euro Trinkgeld pro Gepäckstück üblich. Und organisiert Ihnen der Hotel-Concierge Karten für die ausverkaufte Opernaufführung, sollte dies Ihnen schon 10 Euro extra wert sein. An der Garderobe Hier ist abermals Ihr Empfinden gefragt. Werden Sie zuvorkommend und mit einem Lächeln bedient, so freut sich die Garderobiere über eine kleine Aufmerksamkeit. 50 Cent sind hier sicherlich angebracht. Je nach Veranstaltungsort und bei mehreren Kleidungsstücken können es dann durchaus auch ein, zwei Euro sein. Schmeißt man Ihnen jedoch wortlos den zusammengeknüllten Mantel über den Tresen, sollten Sie von einer solchen pekuniären Anerkennung absehen. Im Taxi Bei Taxifahrten sind im Allgemeinen rund 10% der Summe üblich. Wobei hier insbesondere die jeweilige Situation berücksichtigt werden sollte. Fahren Sie mit der Taxe eine stattliche Tour oder geht es zusammen nur auf Kurzstrecke? Ist Ihnen der Fahrer beim Gepäck behilflich oder hat er trotz Ihres Hüstelns genüsslich seine Zigarette zu Ende geraucht, obwohl Sie in einem gekennzeichneten Nichtraucher-Taxi sitzen? Auch hier gilt also: Trinkgeld ist in Deutschland eine freiwillige Leistung. Man muss es nicht geben, wenn man mit der erbrachten Dienstleistung nicht zufrieden ist.
 

Der Trinkgeld-Knigge

Der Trinkgeld-Knigge
Laut § 107 Abs. 3 der Gewerbeordnung von 2005 heißt es zum Trinkgeld: "Trinkgeld ist ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtung dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt." In welchem Rahmen sich dieser Betrag allerdings bewegt, ist in der Verordnung freilich nicht geregelt. Solch ein Mittel hat sich vielmehr im Laufe der Zeit und im gesellschaftlichen Konsens gefestigt. So gilt in Deutschland als Faustregel zum Trinkgeld: Man sollte, muss aber nicht. Denn bei uns sind die Bediengelder im Preis mit einkalkuliert. Einigkeit besteht aber darüber, dass es für gute Leistung auch ein gutes Trinkgeld geben sollte. Im Restaurant, Café Bei der Höhe des Trinkgeldes in Deutschland können Sie sich an der 5- bis 10 Prozent-Regel orientieren; jeweils bezogen auf die Rechnungshöhe. Bei hohen Summen von mehreren hundert Euro läge das Trinkgeld dann so etwa bei fünf Prozent. Waren Sie unzufrieden sollten Sie auch kein Trinkgeld geben. Im Hotel In guten Häusern kann man sich an Folgendem orientieren: Für den Zimmerservice halten Sie 2 bis 5 Euro pro Lieferung bereit. Bei der An- und Abreise sind 2 Euro Trinkgeld pro Gepäckstück üblich. Und organisiert Ihnen der Hotel-Concierge Karten für die ausverkaufte Opernaufführung, sollte dies Ihnen schon 10 Euro extra wert sein. Im Taxi Bei Taxifahrten sind im Allgemeinen rund 10% der Summe üblich.
 
 

Die Einladung

Die Einladung
Je nach Größe und Wichtigkeit der Veranstaltung ist es ratsam, die Einladungen möglichst früh zu verschicken. Wichtige Gäste und Redner sind Ihnen bestimmt dankbar, wenn Sie den Termin schon einen Monat vorher in ihren Kalender schreiben können. Kurzfristige Einladungen, auch mündlich, sind leider häufig ein notwendiges Übel. So oder so, vergessen Sie das Notwendige nicht: Gastgeber, Ehrengast (falls vorhanden), Ort, Zeit, Anlaß, Art der Veranstaltung und bis wann Sie eine Antwort wünschen. Verschicken Sie eine Einladung an Eheleute oder Paare, können Sie die Anschrift wiefolgt verfassen: Konservativ: Herr u. Frau Vor- und Zunahme des Mannes. Oder Modern: Herr Vor- und Zuname des Mannes, darunter gesetzt mit oder ohne und, u., & (ein Pluszeichen ist nicht so schön) die Frau mit Ihrem Vor- und Zunamen. Teilen Sie Ihren Gästen mit, wenn Sie einen Beitrag von ihnen wünschen und wie lange er in etwa sein sollte. Wenn Sie Einladungskarten verwenden, legen Sie für Anmerkungen an Gastredner einen zusätzlichen Brief bei. Einer mündlichen Einladung folgt nicht selten eine schriftliche Erinnerung.
 

Die Höflichkeit der Könige

Die Höflichkeit der Könige
Wer 20 Minuten zu spät zum vereinbarten Termin im Restaurant aufkreuzt, wird vermutlich eine leicht genervte Verabredung vorfinden. Wer ständig bei Besprechungen zu spät erscheint, wird sicherlich Ärger mit seinem Vorgesetzten bekommen. Dabei resultiert Unpünktlichkeit häufig aus einem schlechten Zeitmanagement heraus. Denn notorische Zuspätkommer, so haben Psychologen herausgefunden, tendieren dazu, sich zu verzetteln. Sie schätzen ihre Zeit viel zu optimistisch ein, anstatt sinnvolle Prioritäten zu setzen. Die Frage nach dem: „Was ist wichtig, was kann hinten angestellt werden?“, sollte sich also jeder latente Bummelkönig regelmäßig stellen. Manchmal liegt das Scheitern aber gar nicht im eigenen Missmanagement begründet. Denn in diesen speziellen Fällen resultiert das Erscheinen zur falschen Uhrzeit oft aus einer Unkenntnis der „Geheimsprache für Pünktlichkeit“ heraus. Damit sind Kürzel gemeint, die zum Beispiel auf Einladungen zu gesellschaftlichen Ereignissen verwendet werden. Diese sind allerdings gar nicht so geheim - knigge.de stellt Ihnen die gängigsten nun vor. „s.t.“ Lesen Sie auf Ihrer Einladung zur Museumseröffnung: "Beginn des Festaktes: 19.30 Uhr s.t.", möchte der Veranstalter, dass Sie um 19.30 Uhr auf Ihrem Platz sitzen und nicht erst um diese Uhrzeit eintreffen. Denn s.t. steht für die lateinische Abkürzung von: sine tempore – also ohne Zeit – und bedeutet: Auf Pünktlichkeit wird großen Wert gelegt. „c.t.“ Anders hingegen steht die Abkürzung "c.t." – cum tempore – also mit Zeit, für die "akademische Viertelstunde". Diese findet nicht nur in unseren Universitäten Anwendung, sondern eben auch bei gesellschaftlichen Anlässen. Wenn zu einer Veranstaltung "... um 11.30 Uhr c.t." geladen wird, sollten Sie davon ausgehen, dass diese akkurat 15 Minuten später, also um 11.45 Uhr beginnt. Daher gilt auch hier: Es wird auf Pünktlichkeit Wert gelegt. "c.t." bei persönlichen Ereignissen Anders verhält sich dies bei Hochzeiten, Jubiläen oder Abschieds-Empfängen, bei denen der Gastgeber jeden Gast persönlich begrüßen will. Dies kann aufwendig werden, insbesondere, wenn der Kreis der Geladenen groß, oder sehr groß ist (100 Personen oder mehr). Hier gibt das "c.t." allen etwas mehr Spielraum als die besagte Viertelstunde. So gilt Ihr Eintreffen bis zu gut einer halben Stunde nach der geladenen Zeit noch als Pünktlichkeit. Wenn auf Ihrer Einladung also steht: "Wir bitten um 12.00 Uhr c.t. zu einem persönlichen Empfang anlässlich...", dann sind Sie um 12:30 Uhr noch pünktlich. Bei Einladungen mit Angaben wie: „… erwarten wir Sie ab 20:00 Uhr“, steht es Ihnen frei zu entscheiden, ob Sie um 20, 20.30 oder 21.45 Uhr zur Veranstaltung aufbrechen. Steht auf Ihrer Einladung hingegen: „… von 17.30 Uhr – 20:00 Uhr…“, bedeutet dies, dass Sie innerhalb des angegebenen Zeitkorridors kommen und gehen können, gerade so, wie es Ihnen beliebt. Sie sollten jedoch immer bedenken: Auch 10 Minuten vor der Zeit ist unpünktlich!
 

Die Klassiker

Die Klassiker
Baldassare Castiglione: Der Hofmann Dieses zwischen 1508 und 1516 entstandene Werk entwickelt in verschiedenen erzählerischen Dialogen die Qualitäten des idealen Hofmannes und der vollendeten Hoffrau. Zugleich kündigt sich die Herkunft bürgerlicher Tugenden an. Das Werk Castigliones, welches zu den bedeutendsten Leistungen der italienischen Literatur der Renaissance gehört, kann als Vorbild für Knigges Umgang mit Menschen gesehen werden. Wagenbach-Verlag (August 2004), broschiert € 9,90 Jetzt bei Amazon bestellen Philip Dormer Stanhope, Earl of Chesterfield: Briefe an seinen Sohn Philip Stanhope Die Ende des 18. Jahrhunderts veröffentlichte Sammlung der erzieherischen Briefe an seinen unehelichen Sohn Philip Stanhope sollte diesen zu einem vollendeten Aristokraten formen. Chesterfields Ratschläge spiegeln das Selbstbewusstsein des englischen Adels im 18. Jahrhundert wieder. Jetzt bei Amazon bestellen „Die Kunst zu gefallen“, Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung (November 1992), gebundene Ausgabe € 12,50
 
 

Die Nachfolger

Die Nachfolger
Asfa-Wossen Asserate: Manieren Vermutlich des Intelligenteste, was seit 200 Jahren über dieses Thema geschrieben wurde. Der äthiopische Prinz unternimmt eine vergnügliche und geistreiche Reise durch die deutschen Umgangsformen dtv-Verlag (Oktober 2005), Taschenbuch € 10,00 Eichborn-Verlag (Oktober 2003), gebundene Ausgabe € 22,90 Jetzt bei Amazon bestellen Moritz Freiherr Knigge: Spielregeln – Wie wir miteinander umgehen sollten Moderne Adaption der Einsichten von Adolph Freiherr Knigge durch einen Nachfahren. Lübbe-Verlag (September 2004), gebundene Ausgabe € 19,90 Jetzt bei Amazon bestellen Claudia Cornelsen, Alexander Freiherr Knigge: Expedition Knigge oder das Geheimnis eines alten Buches Knigge zum Einstieg für junge Leser von etwa 10 bis 15 Jahren. Erzählt wird die Geschichte des außerirdischen Jungen Philo, der sein gesamtes Wissen über die Menschen aus dem Buch „Über den Umgang mit Menschen“ hat. Campus Verlag, 2005, € 19,90 (Auch als Hörbuch erschienen) Jetzt bei Amazon bestellen Sabine Schwind von Egelstein: Das Geheimnis der KLASSE Männer Basierend auf ihrer langjährigen Erfahrung als führende Imagedesignerin bietet Sabine Schwind von Egelstein einen Leitfaden, was einen Klasse Mann ausmacht. Sky du Mont, Deutschlands Klasse Mann Nummer 1, hat dazu das Vorwort geschrieben. Gebundene Ausgabe, Hardcover mit Silber-Prägedruck, 160 Seiten, 77 Farbfotos, (ISBN 978-3-00-025731-5) 24, 90 Euro, erschienen bei SVE Media. Jetzt bei Amazon bestellen
 
 

Die Serviette

Die Serviette
Die Serviette ist traditionell ein Kulturgegenstand und nur bedingt ein nützlicher Schutz gegen Flecken auf Ihren Kleidern. Weil jedoch ihre Benutzung einen hohen symbolischen Wert hat, ist der Griff zur Serviette entsprechend von großer Bedeutung. Generell wird die Serviette zum Essen einmal gefaltet auf den Schoss gelegt. Von ihrer Benutzung gleich einem Kinderlätzchen sollte unbedingt Abstand nehmen! Verlassen Sie kurzfristig den Tisch, dann legen Sie die Serviette gefaltet links neben Ihren Teller - nicht jedoch auf Ihren Stuhl. Vor dem Trinken tupft man sich mit der Serviette die Lippen ab - so lassen sich unschöne Fettränder am Glas vermeiden; der ästhetischen Anblick ist gerettet. Nach dem Essen Nach dem Essen, das in der Regel mit dem Servieren des Kaffees eingeläutet wird, legen Sie die Serviette ebenfalls links neben sich auf den Tisch. Beachten Sie dabei, dass der Stoff so gefaltet sein sollte, dass die Serviette mit der Öffnung zu Ihnen zeigt bzw. der Knick zu Ihrem Tischnachbarn links von Ihnen. Zu beachten: Die Regeln für Stoffservietten gelten auch für Papierservietten! Also knüllen Sie diese nach dem Essen nicht zusammen und werfen sie auch nicht als Papierkugel auf Ihren Teller. Was als Gastgeber zu beachten ist Leicht gestärkte Servietten werden auf den Teller bzw. wenn dort schon der erste Gang bereitsteht, links neben die linke Besteckreihe oder auf den Brotteller gelegt. Man kann sie etwas hübsch falten, sollte aber auf allzu gewagte Kreationen verzichten. Der Verdacht, dass die Serviette bei gar zu vielen Rüschen und Falten nicht ganz sauber geblieben sein kann, muss auf jeden Fall vermieden werden.
 

Die Tischmanieren

Die Tischmanieren
Die korrekte Einhaltung der Tischmanieren gelingt am besten dann, wenn man dabei berücksichtigt, dass gute Tischmanieren nicht ein Mittel der Selbstdarstellung sind, sondern den gemeinsamen Verzehr von Speisen für alle Beteiligten zu einem Vergnügen machen sollen, das nicht durch störende Geräusche oder unschöne Anblicke beeinträchtigt werden darf. Sitten und Gebräuche Daher ist im westlichen Kulturkreis das Schmatzen und Rülpsen (anders als z.B. in China) verpönt - ebenso das Schlürfen. Dass mit vollem Mund nicht gesprochen wird, ist bekannt. Es empfiehlt sich daher, keine allzu großen Portionen in den Mund zu stopfen, um auf eine Frage ohne Verzögerung antworten zu können. Die Körperhaltung sollte aufrecht und gerade sein, und die Speisen zum Mund und nicht der Mund zu Teller geführt werden. Beide Hände (anders als in angelsächsischen und skandinavischen Ländern, wo die Linke auf dem Schoss liegt) gehören auf den Tisch - bis zum Handgelenk, nicht etwa bis zum Ellenbogen und zwar auch dann nicht, wenn zwischen den Gängen eine Pause eintritt. Unverzichtbar ist es - auch im familiären Alltagsleben - dass man sich nur mit gewaschenen Händen, gekämmten Haaren und sauberer Bekleidung zu Tisch setzt. Der Umgang mit Besteck Das Besteck wird nicht umkrallt wie ein schweres Werkzeug, sondern am unteren Ende des Griffes umfasst. Geräusche, die bei der Berührung von Metall mit Porzellan entstehen könnten, sollten vermieden werden. Benutzt man das Besteck nicht, wird es auf dem Teller gekreuzt, wobei der Gabelrücken nach oben zeigt, was signalisiert, dass man mit dem Essen noch nicht fertig ist. Die Beendigung wird dadurch angezeigt, dass man das Besteck parallel legt; der Gabelrücken weist nun nach unten und das Messer wird mit der Schneide zu Gabel diagonal auf dem Teller ablegt. Einmal in Gebrauch genommen, darf das Besteck das Tischtuch nicht mehr berühren. Wichtig ist, dass das Besteck nur zur Portionierung der Speise und zu keinem anderen Zweck benutzt werden darf; also nicht etwa, um einem Konversationsbeitrag mehr Nachdruck zu verleihen. Was man mit den Händen isst Mit den Händen werden nur noch sehr wenige Speisen gegessen, auf die unter Schwierige Speisen eingegangen wird. Hühnerbeine gehören nicht dazu. Im Zweifel wird man sich auf dem Tisch umsehen, ob dort Fingerschalen mit warmen Wasser und einem Stück Zitrone befinden, was darauf hinweist, dass ein „Fingergericht“ angeboten wird. Wie die Serviette Verwendung findet Die Serviette ist ein Mundtuch, kein Taschentuch, kein Brillentuch, kein Wischtuch o.ä., wird also nur benutzt, um die Lippen abzutupfen, bevor man zum Weinglas greift, um an dessen Rand keine Fett- oder Essensreste zu hinterlassen. Sie wird auf den Schoss gelegt, sobald man Platz genommen hat, nicht etwa in den Hemdkragen oder die Knopfleiste des Hemdes gesteckt, weil dies den Verdacht zulässt, der Betreffende sei nicht in der Lage die Speise ohne Malheur vom Teller in den Mund zu befördern. Nach Beendigung des Essens wird die Serviette (auch wenn es sich um eine Papierserviette handelt) nicht zerknüllt auf den letzten Teller geworfen sondern lose links neben dem Teller abgelegt. Sie sollte dabei eine möglichst sauber gebliebene Seite aufweisen, jedoch nicht zu sorgfältig gefaltet werden, um dem Verdacht zu entgehen man unterstelle, dass sie am nächsten Tag weiter benutzt werde. Gläser richtig eingesetzt Die Weingläser werden am Stiel angefasst, um den Inhalt nicht unnötig zu erwärmen und weil, wenn man auf die Sitte des Anstoßens nicht verzichten will, sich so ein angenehmer Klang ergibt. In weltläufigen Kreisen wird heute vielfach aber auf die Sitte des Anstoßens, des Zuprostens und Ähnlichem verzichtet. Vielmehr beginnt jeder nach Belieben mit dem Trinken, wobei es nicht darum gehen kann, kaum dass man Platz genommen hat, das erste Glas hinunterzustürzen. Auch schluckt man den Mund leer, bevor man zu trinken beginnt. Die Wahl des richtigen Weines Als Faustregel für die Auswahl des Weines mag gelten, dass zu hellem Fleisch und Fisch Weißwein, zu dunklem Fleisch und Wild Rotwein getrunken wird, jedoch ist diese Regel nicht unumstößlich und letztlich sollte jeder den Wein trinken, der ihm zusagt und bekommt. Werden zu unterschiedlichen Gängen unterschiedliche Weine angeboten, so dürfen diese dann nicht mehr durcheinander getrunken werden. Wie Sie Brot zu sich nehmen sollten Brot jeglicher Art wird unter gar keinen Umständen geschnitten, sondern mit den Händen in mundgerechte Stücke gebrochen und zwar immer einzeln und nicht auf Vorrat. Das Messer dient ausschließlich dem Zwecke, das Brotstück mit dem dafür vorgesehenen Belag: Butter, Käse etc. zu versehen. Brot ist ein zwar bescheiden, aber eben doch Bestandteil der Speisen und daher nicht dafür vorgesehen, mit ihm zu spielen oder gar Kügelchen daraus zu formen. Anbieten und Servieren Für das Ritual des Anbietens bzw. Servierens der einzelnen Gänge und Getränke besteht die Regel, dass alle Speisen - mit Ausnahme von Suppen - von der linken Seite angeboten bzw. genommen werden, gleichviel ob es sich um leere Teller für den nächsten Gang oder um fertig angerichtete individuelle Teller handelt, oder um Platten und Schüsseln, die angeboten oder - wenn kein servierendes Personal vorhanden ist -in familiärer Weise um den Tisch weitergereicht werden. In allen Fällen gilt, dass, wer links von sich eine Schüssel usw. stehen hat, daraus nehmen darf. Man sollte im letzteren Fall daher die fragliche Speise nicht von irgend einer entfernten Stelle des Tisches auf den eigenen Teller transportieren, sondern sie links von seinem Teller platzieren und sich zum Nehmen des Servierbestecks und nicht des eigenen Bestecks bedienen. Weine und sonstige Getränke werden von der rechten Seite angeboten und eingeschenkt. Ist kein Personal vorhanden, übernimmt der Hausherr diese Aufgabe; vollendeter Weise, indem er sich erhebt und die Damen zuerst bedient. Von der rechten Seite werden auch die benutzen Teller "absolut geräuschlos“ abgeräumt. Wann dies geschieht, entscheidet die Hausfrau. Es ist schlechter Stil, nachdem man mit dem Gang fertig ist, den eigenen Teller von sich weg in Richtung Tischmitte zu schieben, signalisierend, dass es nun weiter gehen könne. Wann das Essen beginnt Mit dem Essen darf erst begonnen werden, wenn die Hausfrau selbst damit begonnen hat, die ihrerseits erst damit beginnt, wenn alle Gäste versorgt sind. Es liegt auf der Hand, dass es bei einer größeren Anzahl von Gästen leicht dazu kommen kann, dass dann der Ehrengast oder wem immer zuerst serviert wurde, sein köstliches Essen halb erkaltet antrifft. Aus diesem Grunde sollten die Teller und Schüsseln unbedingt so gut wie möglich vorgewärmt werden. Vom Umgang mit verschiedenen Speisen In Deutschland befinden sich üblicherweise alle Zutaten zu einem Gang - Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Sauce etc. auf einem Teller. Dies bedeutet aber nicht, dass diese - insbesondere Kartoffeln und die Sauce - zu einer amorphen Masse verarbeitet werden dürfen. Man zerteilt die Kartoffel mit der Gabel in mundgerechte kleine Stücke und nimmt mit diesen die Sauce auf. Auch die anderen Bestandteile werden nicht auf dem Teller vermengt, sondern erst auf der Gabel vereint. Fleisch wird nicht (wie im angelsächsischen Raum üblich) auf Vorrat geschnitten, sondern nur so viel, wie man mit dem nächsten Bissen essen möchte. Das Fleisch wird dabei flach mit der Gabel gehalten, deren Rücken nach oben weist. Salat darf nicht geschnitten und nur mit der Gabel gegessen werden. In schwierigen Fällen kann man dafür ein Stück Brot zu Hilfe nehmen. Vor dem Dessert wird der Tisch von Brot, Schüsseln, unbenutztem Besteck und ähnlichem befreit, um für das abschließende Finale einen sauberen, gepflegten Anblick zu erzielen. Wie das Essen zu beenden ist Das Essen ist beendet, wenn die Hausfrau ihre Serviette links neben den Teller legt und sich erhebt. Alle anderen Gäste erheben sich ebenfalls, die Herren zuerst, um den Damen beim Aufstehen durch Abrücken des Stuhles behilflich zu sein. Auch Gäste, die in ein hochinteressantes fesselndes Gespräch vertieft sind, führen dieses nicht sitzend zu Ende. Vielmehr ist das Aufheben der Tafel der Moment, wo man sich auch anderen Gästen zuwenden sollt, mit denen sich zu unterhalten die Tischordnung verhinderte. Ist die Zahl der Gäste nicht allzu groß, kann man der Gastgeberin unmittelbar nach dem Essen dafür danken. Überschwängliches Lob ist zu vermeiden, die Dankbarkeit sollte überwiegen, gleichviel, ob das Essen gut oder schlecht war.
 

Die Tischordnung

Die Tischordnung
Die Tischordnung folgt einigen feststehenden Regeln. Demnach sitzen Verlobte immer, Ehepaare nie nebeneinander, es sei denn, es handelt sich um ein Essen aus Anlass einer runden Wiederkehr ihres Hochzeitstages. Nach Möglichkeit sollten Herren und Damen abwechselnd platziert werden, wobei der links neben der Dame sitzende Herr deren "Tischherr" ist und daher die Aufgabe hat, zwar nicht ausschließlich, aber bevorzugt um das Wohlergehen seiner "Tischdame" bemüht zu sein, sich mit ihr zu unterhalten, ihr den Stuhl zurecht zu rücken usw. Ist eine der Gruppen in der Überzahl, so daß nicht durchgängig Paare gebildet werden können, so integriert man diese Personen möglichst unauffällig und symmetrisch. Keinesfalls sollten sie alle in einer Ecke zusammen gesetzt werden. Nach internationalem Brauch sitzt ein männlicher Ehrengast rechts von der Gastgeberin, seine Partnerin rechts vom Gastgeber. Ein weiblicher Ehrengast sitzt rechts vom Gastgeber, ihr Partner rechts von der Gastgeberin. Weitere wichtige Gäste sitzen links von den Gastgebern. In Deutschland kann der männliche Ehrengast auch links von der Gastgeberin als deren Tischherr sitzen. Wenn die Hausfrau, wie in den meisten Privathaushalten die Regel, gelegentlich in die Küche verschwinden muss, ist es gut, auf der anderen Seite des Ehrengastes eine Dame zu platzieren, von der man hofft, dass sie vorübergehend auch zwei Herren unterhalten kann. Darüber hinaus lohnt es sich, auf die Frage des Placements viel Sorgfalt und Fingerspitzengefühl zu verwenden, da das Gelingen des Abends in hohem Maße davon abhängt, dass die Gäste nicht nur gut beköstigt, sondern auch angenehm unterhalten werden. Die Aufgabe, den Gästen ihre Plätze zuzuweisen, obliegt dem Hausherrn. Er sollte nach Möglichkeit darauf verzichten, dafür einen Merkzettel zu benutzen, was einen etwas unpersönlichen Eindruck macht. Souveräner ist es, den Gästen den Eindruck zu vermitteln, dass dieses Placement das bestmögliche und natürlichste ist und daher einer Gedächtnisstütze nicht bedarf. Zusätzlich kann man, vor allem an einer größeren Tafel und wenn sich nur wenige Gäste kennen, Tischkarten oberhalb des Gedecks aufstellen. Sie werden von Hand mit Tinte beschriftet, üblicherweise nun von beiden Seiten, damit auch die gegenüber sitzenden Personen informiert sind. Gleichwohl überläßt man es nicht den Gästen, an Hand der Tischkarten selber ihren Platz zu finden. Es ist absolut tabu, die Tischkarten zu vertauschen. Sobald die Hausfrau Anstalten macht, sich zu setzen, folgen die Gäste, zuerst die Damen, wobei man sich dem Sitz von der rechten Stuhlseite nähert, was den jeweiligen Tischherren die Gelegenheit gibt, ihren Tischdamen den Stuhl zurechtzurücken, bevor sie sich selbst setzen.
 

Die Vertreibung aus dem Raucherparadies

Die Vertreibung aus dem Raucherparadies
„Rauchen verursacht tödlichen Lungenkrebs“. Dieser Warnhinweis, seit 2003 auf deutschen Zigarettenschachteln zu finden, wird nun präzisiert. Denn ab dem 1. September soll das „Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens“ in Kraft treten. Ab dann heißt es wohl besser: „Rauchen verursacht beim Raucher tödlichen Lungenkrebs“. Kein Krebs in der Lunge durch passiv rauchen – toll! Meine Chancen als Nichtraucherin steigen also ab Herbst. Bund und Länder sind sich eins Überall dort, wo der Bund dies regeln darf, wird künftig das Rauchen verboten. Dabei geht es um rund 500 Behörden, Gerichte und Ämter, Stiftungen, Kasernen, aber auch um die gesamten öffentlichen Verkehrsmittel wie: Bahnen, Busse, Flugzeuge, Fähren, Taxis sowie um die Bahnhöfe. Und auch die Bundesländer konnten sich über ein umfassendes Verbot verständigen, wenngleich mit einigen Ausnahmen. Achtung: Rauchen verboten! Also Raucher: Aufgepasst! Generell prangen die „Rauchen-verboten-Schilder“ künftig dann auch in Theatern, Kinos, Museen und Diskotheken. Und „Adieu Zigarette“ heißt es ebenso in all jenen Gaststätten, die über keinen extra ausgewiesenen und abgetrennten Raucherraum verfügen. Wenn das für uns Nikotinabstinenzler keine schönen Aussichten sind! Doch gut Ding will Weile haben. So hatte sich die deutsche Politik mit dem Nichtraucherschutz im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn erstaunlich schwer getan. Wenn da mal nicht die Tabak-Lobby gehörig die Sicht vernebelte. Deutschland gönnt eben seinen Bürgern noch die letzten Freiheiten. Wir sind Tempo-Könige auf unseren Autobahnen und Meister des blauen Dunstes - aber dies eben nur noch bis September. Doch seien wir Deutsche – am Getränkepfand und anderen Widrigkeiten gewachsen – nun einfach froh, dass es da ist, das „Gesetzt zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens.“ Denn bereits 2005 sorgte das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg mit seiner Veröffentlichung für große Aufregung. Darin ließ man die Öffentlichkeit wissen, dass jährlich rund 3.300 Nichtraucher an den Folgen des Passivrauchens sterben und damit zu Opfern von mindestens 50 krebserregenden Stoffen im Zigarettenqualm wurden. Qualmfreie Aussicht Wie – Sie können sich mit mir gar nicht freuen? Halten das alles für total überzogen und fühlen sich als Raucher diskriminiert, gar geächtet? Tja, da kann ich Ihnen eigentlich nur raten: Gewöhnen Sie sich schon einmal an Ihr neues öffentliches Leben – ohne Glimmstängel, dafür mit klarem Durchblick im Café. Und mal ganz ehrlich: Können sich knapp 59 Millionen Italiener - unbestrittene Meister des „Dolce Vita“ - irren? Nach kurzen Eingewöhnungsschwierigkeiten Anfang 2005 ist dort nämlich nun die überwältigende Mehrheit für das rigorose italienische Rauchverbot in der Öffentlichkeit; inklusive 90 Prozent aller Raucher. Nun gut, wie Sie wollen - lassen wir den Vatikan in Rom. Denn auch über 65 Prozent aller knigge.de-User hatten sich in unserer aktuellen Umfrage bereits für eines ausgesprochen: Nämlich für eine rauchfreie, deutsche Gastronomie. Sie sind ganz anderer Meinung? Wunderbar, dann diskutieren Sie mit uns im knigge.de Forum über das Gesetz. Zum Forum Mehr zum Thema „Rauchen“ erfahren Sie hier auf knigge.de.
 

Die Vorstellung und das Bekanntmachen

Die Vorstellung und das Bekanntmachen
Die Vorstellung ist eine unumgängliche Prozedur, sofern man im Beruf, aber auch im gesellschaftlichen Rahmen auf eine unbekannte Person trifft, mit der man in näheren Kontakt treten möchte. Es ist ein Gebot der Höflichkeit, diese Person darüber zu informieren, mit wem sie es zu tun hat. Die Unterscheidung zwischen Vorstellen (der Rangniedrigere wird dem Ranghöheren vorgestellt) und Bekannt machen (zwei gleichrangige Personen werden bekannt gemacht) wird heute nicht mehr unbedingt verbalisiert; sie ergibt sich aber daraus, wer zuerst über die andere Person informiert wird. Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikation & Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 
 

Diplom-Mediziner

Diplom-Mediziner
Ein Diplommediziner ist ein Arzt, der seine akademische Ausbildung vor der Wiedervereinigung in der ehemaligen DDR mit einer Diplomarbeit abgeschlossen und auf die zusätzliche und nicht allzu übliche Promotion verzichtet hat. Auch Ärzte aus der alten (und nun neuen) Bundesrepublik verzichten in nicht unerheblichem Maße auf den Erwerb des Doktortitels. Sie schließen ihre Ausbildung jedoch nicht mit einer Diplomarbeit wie in der DDR üblich, sondern mit einem Staatsexamen ab. In beiden Fällen ist die Promotion nicht Voraussetzung für die Approbation, d.h die Zulassung zur Ärzteschaft als gesetzlich geschütztem Berufsstand. Daraus ergibt sich, dass weder ein Diplommediziner noch sonstige Ärzte ohne Promotion Anspruch auf die Anrede Herr/Frau Dr. xy haben. Sie dürfen korrekterweise mit Herr/Frau +Familienname angesprochen werden. Legitim ist aber auch die Anrede mit Herr/Frau Doktor(ohne Familienname). Darin setzt sich ein umgangssprachlicher Gebrauch fort, mit dem man bei körperlichen Gebrechen üblicherweise zum „Doktor“ und noch nicht – wie heute – zum „Arzt“ ging.
 

Donnerstags bei Knigge - 2.8.07

Donnerstags bei Knigge - 2.8.07
Sind Manieren oberflächliche Formsache oder steckt mehr dahinter? knigge.de: Baron Knigge, hier sitzen wir wieder bei einem guten Roten und freuen uns auf das Donnerstag-Gespräch. Bei den Lesern hat es sich etabliert: Donnerstags ist knigge.de-Tag. Übrigens, wer hat sie so charmant gezeichnet? Baron Knigge: Eine bezaubernde Künstlerin aus Berlin, sie heißt Christina Pfeiffer. Des Öfteren kommt sie mich besuchen und fertigt Zeichnungen von mir und meinem Anwesen an. Sie illustriert die Erzählungen, die wir in diesen Gesprächen miteinander teilen. cpfeiffer kd: Heut zu Tage finden wir allerlei Literatur über Manieren, Kleiderordnung, Tischmanieren usw. Meinen Sie das hilft? BK: Theoretischer Unterricht in wahrer Weltklugheit wird selten mit Erfolg und nicht immer ohne Gefahr erteilt. Eigene Erfahrung muss da das Beste tun. kd: Welche Voraussetzungen sind günstig, um den Umgang mit Menschen angenehm für alle Beteiligten zu gestalten? BK: Man bedarf der Geschmeidigkeit, um unter fremden Leuten Fortschritte zu machen. kd: Verlief Ihr gesellschaftliches Leben stets reibungslos? BK: Nein. Meine Lebhaftigkeit verleitete mich zu großen Inkonsequenzen. kd: Sie handelten manches Mal Hals über Kopf? BK: Ich übereilte alles, tat immer zu viel oder zu wenig. Kam stets zu früh oder zu spät, weil ich immer entweder eine Torheit beging oder eine andere gutzumachen hatte. kd: Eine Balance im Umgang mit Menschen zu finden, kommt also mit der Erfahrung? BK: Zuerst war ich zu sorglos. Alsdann nahm ich mir vor, ein feiner Hofmann zu werden. Mein Betragen wurde gekünstelt. kd: Mochte man Sie derart geziert? BK: Meine Freunde trauten mir nicht. Ich war zu geschmeidig und verlor äußere Achtung und innere Würde, Selbständigkeit und Ansehen. kd: Fühlten Sie sich in Ihrer Haut wohl? BK: Erbittert gegen mich und andere wandte ich mich ab und wurde bizarr. Dies erregte Aufsehen. Die Menschen suchten mich, wie sie alles Sonderbare aufsuchen. kd: Sie verfügten über einen gewissen Unterhaltungswert... BK: In einer anderen Periode spottete ich die Torheiten, nicht ohne Witz. Man fürchtete mich, aber man liebte mich nicht. Dies schmerzte mich. kd: Konnten Sie das wieder gut machen? BK: Ich zeigte mich von der unschädlichen Seite, entfaltete mein liebevolles, wohlwollendes Herz, unfähig zu schaden und zu verfolgen. kd: Bei all diesen Schwankungen haben Sie einen goldenen Mittelweg gefunden. BK: Ich trat fortan mit einem bescheidenen Bewusstsein innerer Würde auf. Deshalb mein Rat: Vor allen Dingen trete mit dem auf Deiner Stirn strahlenden Bewusstsein der Wahrheit und Redlichkeit auf. Zeige Vernunft und Kenntnis, wo Du Veranlassung dazu hast! kd: Gekünstelte Manieren und makelloses Auftreten führen nicht weiter? BK: Was ist Deine ganze Garderobe von äußeren Tugenden wert, wenn Du diesen Flitterputz nur über ein schwaches, niedriges Herz hängst, um in Gesellschaften Staat damit zu machen? kd: Gelingt es zwischen Heuchelei und aufrichtiger Anerkennung zu unterscheiden? BK: Wenn man Dir, aus Achtung vor einem edlen Menschen, dem Du angehörst, Vorzug und Höflichkeit beweist, so brüste dich nicht damit. Sei bescheiden genug zu fühlen, dass dies vielleicht wegfallen würde, wenn Du einzeln aufträtest. kd: Hier ist selbständiges Denken und Handeln gefordert? BK: Sei lieber das kleinste Lämpchen, das einen dunklen Winkel mit eigenem Lichte erleuchtet, als ein großer Mond einer fremden Sonne oder gar Trabant eines Planeten!
 

Donnerstags bei Knigge - 9.8.07

Donnerstags bei Knigge - 9.8.07
Sind Manieren oberflächliche Formsache oder steckt mehr dahinter? knigge.de: Letzte Woche endeten wir das Gespräch mit einem leuchtenden Beispiel von Eigenverantwortung. Gibt es für Sie so etwas wie eine goldene Regel im Umgang mit Menschen? Baron Knigge: Keine Regel ist so allgemein, keine so heilig zu halten, keine führt so sicher dahin, uns dauerhafte Achtung und Freundschaft zu erwerben, als die: unverbrüchlich, auch in den geringsten Kleinigkeiten, Wort zu halten, seiner Zusage treu, und stets wahrhaftig zu sein in seinen Reden. kd: Und wie hielten Sie es mit der Wahrheit? BK: Es gibt keine Notlügen. Noch nie ist eine Unwahrheit gesprochen worden, die nicht früh oder später nachteilige Folgen für jedermann gehabt hätte. kd: Sie haben sich in Ihrem Leben häufig öffentlich äußern müssen. Wie sind Sie mit überraschenden Fragen umgegangen? BK: Ich rate, wenn eine unerwartete Frage, ein ungewöhnliches Thema oder irgendetwas anderes uns überrascht, nur eine Minute still zu schweigen und der Überlegung Zeit zu lassen, uns auf die Meinung vorzubereiten, die wir vertreten wollen. kd: Dabei waren Sie stets ein unterhaltsamer Gesprächspartner. BK: Die Leute wollten unterhalten, amüsiert werden. Selbst das lehrreichste Thema habe ich durch Witz und gute Laune gewürzt. kd: Spaßmacher können allerdings ermüdend sein. BK: Wer immer nach Witz hascht, wem man es ansieht, dass er darauf studiert hat, die Gesellschaft zu unterhalten, der gefällt nur auf kurze Zeit. kd: Witz und Humor sind dennoch unverzichtbar, was meinen Sie? BK: Wahrer Humor und echter Witz wirken, wie das Umschweben eines höheren Genius, wonnevoll, erwärmend und Ehrfurcht erregend. Sie lassen sich aber nicht erzwingen, nicht erkünsteln. kd: Wir kommen immer wieder darauf, dass Authentizität unverzichtbar ist. BK: Es ist wichtig, dass Dein Gesprächspartner fühlt, Du nehmest Interesse an seiner Person, es gehe Dir von Herzen, Du verkaufst nicht bloß Deine Höflichkeitsware. kd: Gut gemeinte Höflichkeit ist dennoch angebracht? BK: Ich saß einst an einer Tafel zwischen einer hübschen, verständigen jungen Dame und einem kleinen, buckligen, garstigen Fräulein von etwa vierzig Jahren. Ich beging die Unhöflichkeit, die ganze Mahlzeit hindurch, mich nur mit der jungen Dame zu unterhalten, zu dem garstigen Fräulein hingegen kein Wort zu reden. Beim Nachtisch erst erinnerte ich mich meiner Unart. Ich machte den Fehler gegen die Höflichkeit durch einen anderen gegen die Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit gut. kd: Was haben Sie zu ihr gesagt? BK: Ich wendete mich dem garstigen Fräulein zu und redete von einem Ereignis, das vor zwanzig Jahren vorgegangen war. Davon wusste sie nichts. „Es ist kein Wunder“, sagte ich, „Sie waren damals noch ein Kind“. kd: Sie hat sich sicherlich gefreut, dass Sie sie für so jung hielten? BK: Mit diesem einzigen Wort erwarb ich ihre Gunst – sie hätte mich dieser niedrigen Schmeichelei wegen verachten sollen! kd: Ihr Vorurteil gegenüber dem alternden Fräulein hat sie daran gehindert, sich ebenso lebhaft, wie mit der jüngeren zu unerhalten? BK: Vorurteile verdunkeln oft die Augen selbst des klügsten Menschen. Es ist schwer, sich gänzlich an eines anderen Stelle zu denken. kd: Auch vor Allgemeinplätzen haben Sie sich gehütet? BK: Sprichwörter sind langweilig und nicht selten sinnlos und unwahr. kd: Wir sind es gewohnt, Gemeinsprüche in unsere Reden einzuflicken. BK: Sage nicht, dass, was lange dauert, gut werde, wovon ich das Gegenteil zu beweisen übernehme; dass man durch Schaden klug werde, welches leider selten eintrifft. Oder dass die Zeit schnell hingehe – welches im Vorbeigehen zu sagen, gar nicht wahr ist; denn da die Zeit nach einem bestimmten Maßstab berechnet wird, so geht sie nicht schneller vorbei, als sie gerade muss.
 

Donnerstags bei Knigge - Ein Interview 26.7.07

Donnerstags bei Knigge - Ein Interview 26.7.07
Sind Manieren oberflächliche Form oder steckt mehr dahinter? knigge.de: Zunächst darf ich fragen: Wie rede ich Sie richtig an? Adolph Freiherr von Knigge: Sie können mich Baron Knigge nennen. knigge.de: Vielen Dank für diesen Hinweis. „Über den Umgang mit Menschen“ ist Ihr bekanntestes Buch, worum geht es darin genau? Baron Knigge: Es geht vor allem um die Kunst, sich bemerkbar, geltend, geachtet zu machen, ohne beneidet zu werden; sich nach den Menschen zu richten, ohne falsch zu sein; sich ungezwungen in den Ton jeder Gesellschaft stimmen zu können, ohne weder Eigentümlichkeit des Charakters zu verlieren, noch sich zu niedriger Schmeichelei herabzulassen. k: Es geht also darum, sich treu zu bleiben und authentisch zu sein. Ist es einfach, in Deutschland immer den richtigen Ton zu finden? BK: In keinem Lande in Europa ist es so schwer, im Umgang mit Menschen aus allen Klassen, Gegenden und Ständen allgemeinen Beifall einzuernten, in jedem dieser Zirkel wie zu Hause zu sein, ohne Zwang, ohne Falschheit, ohne sich verdächtig zu machen und ohne selbst dabei zu leiden. k: Woran liegt das Ihrer Meinung nach? BK: Nirgends herrscht eine so große Vielfalt des Konversationstons, der Erziehungsart, der Religions- und andrer Meinungen, eine so große Verschiedenheit der Gegenstände, welche die Aufmerksamkeit der einzelnen Menschen beschäftigt. k: Ist es immer einfach, sich zurecht zu finden in einer fremden Gesellschaft? BK: Keineswegs. Wenn ein Fremder sich einem Kreis von Leuten nähert, die lebhaftig reden und er wünscht an diesem Gespräch teilzunehmen; aber alles, was er hört, Gegenstand, Sprache, Ausdruck, Wendung, alles ist ihm fremd. In halb deutschen, halb französischen Worten wird hier eine Sache abgehandelt, auf welcher er nie seine Aufmerksamkeit geschärft, von welcher er nie geglaubt hat, dass Menschen sich damit beschäftigen könnten. Seinen Verlegenheit, seine Ungeduld steigt mit jedem Augenblicke, bis er endlich die verwünschte Gesellschaft weit hinter sich weiß. k: Erinnern Sie sich an ein besonders amüsantes Erlebnis bei Hofe? BK: Einst speiste ich mit einem Prälaten bei Hofe. Man hatte dem dicken hochwürdigen Herrn den Ehrenplatz neben der Fürstin gegeben. Vor ihm lag ein großer Ragoutlöffel zum Vorlegen. Er glaubte aber, dieser größere Löffel sei - ihm zur besonderen Ehre - zu seinem Gebrauch dahingelegt. Und um zu zeigen, dass er wohl wisse, was die Höflichkeit erfordert, bat er die Prinzessin ehrerbietig, sie möchte doch statt seiner sich des Löffels bedienen, der freilich viel zu groß war, um in ihr kleines Mäulchen zu passen. k: Gelingt es einfach so, solche Pannen zu umgehen? BK: Es ist wichtig für jeden, der in der Welt mit Menschen leben will, die Kunst zu studieren, sich nach Sitten, Ton und Stimmung andrer zu fügen. k: Sie gelten bis ins XXI. Jahrhundert als die Formvollendung in Person. Wenig wissen wir darüber, dass Sie sich durch amtliche und gesellige Misshelligkeiten – so ein Zeitgenosse - unmöglich machten. Wie sind Sie darauf gekommen, „Über den Umgang mit Menschen“ zu schreiben? BK: Wer kann so gut vor der Gefahr warnen, als der, welcher darin gesteckt hat? Wenige Menschen werden in einem so kurzen Zeitraum in so manche sonderbare Verhältnisse mit anderen Menschen aller Art geraten, als ich in zwanzig Jahren. Da hat man schon Gelegenheit, Bemerkungen zu machen, und vor Gefahren zu warnen, die man selbst nicht hat vermeiden können. k: knigge.de bedankt sich für dieses Gespräch und freut sich, Sie am nächsten Donnerstag wieder zu sehen. Wir werden von Ihnen noch viel über innere Würde, Selbständigkeit, Humor und Witz erfahren.
 

Dorothees Glosse - Einkaufen

Dorothees Glosse - Einkaufen
Zum Einkaufen brauchen Sie in Berlin gute Laune Sind Sie Anhänger einer dieser modischen Bewegungen wie Yoga, Pilates oder Thai Chi haben Sie gute Karten: In Stresssituationen kommen Ihnen die Beherrschung von Atem- und Meditationstechnik – sprich Selbstbeherrschung – zu Gute. Betreten Sie ein Geschäft und werden Sie nicht gleich bedient, unterbrechen Sie ja nicht das Gespräch zwischen zwei Verkäuferinnen. Selbst dann nicht, wenn Sie selbständig Ihr Objekt der Begierde gefunden haben und bezahlen möchten. Stehen Sie sich geduldig die Beine in den Bauch, bis Sie bedient werden oder bezahlen können. Haben Sie auch keine allzu klaren Vorstellungen von dem, was Sie wünschen und ertragen Sie geduldig sämtliche Bedenken der knapp angebundenen Verkäufer: „Das kostet aba 100 Euro, junge Frau.“ „Nee, in schwarz hamwa das nich.“ „Wennse mir nich jenau die Marke sajen können, kann ich Ihnen och nich helfen.“ Die Aufgabe der Verkäufer ist es nicht, Sie zu bedienen, sondern Sie zu prüfen. In allerlei Hinsicht: Ob Sie denn wirklich unerschütterlich wissen, was Sie wollen. Ob Sie wahrhaftig das geduldige, formvollendete und menschenfreundliche Wesen sind, das Sie jeden Morgen im Spiegel zu erkennen glauben, oder ob in Ihnen nicht doch ein ungeduldiges, ungeschliffenes und intolerantes Ungeheuer kauert? Die Bandbreite und Vielfalt, die Verkäufer auf Lager haben, um Sie zu prüfen, ist schier unerschöpflich. Betrachten Sie es mal auf diese Art und Weise: Wenn Sie Gott anflehen „Bitte lass Manieren und Geduld regnen, sofort!“, meinen Sie, das Universum sendet Ihnen Manieren und Geduld? Nein! Das Universum wird Ihnen eine abwechslungsreiche Spielwiese zur Verfügung stellen, um Ihre Geduld und Manieren auf die Probe zu stellen und zu verfeinern. Genau dafür stehen Berliner Verkäufer großzügig bereit. Gehen Sie entspannt einkaufen und genießen Sie die tiefe Verwandlung, die damit einhergeht. Ihre Dorothee
 

Dorothees Glosse - Über den Umgang mit einem Raubein

Dorothees Glosse - Über den Umgang mit einem Raubein
Ein ausgebuchter Flug wurde gestrichen und eine einzige Angestellte der Fluglinie gab sich alle Mühe, die betroffenen Passagiere umzubuchen und angemessen zu betreuen. Diese Angestellte sah sich plötzlich einem verärgerten Fluggast gegenüber, der besser als Frachtstück hätte aufgegeben werden sollen. Dieser Passagier drängelte sich an den in einer langen Schlange Wartenden vorbei und schob sich bis zum Flugschalter vor. Er knallte der Angestellten sein Flugschein auf den Tresen und bellte: „Ich muss mit diesem Flug fliegen und zwar sofort!“ Die Angestellte erwiderte daraufhin: „Es tut mir leid. Ich versuche gerne, Ihnen zu helfen, aber zunächst muss ich all diese Menschen hier in der Schlange bedienen. Ich bin mir sicher, wir finden einen Flug für Sie.“ Den Passagier beeindruckte diese Aussage nicht im Geringsten. Er fragte laut, so dass die Wartenden hinter ihm es mitbekommen konnten: „HABEN SIE ÜBERHAUPT EINE AHNUNG, WER ICH BIN?“ Ohne zu zögern näherte sich die Angestellte lächelnd der Lautsprechanlage und gab Folgendes durch: „Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit. Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit“ setzte sie an. Ihre Stimme war laut und deutlich im gesamten Terminal zu hören. „Wir haben einen Passagier am Ausgang 14, DER NICHT WEISS WER ER IST. Wir bitten jeden, der ihm helfen kann, seine Identität wieder zu finden zum Ausgang 14.“ Die Wartenden in der Schlange schüttelten sich vor lachen. Der verärgerte Passagier starrte die Angestellte an und mit zusammengebissenen Zähnen sagte er „f.....k you!“ Ohne mit der Wimper zu zucken, lächelte sie ihn an und sagte: „Es tut mir leid. Auch dafür müssen Sie sich in die Schlange stellen, Sir“. Ich frage mich immer wieder, ob man solche Schlagfertigkeit üben kann oder ob man sie einfach erbt. Ihre Dorothee
 

Dorothees Glosse - Zeitgenössische Kunst

Dorothees Glosse - Zeitgenössische Kunst
Geht es bei zeitgenössischer Kunst um Ästhetik? Was ästhetisch umsetzbar ist; um Dekoration also? Geht es um einen Dialog? Auffällig waren die Abbildungen von Waffen und allerlei Kriegsszenerien. Entblößte Hinterteile und Frauenbrüste weisen auf den Zustand in den Köpfen der Künstler. Geht es darum, als Künstler, als Galerist und als Käufer anders zu sein als die Masse? Aufzufallen, herauszufallen aus welcher Ordnung auch immer? Wie auf einem Markt der Eitelkeiten, schrill, auffallend, bunt: „Schaut mich an!“, schreit die Kunst. Geht es um Erkenntnis und deren Vermittlung? Ausgeschlossen. Eine Kunst, die sich dekorativ mit dem Designer-Sessel paart in Loften und Sommerhäusern. Wozu würde ich ein Kunstwerk an meine weißen Wände hängen? Primär um Lücken zu füllen, die mich anschweigen. Aus diesem Schweigen allerdings entspringen Selbstgespräche. Wenn ich Glück habe, geht mit dem Gespräch eine hauchzarte Prise Erkenntnis einher. Mit der zeitgenössischen Kunst verbindet mich vor allem Irritation. Entblößte Hinterteile, von Frauen in Netzstrumpfhosen, von israelischen Soldaten. Das Hinterteil eines Soldaten, der seine Notdurft verrichtet, war auf einer großformatigen Photographie zu sehen. Ob als Schnappschuss oder inszeniert, wagte ich den Galeristen aus Tel Aviv nicht zu fragen. Sind wir alle am Ar...? Geht uns alles am Ar... vorbei? Oder ist es der Hinweis auf die nackte Existenz, geschüttelt und zerrüttet, wenn Krise und Konflikt uns überrollen? Vielleicht nehme ich Kunst zu bildlich. Ein junger Mann, der sich an die entblößte Brust einer Frau heranmacht, wie an eine Kugel Eis, sah ich auf einer großen Zeichnung. Wahrheiten? Etwas Universelles? Auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Eher etwas Globales: große Formate, Neon, Acryl, schrille Formen, Zelte in denen etwas passierte, als würde jemand darin boxen, Zelte, in denen nichts passierte. Immer wieder ist es die Photographie, die mich in ihren Bann zieht. Die Schönheit von Gesichtern, Landschaften und Architektur offenbarend. Verlogen wirkt hingegen die Collage. Nicht das Motiv ist irritierend, lediglich das Herumgeschnipsel an ihm. Wie eh und je in der modernen Kunst, sind in ihrer Funktion entfremdete Objekte zu sehen: Nylonstrumpfhosen über ein Wägelchen gespannt; ach nein, wie originell. Nun kann es sein, dass ich die wahren Talente verkenne, von der Szene weiß Gott keine Ahnung habe. Zu Herzen ist mir die Kunst in diesem Forum nicht gegangen. Meinen Intellekt hat es ebenso wenig angeregt, wie meine Kauflust. Zum Schluss fand ich eine Ausnahme: Ein zarter Scherenschnitt von Philip Loersch. Fein, schwebend, gekonnt. Ob es sich lohnt, die zeitgenössische Kunst zu betrachten? Allemal. Wer will schon den letzten Trend verpassen? Die gesammelten Broschüren, scheinbar achtlos auf den Rücksitz meines Kleinwagens geworfen, sind sehr dekorativ: Ich war dabei. Ihre Dorothee
 

Dresscode Einmaleins

Dresscode Einmaleins
Business wear: oder Bürokleidung: Hier kann man zunächst festhalten: je höher die Position innerhalb einer Hierarchie, umso dunkler werden die getragenen Farben. Übrigens: ähnlich verhält es sich bei feierlichen Anlässen. Je feierlicher das Event, umso dunkler und kälter die Farben. Das klassische Business Outfit für den Herrn besteht aus Anzug mit Krawatte. Bei hohen Temperaturen sollte Acht auf die Qualität des Stoffes gelegt werden. In einem Anzug aus hochwertiger Schurwolle muss niemand ins Schwitzen geraten. Die Dame trägt Kostüm oder Hosenanzug mit Bluse. Bei hohen Temperaturen hat sich das klassische Etuikleid vielfach bewährt. Hier nun einige der Klassiker für einen perfekten, oder aber unangemessenen Businessauftritt: Weitere, detaillierte Texte finden Sie hier. Männer: Dos Anzugshosen mit richtiger Beinlänge (Hosensaum im Stehen etwa 0,5 bis 1,0 cm oberhalb des oberen Schuhabsatzrandes) Socken, lang genug, um den Blick auf`s Bein zu vermeiden Ordentliche Frisur Ordentliche Rasur Deodorierung Don`ts Großgemusterte Jacketts Tennissocken abgelaufene Schuhsohlen zu viel Schmuck (mehr als ein Ring, eine Herrenuhr) Bunte Strümpfe im Comicstil Frauen: Dos Kostüm & Hosenanzüge Feinstrumpfhosen Dezentes, typgerechtes Make-up Geschlossene Schuhe Gepflegte Hände und Fingernägel Don`ts Durchscheinende Blusen Miniröcke Zu tiefes Dekolleté Schweres Parfum Sichtbare Achsel- und Beinbehaarung Smart casual wear: oder sportlich-elegant: Beim smart casual handelt es sich um ein legereres Business Outfit. Das heißt der Herr trägt den Tagesanzug, kann aber die Krawatte weg lassen. Die Damen tragen Kostüm oder Hosenanzug. Sie können dazu anstelle der obligatorischen Bluse ein T-Shirt kombinieren. Casual wear: Casual bedeutet im Englischen ja soviel wie: frei, bequem. Dementsprechend steht dieser reine casual Look für elegante Freizeitbekleidung. Das bedeutet aber nicht: Leggins und Tennissocke welcome! Vielmehr trägt der Herr zum Beispiel Hose mit Jackett und Polo Shirt. Die Krawatte kann hier natürlich getrost im Schrank bleiben. In Italien und Frankreich wird häufig das Jackett weg gelassen. Stattdessen hängt der Träger den Pulli lässig über seine Schulter. Das Motto: „No brown in town“ gilt hier eben gerade nicht. Entsprechend sind also braune Schuhe oder Cordanzüge mit diesem Dresscode bestens kompatibel. Die Damen tragen beispielsweise Rock mit Blazer und T-Shirt. Casual friday: Der casual friday ist eine amerikanische Erfindung. Auch in deutschen Unternehmen und Großkonzernen hat er Einzug gehalten und wird als Einstimmung auf das nahende Wochenende gelebt. Beim casual friday trägt der Herr Jackett und Hose, möglich hier auch eine saubere Jeans, aber ohne Krawatte. Denkbar sind auch Anzüge aus Leinenstoff, die auf Grund ihrer Knittereigenschaften unter der Woche eher verpönt sind. Dunkler Anzug: Der Dresscode "dunkler Anzug" bedeutet, dass der Träger einen schwarzen Anzug mit einem einfarbigen Hemd (am besten in Weiß) mit Doppelmanschette und Manschettenknöpfen trägt. Wichtig: dazu gehören elegante schwarze Schuhe. Die Dame trägt ein elegantes Kostüm oder Kleid, wie zum Beispiel das „kleine Schwarze“. Lesen Sie hier mehr. Smoking: Der Smoking ist die etwas weniger festliche, aber immer noch förmliche Variante des Fracks. Er ist schwarz und wird mit Fliege und Weste (oder dem so genannten „Kummerbund“) getragen. Die Dame wählt ein langes Kleid oder ein besonders elegantes kurzes Kleid aus, das gemeinhin als „Cocktailkleid“ bekannt ist. Lesen Sie hier mehr. Frack (bzw. Cutaway/ Cut, wenn tagsüber): Der Frack wird grundsätzlich nur am Abend, nach 18:00h, zu sehr festlichen Anlässen getragen. Er ist üblicherweise schwarz, mit weißer Weste und weißer Fliege. Der Herr kombiniert dazu schwarze seidene Kniestrümpfe und schwarze Lackschuhe ohne Schnürung. Die Hose darf nicht mit Gürtel getragen werden. Die Dame trägt ein langes, elegantes Abendkleid. Lesen Sie hier mehr. Nicht dabei, was Sie gesucht haben? Hier können Sie mehr in der immer umfangreicher werdenden Rubrik "Kleidung" lesen. Haben Sie dann immernoch Fragen, wenden Sie sich an unseren Service oder besuchen Sie unser Knigge.de Forum.
 

DVD - Aussehen, Auftreten, Ausstrahlung

DVD - Aussehen, Auftreten, Ausstrahlung
Amüsant und mit viel Gespür für Jugendliche und ihre Gedankenwelt thematisiert der Film, dass man mit guten Umgangsformen und korrektem Verhalten seine Chancen im beruflichen und sozialen Miteinander deutlich verbessert. Eingestreute Gags und Zwischenszenen lockern die Handlung auf und bieten Impulse, das Verhalten der Protagonisten und auch das eigene zu diskutieren. Nach den aufeinander abgestimmten und aufbauenden Filmszenen haben Trainer und Schüler Gelegenheit, das jeweilige Thema zu besprechen und zu vertiefen - z. B. im Rollenspiel oder mit einem Quiz. Zum Trailer Die Arbeits- und Lösungsblätter bieten aktive Auseinandersetzung mit den Themen erster Eindruck: Erscheinungsbild, Körpersprache, korrekte Kleidung, Frisur, Kosmetik erste Interaktion: Grußformeln, Vorstellung, Anrede, Hanschlag Höflichkeit: Pünktlichkeit, aufmerksames Zuhören, Basisbegriffe respektvollen Umgangs gepflegte Sprache Tischmanieren das Bewerbungsgespräch Ausgezeichnet mit dem „Comenius-Siegel“, dem ältesten europäischen Medienbildungspreis sowie dem "Award of Master" des Meisterwettbewerbs Corporate Media 2006. Erhältlich: Im Vertrieb für Trainer bei Schwind von Egelstein Imagedesign: 599,20 Euro pro Trainerlizenz ./. Sonderrabatt für knigge.de 20%. Bestellen Im Vertrieb für Unternehmen bei Schwind von Egelstein Imagedesign: 250,00 Euro pro Unternehmenslizenz. Bestellen Im Vertrieb für Schulen bei der FWU (Film in Wissenschaft und Unterricht): 125,00 Euro pro Schullizenz (vertrieb@fwu.de) Im Verleih der Landesmedienanstalten für Schulen
 

Fahrstuhl-Knigge

Fahrstuhl-Knigge
Einsteigen / Aussteigen Generell haben im Lift den Vortritt: Damen, Gäste sowie ältere Menschen. Im Berufsleben Vorgesetzte. Bei großem Gedränge sind jedoch diese Benimm-Regeln nicht praktikabel. Dann gilt: Zuerst geht, wer vorne steht! Knopf drücken Sollte ein Mitfahrer die Hände nicht frei haben, weil er zum Beispiel Unterlagen oder Einkaufstaschen trägt, gebietet es die Höflichkeit für ihn den Knopf zu drücken. Fragen Sie nach, in welcher Etage er gedenkt auszusteigen, ein freundliches Lächeln wird Ihnen gewiss sein. Gespräche Im Aufzug empfehlen wir eine rein sachbezogene Konversation; insbesondere mit Fremden. Also wie: „In welchem Stockwerk müssen Sie denn raus?“ Ein gezwungener Smalltalk über das Wetter ist eher unangebracht. Sprechen Sie so leise wie möglich und beachten Sie: Telefonate im Lift gelten als absoluter Fauxpas! Warum peinlich berührt? Wohin soll man nur schauen, bei so vielen Augenpaaren um einen herum? Unsere Empfehlung hier: Richten Sie den Blick geradeaus zur Türe, ein gesenkter Kopf zu Boden wirkt unsicher. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Mitfahrer möglichst nicht anstoßen, denn trotz reduziertem Intimkreis möchte niemand ungewollten Körperkontakt. Peinlich wird es, wenn Sie sich im Stockwerk irren. Sie drücken falsch, der Aufzug hält, die Türen gehen auf. Jetzt erwarten Ihre Mitfahrer, dass Sie nun aussteigen, doch Sie bleiben stehen. Denn Sie wollten ja eigentlich in den 11. Stock! Ein genervtes Aufstöhnen ist deshalb häufig die Quittung. Leute mit schwachen Nerven steigen deshalb auch schon mal auf der falschen Etage aus, wenn sie sich "verdrückt" haben. Doppelt peinlich, wenn der nächste Aufzug, der hält, dann wieder der ist, aus dem man gerade ausgestiegen ist... Sollte Ihnen also dieses Missgeschick passieren entschuldigen Sie sich kurz und setzen Sie Ihre Aufzugsreise fort. Denn irren ist schließlich menschlich.
 

Festliche Anlässe

Festliche Anlässe
 

Forum

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Frisur

Frisur
Verschiedene Farben, Längen und Stile, von Löwenmähne bis Glatze, sind weitgehend etabliert und nur wenige Frisuren können unseren Gegenüber heutzutage noch schockieren. Die Tatsache allein, dass man nicht unangenehm auffällt, schließt aber nicht aus, DASS man auffällt. In vielen kreativen Berufen mag das förderlich sein, in anderen Bereichen, besonders bei Kunden- und Gästekontakt, wirkt eine auffallende Frisur jedoch irritierend und unangebracht. Überlegen Sie sich genau, wodurch Sie bei Ihrem Gegenüber im Gedächtnis bleiben möchten und wählen Sie gegebenenfalls eine Frisur, die während der Arbeitszeit unauffällig wirkt. Eine gute Rasur ist in konservativen Kreisen ebenfalls ein absolutes Muß und sollte unter keinen Umständen vernachlässigt werden. Wenn Sie sich einen Bart wachsen lassen wollen, fangen Sie das im Urlaub an und halten ihn stets in einem gepflegten Rahmen.
 
 
 

Geschenke

Geschenke
Geschenke sind zu jeder Zeit willkommen; sie „erhalten die Freundschaft“ Gleichwohl bedarf es eines gewissen Fingerspitzengefühls, wenn nicht ein Desaster ausbrechen soll. Zunächst sollten Geschenke dem Anlass entsprechen, d.h. nach Art und Wert den Beschenkten weder beschämen noch frustrieren. Wichtig ist, dem Beschenkten das Gefühl zu vermitteln, dass die Gabe ganz speziell für ihn ausgesucht wurde. Niemals sollte es sich um eine Form der Pflichterfüllung handeln, der man Desinteresse oder gar Lieblosigkeit anmerkt. Ebenso wichtig ist es, sich keinen überspannten Erwartungen hinzugeben, der Beschenkte werde die eigene Begeisterung für das Geschenk teilen. Es kann durchaus vorkommen, dass dem bei allem redlichen Bemühen nicht so ist. Der Beschenkte wird seine etwaige Enttäuschung tunlichst verbergen. Es gehört zu den Lasten des Lebens, auch mit unerfreulichen Dingen klaglos zurecht zu kommen. Ist die Überraschung geglückt, wird der Beschenkte seiner Freude in weder allzu überschwänglicher noch zu herber Weise Ausdruck verleihen. Es freut den Schenker, wenn er feststellen kann, dass sein Geschenk und die damit verbundene Botschaft von Zuwendung angekommen sind. Bei aller Freude sollte auch ein Wort des Dankes nicht vergessen werde. Geschmacklos ist es hingegen, sich nach dem Preis der Gabe zu erkundigen bzw. diesen zu nennen. Die kleinen Gefälligkeiten der Freundschaft sind tausendmal werter als jene blendenden Geschenke, wodurch uns die Eitelkeit des Gebers erniedrigt. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
 

Geschäftsleben

Geschäftsleben
 

Gesellschaft

Gesellschaft
 

Gesellschafts-Spielregeln

Gesellschafts-Spielregeln
So muss zum Beispiel in China - im Gegensatz zu Europa - ein Glas immer voll sein. Es wird also nicht erst dann nachgeschenkt, wenn leergetrunken ist, sondern auch dann, wenn der Gast nur daran genippt hat. Wer nun aber denkt durch ein "Nein" die Einladung zum Trinken einfach ablehnen zu können, der hat weit gefehlt. Denn dies wäre gegenüber dem chinesischen Gastgeber sehr unhöflich. So bleiben also dem Geladenen nur zwei Optionen: Entweder Mittrinken (und das kann mitunter recht viel sein) oder rasch eine plausible Ausrede erfinden (Alkoholallergie, Schwangerschaft, Lebererkrankung) – dem so in Bedrängnis geratenen Gast sei also Phantasie angeraten. Bei uns hat der Gast das Sagen In Deutschland sollte man sich als Gastgeber an unseren Traditionen orientieren. Denn hier bestimmt der Gast, ob und wie viel er mit-/trinken möchte. Eine Abstinenz sollte dementsprechend weder als „Spaßbremse“ ausgelegt werden, noch sollte die Abkehr von Wein und Bier bei Anderen Mutmaßungen über trockene Alkoholiker oder Ähnlichem hervorbringen. Was tun, wenn ein Gast zu viel getrunken hat? Alkohol entfaltet bei seinen Konsumenten ja die unterschiedlichsten Wirkungen. Der eine wird redselig, der andere stumm, der nächste aggressiv. Trinkt ein Gast zu viel und wird eben laut und nicht lustig, ist Ihr Taktgefühl gefragt. Sie als Gastgeber sollten in dieser Situation souverän und stilvoll auftreten und unbedingt einer Tatsache ins Auge sehen: Mit einer angetrunkenen Person über ihren Alkoholpegel zu diskutieren ist mühsam und wenig erfolgsversprechend. Je nach Umgebung sollten Sie wie folgt verfahren: Zu Hause Schenken Sie dem Angetrunkenen nur noch äußerst sparsam nach. Bitten Sie diskret dessen Begleitung einzuschreiten, um ein weiteres Eskalieren der Situation zu verhindern. Wenn das alles nichts nützt bleibt Ihnen nur noch eins übrig: Besorgen Sie Ihrem Gast ein Taxi und wünschen ihm eine angenehme Nachtruhe. In der Restauration In einem Restaurant oder einem Lokal sollten Sie den Kellner unauffällig darum bitten, dem Angetrunkenen nur noch in homöopathischen Dosen das Glas wieder zu befüllen. Der Tag danach Sie fragen sich vielleicht nun: Wie verhalte ich mich demjenigen denn danach gegenüber? Knigge.de rät Ihnen: Sprechen Sie von sich aus kleinere Vorfälle niemals selbst an. Denn dies wird Ihrem Gast vermutlich unangenehmen genug sein. Wenn ihm danach sein sollte, wird er die Chance ergreifen und mit Ihnen hierzu ein Gespräch führen. Vorausgesetzt natürlich, er erinnert sich noch an den gestrigen Abend. Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikations- und Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 
 

Grußformel

Grußformel
Als Grußformel ist in Deutschland zur jeder Tageszeit „Guten Tag“ richtig und angebracht. Das weit verbreitete „Hallo“ mag vielfach nicht verkehrt sein, wenn es sich um Freunde und vertraute Kreise handelt. Man sollte aber sicher sein, dass darüber auf beiden Seiten Konsens besteht. Darüber hinaus gibt es regionale Besonderheiten wie „Grüß Gott“ in Süddeutschland „Moin Moin“ im Norden oder "Servus" in Österreich, deren man sich aber nur bedienen sollte, wenn sie landesecht vorgebracht werden können. Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikation & Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 
 
 
 

Grüßen Privat

Grüßen Privat
Eine wie auch immer geartete Kommunikation mit anderen Menschen, sei es bei der Begrüßung, Verabschiedung oder im Gespräch, erfordert unverzichtbar, dass man ihm in die Augen schaut. Es ist, wenn auch allzu häufig zu beobachten, im höchsten Maße unhöflich, dass wenn man einen Menschen begrüßt, nicht mit diesem sondern dem nächsten in der Reihe oder einem vertrauten Gesicht in der Menge Blicke wechselt. Dies signalisiert nicht etwa die dynamische Fähigkeit, mit mehreren Personen gleichzeitig zu kommunizieren, sondern Missachtung Im privaten gesellschaftlichen Umgang gilt der Grundsatz, dass der Ranghöhere (nach hergebrachter Auffassung sind dies gleich welchen Alters, in aller Regel, die Damen) von Rangniedrigeren zuerst gegrüßt wird. Dieser Grundsatz erfährt jedoch eine gewisse Individualisierung in dem Maße, in dem die Personen mit einander bekannt, vertraut oder befreundet sind. Dann gilt der Grundsatz: „Wer zuerst sieht, grüßt zuerst“, wobei es nicht darauf ankommen kann, durch beabsichtigte Unaufmerksamkeit den Gruß des Anderen einzufordern.
 

Handkuss

Handkuss
Während z.B. in Österreich, Frankreich, Italien und vor allem Polen der Handkuss noch recht verbreitet ist und mit einer gewohnheitsmäßigen Grandezza in allen Ständen fallweise vollzogen wird, hat er sich in Deutschland in enge Reservate des Adels einerseits und gesellschaftliche Ereignisse mit Prominenz aller Couleur andererseits geflüchtet. Ein alt-hergebrachtes Reglement besagt, dass · ein Handkuss einer Dame nur zusteht, wenn sie verheiratet bzw. älter als 30 Jahre ist. · die Hand nur in geschlossenen Räumen und auf Bahnsteigen geküsst wird. Darüber, ob er heute überall, auch im Freien, oder doch zumindest bei einer Gartenparty erlaubt ist, gibt es abweichende Ansichten. Keinesfalls darf die Dame einen Handkuss erzwingen, indem sie ihre Hand dem Herrn am ausgesteckten Arm nach Art der Filmdiven aus den Dreißige Jahren bis zum Kinn entgegenstreckt. Gleichwohl muss sie das Ihrige zum Gelingen beitragen, indem sie mit ihrem Handrücken dem Herren auf halbem Wege entgegenkommt. Dieser beugt sich seinerseits soweit, bis er einen Abstand von ca. zwei cm zum Handrücken der Dame erreicht hat. Entscheidend ist, dass beide Personen eine unverkrampfte Gewohnheitsmäßigkeit walten lassen. Im Geschäftleben ist es in Deutschland nicht üblich, einer Dame die Hand zu küssen.
 

Handschlag

Handschlag
Im Gegensatz zur verbalen Begrüßung mit einem Grußwort und/ oder einem Nicken entscheidet der Ranghöhere bzw. der Ältere darüber, mit wem er einen Händedruck austauschen möchte. Darüber hinaus gilt: ein Gastgeber bietet seinem Gast die Hand zum Gruß, aus einer Gruppe heraus eine Person einem Neuankömmling. Über die Reihenfolge, in der Personen mit einem Händedruck begrüßt werden, entscheidet wiederum die Rangfolge, demnach werden der Ranghöhere bzw. die Damen zuerst begrüßt. Bei einer größeren Anzahl von Personen begrüßt man zuerst die bekannten Personen, bevor man sich den unbekannten Personen vorstellen lässt bzw. selbst vorstellt. Der Handschlag selbst sollte weder zu sanft noch schraubstockartig ausfallen und kaum länger dauern als unbedingt erforderlich. Minutenlanges Händeschütteln ist Politkern für die Kamera vorbehalten. Im Hinblick auf den zunehmenden anglo-amerikanischen Einfluss ist anzumerken, dass ein Händedruck kein unbedingtes Muss ist. Einen angebotenen Handschlag (gleichviel ob unter Beachtung der Regeln oder nicht) zu übergehen, ist in jedem Fall ein rücksichtsloser Affront, der mit Überlegenheit nichts zu tun hat.
 

Handy-Knigge

Handy-Knigge
Gesetzliche Handy-Tabuzonen Absolute Handy-Tabuzonen sind Krankenhäuser und Passagierflugzeuge. Denn die Funkwellen Ihres Mobiltelefons können sowohl die empfindliche Elektronik in medizinischen Geräten wie auch in Bordinstrumenten irritieren und Störungen auslösen. Auch an Tankstellen gilt das strenge Handy-Verbot. Sollte das Handy während eines Gesprächs zu Boden fallen und der Akku sich herauslösen, könnten Funken entstehen und leicht entzündliche Gase aus dem Tank oder der Zapfpistole zur Explosion bringen. Wer sich zwischen Deutschen Zapfsäulen umsieht bemerkt aber, dass insbesondere hier die Verbote nicht ernst genommen werden. Ein derartig theoretisch denkbarer Unfall ist weltweit auch noch nie aufgetreten. Am Steuer Ihres Pkws dürfen Sie bereits seit dem 01.04.2004 nur noch über eine Fernsprechanlage telefonieren. Der Gesetzgeber reagierte damit auf die hohe Zahl an Unfällen, die durch mobiles Telefonieren oder SMS-Schreiben verursacht wurde. Wer eine solche Anlage nicht besitzt, sollte zum Telefonieren an einer geeigneten Stelle anhalten. Sie schützen damit nicht nur Ihre eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch Ihr Portemonnaie. Gesellschaftliche Handy-Tabuzonen Im Theater, Kino, beim Gottesdienst, auf Beerdigungen gilt: Geräte ausschalten! Auch bei Besprechungen, auf Kongressen, Seminaren oder Vorträgen werden klingelnde Telefone als sehr störend empfunden. Schalten Sie das Telefon aus bzw. stellen Sie es auf "Lautlos" oder Vibrationsalarm und verlassen Sie zum Telefonieren den Raum. Erwarten Sie im Restaurant einen wichtigen Anruf, stellen Sie auch hier Ihr Mobiltelefon auf "Lautlos" oder Vibrationsalarm. Wenn Sie Ihr Gespräch erhalten, gehen Sie zum Telefonieren in eine besucherfreie Ecke des Restaurants, oder einfach kurz vor die Türe. So stören Sie im Restaurant bestimmt niemanden. Generell gilt das Telefonieren im Restaurant allerdings als unhöflich. Egal, von wo aus Sie in der Öffentlichkeit mit Ihrem Handy telefonieren – bitte schreien Sie dabei nicht! Denn selbst, wenn Sie sich in einer lärmenden Umgebung befinden, müssen Sie diese nicht überschreien. Denn ihr Gesprächspartner hört zwar die Hintergrundgeräusche - Ihre Stimme wird aber über das Mikrofon in Ihrem Mobiltelefon in normaler Lautstärke an ihn übermittelt. So wird auch Ihre nähere Umgebung es Ihnen danken!
 
 

Herrenschuhe

Herrenschuhe
Schuhe scheinen in Deutschland nicht die Aufmerksamkeit zu genießen wie in Großbritannien, Italien und Amerika. Das ist sehr schade, sind sie doch eines der wenigen Accessoires, mit denen sich ein Mann schmücken kann. Abgesehen davon dienen sie dem Wohlbefinden unserer Füße. Der hohe Preis guter Schuhe wird durch ihre lange „Laufzeit“ relativiert, sofern Ruhezeiten und Pflege stimmen. Der qualitativ hochwertige Herrenschuh für formelle Anlässe ist immer der rahmengenähte, wobei man hier zwischen offener (über dem Vorderteil des Schuhs genähte Schnürung) und geschlossener Schnürung (Schnürung ist unter das Vorderteil genäht) unterscheidet. Da der klassische Lackschuh weitgehend ausgedient hat, ist der schwarze Schuh mit geschlossener Schnürung und keiner Verzierung, der sogenannte Oxford, an seine Stelle als förmlichster Schuh gestiegen. Gestanzte Lochmuster, von dezent bis auffällig, und verschiedene Farben eignen sich weniger für festliche Anlässe, passen sonst aber zu fast jedem Anzug und Outfit. Der Loafer, ein Halbschuh ähnlich den Mokassins, ist für festliche Anlässe ungeeignet.
 
 
 

Home

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Interview

Interview
Katharina Saalfrank, 34jährige Diplom-Pädagogin aus Berlin, erzielt als „Super-Nanny“ Traumquoten. Im Auftrag des Fernsehsenders RTL besucht sie Woche für Woche Familien, bei denen der Erziehungsnotstand ausgebrochen ist. Eine Woche lang begleitet sie Eltern und Kinder im Alltag. Sie greift gezielt ein, wenn sie erkannt hat, woran es in der Familie fehlt. Dabei muss sie auch schon mal resolut und streng werden. Ihre Erfahrungen hat sie in einem Ratgeber für Familien mit dem Titel „Glückliche Kinder brauchen starke Eltern“ zusammengefasst. Knigge.de hat Katharina Saalfrank in Hamburg getroffen. Im Interview zeigte sich die Mutter von vier Kindern viel nachdenklicher und sensibler, als sie zuweilen auf dem Fernsehschirm erscheint. Bei allem Drill und bei aller Disziplin: Die Liebe zwischen Eltern und Kindern sollte das Maß aller Dinge in Fragen der Erziehung bleiben. Knigge: Was fällt Ihnen beim Thema Knigge ein? Saalfrank: Zum Thema Knigge fällt mir ein: Gerade sitzen, mit Messer und Gabel essen, einfach diese Benimmregeln. Wie benimmt man sich bei Tisch? Wie benimmt man sich, wenn man irgendwo hinkommt? Alles erst einmal sehr steif... Das ist meine Assoziation zu Knigge. Knigge: Ist Ihnen Knigge als Autor in Ihrem Studium zum Beispiel mal als Erziehungstheoretiker begegnet? Saalfrank: Überhaupt nicht, als Erziehungstheoretiker ist er mir nicht begegnet. Ich kenne ihn nur zitiert, „Der Knigge“. So, wie ein Wort, das im Duden steht. Da hat man sich mal drauf geeinigt und vermutlich bestimmte Umgangsformen festgelegt. Aber so wirklich ist mir das kein Begriff mehr. Knigge: Was kann eigentlich Erziehung? Saalfrank: Was ist Erziehung, müsste man eher erst einmal klären. Für mich ist das Leben, wie Knigge es auch schon gesagt hat, der Umgang mit Menschen. Für mich ist Erziehung nichts anderes als Umgang mit Menschen, mit Kindern, Entwicklung. Es ist etwas sehr Lebendiges und deswegen erübrigt sich dann fast die Frage. Man müsste die Frage noch einmal anders formulieren. Knigge: Das will ich gerne versuchen. Glauben Sie, dass der Mensch von Natur aus gut ist und nur durch die Umstände, durch das Milieu, durch falsche Erziehung schlecht wird? Wie ist da Ihre Erfahrung und Einschätzung gerade bei Ihren Problemfällen? Saalfrank: Für mich ist das schon so, dass ich mit der Haltung hingehe, dass kein Mensch von Natur aus böse ist, sondern dass bestimmte Verhaltensweisen, dass vor allen Dingen Prägungen durch die Umwelt hinzukommen. Erst deshalb verhält ein Kind sich so, wie es sich verhält – übrigens auch ein Erwachsener. Das betrifft ja nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zeigen ja irgendwann ein bestimmtes Verhalten, werden z. B. straffällig oder eben auch nicht. Das hat immer auch etwas damit zu tun, wie das Kind geprägt wurde, welchen Umgang, welches Leben, welche Verhältnisse das Kind selbst kennen gelernt hat. Knigge: Sie sind also eine Vertreterin der Milieutheorie? Saalfrank:Ich glaube, dass man erst einmal wie ein unbeschriebenes Blatt ist - das habe ich auch in meinem Buch so geschrieben. Man ist fast so wie ein unbeschriebenes Blatt. Man hat eigentlich fast alle Chancen, wenn man auf die Welt kommt - erst dann kommen Prägungen hinzu. Und was ich gelernt habe im Umgang mit Menschen, ist, dass jedes Verhalten eines Menschen einen Grund hat. Man muss versuchen, auf den anderen zuzugehen und sein Verhalten auch zu verstehen. Sonst redet man aneinander vorbei. Knigge: Bei Ihrem Überblick über die „Erziehungslandschaft“ in Deutschland, der natürlich weit über die Extremfällen Ihrer Sendung hinausreicht: Wird Ihrer Meinung nach eigentlich eher zuviel oder zuwenig über Erziehung nachgedacht? Sind Sie der Meinung man sollte Erziehung eher intuitiv stattfinden lassen? Oder sollte man eher systematisch nach einem vorherigen Plan erziehen? Saalfrank: Ich finde weder das eine noch das andere Extrem sinnvoll. Ich finde sowieso Extreme in der Erziehung nie angebracht. Ich beobachte, dass Intuition zu kurz kommt, aber ich finde auch, dass oft zu wenig nachgedacht wird, warum tue ich das jetzt, warum verlange ich dieses oder jenes von meinem Kind. Wenn eine Mutter z. B. eine Grenze setzt und sagt: „Du darfst das jetzt nicht“, dann sagt sie das vielleicht aus dem Bauch heraus, aber die Frage ist doch: Wo kommt das Bauchgefühl her? Vielleicht ist es ihr nur zu anstrengend, die Dinge zu reflektieren und zu Ende zu denken, und dann ist es auch wieder schwierig. Das heißt, weder das eine noch das andere Extrem ist gut. Es muss ein Zusammenspiel geben. Ich finde schon, dass wir uns auch überlegen müssen, warum wir von dem Anderen bestimmte Dinge wollen, sei es von unserem Kind oder von jedem anderen Menschen. Zugleich brauchen wir aber auch ein gewisses Bauchgefühl, auf das wir auch hören und das wir auch mit einbeziehen in unsere Entscheidungen. Knigge: Irgendwo habe ich gelesen. Ihre eigene Maxime sei „streng, aber gerecht“. Saalfrank: Ja, das ist aber auch schon etwas alt und vielleicht überholt. Knigge: Man kann ja beobachten, was streng aber gerecht bei Ihnen bedeuten, wenn es in Ihrer Sendung gelebt wird. Saalfrank: Streng erlebe ich mich gar nicht. Ich lasse Sie jetzt trotzdem noch Ihre Frage zu ende formulieren. Knigge: Mich würde interessieren, „streng aber gerecht“, das klingt ja erst einmal - nach 68ern und antiautoritärer Phase - wie ein Rückschritt ins 18. Jahrhundert. Können Sie eine Tendenz erkennen, dass Strenge in der Kindererziehung wieder eine größere Rolle spielt? Saalfrank: Ich hoffe nicht, und das ist auch nicht wirklich meine Maxime. Mir geht es eher darum, wirklich zu verstehen. Eigentlich ist meine Maxime: Verstehen, warum Menschen so handeln, wie sie handeln, denn nur dann können wir auch in wertschätzenden Kontakt kommen und etwas verändern. Gerade wenn es um Kinder geht, die ja auch in großer Not sind, aber auch um Eltern. Insofern erlebe ich mich überhaupt nicht als streng oder so, sondern eigentlich sehr aufmunternd dazu, dass man Dinge einfacher ausspricht. Wenn man wütend ist, bringt es nichts, mit den Fäusten auf den Boden zu schlagen oder auf andere Menschen einzuschlagen, sondern dann muss man über das Gefühl reden, und das darf dann auch sein. Da muss man auch den Eltern sagen, dass das Gefühl völlig in Ordnung ist. Alleine schon wenn Eltern Kinder trösten wollen und in den Arm nehmen und sagen: „Ist ja schon gut“, damit wird das Gefühl weggedrückt. Stattdessen sollte man sagen: „Du weinst. Was ist los? Wo tut es Dir weh? Warum bist Du traurig?“ und darüber sprechen. Knigge: Wenn man Ihre Sendung sieht, bekommt man das Gefühl, das größte Problem in der Erziehung sei fehlende Konsequenz. Diese Beobachtung kann man auch an anderer Stelle machen. Wenn das Kind nun lange genug brüllt, gibt man nach und ist wieder „lieb“. Würden auch Sie das als einen besonders häufigen Mangel bezeichnen? Saalfrank: Ich werde ganz oft danach gefragt, weil das natürlich auch so schön plakativ ist, und es klingt auch so schön einfach: „Ihr müsst halt einfach nur konsequent sein!“. Ich finde den Zusatz „liebevoll“ konsequent wichtig. Das heißt, ich beziehe mit ein, dass ich den Kindern und auch den Erwachsenen erkläre, warum ich so handle, wie ich handle, oder warum ich es für richtig halte. Und darin liegt zunächst einmal überhaupt nichts Strenges oder Gerechtes. Ich persönlich muss wissen, warum ich das jetzt möchte, und warum ich das heute so mache und morgen so. Darauf kommt es an. Genau da erlebe ich die Unsicherheiten bei Eltern, dass sie nicht wissen, warum sie denn eine Grenze setzen. Warum denn? Wenn den Eltern das klar ist, dann werden sie das nächste Mal gar nicht mehr dazu kommen zu überlegen: „Setze ich jetzt wieder die Grenze oder nicht?“ und „Kann dann mein Kind da wieder mit mir diskutieren?“. Das ganze ist ein sehr schwieriges und sehr komplexes Thema. Konsequenz ist sozusagen der sechste Schritt vor dem ersten. Es gibt ganz viele Schritte vorher, und Eltern sind eigentlich schon mit sich selber nie konsequent gewesen, wenn sie mit ihren Kindern auch nicht konsequent sind. Das strahlen sie auch aus, sie sind dann unsicher. Oft geht es den Kindern gar nicht um die Sache, sondern Kindern geht es auch oft um Sicherheit. Ich habe das auch so in meinem Buch beschrieben. Konsequenz, Grenzen setzen usw. ist eigentlich auch etwas ganz Haltgebendes, etwas, das Sicherheit gibt – wie ein Haus, in dem man geborgen ist. Ich weiß dann, dass ich mich in einem bestimmten Freiraum bewegen kann. Den umgeben zwar auch Grenzen. Aber diese Grenzen schützen mich ja auch, vor Wind und vor Regen, es ist ein Dach oben drüber und ich kann auch mal die Tür zumachen. Das finde ein sehr schönes Bild, weil es Halt geben muss für die Kin-der. Knigge: Das Wichtigste ist also für Sie, wenn Sie liebevoll konsequent sagen, dass ein Kind wissen muss: Egal was passiert, es gibt die Liebe meiner Eltern … Saalfrank: Ja, genau, es gibt immer eine Basis, und man kann über alle Dinge reden. Auch wenn vielleicht einmal eine Beziehungspause da ist, im Sinne von: „Jetzt bin ich gerade wütend, und ich möchte jetzt gerade nicht mit Dir sprechen. Wir klären das später“. Knigge: Aber das heißt dann nicht, dass die Liebe der Eltern weg ist. Saalfrank: Ja, genau. Deswegen darf auch nie mit Liebesentzug drohen. Und das geht oft schneller, als man möchte. Man selber setzt eine Grenze, und das Kind versteht es wieder ganz anders. Das ist sehr diffizil. Knigge: Frau Saalfrank, eingangs haben Sie ja gesagt, womit Sie Knigge eigentlich in Verbindung bringen. Kommen wir einmal zum Thema Manieren. Spielen Manieren heute eine Rolle in der Erziehung, was beobachten Sie? Haben Sie da Wünsche, eher mehr, eher weniger? Wie sehen Sie das persönlich? Saalfrank: Ich sage einmal so: Als Familienberaterin, Pädagogin ist es für mich eher unwesentlich, weil es nicht die Sache ist, um die es geht. Manieren sind ein Verhalten, das gelernt wird, ein Verhalten, das abgefragt wird. Dabei geht es eher da darum: Kann jemand gerade sitzen? Weiß jemand, dass er am Tisch nicht mit vollem Mund spricht? Weiß jemand um die Umgangsformen, hat er das gelernt? Das ist eigentlich alles. Dagegen muss ich in den Familien sehr genau hinsehen, wo ein Verhalten herkommt. Dabei handelt es sich oft eher um etwas Unbewusstes, und es geht mir auch nicht darum, ein Verhalten umzutrainieren. Man könnte ja Manieren z. B. auch antrainieren, ohne dem Kind zu erklären: „Du musst jetzt gerade sitzen, weil …“. Mir geht es darum, dass die Gründe für ein Verhalten hinterfragt werden. Das gilt auch für Manieren. Es ist doch keinem damit per se geholfen, wenn ein Kind durch antrainierte Manieren angepasst ist. Ich komme auch in Familien, wo Kinder komplett angepasst sind, wo sie bei Tisch nicht reden dürfen, wo sie mit Messer und Gabel essen und trotzdem total unglücklich sind. Und das ist eher der Punkt, wo ich mit meiner Beratung ansetze. Im menschlichen Miteinander, was durchaus lebendig sein soll, sein darf, muss sogar. Und ich habe immer ein bisschen Angst, wenn Manieren ins Spiel kommen, dass die Lebendigkeit dadurch wegfällt. Knigge: Manieren werden in der Tat oft mit Manipulation in Verbindung gebracht, nach dem Motto: Wahre Herzensbildung ist viel wichtiger als alles andere. Haben Sie denn auch tatsächlich schon so kleine Teufel erlebt, die sich hervorragend benehmen, gerade sitzen, ordentlich essen und so weiter? Saalfrank: Ich spreche nicht so gerne von „kleinen Teufeln“. Das ist so ein Bild, das man dann hat. Ich werde oft gefragt: „Gibt es denn das?“ oder „Warum müssen denn Kinder frech sein?“ oder „Können die nicht mal still sein?“ oder so etwas. Das ist zwar nicht das, was ich möchte. Und von mir wird oft gerade erwartet, dass hier etwas tue. Dass ich mit dem Finger schnipse, und dann benehmen die Kinder sich. Bei mir ist es viel existentieller. Da geht es wirklich darum, miteinander zu sprechen. Wie spricht man miteinander? Wie sehe ich dem anderen in die Augen? Das sind viel grundlegendere Dinge, als dann am Tisch miteinander zu sitzen, wobei auch das ein wichtiges Thema ist. Es kommt durchaus vor, dass ich manchen Familien auch mal sage: „Also, Ihr hängt hier am Tisch, “ - das hat es auch schon gegeben - „erwartet von den Kindern, dass sie gerade sitzen, schreit die Kinder an, erlaubt ihnen nicht mitzusprechen, aber Ihr sitzt selber am Tisch und lasst Euch hängen!“. Das spreche ich schon auch mal an. Ich sage aber auch, dass ich es wichtig finde, dass man auch mal hängen darf. Man muss nicht immer gerade sitzen, aber wenn man dann wirklich in einer größeren Gesellschaft ist, dann haben die Menschen natürlich leichter, wenn sie wissen, wie man sich verhält. Knigge: Also: Sie finden Manieren zwar nützlich und richtig, aber Sie sagen, das ist nicht mein eigentliches Thema und es ist nicht das Problem, weswegen ich gerufen werde. Saalfrank: Genau. Knigge: Dennoch die Frage an die Erziehungsexpertin: Ab wann meinen Sie denn, dass Manieren doch eine Rolle spielen sollten in der Erziehung? Dürfen Vierjährige noch schmatzen? Saalfrank: Das hängt ein bisschen mit der Frage zusammen, wann die Erziehung überhaupt eigentlich anfängt. Wenn ein kleines Kind noch überhaupt keine Zähne hat und noch nicht richtig gerade sitzen kann und im Essen rummanscht, ist es natürlich unsinnig, über Schmatzen reden zu wollen. Ich finde es übrigens erst einmal wichtig, dass Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und dass das Thema Manieren dann etwas Selbstverständliches wird. Sobald man sagt: „So, und heute machen wir mal Manieren“ oder „Heute fangen wir mal damit an“, ist es schon – für meine Begriffe – schief gelaufen. Es sollte eher etwa Selbstverständliches sein. Kinder, die zu Hause erleben, dass Eltern nicht mit der Suppe rumspritzen oder nicht am Tische hängen, die werden auch mal zwischendurch im Gespräch am Tisch gesagt bekommen: „Nimm die Füße runter!“ oder „Setz Dich gerade hin!“. Vielleicht wird das dann auch mal ein Thema sein am Tisch. „Warum ist das so?“ fragen dann Kinder, „Warum muss ich das?“ – „Warum sitze ich auf dem Stuhl und nicht auf dem Tisch?“. Mann kann das durchaus aufnehmen, aber es sollte etwas Selbstverständliches bleiben. Die rabiaten Methoden von früher, wie etwa ein Buch auf dem Kopf zu legen, wenn man nicht gerade sitzt, oder die Ellenbogen aufzustampfen, wenn der mal auf den Tisch gelegt wurde, finde ich nicht sinnvoll. Aber ich denke, da sind wir uns auch einig. Knigge: Wir sind uns vollkommen einig. Das entscheidende haben Sie eigentlich gerade schon gesagt: Die Eltern müssen es vormachen. Saalfrank: Genau, es sollte ein Vorbild geben. Knigge: Das gilt ja wahrscheinlich in jeder Hinsicht, nicht nur, wenn es um Manieren geht. Saalfrank: Ja, genau, deswegen bin ich der Auffassung, dass man das Thema Manieren nicht isoliert betrachten kann. Nicht umsonst denkt man oft: „Wo sollen die Kinder das wohl gelernt haben?“. Knigge: Und man erwischt sich ja auch selber oft dabei, wie man dann schnell noch versucht, die Kurve zu kriegen, wenn einem gegenüber einem Kind fast ein „Sch..-Wort“ herausgerutscht wäre. Saalfrank: Tja, manchmal sagt man eben auch mal „Sch..“. Besonders beim Autofahren, nette Situation, wo man sich wirklich unter Kontrolle haben muss. Knigge: Was halten Sie eigentlich von Internaten? Saalfrank: In welcher Hinsicht? Knigge: Ist es gut oder schlecht? Ganz platt gefragt. Saalfrank: Ich sage mal so, ich persönlich wäre traurig, wenn meine Kinder im Internat wären, weil ich einfach mit meinen Kindern gerne lebe. Ich bin gerne dabei, wenn sie morgens aufwachen. Ich wecke sie gerne, ich frühstücke gerne mit ihnen, ich versorge sie gerne. Das geht einfach alles verloren, und das fände ich schade. Aber ich kann nicht sagen, dass ich Internate schlecht finde. Es gibt ja ganz tolle Bücher über Internate, „Hanni und Nanni“ ist ja eines der berühmtesten. Das fand ich als Kind wunderbar und ich habe wie bestimmt viele gedacht: „Ach, wäre das schön“. Auch bei mir stand das Thema Internat dann irgendwann einmal zur Debatte, aber da wollte ich dann doch nicht. Ich denke, es hängt immer von den Lebensumständen der Familie ab. Es gibt sicherlich auch Familien, in denen das sinnvoll ist, wenn die Familien das für sich so entscheiden oder auch die Kinder. Dann bin ich der Letzte, der sagt, das ist nicht gut. Nur ich für mich persönlich möchte soviel Zeit wie möglich mit meinen Kindern verbringen, solange sie noch so bedürftig sind und mich noch brauchen. Denn der Moment in dem die Kinder dann sagen: „Danke, das war’s“, oder sogar vielleicht eigene Kinder haben und gar nicht mehr da sind, kommt viel schneller, als man glaubt. Knigge: Und das ist dann der Moment, in dem die Eltern ihre Kinder doch ziehen lassen müssen. Saalfrank: Das Loslassen ist wahrscheinlich die größte Aufgabe für Eltern. Das fängt schon an, wenn man Kinder geboren hat. Da hat man ja schon das erste Mal losgelassen. Zunächst ist eine ganz enge Verbindung da, die dann immer weiter wird. Erst lernt das Kind laufen, das ist ein großer Schritt, dann kommt der Kindergarten, und man muss wieder loslassen. Die ersten Kränkungen, Verletzungen, Schule. Dann geht es zum ersten Mal alleine auf einen Kindergeburtstag und so weiter. Und manche müssen früher loslassen. Ich habe Glück, meine Kinder wollen das zum Glück noch nicht. Aber andererseits wollen die auch schon viele Sachen, bei denen ich denke, na, das könnte ich mir auch anders vorstellen. Knigge: Aus irgendeinem Film ist mir mal eine Auseinandersetzung zwischen Vater und Mutter in Erinnerung geblieben, in der der Vater sich über zu viel Nähe zwischen Mutter und Kind beklagte. Die Mutter antwortete mit dem schönen Satz: „Es ist ganz und gar unmöglich, seine Kinder zu sehr zu lieben“. Stimmt das? Oder gibt es ein Zuviel an Nähe? Saalfrank: Ja, ein Zuviel an Nähe gibt es auf jeden Fall. Aber ganz sicher gibt es kein Zuviel an Liebe. Das ist genau die Differenzierung. Man kann jemanden auch aus der Ferne lieben. Und man muss auch loslassen können. Etwa wenn der Sohn mit 14 sagt: „Ich will jetzt weg“, dann heißt das nicht: „Ich liebe Dich nicht mehr“. Und wenn eine Mutter loslässt, heißt das auch nicht: „Jetzt höre ich auf, Dich zu lieben“. Es ist ja etwas da, das ja nicht aufhört. Aber es ist vielleicht zu viel Nähe da gewesen. Wie auch immer. Für viele Familien ist gerade das heutzutage ganz schwer: Nähe und Distanz zu regeln. Knigge: Vielen Dank für das Gespräch!
 

Karneval

Karneval
Verleitet durch Maskerade und erhöhtem Alkoholpegel werden in Deutschland wieder Grenzen überschritten. Doch auch für die Zeit des bunten Treibens gibt es einige Regeln. Alkoholkonsum Verwechseln Sie Karneval nicht mit einem pubertären Kampftrinken. Trinken Sie nur soviel, wie Sie vertragen. Andernfalls kann sich dies sehr negativ auf Ihr Wohlbefinden auswirken. Maskierungen Wenn Sie auf Prunksitzungen oder zu Umzügen gehen, ist es durchaus spaßfördernd, sich phantasievoll in Szene zu setzen. Verletzen Sie dabei aber nicht das allgemeine Schamgefühl; oben ohne als Kannibalin zu gehen könnte Probleme schaffen. Eine Verkleidung mit Maske, die Sie anonymisiert, gibt Ihnen nicht die Berechtigung für all jenes, das Sie sich sonst zu recht nicht erlauben würden. Also keine Küsse, Berührungen oder Umarmungen, die sich eine andere Person nicht ausdrücklich von Ihnen erwünscht. Ausstattung Gehen Sie zur Faschingsparty oder auf den Rosenmontags-Umzug ist es ratsam, unnötigen Ballast zu Hause zu lassen. Große Taschen oder Rucksäcke sind im Gedränge unpraktisch und kommen leicht abhanden. Am besten tragen Sie Ihre Wertsachen direkt am Körper, das schafft Platz und ist sicher. Denn Sie sollten nicht vergessen: Die 5. Jahreszeit ist auch Hochsaison für Trick- und Taschendiebe! Persönliche Voraussetzungen Wenn Ihnen viele Menschen Angst bereiten, Sie gar unter einer Phobie leiden, sind solche Freizeitaktivitäten sicherlich nicht das Richtige für Sie. All jenen, die sich ins Getümmel stürzen wollen, sei angeraten ab und zu vor die Kneipentüre zu gehen, um ein bisschen Frischluft zu inhalieren. Beim Umzug am Faschingssonntag treten Sie ruhig aus der ersten Reihe mal zurück und kommen Sie etwas zur Ruhe. Stundenlanges Halli-Galli greift auch das stärkste Nervenkostüm früher oder später an. Sollten Sie jedoch von all dem närrischen Treiben sowieso nichts halten, rät knigge.de alle „gefährdeten Bereiche“ wie Kneipen, Säle, Straßenumzüge u.v.m insbesondere zwischen dem 17. und 21. Februar zu meiden. Wir interessieren uns sehr für Ihre Meinung! Berichten Sie uns doch im knigge.de-Forum, wie Sie`s mit der 5. Jahreszeit halten.
 

Kaviar

Kaviar
Kaviar ist nicht gleich Kaviar Beim Kaviar handelt es sich um den gereinigten sowie gesalzenen Rogen, also um die Eier, des Störs. Man unterschiedet dabei qualitativ in: Beluga-Kaviar, Osietra-Kaviar sowie Sevruga-Kaviar. Fanggründe sind das Schwarze, Asowsche sowie vor allem das Kaspische Meer. Diese Delikatesse wird entsprechend ihres exklusiven Preises auch als „Schwarzes Gold“ bezeichnet. So kostet ein Kilogramm Beluga-Kaviar, das ist die teuerste Qualität, ab 2.000 Euro die Dose. Es gibt jedoch auch außerhalb Russlands Kaviar-Ersatz-Produktionen, wie zum Beispiel in Norwegen, Nordamerika oder auch in Deutschland. Dabei stammt der Rogen vom Seehasen, oder dem Lachs, und besitzt, ganz im Gegensatz zum „Schwarzen Gold“ aus den russischen Gewässern, eine orange-rote Farbe. Wie sollte man Kaviar verzehren? Generell gilt auch beim Kaviar: Je fangfrischer desto besser. In luftdichten Dosen abgepackt hält sich dieser zwar bei korrekter Lagerung bis zu 12 Monaten. Informieren Sie sich aber vor dem Kauf auf alle Fälle über das Verpackungsdatum. Zum Verzehr empfehlen sich spezielle Kaviar-Bestecke und Servier-Schalen aus Perlmutt oder Gold. Mit Silber, oder Edelstahl sollte das „Schwarze Gold“ nicht in Berührung kommen. Denn durch die Metalloxidationen würde sich dessen Geschmack erheblich verschlechtern. Der Fachmann testet den Kaviar, indem er eine kleine Portion auf den Handrücken streicht und ihn von dort mit dem Mund aufnimmt. Bleibt danach die Hand geruchsfrei sowie ohne fischigen Ölfilm, ist der Kaviar frisch. Was sollte man dazu reichen? Da der exklusive Kaviar doch meist nur bei festlichen Ereignissen serviert wird, sollte er ohne viel Schnörkel - möglichst pur - genossen werden. Wie zum Beispiel auf Blinis oder hauchdünnem Toast. Aber auch auf Tartlets und Kanapees lässt er sich genießen. Als Getränk werden Champagner sowie trockene, edle Weißweine gereicht; in Russland aber natürlich auch Wodka dazu getrunken.
 

Keine Benimm-Fibel

Keine Benimm-Fibel
Dabei handelt es sich vielmehr um ein Werk, indem über den Umgang mit Messer und Gabel überhaupt nichts zu finden ist, umso mehr sagt es aber viel über den Umgang mit Menschen aus. Der Leser findet dort scharfsichtige und treffende Beobachtungen zu allerlei Spielarten menschlicher Charakterzüge, die bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben. Sein Gegenüber in seiner Individualität zu würdigen und sich selbst in diesem Kontext zu sehen, ist das Anliegen des Freiherrn Knigge und somit eine zeitlose Grundlage für das alltägliche "gute Benehmen." Das Buch ist keineswegs schwierig zu lesen, wenn man sich einer Ausgabe in moderner Schreibweise bedient. Denn man sollte nicht vergessen: der Autor verfasste diese Abhandlung bereits im Jahre 1788. Zwar ist das Thema anspruchsvoll - dennoch vermittelt diese Lektüre Einsichten und Erkenntnisse von aktuellem und hohem Wert. Versuchen Sie es doch einmal. Auf knigge.de finden Sie jeden Donnerstag einen neuen Dialog mit Adolph Freiherr Knigge
 

Kinder im Wandel der Zeit

Kinder im Wandel der Zeit
„Die Jugend von heute…“, „Das hätte es früher nicht gegeben!“, „Früher war alles besser!“ Das und ähnliches empfindet jede Generation wenn Sie auf eine andere schaut. Selbst wenn ein Schüler der 9. Klasse einen Schüler der 7. Klasse sieht denkt er das. Woran mag das liegen? Ganz einfach: der einzelne Mensch entwickelt sich weiter. Sehen Sie sich alte Bilder aus Ihrer Schulzeit an, die Frisur, den Pulli und die Hose würden Sie heute auf keinen Fall kaufen, SIE sind gereift.Außerdem sind die Menschen verschieden und man sollte bei seinem Gegenüber, ganz gleich welchen Alters, nicht die gleichen Maßstäbe ansetzen wie bei sich selber. Man kann zwar eigene, liebgewonnene und lobenswerte Verhaltensweisen vermissen, aber Sie sollten Andere nicht andauernd kritisieren, bevormunden und verändern wollen.
 

Kindheit und Studium: 1752-1771

Kindheit und Studium: 1752-1771
1752 Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigge wird am 16. Oktober in Bredenbeck bei Hannover geboren. Er ist das zweite Kind von Philipp Carl Ernst Freiherr Knigge und Louise Wilhelmine, die ebenfalls eine geborene Freiin Knigge ist. Adolphs Eltern waren miteinander verwandt, so dass Adolphs Mutter zugleich seine Cousine 2. Grades, sein Vater zugleich sein Onkel war – für damalige Zeit durchaus nichts Ungewöhnliches. Sein Vater Philipp Carl ist promovierter Jurist und Hofgerichtsrat, kurfürstlich Hannoverscher Oberhauptmann und als Besitzer der Rittergüter Bredenbeck und Pattensen Mitglied der Calenbergischen Ritterschaft. Das Rittergut Bredenbeck, auf welchem Knigge geboren wird, befindet sich bereits seit Anfang des 14. Jahrhunderts im Besitz der Familie. Der Urgroßvater Adolphs, Friedrich Ulrich von Knigge, tut sich als Kaiserlicher Obrist zu Ross sowie Kurfürstlich kölnischer und Kurfürstlich sächsischer Kriegsrat in den Türkenkriegen hervor und wird hierfür im Jahr 1665 von Kaiser Leopold zusammen mit seinem Bruder Jobst Hilmar in den Reichs- und erbländisch österreichischen Freiherrenstand erhoben. 1763 Die Mutter Knigges stirbt am 8. Juli mit nur 33 Jahren. Sie wird später als „häuslich, sparsam, sanft und verständig“ charakterisiert. Knigge selber schreibt über seine frühe Kindheit: „Ich war in der ersten Erziehung ein wenig verzärtelt und durch große Aufmerksamkeit , deren man meine kleine Person früh gewürdigt hatte, gewöhnt worden, sehr viel Rücksichten von anderen Leuten zu fordern“ . 1765 Knigge wird in das Erziehungsinstitut des hannoverschen Kammersekretärs Augspurg gegeben. Er wird von Johann August Schlegel konfirmiert, dem Vater der Brüder Johann August Wilhelm und Friedrich Schlegel. 1766 Am 11. Oktober, kurz vor Knigges 14. Geburtstag, stirbt auch der Vater im Alter von 43 Jahren. Dieser hat von seinem Sohn offenbar keine besonders hohe Meinung gehabt, jedenfalls schreibt die Tochter Adolphs in ihrer 1823 erschienenen kurzen Biographie über ihren Vater, dass „der alte Knigge sich überhaupt wenig um die Erziehung des Sohnes, den er für einen Dummkopf hielt, bekümmerte“. Ganz so schlecht kann die frühe Erziehung Knigges in seinem Elternhaus nicht gewesen sein, vor allem verschaffte ihm eine frühe und nachhaltig wirkende Begegnung mit der Freimaurerei, der sein Vater anhing. Der Vater war überhaupt offenbar eine höchst originelle Gestalt, zugleich fortschrittlich – er ließ sich ohne weiteres von bürgerlichen Professoren die Doktorwürde verleihen – und altmodisch, in seiner Lebensweise offenbar noch stark der barocken Prachtentfaltung verhaftet. Die große Lebensfreude war offenbar auch der Grund, warum Adolph nicht in den Genuss seines Erbes kommen konnte. Abb.: Philipp Carl Freiherr v. Knigge: De Natura et Indole Castrorum in Germania, Dissertation Göttingen 1747. Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel Philipp Carl Ernst hinterlässt seinem Sohn neben„ der goldenen Uhr und dem Schreibbüro rund 130.000 Reichstaler Schulden. Die Gläubiger des Vaters setzen durch, dass das Rittergut Bredenbeck unter Zwangsverwaltung kommt – eine Zwangsversteigerung oder ähnliches ist nicht möglich, da das Gut zum damaligen Zeitpunkt nicht persönliches Eigentum des Gutsherrn, sondern als Lehen an die Familie gebunden war. Sequester wird der hannoversche Anwalt Siegmund Christian Vogel, mit welchem Knigge zeitlebens erbitterte Kämpfe und Prozesse um die Verwaltung führt. Aus den Erträgen seiner Güter erhält Knigge eine jährliche Apanage von 500 Reichstalern. Mit dieser für einen jungen Mann seines Standes mageren finanziellen Ausstattung blieb er bei seinem Erzieher Augspurg, zu seinen Vormündern wurden zwei hannoversche Geheimräte bestellt. 1769 Am 23. Oktober 1769 immatrikulierte Knigge sich an der Universität Göttingen für ein Studium der Rechtswissenschaften. Er wohnte im Hause des Verlegers Johann Christian Dieterich und war so ein Hausgenosse von Georg Christoph Lichtenberg. Diese Begegnung hat im Werk Lichtenbergs keine Spuren hinterlassen, was daran liegen mag, dass dieser 10 Jahre älter war als Knigge und schon kurz nach dessen Einzug bei an der Universität Göttingen eine außerordentliche Professur erhielt. 1771 Knigge besuchte die Schwester seiner Mutter, Juliane Ernestine v. Althaus, die mit dem Landgräflich hessen-kasselischen Geheimrat und Minister Moritz Wilhelm von Althaus verheiratet war. Durch ihre Intervention gelang es, Knigge eine bezahlte und standesgemäße Stellung zu erlangen: am 19. März 1771 ernannte Landgraf Friedrich II. von Hessen Kassel ihn zum Hofjunker und kurz darauf zum Assessor der Kriegs- und Domänenkammer, was man als das Wirtschaftsministerium der Landgrafschaft bezeichnen kann. Zum Abschluss seines Studiums erhielt Knigge noch ein Jahr Urlaub, so dass er wieder nach Göttingen zurückkehrte und sich vor allem wirtschaftswissenschaftlichen Themen widmete. Abb.: Urkunde des Landgrafen Friedrich II., Kassel, 22.3.1771: Knigge wird zum Assessor bei der Kriegs- und Domänenkammer ernannt. Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel
 

Kleiderordnung im Sommer

Kleiderordnung im Sommer
Männer Don`ts: Muskel-Shirts sind unakzeptabel! Auch nackte Männerfüße in Sandaletten oder Badelatschen will niemand sehen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil das starke Geschlecht kaum bei der Pediküre anzutreffen ist. Städter sollten sich unbedingt die Kombination Shorts + Sandale + Herrensocke verkneifen. Denn das wäre dann wirklich ein Fall für eine etwaige „Stilpolizei“. Und: in einem solchen Outfit wird man keinen Römer durch die ewige Stadt flanieren sehen! Dos: Langarmhemden, entweder aus kühler Sommerwolle, dünner Baumwolle oder luftigem Leinenstoff. Möglich wäre hier auch das klassisch geschnittene Pique-Hemd mit Kurzarm. Dazu lässt sich eine etwas weiter geschnittene Hose aus einem der drei Materialien kombinieren. Denn entgegen dem allgemeinen Glauben, kühlt eine lange, dünne Hose weit mehr durch den permanenten Luftstrom, der so an den Beinen entlang entsteht. Also Ventilation inklusive. In einem Anzug aus Baumwolle, Leinen oder besagter Sommerwolle – diese ist preislich etwas teurer – kommt niemand richtig ins Schwitzen. Wenn doch, kann dies an der Beimengung von Synthetikfasern liegen. Krawattenlos ist dann völlig in Ordnung, wenn der Träger stilvoll in einem leichten Jackett und Oberhemd den Sommer genießt. Frauen Don`ts: Auch bei hohen Celsius Graden darf frau sich nicht entkleiden. Deshalb ist bei öffentlichen Auftritten für die Damenwelt über 18 absolutes Tabu: Spaghettiträger und bauchfrei! Auch nackte Füße in Flip-Flops oder Schlappen sollte die Städterin umgehen. Viel besser eignen sich im Sommer zum Beispiel Slingpumps, die vorn geschlossen sind und hinten durch ein Riemchen gehalten werden. Dos: Den hohen Temperaturen angemessen sind Kostüm oder Etuikleid aus einem leichten Baumwoll- oder Leinenstoff. Jetzt im Sommer gerne in helleren Farben. Wenn es schon ärmel- oder trägerlos sein soll, dann bietet sich die Kombination Kleid mit einem leichten Strickjäckchen an. Dieses kann leger über den Schultern getragen werden. So werden unerwünschte Achselblicke vermieden. Beim Tragen von T-Shirts sollte der dazu passende, leichte Sommerblazer nicht vergessen werden. Last but not least: bei Röcken sollte frau darauf achten, dass diese eine handbreit unter dem Knie enden. Denn auch hier gilt wie oben rum: der Mini bleibt den Teenagern vorbehalten!
 

Kleidung

Kleidung
 

Knigge

Knigge
 

Knigge für Kinder

Knigge für Kinder
 

Knigge im Gespräch - Achtsamkeit in der Ehe

Knigge im Gespräch - Achtsamkeit in der Ehe
knigge.de: Auch in der Ehe spielen Manieren - vor allem Achtung und Höflichkeit - eine Rolle. Was meinen Sie dazu Baron Knigge? Baron Knigge: Man setze nie gegeneinander jene Höflichkeit aus den Augen, die sehr wohl mit Vertraulichkeit bestehen mag und die die Menschen mit feiner Erziehung bezeichnet. kd: Langweilt sich ein Ehepaar nicht irgendwann miteinander? BK: Man sorge dafür, dass man durch oft wiederholte Gespräche über dieselben Gegenstände nicht langweilig sei, dass man sich nicht so auswendig lerne, dass jedes Gespräch unter vier Augen lästig scheint und man sich nach fremder Unterhaltung sehnt. kd: Was empfehlen Sie in diesem Fall? BK: Wer gute Bücher liest, Gesellschaften besucht und nachdenkt, der wird leicht neuen Stoff zu interessanten Gesprächen finden. kd: Ein reges gesellschaftliches Leben belebt eine gute Ehe? BK: Ja, denn neuer Stoff reicht nicht aus, wenn man den ganzen Tag müßig einander gegenüber sitzt. kd: Was ist im Alltag noch förderlich für ein gutes Zusammenleben? BK: Man soll sich zu Hause nicht zu viele Unmanierlichkeiten erlauben, keine plumpen Ausdrücke annehmen noch nachlässig an seinem Körper und Kleidung werden. kd: Achtung und Zuneigung spielen offensichtlich bis zum Ende unserer Tage eine wichtige Rolle? BK: Wer Achtung und Zuneigung als Pflicht fordert, der muss auch Achtung und Zuneigung zu verdienen wissen. Wer erwartet, dass sein Partner ihn unter allen Menschen am meisten ehren und lieben soll, der verlasse sich nicht darauf, dass man es sich am Altar versprochen hat. kd: Der Altar ist also nicht das Ziel sondern der Beginn eines lebenslänglichen Abenteuers? BK: Sorgsame Aufmerksamkeit füreinander in allen Rücksichten ist das sicherste Mittel, der beständig fortdauernden Zärtlichkeit seiner Ehehälfte gewiss zu sein. kd: Beugt Aufmerksamkeit Seitensprünge vor? BK: Personen, mit denen wir seltner umgehen, zeigen sich immer von der besten Seite und schmeicheln uns mehr als die, mit denen wir leben. kd: Sind solche Schmeicheleien von Dauer? BK: Diese Eindrücke verschwinden, vor allem wenn die Ehepartner damit fortfahren, sich zu achten, und wenn sie keinen niedrigen Neid, keine närrische Eifersucht blicken lassen, die ohnehin nie gute, sondern allemal schlimme Folgen haben. kd: Gegenseitige Achtung und eine Portion Gelassenheit regeln das Übrige? BK: Liebe und Achtung lassen sich nicht erzwingen, nicht ertrotzen. Ein Herz, das bewacht werden muss, ist wie der Mammon eines Geizigen, mehr eine unnütze Last als ein wahrer Schatz. Widerstand reizt. Keine Wachsamkeit ist so groß, dass sie nicht hintergangen werden könnte. kd: Welche Rolle spielt Aufrichtigkeit in der Ehe? BK: Bei einem Bande, das auf gegenseitiger Hochachtung beruhen muss, darf man sich durchaus keiner schiefen Mittel bedienen. kd: Wie meinen Sie das? BK: Glaubt meine Frau, ich könne in der Tat meine Zärtlichkeit ihr gegenüber für eine Fremde aufopfern, so muss das ihre eigene Achtung mir gegenüber vermindern, und merkt sie hingegen, dass ich nur ein Spiel mit ihr treiben will, so ist das mehr als verlorene Arbeit, die noch obendrein oft ernstliche Folgen haben kann. Illustrationen - Christina Pfeiffer
 

Knigge im Gespräch - Liebe und Eifersucht

Knigge im Gespräch - Liebe und Eifersucht
Knigges Augenmerk lag in dem achtsamen Umgang miteinander und mit sich selbst. Mit Verliebten und mit Eifersüchtigen. knigge.de: Letzte Woche waren wir bei der Liebe und heute landen wir bei der Eifersucht. Ist das unweigerlich so? Baron Knigge: Zittre vor der Eifersucht und der Rache einer Frau, deren Liebe du verschmäht hast, oder für welches Dein Herz nicht mehr spricht, wenn sie Deiner – sei es nun aus Lust oder Eitelkeit, aus Vorwitz oder Eigensinn – noch begehrt! kd: Was hat man sonst noch über Frauen in Ihrer Zeit gesagt? BK: Das schöne Geschlecht liebe nie mit so gänzlich treuer Ergebung als wir Männer; Eitelkeit, Vorwitz, Lust an Abenteuern oder körperliche Bedürfnis sei es nur, was sie hinreiße zu uns, und man dürfe nicht lange auf Treue rechnen. kd: Machten alle Männer diese Erfahrung? BK: Nein. Andere Männer beschreiben mit den reizendsten Farben die Beständigkeit, die Innigkeit und das Feuer eines weiblichen, von Liebe erfüllten Herzens. kd: Die Meinungen gehen da ganz schön auseinander. BK: Ja, Erstere schreiben Frauen eher Sinnlichkeit und Reizbarkeit als edlere Gefühle zu und sagen, es sei nur Grimasse, wenn Frauen ihre Männer glauben machten, sie hätten ein sehr kaltes Temperament. kd: Und was sagen die wohlwollenden Männer? BK: Diese behaupten: Die reinste, heiligste Liebe, ohne Begehren, ja! Auf gewisse Art ohne Leidenschaft, diese göttliche Flamme, könne nur in weiblichen Seelen in ihrer ganzen Fülle wohnen. Kd: Wer hat Ihrer Meinung nach recht? BK: Das mögen diejenigen entscheiden, denen eine größere Kenntnis des weiblichen Herzen zu eigen ist. kd: Nun, Sie waren im Umgang mit Frauen viele Jahre ein aufmerksamer Beobachter, wagen Sie kein Urteil? BK: Die Erfahrenen können über den Charakter der Frauen kühler, unparteiischer, mit mehr Scharfsinn und mit gründlicherer Vernunft als ich urteilen. kd: Was macht es so schwierig? BK: Zu entscheiden, aus welcher Quelle Liebe zu entspringen pflegt und welche Eigenschaften diese Liebe hat, wenn einmal die Seele davon ergriffen ist. kd: Finden Sie sich in der Liebe zurecht? BK: Ohne einem von beiden Geschlechtern zu nahe zu treten, getraue ich mir zu behaupten, dass wir Männer an Treue und gänzlicher Hingabe in der Liebe wohl schwerlich die Frauen übertreffen können. kd: Das klingt versöhnlicher. BK: Leichtsinnige Gemüter findet man unter Männern wie unter Frauen. Hang zur Abwechslung ist dem ganzen Menschengeschlechte eigen. kd: Und wie ist es mit den Glücksmomenten in der Liebe? BK: Die glücklichsten Augenblicke in der Liebe sind da, wo man sich noch nicht gegeneinander mit Worten entdeckt hat, und doch jede Miene, jeden Blick versteht. kd: Schweigt der Verstand für einen Moment? BK: Die wonnevollsten Freuden sind die, welche man mitteilt und empfängt, ohne dem Verstand davon Rechenschaft zu geben. kd: Ist es angebracht, gleich Hochzeitspläne zu schmieden? BK: In den Jahren, in welchen so gern das Herz mit dem Kopfe davonläuft, baut so mancher das Unglück seines Lebens durch übereilte Eheversprechen. kd: Vergisst man im Taumel der Liebe, wie wichtig ein solcher Schritt ist? BK: Man verbindet sich auf immer und ewig mit einem Geschöpf, das sich den von Leidenschaft geblendeten Augen ganz anders darstellt, als es nachher die nüchterne Vernunft kennen lehrt, und dann hat man sich eine Hölle auf Erden bereitet. kd: Können wir nächste Woche darüber weiter sprechen? Meine Kutsche ins Jahr 2007 fährt nämlich gleich ab.
 

Knigge im Gespräch - Liebe und Eifersucht II

Knigge im Gespräch - Liebe und Eifersucht II
knigge.de: Der Frühling ist nun endlich eingezogen und die Liebe hat nun Zeit zum reifen. Was sagen Sie über eine erfüllte Ehe? Baron Knigge: Eine weise und gute Wahl bei Knüpfung des wichtigsten Bandes im menschlichen Leben, ist freilich das sicherste Mittel. kd: Worauf sollte man bei seiner Wahl achten? BK: Wenn Menschen widersprechende, sich durchkreuzende Neigungen und Wünsche und verschiedenes Interesse hegen, ist das eine höchst traurige Lage. Eine Existenz voll herber Aufopferung, ein Stand der schwersten Sklaverei, ein Seufzer unter den eisernen Fesseln der Notwendigkeit, ohne Hoffnung auf Erlösung. kd: Das ist ja für beide Ehepartner betrüblich. BK: Nicht weniger unglücklich ist dieser Bund, wenn auch nur von einer Seite Unzufriedenheit und Abneigung die Ehe verbittert. kd: Und wenn ein Partner immer nur fordert? BK: Wenn der eine Teil immer nur empfangen, nie geben will, unaufhörlich fordert, Befriedigung aller Bedürfnisse, Hilfe, Rat, Aufmerksamkeit, Unterhaltung, Vergnügen, Trost im Leiden – und dagegen nichts leistet, sind beide unglücklich. kd: Ist es in jungen Jahren möglich, eine gute Wahl füreinander zu treffen? BK: Man ist in den Jahren der Jugend weniger geschickt zu weiser Wahl, andererseits ist man noch geschmeidiger, leichter zu leiten, zu bilden und nachgiebiger, als im reifen Alter. kd: Nimmt mann die Sachen nicht so genau, wie im Alter? BK: Entstehen unter jungen Eheleuten Zwistigkeiten, ist die Versöhnung leichter, und wenn der Körper mitspricht, wird oft der heftigste Streit durch eine einzige eheliche Umarmung wieder geschlichtet. kd: Kommen gleiche Temperamente besser miteinander aus? BK: Ich glaube nicht, dass eine völlige Gleichheit der Temperamente, Neigung, Fähigkeiten und Geschmack erforderlich ist, um eine frohe Ehe zu stiften. kd: Führt das Gegenteil zum Glück? BK: Nur nicht in zu hohem Grade. Mancher Haushalt würde zu Grunde gehen, wenn beide Eheleute gleichviel Lust an Aufwand, Pracht, Üppigkeit und Geselligkeit hätten. kd: Immerhin will auch der Alltag gemeistert werden... BK: Man wird Gelegenheit genug haben, einer mit des anderen Fehlern und Launen bekannt zu werden. Wichtig ist es, Mittel zu erfinden, sich dann nicht gegenseitig lästig, langweilig, nicht kalt, gleichgültig gegeneinander zu werden oder gar Ekel und Abneigung zu empfinden. kd: Müssen wir uns verstellen? BK: Nein, aber eine gewissen Achtsamkeit auf sich selbst und der möglichsten Entfernung all dessen, was sicher widrige Eindrücke macht, sollte man pflegen. kd: Ging bei Ihren Liebesbeziehungen immer alles glatt? BK: Leider nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, wie grausam eine Frau werden kann, als eine sich von mir beleidigt fühlte. kd: War das ein unbesonnener Schritt in Ihrer Jugend? BK: Ja, ein Schritt durch welchen sich der Ehrgeiz und die Eitelkeit einer Frau gekränkt fühlten, obwohl sie mir, früher als ich ihr, auf den Fuß getreten hatte. kd: Hatte das Folgen? BK: Allerorten, wo mein Schicksal mich nötigte, Schutz und Glück zu suchen, fand ich Widerstand und fast unübersteigliches Hindernis. Heimliche Verleumder mit bösen Gerüchten gingen vor mir, um jeden Schritt zu hindern, jeden unschuldigen Plan zu vereiteln, den ich zu meinem Fortkommen und zum Wohl meiner Familie anlegte. kd: Haben Sie Ihr vermeintliches Unrecht anerkannt? BK: Ja. Die rachgierige Frau hörte nicht auf, mich zu verfolgen. Bis ich freiwillig allem entsagte, wozu ich die Hilfe anderer brauchte und mich auf eine häusliche Existenz einschränkte. kd: Was haben Sie daraus geschlossen? BK: Dass Schwächere grausamer in ihrer Rache sind als Stärkere. Vielleicht weil das Gefühl dieser Schwäche lüsterner nach der Gelegenheit macht, auch einmal Kraft zu üben. kd: Die Knigge-Redaktion wünscht Ihnen ein frohes Osterfest. Zeichnungen - Tina Pfeiffer www.cp-designs.de
 

Knigge im Gespräch - Manieren in der Ehe

Knigge im Gespräch - Manieren in der Ehe
Sind Manieren oberflächliche Formsache oder steckt mehr dahinter? knigge.de: Letzten Donnerstag betrachteten wir einige Stürme, denen die Ehe ausgesetzt ist: Langeweile, potentielle Seitensprünge, Entfremdung. Baron Knigge: Ich sage, wenn auch auf kurze Zeit ein Ehepartner dem anderen Veranlassung zu solchen Unruhen gibt, so wird doch diese kleine Herzensverwirrung nicht von Dauer sein, wenn die Partner sich auf ihre Achtung voreinander besinnen. kd: Erkennt man, wie viel auf dem Spiel steht, wenn man solche Verwirrungen mit klarem Kopf betrachtet? BK: Möchte auch jener, möchte auch jene die liebenswürdigsten Eigenschaften haben, so ist er mir doch, ist sie mir doch nicht, was mir mein Mann, meine Frau ist. Teilt doch nicht mit mir jede Sorge des Lebens, hat nicht mit mir schon so viel Glück und Unglück gemeinschaftlich getragen, hängt nicht so mit ganzer Seele an mir. Ist nicht Vater, nicht Mutter meiner lieben Kinder. Wird mir nicht den Verlust ersetzen, wenn ich meinen Gatten von mir stoße. kd: Also liegt es auch an uns, sich gegen die Eindrücke allzu großer Liebenswürdigkeit anderer zu wappnen? BK: In der frühen Jugend, wenn die Phantasie lebhaft ist, die Begierden heftig wirken und das Herz noch oft mit dem Kopfe davonläuft, würde ich raten, solchen gefährlichen Gelegenheiten auszuweichen. kd: Wie sollte sich jemand verhalten, der merkt, dass ihm eine andere Person besser als der Ehepartner gefallen könnte? BK: Wenn wildes Feuer für eine andere Person in ihm entzündet und das seine häusliche Glückseligkeit verbittern könnte, tut er wohl, solchen Umgang zu meiden, damit dieser Umgang ihm nicht zum Bedürfnis werde. kd: Gilt dieser Rat auch für reifere Menschen? BK: Da rate ich die entgegen gesetzte Kurart. kd: Ich verstehe Sie gerade nicht. BK: Ein Mensch von festen Grundsätzen, der dauerhaftes Glück sucht, wird am leichtesten von den zu vorteilhaften Begriffen, die er von fremden Personen im Vergleich mit seinem Ehepartner gefasst hat, zurückkommen, wenn er diese Personen so oft und vielfältig sieht, dass er an ihnen mehr Fehler wahrnimmt als an seinem Partner. kd: Das ist ja mal was Neues... BK: Natürlich muss bei diesem Menschen sein Herz seinem Verstand Rechenschaft über seine Gefühle geben. Sonst funktioniert das nicht. kd: Kann das Herz ungezwungen jeden Tag erneut die Wahl treffen, die es am Altar getroffen hat? BK: Ja, wenn schwere Bürden das Herz drücken, die kein Fremder so uns tragen hilft. Wenn Freuden jedes Gefäß in uns erweitern, Freuden, die kein anderer so mit uns teilt. Und vor allem dann, wenn man auf wohlerzogene, durch gemeinschaftliche Sorgfalt erzogene Kinder blickt, auf die Früchte der ersten jugendlichen Liebe, kehrt das Herz ungezwungen zu seinem Ehepartner zurück. kd: Erleichtert es die Ehe, wenn man einen Sinn für das bekommt, was der andere liebt? BK: Es zeugt wahrlich von Dummheit, wenn man nach vieljähriger Verbindung mit einem verständigen, gebildeten, feinfühlenden und liebevollen Geschöpf noch ebenso unwissend, roh, stumpf und starrköpfig geblieben ist, als man vorher war. kd: Hilft es, sich auf Gemeinsamkeiten zu konzentrieren? BK: Ja, denn traurig ist es, wenn man, um Genuss unschuldiger Freuden, um Leiden, um hohe Gefühle, ferne Aussichten, Unternehmen, kurz um alles, was Kopf und Herz beschäftigt, zu teilen, sich nach fremden Mitgenossen umsehen muss. kd: Auch seine Pläne und Träume muss man teilen können? BK: Traurig ist es auch, wenn ein phlegmatisches Geschöpf zu jedem geistreichen Tropfen, den uns die süße Phantasie einschenkt, Wasser gießt, unsere wärmsten Gespräche mit Plattitüden beantwortet und unsere schönsten Pflanzungen zertritt. Illustrationen Christina Pfeiffer
 

Knigge im Gespräch - Verliebte

Knigge im Gespräch - Verliebte
knigge.de: Der Spätsommer hat sich angekündigt und wir genießen die Gesellschaft zahlreicher frisch Verliebter. Erinnern Sie sich noch daran, wie es war? Baron Knigge: Die erste Liebe bewirkt ungeheuere Revolutionen in der ganzen Sinnesart und dem Wesen des Menschen. kd: Wer nie geliebt hat, kann sich das gar nicht vorstellen. BK: Auch wer zu oft mit seinem Herzen Tausch und Handel getrieben hat, verliert den Sinn dafür. kd: Was meinen Sie? BK: Wer mit seinem Herzen schon oft Spielwerk getrieben, seine zärtlichen Seufzer vor manchen Schönen schon ausgeblasen hat, dem wird es eben nicht schwer, wenn er einmal wieder sich die Lust macht, verliebt zu werden. kd: Eine erfahrene Frau weiß dann schon, wie sie solchen Charmeuren begegnet, nicht wahr? BK: Sie glaubt ihm einfach nicht. Sie denkt er spiele den Romanhelden. Will der entzückte Liebhaber dem holden Engel um den Hals fallen und in Wonne dahin schmelzen, reicht sie ihm höchstens die Wange dar. kd: Empfinden denn die Beteiligten bei solchen Gaukeleien etwas? BK: Nein. Sie lachen, wenn sie alleine sind, über das Possenspiel, das sie miteinander treiben und werden dick und fett bei ihrer Liebespein. kd: So etwas können wir aber nicht über unschuldige Herzen sagen, oder? BK: Da ist es anders. Wer zum ersten Mal vom Feuer der Liebe erwärmt, möchte so gern seinen schuldlosen Gefühlen Luft machen und fasst nicht den Mut, mit Worten zu sagen, was Augen und Gebärden oft schon so deutlich gesagt und beantwortet haben. kd: Was haben Sie beobachtet? BK: Der Jüngling sieht die Geliebte zärtlich an; sie errötet; ihr Blick wird unruhig, unstet, wenn er mit einem anderen Mädchen zu viel und zu freundlich redet. kd: Und wie geht es ihm? BK: Sein Auge möchte zürnen, er möchte gleichgültig vor ihr vorbeiblicken, wenn sie einem anderen vertraulich etwas ins Ohr gesagt hat. kd: Solch einen Zorn spüren beide ja ohne Worte... BK: Ja, man bricht plötzlich und fast unhöflich das Gespräch ab, welches den Argwohn erweckt hat; der Versöhnte dankt durch das zärtlichste Lächeln und durch die fröhlichste, plötzlich aufwachende Laune. kd: Zwischen frisch Verliebten herrscht ja nahezu ein Geheimcode. BK: Man nimmt mit den Augen Verabredungen auf morgen, warnt vor Beobachtern, erkennt sein gegenseitiges Recht aufeinander an – und hat sich doch noch mit keinem Wörtchen gesagt, was man füreinander fühlt. kd: Finden sie Gelegenheit ihre Liebe zu erklären? BK: Solche Gelegenheiten kommen oft, und man lässt sie ungenutzt vorbei streichen, drückt sich höchstens einmal leise die Hand, und auch das nie ohne irgendeinen schicklichen Vorwand. kd: Wie geht es weiter? BK: Ist endlich das längst im Busen pochende Bekenntnis den furchtsamen Lippen stotternd mit gebrochenen halb erstickten Worten entflohen und beantwortet worden, dann lebt man vollends erst ganz füreinander und ist wenig um die übrige Welt bekümmert. kd: Einem vergeht Hören und Sehen? BK: Die Verliebten sind in keiner Gesellschaft verlegen, wenn nur der teure Gegenstand uns freundlich anlächelt. An der Seite des Geliebten findet glaubt man nicht, dass es Krankheit, Armut, Druck und Not in der schönen Welt geben könnte. Man lebt mit aller Kreatur in Frieden, verachtet Gemächlichkeit, köstliche Speisen und Schlaf. kd: Hielten Ihre süßen Träume ewig? BK: Ach! Dass dieser selige Zustand der Bezauberung nicht ewig dauern kann, dass man oft nur gar zu unsanft aufgeschreckt wird aus diesem elysischen Schlummer!
 

Knigge im Gespräch – Verschwiegenheit und Diskretion

Knigge im Gespräch – Verschwiegenheit und Diskretion
Sind Manieren oberflächliche Formsache oder steckt mehr dahinter? knigge.de: Über die Verschwiegenheit wollten wir am Ende unseres letzten Gespräches mehr erfahren und auch über ihre treue Begleiterin: Die Diskretion. Baron Knigge: Ja, es gibt Menschen, die können ihre Redseligkeit kaum im Zaume halten. kd: Wenn man also möchte, dass etwas geheim bleibt, sagt man es erst gar nicht? BK: Plauderhaften Leuten darf man natürlich keine Geheimnisse anvertrauen. Man muss vorsichtig in Mitteilung seiner Heimlichkeiten sein. kd: Braucht man überhaupt Geheimnisse? BK: Besser wäre es, man könnte immer frei und offen handeln, und alles was im Herzen vorgeht, vor jedermann sehen lassen. kd: Mit unseren Gedanken, wie verhält es sich damit? BK: Besser wäre es, man dächte und redete nichts, als man laut denken und reden darf. kd: Das ist ja für manche Menschen schwer zu bewerkstelligen. BK: Insbesondere bei Menschen, die in öffentlichen Ämtern stehen oder sonst fremde Geheimnisse zu verwahren haben, ist das nicht möglich. kd: Ähnlich ist es mit der Diskretion, nicht wahr? BK: Ja, bei Verliebten zum Beispiel ist es nahezu unmöglich, Regeln über den Umgang miteinander zu geben. kd: Dann geht es ihnen wohl annähernd so, wie denen, die aus Versehen Geheimnisse ausplaudern? BK: Verliebte sind selten bei gesunder Vernunft. kd: Für Mitmenschen können sie eine anstrengende Gesellschaft sein. BK: Mit Verliebten ist vernünftigerweise gar nicht umzugehen. Sie sind so wenig als andere Betrunkene zur Geselligkeit fähig. kd: Und wenn wir einmal doch in ihre Nähre geraten? BK: Man wird leicht mit ihnen fertig, wenn man Geduld genug hat, sie von dem Gegenstande ihrer Zärtlichkeit reden zu hören, ohne zu gähnen. kd: Andererseits sagt man ja, dass die Liebe beflügelt. BK: Suchet ihr einen verständigen Freund, der Euch mit weisem Rate oder mit festem Mute, mit Fleiß und Arbeit dienen soll, so wählet keinen Verliebten dazu. kd: Verliebte sind andererseits gute Gesprächspartner. BK: Ist es Euch darum zu tun, eine teilnehmende, empfindsame Seele zu finden, die mit Euch klage, winsle oder Euch ohne Sicherheit Geld borge, ein reiches Almosen gebe, ein armes Mädchen ausstatte, einen beleidigten Vater besänftigen helfe oder mit Euch Ritterstreiche mache, Kindereien treibe oder Eure Verse lobe, so wendet Euch nach den Umständen an einen glücklichen oder leidenden Liebhaber! kd: Soll eine Liebe heimlich bleiben, was raten Sie dann? BK: Dann rate ich Ihnen, die Liebenden nicht zu beobachten, vorzugeben, nichts zu merken, wüsste auch die ganze Stadt das Geheimnis (wie es denn mehrteils geschieht). kd: Was für ein Umgang ist dienlich? BK: Es gibt keine Moral, die uns lehrt, was wir uns und anderen schuldig sind. Keine praktische Weisheit, die uns erläutert, was gut ist. kd: Nun, dann ist es eine Herausforderung, sich angemessen zu verhalten? BK: Gut sein, heißt weise, heißt klug sein. List und Ränke sind Torheit. kd: Man kann das also jedem beibringen? BK: Ich verachte den Satz, man könne aus jedem Menschen machen, was man wolle, wenn man ihn bei seiner schwachen Seite zu fassen verstünde. Nur ein Schurke kann und will das. kd: Wie meinen Sie das? BK: Eine ehrliche Person kann nicht aus allen Menschen alles machen und will das auch nicht. Die Person von festen Grundsätzen lässt auch nicht alles aus sich machen.
 

Knigge im Urteil eines Zeitgenossen

Knigge im Urteil eines Zeitgenossen
Im Jahr 1789 unternimmt der damals 25jährige Däne Jens Baggensen eine Reise durch Deutschland und die Schweiz. Seine Reiseroute wählt er so, dass sie ihn in die Nähe aufgeklärter deutscher Denker fühlt, deren Gespräch er sucht: Voß in Eutin, Klopstock in Hamburg, Gerstenberg in Altona, Bürger in Göttingen, Iffland in Mannheim und auch Knigge in Hannover. In seinem Reisebericht, der zum ersten Prosawerk von weltliterarischem Rang in dänischer Sprache wurde, finden wir eine sehr wohlwollende Schilderung Knigges durch einen Zeitgenossen. Nicht alle seiner Begegnungen kommentiert Baggensen so positiv. Etwa August v. Kotzebue kommt deutlich schlechter weg, über ihn schrieb der junge Däne nach einer Begegnung in Pyrmont: „... schließlich brach ein Komet, ein gewisser Herr Kotzebue herein, der nach meinem Empfinden die Harmonie vollkommen zerstörte. Der später so berüchtigte Verfasser eines mäßigen und mehrerer schlechter Schauspiele, einer äußerst verunglückten Reisebeschreibung und eines Pasquills, das ich nicht einmal nennen mag.“ Jens Baggensen (1764-1826). Stich von Philipp Vilijn nach einer Zeichnung von Cornelia Scheffer 1807. Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel Über seine Begegnung mit Adolph Freiherr Knigge schrieb Baggensen hingegen: „Baron Knigge hat uns zum Mittagessen eingeladen. Er ist ein sehr unterhaltsamer Mann, der in seinem ganzen Anstand und Wesen so viel Originalität besitzt, daß man allein über sein Kinn ein ziemlich dickes Buch schreiben könnte. Tatsächlich ist es genauso lang, wie auf seinem Kupfer dargestellt - ich habe niemals ein längeres Kinn gesehen; doch bei alledem scheint mir die Physiognomie seines Besitzers eine der interessantesten auf der Welt zu sein. Es liegt viel Geist darin, und eine Milde ist darüber ausgebreitet, die sogleich besticht. Falls ich einmal Vorlesungen über die Physiognomik halten müßte - eine Verlegenheit, der ich zu entgehen hoffe -, würde ich sagen, wenn ich zu den Kinnen käme: „Lange Kinne sind Zeichen für Schwärmerei und Tätigkeit.“ Man stelle zur Probe eine Untersuchung im Kreise seiner Bekannten an. Es ist bekannt, daß die Römer lange Kinne hatten; noch bekannter ist, daß sie die tätigste Nation der Welt gewesen sind. Was die Schwärmerei betrifft, so hoffe ich, daß niemand ihnen dieselbe bestreitet. Ganz zu schweigen von ihrem Katechisnrus und seiner Erklärung - wo findet man mehr schwärmerische Gegenstände als im alten Rom, wo mehr echte Schwärmer? Vergeblich sucht man bei uns anderen Völkern nach Männern wie Curtius, Cato, Scaevola, Regulus und Brutus; doch ebenso vergeblich würde man nach so langen Kinnen suchen, wie sie, da bin ich sicher, zu Lebzeiten besessen haben. Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, feine Lebensart und vor allem eine wunderbare Gefälligkeit zeichnen Baron Knigge aus. Sein Haus ist ein Muster an Bescheidenheit, Ordnung und Ökonomie. Ich hätte acht Tage darauf verwenden können, die Einrichtung seines Museums zu studieren, so sorgfältig war alles auf Zeitersparnis angelegt. Er arbeitet mit unglaublichem Fleiß und nutzt jede Minute, als wäre es die letzte. Obgleich er Kammerherr ist, versteht er sich, wie ich glaube, auf alle notwendigen Professionen; zumindest kann er seine Bücher selbst einbinden, im entsprechenden Falle seine Strümpfe stricken und seine Schuhe nähen. Wunsch nach Unabhängigkeit und das Unglück haben ihn gelehrt, mit allen Pfunden zu wuchern und aus allen eigenen Kräften Nutzen zu ziehen. Sein Leben und sein Lebenslauf würden höchst interessante Beiträge zur Geschichte der Kabale enthalten. Nachdem er durch den abscheulichsten Betrug seine ansehnlichen Besitzungen verloren hatte, hat er trotz all seiner Talente und seiner beispiellosen Arbeitsamkeit bislang Mühe gehabt, seinen Stand reputierlich zu erhalten. Seine Tochter, die er selbst erzogen hat, soll, wie man mir sagt, das Muster eines liebenswürdigen jungen Frauenzimmers sein. Sie ist gegenwärtig in Detmold, von Pyrmont aus hoffe ich ihre persönliche Bekanntschaft zu machen. Knigges übrige Werke füllen schon ein reichliches Regal, obgleich er noch in seinem besten Alter ist und sein tätiges Leben zumeist auf jenem großen Schauplatz zugebracht hat, wo jeder andere genug damit zu tun haben würde, seiner bürgerlichen Rolle zu entsprechen. Er ist Autor von drei umfangreichen Romanen, mehreren originalen und umgearbeiteten Schauspielen, Abhandlungen über Freimaurerei und von verschiedenen anderen teils anonymen Arbeiten. Seine wichtigste Schrift ist das Buch „Über den Umgang mit Menschen" Vor kurzem hat er unter dem Titel "Philos endliche Erklärung und Antwort“ Auskünfte über seine Verbindung zum berüchtigten Illuminatenorden gegeben, aus denen man den Geist und die eigentliche Beschaffenheit dieses Ordens genauer kennenlernt als aus allen erschienenen Originalschriften und mannigfachen Beiträgen über denselben. Diese geheime Gesellschaft, die Professor Weishaupt (ein Mann von Talenten, Kenntnissen und seltenem Wirkungsdrang, jedoch ohne Religion, geläuterte Philosophie und Menschenkenntnis) unter dem Namen "Spartacus" in Bayern gegründet und von dort in kurzer Zeit über das übrige Deutschland verbreitet hat, scheint ihre Rolle ausgespielt zu haben. Obgleich sie (nach allem Anschein) zumeist aus rohen und unwissenden Mitgliedern bestanden hat, die es ohne eigene ausreichende Aufklärung und Bildung unternahmen, andere aufzuklären und zu bilden, kann man ihre bedeutenden Verdienste doch nicht bestreiten. Ihre Originaldokumente verdienen gelesen zu werden, und wäre es nur, um zu lernen, wovor man sich bei dergleichen Einrichtungen zu hüten hat, die immer noch (wie hundert andere) anscheinend zu den notwendigen Übeln unserer Erde gerechnet werden müssen. Ich sprach über diese Dinge nicht mit Knigge selbst - zum einen hatten wir über so vieles andere zu reden, zum anderen scheint er in seiner Erklärung alles gesagt zu haben, was er darüber sagen konnte und wollte. Er flößte mir ansonsten ebensoviel Vertrauen wie Achtung ein, und ich freute mich, in seiner Person einen interessanten und rechtschaffenen Mann mehr kennengelernt zu haben.“
 
 

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Maßanzüge, Luxuskarossen und eine ausgefeilte Rhetorik – auf all das mag ein Mann zwar stolz sein, aber das macht ihn noch lange nicht zum Mann mit Klasse. Basierend auf ihrer langjährigen Erfahrung als führende Imagedesignerin bietet Sabine Schwind von Egelstein einen Leitfaden, was einen Klasse Mann ausmacht. Sky du Mont, Deutschlands Klasse Mann Nummer 1, hat dazu das Vorwort geschrieben. Gegenstand des Buches ist der niveauvolle und gebildete Mann in all seinen Facetten, sowohl im Beruf als auch in der Freizeit. Allgemeine Regeln und souveränes Auftreten werden subtil verpackt, immer wieder ganz unaufdringlich vermittelt. Mit einem Augenzwinkern geschrieben, ist dieses Buch ein fundierter Ratgeber, wie Mann zum Klasse Mann wir. Inspirierte Männer finden in einem Extra-Kapitel einen Selbsttest und eine To-Do-Liste für die nächsten Schritte. Das Buch ist angenehm zu lesen. Entweder von der ersten bis zur letzen Seite oder einfach blättern und hier und da hineinschnuppern. Interessant sind die ergänzenden Informationen (beispielsweise „Klasse Geschenke für jeder Gelegenheit“, „Anregungen zur Allgemeinbildung“ „Aphrodisiaka von A-Z“, „Fahrer-Image der verschiedenen Automarken“), die vielen Beispiele, die ansprechenden Fotos und passenden Zitate sowie die sehr schöne Gestaltung. Das ideale Weihnachtgeschenk für den Klasse Mann, oder den, der es werden will. Gebundene Ausgabe, Hardcover mit Silber-Prägedruck, 160 Seiten, 77 Farbfotos, (ISBN 978-3-00-025731-5) 24, 90 Euro, erschienen bei SVE Media. Jetzt bei Amazon bestellen Sabine Schwind von Egelstein - Imagedesign bietet ihre Seminare auf knigge.de an Aussehen Auftreten Austrahlung Ihr Mitarbeiter als Botschafter der Firmenkultur Sicher bewegen auf jedem Parkett Kultur bei Tisch
 

knigge.de Buchempfehlung

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In der heutigen Zeit der Globalisierung ist es für das erfolgreiche Verhandeln und Arbeiten mit internationalen Partnern immer wichtiger, sich selbstbewusst und verständnisvoll den anderen Kulturen gegenüber, aufzutreten. Wer seine Geschäftspartner besser versteht und sich entsprechend der Landessitten verhalten kann, wird es leichter haben, Geschäfte auf internationalem Markt zu tätigen. Grundsätzliches, Fettnäpfchen und Leitfaden für das richtige Präsentieren und Kommunizieren auf internationalem Parkett werden in diesem Buch anschaulich und gut verständlich angesprochen, wobei man nie das Gefühl hat, dass es zu trocken geschrieben ist. Sergey Frank, seinesgleichen Jurist, schreibt aus seiner Erfahrung als Berater von Unternehmen zu Internationalisierung sowie Coaching und Training. Dieses Buch ist nicht nur für diejenigen, die erst damit beginnen, sich im internationalen Rahmen zu bewegen empfehlenswert, sondern auch für diejenigen, die bereits international tätig sind. Die gut durchdachte Strukturierung des Buches lädt ein, es an einem Stück zu lesen, oder als Nachschlagwerk immer wieder zur Hand zu nehmen und das eine oder andere Kapitel nachzuschlagen. Den Anfang machen hierbei generelle Spielregeln im internationalen Business. Die darauf folgenden Details zu einzelnen, landestypischen Gepflogenheiten werden abgeschlossen mit dem Kapitel zu den wichtigsten Vokabeln und Formulierungen im Business English. Hierbei wird der Schwerpunkt auf Wirtschafts- und Vertragsenglisch gelegt. Dieses Buch ist nicht nur für diejenigen, die erst damit beginnen, sich im internationalen Rahmen zu bewegen empfehlenswert, sondern auch für diejenigen, die bereits international tätig sind. Hier bei Amazon bestellen Lesen Sie auch in unserer neuen Rubrik „Geschäftsleben“. Fühlen Sie sich sicher auf internationalem Parkett? Dann machen Sie hier unseren „Test“ Für Unternehmen bieten einige Seminaranbieter auf knigge.de Seminare, speziell über das Verhalten im internationalen Business an: Karin Schleines - Moderne Business Etikette Friederike von der Marwitz – Nationaler/Internationaler Business Auftritt Christina Tabernig - Business Behavior – Ensure Success with Style Dr.Claudia C. Seutter von Lötzen – Business Etikette im In- und Ausland Wünschen Sie ein individuell für Sie entworfenes Seminar, kontaktieren Sie uns bitte direkt über den Servicebereich.
 

knigge.de Buchempfehlung - Manieren

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Illustriert von zahlreichen Abbildungen – von Gemälden über Druckgraphiken und Fotografien bis zu Porzellan- und Goldschmiedearbeiten – erzählen Aufsätze von Asfa-Wossen Asserate und weiteren kundigen Autoren auf unterhaltsame Weise von den Ursprüngen und Erscheinungsformen gesellschaftlicher Regeln und Tabus, vom Streben nach gefälliger Selbstdarstellung, von Rücksichtnahme und Distanzverlust, von Feinsinn und Rüpelei, von Peinlichkeitsschwellen und deren lustvoller Überschreitung, aber auch von Mechanismen gesellschaftlicher Ausgrenzung. Manieren – das sind Diskretion und Toleranz, aber auch Zwanglosigkeit, Anmut und Galanterie. Asfa-Wossen Asserate, Jahrgang 1948, ist der Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers. Nach der äthiopischen Revolution von 1974 ließ er sich in Deutschland nieder. Nach einem Jura- und Geschichtsstudium in Tübingen und Cambridge promovierte er in Frankfurt am Main. Er arbeitet heute als Unternehmensberater in Frankfurt. In diesem Buch beschäftigt er sich nach seinem gleichnamigen Bestseller von 2003 erneut mit dem Thema "Manieren". Weitere Autoren sind Werner Busch (Kunsthistoriker an der Freien Universität Berlin), Oskar Negt (Sozialphilosoph), Walter Weber (Journalist und Autor), Hanno Balz (Historiker und Autor), Tina Jarzembowski (Kulturwissenschaftlerin), Urs Roeber (Kunsthistoriker). Focke Museum (Hrsg.) Manieren 21 x 26 cm / ca. 228 Seiten ca. 220 Abbildungen Hardcover mit Lesebändchen ISBN 978-3-89466-295-0 € 39,90.- € (A) 41,10 SFr 64,90 erscheint: November 2009 ebenfalls zum Thema: "Als die Manieren laufen lernten" Ein Essay zur Geschichte der Manieren im kostenlosen Lebensart-Magazin Mahagoni.
 

Knigges Dresscode Einmaleins

Knigges Dresscode Einmaleins
Aber keine Bange. Oft finden Sie ja entsprechende Hinweise – Dresscodes – auf Ihren Einladungen. Falls nicht, sollten Sie sich an den gängigen Kleiderordnungen orientieren, die für den geschäftlichen, wie auch gesellschaftlichen Umgang allgemein empfohlen werden. Knigge.de gibt Ihnen hierzu einen Überblick. Business wear: Hier kann man zunächst festhalten: je höher die Position innerhalb einer Hierarchie, umso dunkler werden die getragenen Farben. Übrigens: ähnlich verhält es sich bei feierlichen Anlässen. Je feierlicher das Event, umso dunkler und kälter die Farben. Das klassische Business Outfit für den Herrn besteht aus Anzug mit Krawatte. Bei hohen Temperaturen sollte Acht auf die Qualität des Stoffes gelegt werden. In einem Anzug aus hochwertiger Schurwolle muss niemand ins Schwitzen geraten. Die Dame trägt Kostüm oder Hosenanzug mit Bluse. Bei hohen Temperaturen hat sich das klassische Etuikleid vielfach bewährt. Hier nun einige der Klassiker für einen perfekten, oder aber unangemessenen Businessauftritt: Männer: Dos Anzugshosen mit richtiger Beinlänge (Hosensaum im Stehen etwa 0,5 bis 1,0 cm oberhalb des oberen Schuhabsatzrandes) Socken, lang genug, um den Blick auf`s Bein zu vermeiden Ordentliche Frisur Ordentliche Rasur Deodorierung Don`ts Großgemusterte Jacketts Tennissocken abgelaufene Schuhsohlen zu viel Schmuck (mehr als ein Ring, eine Herrenuhr) Bunte Strümpfe im Comicstil Frauen: Dos Kostüm & Hosenanzüge Feinstrumpfhosen Dezentes, typgerechtes Make-up Geschlossene Schuhe Gepflegte Hände und Fingernägel Don`ts Durchscheinende Blusen Miniröcke Zu tiefes Dekolleté Schweres Parfum Sichtbare Achsel- und Beinbehaarung Smart casual wear: Beim smart casual handelt es sich um ein legereres Business Outfit. Das heißt der Herr trägt den Tagesanzug, kann aber die Krawatte weg lassen. Die Damen tragen Kostüm oder Hosenanzug. Sie können dazu anstelle der obligatorischen Bluse ein T-Shirt kombinieren. Casual wear: Casual bedeutet im Englischen ja soviel wie: frei, bequem. Dementsprechend steht dieser reine casual Look für elegante Freizeitbekleidung. Das bedeutet aber nicht: Leggins und Tennissocke welcome! Vielmehr trägt der Herr zum Beispiel Hose mit Jackett und Polo Shirt. Die Krawatte kann hier natürlich getrost im Schrank bleiben. In Italien und Frankreich wird häufig das Jackett weg gelassen. Stattdessen hängt der Träger den Pulli lässig über seine Schulter. Das Motto: „No brown in town“ gilt hier eben gerade nicht. Entsprechend sind also braune Schuhe oder Cordanzüge mit diesem Dresscode bestens kompatibel. Die Damen tragen beispielsweise Rock mit Blazer und T-Shirt. Casual friday: Der casual friday ist eine amerikanische Erfindung. Auch in deutschen Unternehmen und Großkonzernen hat er Einzug gehalten und wird als Einstimmung auf das nahende Wochenende gelebt. Beim casual friday trägt der Herr Jackett und Hose, möglich hier auch eine saubere Jeans, aber ohne Krawatte. Denkbar sind auch Anzüge aus Leinenstoff, die auf Grund ihrer Knittereigenschaften unter der Woche eher verpönt sind. Dunkler Anzug: Der Dresscode "dunkler Anzug" bedeutet, dass der Träger einen schwarzen Anzug mit einem einfarbigen Hemd (am besten in Weiß) mit Doppelmanschette und Manschettenknöpfen trägt. Wichtig: dazu gehören elegante schwarze Schuhe. Die Dame trägt ein elegantes Kostüm oder Kleid, wie zum Beispiel das „kleine Schwarze“. Smoking: Der Smoking ist die etwas weniger festliche, aber immer noch förmliche Variante des Fracks. Er ist schwarz und wird mit Fliege und Weste (oder dem so genannten „Kummerbund“) getragen. Die Dame wählt ein langes Kleid oder ein besonders elegantes kurzes Kleid aus, das gemeinhin als „Cocktailkleid“ bekannt ist. Frack (bzw. Cutaway/ Cut, wenn tagsüber): Der Frack wird grundsätzlich nur am Abend, nach 18:00h, zu sehr festlichen Anlässen getragen. Er ist üblicherweise schwarz, mit weißer Weste und weißer Fliege. Der Herr kombiniert dazu schwarze seidene Kniestrümpfe und schwarze Lackschuhe ohne Schnürung. Die Hose darf nicht mit Gürtel getragen werden. Die Dame trägt ein langes, elegantes Abendkleid.
 

Kommunikation

Kommunikation
 

Kompliment ist nicht gleich Kompliment

Kompliment ist nicht gleich Kompliment
„Ein Kompliment ist eine freundliche, wohlwollende Äußerung gegenüber einer anderen Person, an der etwas positiv hervorgehoben werden soll. Das Kompliment kann sich aber auch als eine Form des „sich Einschmeichelns“ darstellen, um so beim Anderen aufgrund von positiven Bemerkungen Wohlwollen zu erwecken.“ Kompliment ist nicht gleich Kompliment Wenn Sie ein Kompliment erhalten stellen Sie auf keine Fälle „Ihr Licht unter den Scheffel“. Ihre Erwiderung beim Café-Kränzchen: „Also ehrlich, das ist doch gar nichts Großartiges so eine Torte hinzubekommen“, macht Sie vor den anderen nur unnötig klein. Wenn Sie also für Ihre Konfiserie-Kunst ein aufrichtiges Kompliment erhalten, nehmen Sie dieses dankend an. Lächeln Sie zurück, vielleicht erwidern Sie sogar mit einem entsprechenden Kompliment. Die größten Kompliment-Fettnäpfchen: Das übertriebene Kompliment „Ich habe noch nie einen so faszinierenden Menschen getroffen, wie dich“. Nehmen Sie dieses Kompliment ernst, nachdem das Date Ihrer Meinung nach völlig daneben gegangen ist? „Das war die tollste Party, auf der ich je eingeladen war.“ Glauben Sie dies einer internationalen Jet-Setterin? Wenn Ihnen das Kompliment zu übertrieben vorkommt, seien Sie vorsichtig in Ihrer Reaktion. Das eigennützige Kompliment „Niemand kennt sich so gut mit Power Point aus, wie du! Kannst du nicht mal kurz über die Präsentation schauen, ich komm da nicht weiter?“ Hier können Sie davon ausgehen, dass Ihnen Honig um den Mund geschmiert werden soll. Der Kollege hofft darauf, dass Sie ihm aus der Patsche helfen. Mit solchen Köder-Komplimenten wird häufig versucht Arbeit an andere zu delegieren, um sich selbst vor dieser zu drücken. Seien Sie höflich, bedanken sich für das Kompliment, lassen Ihren Kollegen aber wissen, dass Sie selbst erst Ihre Arbeit erledigen müssen. Zweideutige Komplimente Manchmal entpuppen sich aber vermeintliche Komplimente auch als spitze Attacken gegen die eigene Person. Hier sollten Sie besonders auf der Hut sein. „Der neue Hosenanzug sieht toll an dir aus. Macht glatt 5 Kilo schlanker“. Eigentlich meint die Bekannte: Du solltest dringend etwas abspecken. „Ihr Briefentwurf für die neue Kampagne ist wirklich sehr gelungen. Da saßen Sie bestimmt einige Tage dran.“ Leider scheint Ihr Chef keine hohe Meinung von Ihren Texterqualitäten zu haben. Es ist also nicht immer alles Gold, was glänzt! Drum hören Sie genau hin, wenn Ihnen ein Kompliment gemacht wird.
 

Kondolieren

Kondolieren
Allgemein sollte man zunächst beachten, wie nahe man dem Verstorbenen und/oder seinen Angehörigen stand. Zählen Sie zum engsten Kreise, sollten Sie Ihre Beileidsbekundung persönlich vorbringen. Entweder vor oder aber auf der Beerdigung. In der Regel wird hierbei nur den allerengsten Familienmitgliedern kondoliert. Das Kondolenzschreiben Sind Sie ein Bekannter oder Arbeitskollege des Verstorbenen, ist eine schriftliche Beileidsbekundung angebracht; dies bleibt jedoch Ihnen vorbehalten. Sollten Sie sich dazu entscheiden, muss es Ihnen auch ein wirkliches Bedürfnis sein. Stereotype Kondolenzen auf handelsüblichem schwarzumrandeten Papier hinterlassen im Zweifelsfall einen schalen Eindruck. Kondolieren Sie lieber handschriftlich – persönlich – auf einem guten weißen Papier. Wenn es Ihnen also ein Bedürfnis ist, zum Beispiel der Kollegin zu kondolieren, deren Vater verstorben ist, dann tun Sie es mit dem gebotenen Takt und glaubwürdig. Nichts ist bei einem Trauerfall unangebrachter, als wenn Beileidsbekundungen lediglich als lästige Pflichterfüllung zum Ausdruck gebracht werden. Beilegen von Geldbeträgen Eines sollten Sie beim Versenden von Kondolenzschreiben aber auf alle Fälle beachten: Die Beigabe von Geld ist problematisch. Bekanntlich lassen sich persönliche Verluste nicht mit „schnödem Mammon“ kompensieren und es gilt abzuschätzen, ob nicht ein gemeinsam finanzierter Grabschmuck, oder das geschlossene Erscheinen bei der Beisetzung den Angehörigen mehr gibt, als ein Geldschein - in welcher Höhe auch immer. Der Beerdigungsbesuch An der Beisetzung sollten Sie nur dann teilnehmen, wenn Ihnen der Verstorbene etwas bedeutet hat und Sie in irgendeiner Beziehung zu ihm standen. Weiteres Wissenswerte hierzu finden Sie in unserem umfangreichen knigge.de-Index, zum Beispiel unter dem Stichwort: „Bestattungen“.
 
 

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Krawatten

Krawatten
Krawatten bieten eine der wenigen Möglichkeiten, dem Anzug etwas Individualität zu geben. Dies heißt aber nicht, dass schrillen Farben und provozierenden Mustern der Vorzug zu geben ist. Vielmehr sollte auch hier eine gewisse Zurückhaltung bewahrt und vor allem auf einen harmonischen Gesamteindruck geachtet werden, der auch den Anlass berücksichtigt. Als Material kommt allgemein Seide in Betracht. Kunststoff, Leder, Selbstgestricktes oder ein schnürsenkelartiges Etwas sind exotisch. Krawattenknoten Krawattenknoten unterliegen modischen Schwankungen. Derzeit sind nicht allzu dicke Knoten üblich, aber es könnte sich lohnen herauszufinden, ob eine der zahlreichen Knotenformen die eigene Persönlichkeit besser zur Geltung bringt. Immer hat der Knoten korrekt zu sitzen und nicht etwa - vor einem geöffneten obersten Hemdknopf - „auf Halbmast“ zu hängen. Auf jeden Fall muss eine Krawatte immer frisch gebunden werden. Dies gilt auch für Fliegen, die keinesfalls in einer fertig vorgebundenen Version verwendet werden dürfen. In gebundenem Zustand endet die Krawatte exakt auf der Gürtelschnalle und nicht auf der Hälfte eines etwa vorhandenen Bauches. Krawatten beim Essen Immer wieder kann man zum Beispiel in Kantinen Krawattenträger beobachten, die ihre Krawatte ins Hemd stecken. Hierbei wird der zweitoberster Knopf geöffnet und durch diese Öffnung wird die Krawatte hinterm Hemd versteckt. Das erscheint diesen Männern eleganter, als die Krawatte in die Brusttasche zu stecken oder sie über die Schulter zu legen. Knigge.de sagt hierzu: Für Herren, die auf gute Formen Wert legen, ist keine der beschriebenen Verfahrensweisen wirklich zu empfehlen. Man sollte doch meinen, dass nach einigen Jahren intensiven Übens man auch mit einer Krawatte, die dort bleibt, wo sie hingehört, eine Mahlzeit zu sich nehmen können sollte.
 
 

Leben mit einem Handicap

Leben mit einem Handicap
„Aus meiner angelsächsischen Heimat bin ich einen recht unverkrampften Umgang mit meiner Gehbehinderung gewohnt. Man gibt mir etwa stillschweigend mehr Zeit, um mich höflich zur Begrüßung eines Gastes zu erheben, erwartet jedoch von mir stets professionelles und korrektes Verhalten. Auch verstößt es nicht gegen die guten Sitten, sich höflich nach dem Grund für meinen Gehstock zu erkundigen. Und es ist mir auch gestattet, eine kurze höfliche Antwort zu geben oder sogar ausführlicher darüber zu sprechen, falls mein Gegenüber mir ein entsprechendes Interesse bekundet. In Deutschland habe ich überrascht festgestellt, dass ich eine Art "Sonderstatus" besitze. Einerseits ist meine Behinderung wohl ein nicht gesellschaftsfähiges Thema. Es scheint aber hingegen zum guten Ton zu gehören, mich mit "Sie Arme!" und ähnlichen Mitleidsäußerungen zu bedenken, sobald mein Mann (er ist Deutscher) mich vorgestellt hat. Wenn ich sanft entgegne, dass es nicht so schlimm ist, schaut man irritiert; anscheinend ist es nicht angebracht, etwas zu erwidern. Man erwartet auch nicht, dass ich persönlich die Gastgeber aufsuche, um mich für eine Einladung zu bedanken und vielleicht einen Strauß Blumen zu überreichen. Im Gegenteil wurde ich von meiner Schwiegermutter gar leicht getadelt, weil ich mich persönlich bei der 80-jährigen Tante meines Mannes für die Einladung zu ihrem Geburtstag bedankt hatte, anstatt direkt zu meinem Sitzplatz zu gehen. Bei Geschäftsessen erwartet man nicht, dass ich mich zur Begrüßung eines Vorgesetzten erhebe, obwohl das alle Kolleginnen und Kollegen tun. Bei meinem Tempo bedeutet dies nämlich, dass ich gerade aufgestanden bin, wenn der Vorgesetzte bereits sitzt. Kollegen haben mir gesagt, ich müsste nicht aufstehen. Ich unterlasse dies seither, obwohl ich dazu doch sehr wohl in der Lage wäre und empfinde mein Verhalten selbst eigentlich als unhöflich. Mir fällt ebenfalls auf, dass es nicht üblich ist zu warten, bis ich meinen Mantel angezogen habe. Vielmehr wartet man vor dem Lokal auf mich. Total normal? Ich habe den Eindruck, dass man im Unterschied zu meiner Heimat von mir in Deutschland erwartet, meine Anwesenheit möglichst unsichtbar zu gestalten, indem ich auf einen Gang zum Buffet, eine Begrüßung der Gastgeber und all die Kleinigkeiten, die nun mal zu einer Festivität gehören, verzichte. Auch all die kleinen schweigenden Hilfestellungen: Eine aufgehaltene Türe, die Hilfe beim Anziehen meines Mantels, einen zurechtgerückten Stuhl, vermisse ich. Ist es so, dass ich in Deutschland verpflichtet bin, meine Mitmenschen vor dem Anblick meiner Behinderung zu bewahren und man mich dafür im Gegenzug von allen gesellschaftlichen Verpflichtungen entbindet? Mein Mann hat mir erklärt, dass es in Deutschland a) nicht üblich ist, sich als behinderter Mensch wie ein Nichtbehinderter zu benehmen und b)ein solches Verhalten dazu führt, dass man eben genauso wie ein Nichtbehinderter behandelt wird und damit keine Hilfestellungen bekommt? Dies alles mag ich nicht wirklich glauben.“ Knigge.de möchte an dieser Stelle unserer Userin Mila für ihren ausführlichen Erfahrungsbericht herzlich danken! Denn sie thematisiert hier sehr eindrucksvoll Problemfelder, die offensichtlich Nichtbehinderte im Umgang mit behinderten Menschen in Deutschland haben. Denn viele Menschen sind unsicher, verlegen, übervorsichtig, oder gar untätig, wenn sie mit Handicaps bei ihrem Gegenüber „konfrontiert“ werden. Dabei finden es die meisten behinderten Menschen nicht schlimm, wenn Andere im Umgang mit ihnen vielleicht nicht alles korrekt machen, unpassende Begriffe verwenden oder ähnliches. Vielmehr stört es sie aber, wenn Nichtbehinderte den Umgang mit ihnen aus Unsicherheit (ver-)meiden. Oder sie für diese gar unsichtbar werden. Da Unsicherheit oft aus Unkenntnis erwächst, sollten Sie für einen unverkrampften Umgang untereinander am besten diese elementaren Verhaltenstipps assimilieren: Tappen Sie nicht in die "Handicap-Falle" Menschen mit Behinderungen sind zuvorderst ganz normale Mitglieder unserer Gesellschaft. Sie leiden nicht ständig unter ihrer Behinderung. Sie gehen arbeiten, sind fröhlich, haben Freunde, gehen auf Reisen - sind schlicht gesagt: wie du und ich. Nur das Leben im Rollstuhl oder das ohne Augenlicht unterscheidet sie vom Nichtbehinderten. Darum kann auch ein zutiefst ehrlich empfundenes Mitleid völlig unangebracht sein und verkrampft nur unnötig den Umgang. Bemerken Sie, dass ein Mensch mit Behinderung im Alltagsgeschehen Ihre Unterstützung benötigen könnte, dann sprechen Sie ihn doch darauf an. Packen Sie ihn bloß nicht einfach am Arm, um ihm über die Straße zu helfen. Sicherlich, es wäre gut gemeint. Aber wie würden Sie reagieren, wenn ein Fremder Sie ohne ein Wort packt und über die Kreuzung lotst? Also helfen Sie dort, wo Ihr Angebot dankend angenommen wird, aber rauben Sie niemandem seine Eigenständigkeit. Verhalten Sie sich im Umgang mit behinderten Menschen nicht wie die drei berühmten Affen, also: nichts hören, nichts sehen, nichts reden! Sondern gehen Sie unverkrampft, natürlich und positiv auf Ihr Gegenüber zu. Und nicht zu letzt sollte es die Hilfsbereitschaft, die Mila zu Recht angemahnt hatte, von allen für alle geben. Denn Manieren sind Ausdruck einer inneren Haltung, des Anstands nämlich. * Name von der Redaktion geändert
 
 

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http://gutenberg.spiegel.de/autoren/knigge.htm Kurzbiographie und Werkübersicht sowie vollständige Online-Ausgabe folgender sechs Werke Adolph Freiherr Knigges: Benjamin Noldmanns Geschichte der Aufklärung in Abyssinien (1790), Die Reise nach Braunschweig (1792), Die Verirrungen des Philosophen oder die Geschichte Ludwigs von Seelbergs (1787), Geschichte Peter Clausens (1783-85), Politisches Glaubensbekenntnis von Joseph Wurmbrand (1792) und Über den Umgang mit Menschen (1788). www.freiherr-von-knigge.de Knigges Tipps zu verschiedenen Situationen in Beruf, Alltag und Partnerschaft. Das gesamte Werk „Über den Umgang mit Menschen“ als Online-Ausgabe mit Suchfunktion. Forum, Quiz und Kurzbiographie. www.wennigsen.de Informationen aus Knigges Heimatdorf Bredenbeck bei Hannover. http://de.wikipedia.org/wiki/Adolph_Freiherr_Knigge Artikel in der freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia mit Angaben zu Leben und Werk, Bildern, hilfreichen Querverweisen und weiteren Links. www.niedersachsen.de Das Land Niedersachsen ehrt seinen berühmten Sohn. www.zeit.de/archiv Würdigung Knigges zu dessen 200 Todestag in der „Zeit“ von Benedikt Erenz www.radiobremen.de/magazin/gesellschaft/knigge Knigge zum Hören und Sehen von Radio Bremen. www.dorfkino-bredenbeck.de Für echte Knigge-Fans ein besonderer Genuss - im Sommer gibt es Freiluft-Kinovorführungen auf dem Rittergut Adolph Freiherr Knigges in Bredenbeck bei Hannover. www.zvab.de Zentrales Antiquariatsverzeichnis. Hier finden sich hunderte antiquarische Ausgaben der Werke Knigges. www.netikette.net Hier gibt es Informationen zum richtigen Verhalten im Internet. http://stilclub.de/ Stilclub.de die Seite zu sämtlichen Stilfragen. Lesen Sie Katharina Staralys Kolumne auf knigge.de
 

Literatur

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Manieren im Alltag

Manieren im Alltag
Salka Schwarz: Renaissance der Höflichkeit. Fragen zur Etikette im 21. Jahrhundert Die Texte dieses außergewöhnlichen Ratgebers ziehen einen sofort in den Bann und man kann kaum aufhören zu lesen. Es ist einer der zuverlässigsten und unterhaltsamsten Ratgeber, der in den letzten Jahren veröffentlicht wurde. Fragen zur Etikette im 21. Jahrhundert werden reich illustriert. Welche Etiketteregeln sind noch zeitgemäß? Wie gelingt es, im Beruf, im Privatleben und in Gesellschaft souverän aufzutreten? Und auf welche kleinen Dinge® kommt es heute an? Solchen und hundert anderen Fragen geht die Berliner Etikette-Trainerin Salka Schwarz nach. Mit viel Gespür für historische Hintergründe und für den eigentlichen Sinn von Verhaltenserwartungen vermittelt sie detaillierte und illustrativ veranschaulichte Kenntnisse in puncto Höflichkeit. Dieser moderne Etikettekanon zeigt auf unterhaltsame Weise, dass Höflichkeit nicht nur angenehm, sondern auch erfolgversprechend ist und zwar auf jedem Parkett der Welt. Salka Schwarz ist Gründerin des Berliner Unternehmens StilKunde, Corporate-Behaviour-Beraterin für Politik, Wirtschaft und Medien. Sie Berät als Life-Coach sowohl Unternehmer, Vorstände und Führungskräfte wie auch Privatpersonen. DOM Publishers, Auflage: 1 (Juli 2008), Gebundene Ausgabe, € 38,00 Jetzt bei Amazon bestellen Elisabeth Bonneau: Stilvoll zum Erfolg: Der moderne Business-Knigge Gute Manieren und gewandtes Auftreten sind heute wichtiger für die Karriere als jedes Zeugnis, so das Ergebnis einer Studie der Universität Darmstadt. Wer seinem Gesprächspartner ins Wort fällt, schlechte Tischmanieren hat oder unpassend gekleidet ist, hat es schwer auf dem Weg nach oben. Nur wer die Regeln kennt und in jeder Situation souverän und stilsicher aufzutreten weiß, kann überzeugen, gewinnt Sympathien und hat Erfolg. Und Fettnäpfchen lauern überall: ob beim Begrüßen und Grüßen, beim Smalltalk, im Umgang mit den Kollegen und dem Chef, bei der Korrespondenz, am Telefon, bei Veranstaltungen, in Meetings oder auf Reisen … Wie man sie elegant umgeht und sich auf jedem Parkett gekonnt bewegt, zeigt die erfahrene Etikette- und Kommunikationstrainerin Elisabeth Bonneau in ihrem neuesten Buch. Dieser umfassende Business-Knigge gibt Antworten auf alle Stil-Fragen des modernen Berufslebens, zeigt, welche Spielregeln heute gelten, und hilft auch verzwickte Situationen taktvoll zu meistern. Er ist damit ein unentbehrlicher Begleiter für alle, die stilvoll erfolgreich sein wollen. Hoffmann und Campe (November 2004), Gebundene Ausgabe € 19,95 Jetzt bei Amazon bestellen Otto Krabs: Von Erlaucht bis Spektabilis – Kleines Lexikon der Titel und Anreden Fundiertes Lexikon über adelige und geistliche sowie Amts- und Ehrentitel und deren korrekten Gebrauch in Anrede und Anschrift. Ein nützliches Werk für den beruflichen Alltag und den gesellschaftlichen Umgang. Verlag C.H. Beck (März 2004), broschiert € 19,90 Jetzt bei Amazon bestellen Bernhard Roetzel: Der Gentleman Handbuch zur klassischen Herrenmode 2004 Tandem Verlag GmbH Jetzt bei Amazon bestellen Claudia Piras & Bernhard Roetzel: Die Lady Handbuch der klassischen Damenmode 2002 DuMont monte Verlag, Köln Jetzt bei Amazon bestellen
 

Merkel und Stoiber Duzen sich jetzt

Merkel und Stoiber Duzen sich jetzt
Medienberichten zufolge soll am 24. März 2006 bei einem Abendessen im Kanzleramt Edmund Stoiber Angela Merkel das „Du“ angeboten haben. Angeblich hat Frau Merkel immer darauf verzichtet, die Initiative zu ergreifen, weil ihr als der Jüngeren dies nicht zustehe. Wenn selbst Regierungschefs (und -Chefinnen) bei dem Thema Duzen und Siezen verkrampft und unsicher werden, zeigt uns das, dass hierfür dringend verbindliche Regeln her müssen. Lag also Frau Merkel richtig mit ihrem Zögern und hat Herr Stoiber zu Recht den ersten Schritt gemacht? Nach unserer Auffassung ist allein der Altersunterschied kein wirklich hinreichender Grund. Zwischen Erwachsenen der Jahrgänge Merkel / Stoiber spielt er ohnehin keine so wichtige Rolle mehr. Der Umstand, dass einer der beiden älter ist, ist also nicht das alleinige Merkmal für das Recht, das „Du“ anzubieten. Nach herkömmlicher Auffassung steht dieses Recht vielmehr noch immer den Damen zu. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn das „Du“ im Rahmen einer beruflichen Beziehung ausgetauscht werden soll und die Dame auf einer niedrigeren Hierarchiestufe steht. Bei allem krachledernen Selbstbewusstsein kann Herrn Stoiber sich auf diese Ausnahme wohl nicht berufen. Zwar sind sowohl Herr Stoiber als auch Frau Merkel jeweils Vorsitzende ihrer Parteien. Entscheidend ist wohl auch nicht die Marginalie, dass Frau Merkels CDU jedenfalls objektiv nicht die unbedeutendere der beiden Parteien ist. Zusätzlich ist allerdings Frau Merkel Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, ihr neuer Duzfreund nicht. Frau Merkel steht damit eindeutig in jeder Hinsicht eine Hierarchiestufe höher, als der bayerische Ministerpräsident. Es soll hier nicht gemutmaßt werden, ob die Kanzlerin sich über ihre gesellschaftlichen Rechte nicht allumfassend informiert hat, oder ob möglicherweise noch andere Überlegungen eine Rolle gespielt haben. Vielleicht hat die ehemals „meistunterschätzte“ Politikerin nur virtuos auf der Klaviatur gesellschaftlicher Konventionen gespielt – ihr Warten auf die Initiative Edmund Stoibers kann durchaus auch ein Bangen gewesen sein. Wenn man sich künftig ernsthaft zerstreitet ist nichts hinderlicher als ein vertrautes Du. Es ist übrigens nicht überliefert, ob im Kanzleramt mit großer Geste „Bruderschaft“ getrunken wurde und ob dies gar mit einem Kuss besiegelt wurde. Frau Merkel, die schon auf die eigenartigen Handküsse aus Frankreich sehr staatsmännisch reagiert hat, wird im Zweifel auch dieses überflüssige Ritual gelassen ertragen haben. Nicht bekannt ist auch, ob Edmund Stoiber bereits einen Kosenamen für Frau Merkel gefunden hat. Seine Ehefrau nennt er bekanntlich „Muschi“. Wir halten Sie natürlich auch hierüber auf dem Laufenden... Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikations- und Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 

Mundgeruch und Schweiß

Mundgeruch und Schweiß
Mundgeruch Bei einer geringen Anzahl von Menschen kann chronischer Mundgeruch eine Krankheit des Magen-Darm-Traktes zur Ursache haben. In solch einem Fall ist der Besuch beim Arzt nicht zu vermeiden. Generell gilt, dass Mundgeruch vor allem durch mangelnde Mundhygiene, Nikotinkonsum und einige Speisen verursacht wird. Durch das Zersetzen von Essensresten in der Mundhöhle entstehen nach der Nahrungsaufnahmen schnell die unerwünschten Gerüche. Daher wird, nicht nur aus zahngesundheitlicher Sicht, empfohlen, nach dem Essen die Zähne zu putzen. Das regelmäßige Spülen mit Mundspülungen kann helfen, Mundgeruch vorzubeugen. Besteht die Möglichkeit des ausführlichen Putzens nicht, gibt es heute Zahnpflegekaugummis sowie Zahnpflege-Bonbons die einen frischen Atem verleihen. Bitte daran denken, Kaugummis aber nach kurzer Zeit zu entsorgen und das Bonbon zu lutschen, bevor Sie dem nächsten Gesprächspartner gegenüber treten. Vor Geschäftsterminen und anderen Verabredungen sollte Rücksicht auf die Gesprächspartner genommen werden, Speisen, welche bekannter Weise schlechten Atem verursachen, vermieden werden. Dazu gehören Zwiebeln, Knoblauch, aber auch Kaffee- und Tabakatem. Achselnässe und Schweißgeruch Nicht nur im Sommer kennen wir das Problem der unschönen Flecken in der Achselgegend, auch im Winter fallen uns muffelnde Mitbürger schnell unangenehm auf. Mangelnde Körperhygiene ist eine der Hauptursachen von Schweißgeruch. Stress- und Angstsituationen, die verpasste Straßenbahn, keine Verwendung eines Deodorants, „Deo“, sowie die falsche Kleidung führen ebenfalls zu Schweißausbrüchen und –gerüchen. Das tägliche Duschen oder die Reinigung mit Waschlappen und einer milden Seife ist heutzutage ein Muss. Menschen, die zu starkem Schwitzen neigen, sollten vor allem im Sommer häufiger „frisch“ machen. Besorgen Sie sich ein Deodorant. Bei stärkerem Schwitzen gibt es „Transpirants“, welche die Schweißbildung vermindern. Bei sehr starkem, konstanten Schwitzen gibt es heutzutage auch die Möglichkeit, mit medizinischer Hilfe dem Schwitzen Einhalt zu bieten. Über das Injizieren von Botox oder verschreibungspflichtige Mittel sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Bevor Sie sich in eine Situation begeben, die den Angstschweiß fliesen lässt, gilt die mentale Vorbereitung. Setzen Sie sich gedanklich mit der Situation auseinander und versuchen, entspannt und ohne Angst an das Thema heranzutreten. Atemübungen, ein Spaziergang oder das Gespräch mit einer vertrauten Person können helfen, die Angst zu lindern. Tragen Sie passende Kleidung. Atmungsaktive, leichte Stoffe helfen, die Luft zu zirkulieren und Ihre Poren atmen zu lassen. Baumwolle und Leinen sowie Seide sollten den synthetischen Stoffen bevorzugt werden. Ein leichtes Unterhemd unter Hemd und Anzug hilft außerdem, Schweiß aufzusaugen. Hier gilt das tägliche Wechseln des Unterhemdes. Auf dunklen Stoffen sowie sehr feinen Stoffen zeichnen sich unschöne Schweißflecken eher ab, als auf hellen. Weiße Wäsche vergilbt mit der Zeit und sollte dann auch nicht mehr getragen werden. Für den Notfall, unterwegs, können Sie in Schreibtischschublade, Handtasche oder Aktenkoffer ein kleines Reisedeodorant bei sich tragen. Bitte begeben Sie sich zum Auftragen auf die Toilette. Schweißfuss Auch hier gilt: Körperhygiene. Waschen Sie auch Ihre Füße täglich mit einer milden Seife. Spezielle Fußpuder, Cremes und Deos können für zusätzliche Frische sorgen. Lemongrass (Zitronengras) und Teebaumöl sind bekannte Zusatzmittel gegen Schweißbildung an den Füßen. Achten Sie bei den Strümpfen auf atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle und vermeiden Sie Synthetik. Turnschuhe sowie Schuhe aus Plastik und Lack fördern das Schwitzen noch mehr. Spezielle „atmungsaktive“ Schuhe sowie Schuhe aus reinem Leder helfen, Ihre Füße zu belüften.
 

Musikalische Untermalung zum Essen

Musikalische Untermalung zum Essen
Orientierungshilfen für Gastgeber Gültiges Kriterium ist die Lautstärke. Die Musik sollte eine gewisse Aufdringlichkeit nicht überschreiten. Andernfalls sind angenehme Gespräche nicht mehr möglich. Besonders in größeren Gesellschaften sollte sich der Musikpegel dezent im unteren Bereich befinden. Allgemein eignen sich für Untermalungen zum Essen harmonische, unaufgeregte Kompositionen. Ob das Klassik, Jazz oder Ambient sein kann richten Sie an Ihren Gästen aus, und natürlich nicht zu letzt an Ihrem eigenen Musikgeschmack. Da es bei einem Abendessen hauptsächlich darum geht, entspannt in Gesellschaft zu speisen, sollten jegliche DJ-Ambitionen hinten an stehen. Denn ständiges hantieren am Plattenspieler stört hierbei nur. Wenn Sie also Ihre Gäste mit Hintergrundmusik erfreuen wollen, wählen Sie gezielt Medien mit langen Laufzeiten wie CD- oder MP3-Format aus. Stellen Sie die Lautstärke in Abhängigkeit zur Lautstärke Ihrer Gäste ein. Aufdrehen können Sie dann immer noch anschließend beim Café und Cognac. So verhalten Sie sich als Gast Die musikalische Untermalung von Abendessen ist eben eine heikle Angelegenheit. Vielfach kann man hier als Gast gravierende Mängel, oder sagen wir, einen erhöhten Informationsbedarf bei Gastgebern feststellen. So lässt es sich nicht nur vortrefflich über Geschmack und musikalische Stilrichtung streiten sondern auch ob besser instrumental, mit Gesang oder eben ganz ohne Musik. In diesem Fall sollten Sie als Freund dies dem Gastgeber auch mitteilen. Sicherlich hat er es nur gut gemeint und wollte durch eine entsprechende Musikauswahl das Abendessen angenehm untermalen. Dass er bislang bei Ihnen das Gegenteil erreicht hat, wird ihn nicht freuen; für einen angenehmen Abend ist es aber noch nicht zu spät.
 

Nicht titulierte Adelsnamen

Nicht titulierte Adelsnamen
Herr/Frau Vorname von Sandburg Werden mit „Herr/Frau von Sandburg“ angesprochen, die adelsrechtliche Usance entspricht daher der zivilrechtlichen Regelung Anschriftenfeld: Herr/Frau Vorname von Sandburg Doppelnamen Herr/Frau Vorname Vügel von Sandburg Briefliche Anrede: Herr/Frau Vügel v. Sandburg Mündliche Anrede: Herr/Frau von Vügel (obwohl dies der ursprünglich nichtadlige Bestandteil des Namens ist) oder Herr/Frau von Sandburg Da diese Doppelnamen wegen ihrer Länge etwas unhandlich sind, beschränken sich deren Träger im beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld häufig auf den einen oder anderen Teil des Namens, meist auf den ersten. Im Zweifel ist es nicht unkorrekt, den Namensträger zu fragen, wie er seinen Namen führt. Anschriftenfeld: Herr/Frau Vorname Vügel v. Sandburg Genannt-Namen: Herr/Frau Vorname von Sandburg gen. (genannt)Vügel Briefliche Anrede: Herr/Frau v. Vügel Mündliche Anrede: Herr/Frau von Vügel Es verhält sich hier ähnlich wie bei den Doppelnamen, so dass auch hier nachgefragt werden darf, wie der Träger seinen Namen führt; das gen. Vügel weist darauf hin , dass er ursprünglich eben so genannt werden wollte. Anschriftenfeld: Herr/Frau Vorname v. Sandburg gen. Vügel Edler/Edle von Sandburg: Briefliche Anrede:Herr/Frau Edler/Edle v. Sandburg oder Herr/Frau v. Sandburg Mündliche Anrede: Herr/Frau von Sandburg Anschriftenfeld: Herr/Frau Vorname Edler/Edle v. Sandburg Ritter von Sandburg Briefliche Anrede: Herr/Frau v. Sandburg Mündliche Anrede: Herr/Frau von Sandburg Anschriftenfeld: Herr Vorname Ritter (oder Rr) v. Sandburg Frau Vorname v. Sandburg Anmerkung: Die Führung des Prädikats „Ritter“ ist auf die männlichen Namensträger beschränkt.
 
 

Nutzungsbedingungen

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Placement

Placement
Es wirkt veraltet, wenn der Gastgeber und die Gastgeberin sich an den kurzen Seiten einer langen Tafel gegenüber sitzen. Für gewöhnlich sitzen sie nun jeweils in der Mitte der langen Seiten des Tisches. Der weibliche Hauptgast oder die Partnerin des männlichen Hauptgastes sitzt rechts vom Gastgeber. Der männliche Hauptgast oder der Partner des weiblichen Hauptgastes sitzt rechts von der Gastgeberin. Links der Gastgeber sitzen die anderen wichtigen Gäste. Versuchen Sie, Damen und Herren abwechselnd zu setzen und trennen Sie unbedingt Paare. Sie sitzen normalerweise diagonal am anderen Ende des Tisches. Die Tischordnung soll eine möglichst angeregte Unterhaltung der Gäste gewährleisten. Sorgen Sie also dafür, dass Tischnachbarn ein gemeinsam interessierendes Thema finden können.
 
 

Rauchen auf Veranstaltungen

Rauchen auf Veranstaltungen
Es gibt keine feste Regel zum Rauchen auf Veranstaltungen. Man wird in unterschiedlichen Häusern und bei unterschiedlichen Gästen auf verschiedene Reaktionen treffen. Doch grundsätzlich sollte man sich in geschlossenen Räumen aus Rücksicht auf die anderen Gäste möglichst zurückhalten. Ein Gastgeber hält sich aber in der Regel ebenfalls mit einem totalen Rauchverbot zurück. Bei einer Einladung zum Abendessen gilt bezogen auf die drei einzelnen „Phasen“ Empfang, eigentliches Essen und Ausklang mit Kaffee und Digestif folgendes: Während eines Empfangs ist Rauchen in der Regel immer gestattet. Grundsätzlich gilt: Wo ein Aschenbecher steht, da ist Rauchen auch erlaubt. Achtung: Nicht alles, was entfernt nach einem Aschenbecher aussieht, ist auch einer; im Zweifel sollten Sie fragen! Auch, wenn Sie keinen Aschenbecher ausmachen können, fragen Sie das Servicepersonal oder, in letzter Instanz, den Gastgeber. Ist das Rauchen gar nicht erwünscht oder wurde ein bestimmter Ort dafür ausgewählt (Terrasse, Raucherzimmer etc.), wird man Ihnen das jetzt mitteilen. Während des Menüs ist es zwar grundsätzlich nicht offiziell verboten, aber äußerst unschicklich zu rauchen. Der früheste Zeitpunkt, der in Erwägung gezogen werden kann, ist, nachdem die Teller des Hauptgangs abgeräumt wurden. Fragen Sie das Personal nach einem Aschenbecher. So kann es auch gleich der Küche ein Zeichen geben, daß sich das Dessert verzögert. Am besten aber ist es, Sie verzichten auf das Rauchen bis nach dem Dessert. Fragen Sie den Gastgeber, ob geraucht werden darf, und fragen Sie dann Ihre Tischnachbarn, ob es sie stören würde. Beim Ausklang und Digestif stört sich meist niemand an Rauchern und es gilt das, was schon beim Empfang gesagt wurde. Zigarren sollten erst jetzt genossen werden. Was Sie auf keinen Fall tun sollten: Die Erlaubnis zum Rauchen sollte jedoch nicht über Gebühr ausgenutzt werden (Der traurige Rekord liegt derzeit bei 13 Zigaretten in 90 Minuten vor, während und nach einem 3-Gang-Menu. Das Personal zählte mit!)
 

Rechtschreibung im E-Mail-Nirwana?

Rechtschreibung im E-Mail-Nirwana?
Wer kennt solche E-Mails nicht auch: orthographisch abenteuerlich, kryptisch in der Anmutung, ohne viel Hingabe an die Leitlinien der Rechtschreibkommission. Unser elektronisches Postfach ist oft gespickt mit solchen Nachrichten. Geschäftlichen, privaten oder aber auch jenen, die keiner will und (fast) jeder bekommt. Interessant ist jedoch dabei, dass wir trotz guinessbuchreifer Rekordzahl an Fehlern, den Sinn einer solchen E-Mail ohne Probleme erfassen können. Ein Beispiel hierzu? Bitte schön! Lesen Sie doch einmal schnell und ohne auf das einzelne Wort zu achten die nachfolgenden Zeilen durch, und staunen Sie! „Gmäeß eneir Sutide eneir elgihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wort snid, das ezniige was wcthiig ist, ist dass der estre und der leztte Bstachue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sein, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, weil wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems.“ Ehct ksras! Das ghet wicklirh! Unser Gehirn leistet also die Arbeit, die der Verfasser nicht vollbracht hat. Es filtriert aus handfestem Bsinöldn Informationen und Inhalte heraus. Doch warum müssen wir überhaupt diesen Job übernehmen? Kann es unser Absender einfach nicht besser? Möglich, aber viel wahrscheinlicher wird sein, dass er sich nicht ausreichend Zeit für das Verfassen und Versenden der Nachricht genommen hat. Denn wir sind heute daran gewöhnt, dass das Internet ein schnelles Medium ist und die Kommunikation via E-Mail eben auch. Schnell – kurz - falsch geschrieben? Knigge.de sagt hier eindeutig: nein! Denn so wie es im Geschäftsleben den "DIN-Brief" oder ähnliche Standards gibt, existieren diese auch für eMails. Einen mal eben zusammengeschusterten Brief wird niemand abschicken, denn das würde dem eigenen Image schaden. Bei E-Mails sind viele Anwender erstaunlicherweise nicht so sensibel. Zwar tendieren wir dazu in E-Mails etwas legerer zu formulieren, dennoch sollte es hierbei eine gewisse Schmerzgrenze geben. Orthografie und Grammatik sind in einer E-Mail somit absolut „in“. Bedenken Sie stets, welchen Eindruck Ihr virtuelles Gegenüber von Ihnen bekommt. Halten Sie sich also zuvorderst an die deutsche Rechtschreibung! Nehmen Sie sich die Zeit und gehen Sie vor dem Versenden nochmals konzentriert über Ihren Nachrichtentext. Hilfe leistet Ihnen dabei die Rechtschreibprüfung, die jedes gängige E-Mail-Programm anbietet. Und noch ein Tipp zuletzt: eine komplette Kleinschreibung macht Ihren Text unleserlich; dies gilt ebenso für die Großschreibung. Einzelne Wörter in VERSALIEN sind ebenfalls schlechter zu lesen und können darüber hinaus beim Empfänger sogar als ANSCHREIEN verstanden werden. Und das will doch nun wirklich niemand. Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikations- und Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 

Reden während eines Menüs

Reden während eines Menüs
Es bietet sich an, Reden an die Begrüßung zu knüpfen. Der Gastgeber begrüßt die Gäste, reißt das Thema an und übergibt an den Hauptredner. Beachten Sie aber bitte unbedingt den Unterschied zwischen einem gesetzten Essen und einem Vortragsseminar! Lassen Sie Ihre Gäste nicht unnötig lange leiden und sorgen Sie dafür, daß Getränke gereicht werden. Bei Reden während eines Menüs bedenken Sie, daß die Küche und der Service auf die Reden eingestellt sein müssen, damit das Essen nicht kalt wird oder sonst unter der Verzögerung leidet. Legen Sie vor dem Essen fest, wer wann ungefähr wie lange reden wird und unterrichten Sie Bedienung und Redner. Sollte der Hauptredner einen Vortrag halten, während die anderen Gäste den Hauptgang genießen, so sollte der gute Gastgeber einen Punkt finden, an dem auch der Redner etwas Zeit zum Essen findet. Erst jetzt sollte ihm sein warmes Essen serviert werden. Es kann auch recht gemütlich sein, die Reden am Ende des Menüs zu halten. Dann ist jedoch die Aufmerksamkeit der Gäste nicht mehr so gut wie noch vor dem Essen.
 

Respekt

Respekt
"Wie es in den Wald ruft, so schallt es auch heraus". "Tue Gutes und Dir wird Gutes widerfahren". Den Anderen zu respektieren heißt den Anderen zu nehmen wie er ist (das heißt nicht, man soll alles hinnehmen was der Andere tut). Sie können nicht davon ausgehen, daß Ihre Sicht der Dinge die einzig Richtige ist. Lassen Sie auch Ihren Kindern Respekt zukommen, sie meistern Ihr Leben ohne genau zu wissen was genau passiert. Lassen Sie den Kindern Freiräume damit sie sich entfalten können, aber setzen Sie Ihnen auch Grenzen, wo sie sinnvoll und richtig sind. Hierbei ist ein „Nein“ nicht immer nötig. Schaffen Sie Perspektiven für Ihr Gegenüber und zeigen Perspektiven auf: Statt: „Leg das Spiel weg, wir müssen einkaufen gehen“. Bietet sich an: „Das Spiel sielen wir, wenn wir vom Einkaufen zurückkommen, dann habe wir etwas worauf wir uns freuen können“.
 

Sauna-Knigge

Sauna-Knigge
Körperhygiene Bereits am Tag vor Ihrem Besuch sollten Sie sich auf den Sauna-Gang vorbereiten. Entsprechend ist der Genuss von Knoblauch, Zwiebeln oder Alkohol nicht anzuraten. Und bedenken Sie: Auch Parfums haben in der Sauna nichts verloren! Bevor Sie die Sauna betreten oder sich im Tauchbecken abkühlen, duschen Sie sich zunächst ab. Eintritt Bevor Sie die Sauna betreten, lassen Sie bitte Ihre Schuhe ausserhalb stehen. Niemand fällt nachher gerne über Ihre Schuhe, die in der Sauna stehen, oder müht sich unter den leidvollen Blicken der Mitschwitzer ab, nicht auf Ihre Schlappen zu treten. Wenn Sie die Sauna betreten, grüßen Sie alle Anwesenden. So schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre. Bevor Sie sich neben eine Ihnen unbekannte Person setzen, sollten Sie unbedingt erfragen, ob der Platz noch frei ist. Denn auf Grund des begrenzten Raumangebotes dringen Sie automatisch in den Intimkreis Ihres Sitznachbarn ein. Konversation Leise Gespräche sind hier erlaubt, außer Sie befinden sich in einer Ruhe- oder Meditations-Sauna. Lautes Sprechen ist generell in der Sauna fehl am Platz – schließlich sind Sie hier zum Entspannen. Unerwünschte Begegnungen Sie entdecken beim Betreten der Sauna Ihren Chef und würden am liebsten auf der Stelle umkehren? Diese Reaktion wäre allerdings nicht besonders stilvoll. Ebenso, wenn Sie ihn stattdessen ignorieren. Wechseln Sie vielmehr ein paar nette, unverfängliche Worte miteinander, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Bedecken Sie dabei diskret Ihre Scham mit dem Saunatuch und richten Sie es so ein, dass sie beide eine Position mit derselben Blickrichtung einnehmen. So kommen Sie nicht in die Verlegenheit, dass sich Ihre Blicke allzu oft kreuzen. Und begehen Sie ja nicht einen möglichen weiteren Fauxpas, in dem Sie Ihre Sauna-Begegnung im Kollegenkreis zum Tagesthema machen!
 

Schalentiere

Schalentiere
Scampi Scampi isst man vorzugsweise mit Messer und Gabel, wobei das Messer eine recht scharfe Spitze haben muss. Die Scheren wird man damit aber nur schwer bewältigen. Sofern Fingerschalen angeboten werden, darf man auch die Finger (nicht die ganze Hand!) benutzen. Ergänzend sollte erwähnt werden, dass unter der Bezeichnung Scampi (Sing. Scampo) gelegentlich auch die preiswerteren Garnelen angeboten werden, wofür die teils fremdsprachige Vielfalt der Bezeichnungen mit ursächlich sein mag. Scampi gehören zur Gruppe der hummerartigen Krustentiere und haben demzufolge ausgeprägte Scheren. Garnelen haben keine Scheren sondern Fühler und einen seitlich zusammengedrückten Hinterleib. Austern Üblicherweise werden Austern mit bereits geöffneter Schale serviert, da das Öffnen für Ungeübte recht schwierig, schlimmstenfalls sogar mit Verletzungsgefahr verbunden sein kann. Dennoch soll der Vorgang beschrieben werden: Man hält die Auster mit der gewölbten Seite nach unten in einem mehrlagigen Tuch (wegen der rauen Außenschale) waagerecht in der linken Hand, so dass die spitze Seite nach rechts zeigt. Mit der Spitze des Austernmessers sticht man an dieser Stelle zwischen die beiden Schalenhälften und bewirkt durch Drehung des Messers, dass sich die Schalenhälften voneinander lösen. Das Messer wird dann an den Hälften entlangführt und der Schließmuskel durchtrennt, so dass sich die obere Schale abheben lässt. Das Austernfleisch wird mit einer Austerngabel von der Schale gelöst und in der Schale mit dem Meerwasser oder aus der Schale mit der Gabel verzehrt. Ob die Auster frisch ist, kann dadurch kontrolliert werden, dass man etwas Zitronensaft auf den dunklen Saum tropft, der sich daraufhin ein wenig zusammenziehen muss. Von verdächtigen Exemplaren sollte man auf jeden Fall Abstand nehmen. Austernvergiftungen kommen immer einmal wieder vor und sind eine wenig erfreuliche Angelegenheit. Um etwa Betroffene wenigsten für das erlittene Ungemach zu entschädigen, werden traditionsgemäß für 1/2 Dutzend 7 und für ein ganzes Dutzend 13 Austern serviert. Muscheln Muscheln werden in tiefen Tellern oder Terrinen serviert. Die erste Muschel wird mit der Gabel aus der Schale genommen. Für aller weiteren Muschel benutzt man diese noch zusammenhängende Schale als Zange, mit der man das Fleisch aus der Schale zieht und zum Munde führt. Muscheln müssen vor der Zubereitung gründlich gewaschen, von Sand und Verunreinigungen befreit und die Bärte entfernt werden. Beschädigte und geöffnete Muscheln sind nicht genießbar. Ebenso nicht genießbar sind Muscheln, die sich nach dem Kochen nicht geöffnet haben.
 

Schenkkreis

Schenkkreis
Das Spiel funktioniert nach dem Schneeball-/ Pyramidensystem. Man trifft sich in fröhlicher Gutmensch-Atmosphäre und sorgt dafür, dass neue Mitglieder dem Kreis beitreten, indem sie der an der Spitze stehenden Person einen festen Geldbetrag (dieser kann mehrere –zigtausend Euro betragen) „schenken“. Die Mitglieder des Empfängerkreises scheiden sodann aus dem Spiel aus, wodurch die Mitglieder der nächsten Ebenen jeweils um eine Stufe aufrücken Bewogen werden die Schenker zu ihrer Großzügigkeit durch die Aussicht, nach Anwerbung weiterer Geber selbst schließlich in den Empfängerkreis aufzurücken und dann ein Mehrfaches ihres Einsatzes geschenkt zu bekommen. Ohne auf die Feinheiten der Potenzrechnung eingehen zu müssen: es liegt auf der Hand, dass schon nach wenigen Durchgängen eine ausreichende Anzahl von Gebern nicht mehr gefunden werden kann. Das Spiel ist daher darauf angelegt, dass die ersten Mitspieler einen sicheren Gewinn machen, während die nachfolgenden Teilnehmer ihren Einsatz ebenso verlieren wie ihre Gewinnmöglichkeit. Es darf vermutet werden, dass unter diesen Umständen langjährige Freundschaften und ganze Freundeskreise zerbrechen. Inzwischen hat der Bundesgerichtshof am 10. November 2005 entschieden (Az. ZR III 72/05), dass der Geber die Zahlungen, die er im Rahmen eines solchen Schenkkreises an den Empfänger geleistet hat, zurück fordern kann.
 

Schnäuzen, Nasebohren etc.

Schnäuzen, Nasebohren etc.
Niesreiz Bei starken Niesreiz sollte man versuchen, in ein Taschentuch hineinzuniesen. Ist keines zur Hand, nimmt man die linke Hand vor das Gesicht. Das ist wesentlich angenehmer für den nächsten Gesprächspartner, dem man die rechte Hand zum Gruß reicht. Das Unterdrücken des Niesens wird aus gesundheitlichen Gründen nicht geraten. Auf jeden Fall sollte man sich von seinem direkten Gesprächspartner beim Niesen abwenden. Naseputzen Bei laufender Nase auf keinen Fall laut trompeten. Ein vorsichtiges Tupfen belästigt nicht die Umwelt und schont noch dazu die Nebenhöhlen. Durch starkes Naseputzen wird Sekret direkt dort hineinbefördert, zu dem Schnupfen kann sich dann eine Nebenhöhlenentzündung gesellen. Am hygienischsten sind Papiertaschentücher, die nach Gebrauch unauffällig in einem Mülleimer entsorgen werden. Prophylaxe Am besten ist natürlich die Prophylaxe. Viel Trinken, damit die Nasenschleimhäute nicht austrocknen und Keime aus dem Körper geschwemmt werden. Händewaschen wenn man mit infizierten Personen kontakt hatte, trockene und überhitzte Räume meiden. Nasebohren Besonders im Winter trocknen die Nasenschleimhäute durch die trockene Heizungsluft schnell aus. Dem Spannen in der Nase wird auf keinen Fall durch ein Bohren (umgangssprachlich auch "Popeln" genannt") Abhilfe geschafft. In der Apotheke lassen sich Meerwasser-Nasensprays und Ähnliches erwerben, die die Nasenschleimhäute feucht halten. Auch ein flotter Spaziergang an frischer Luft kann helfen, die trockene Luft wieder loszuwerden.
 

Schwierige Speisen

Schwierige Speisen
Artischocken Werden ganze Artischocken als Vorspeise serviert, so löst man die Blätter einzeln mit den Fingern und zieht den unteren weichen Teil des Blattes durch die Vorderzähne. Sind alle Blätter entfernt, erscheint der Artischockenboden, von dem das Heu mit dem Besteck entfernt wird. Der gereinigte Artischockenboden wird mit der Gabel (nicht mit den Fingern) zerteilt und gegessen. Zu Artischocken wird eine Sauce gereicht, in die man sowohl die Blätter als auch den Boden taucht. Brot Brot und Brötchen werden niemals geschnitten, sondern in mundgerechte Stücke gebrochen. Eier In früheren Zeiten wurde die Eierschale aufgeschlagen und dann die Schalenstücke entfernt. Dies beruhte darauf, dass die Messerschneiden dem Ei einen unangenehmen Geschmack gaben. Da heute die Schneiden nicht mehr oxydieren, werden Eier zunehmend „geköpft“, was zweifellos der sauberere Anblick ist, wenngleich Köpfen ein in sich etwas brutaler Akt ist. Fisch Wird ein ganzer Fisch serviert (z.B. Forelle, Dorade usw.), werden zunächst Rücken- und Bauchflossen entfernt. Sodann wird die Haut über die gesamte Länge des Rückens durchgeschnitten und abgehoben. Die darunter liegenden Filets werden nun vorsichtig von den Gräten getrennt, indem man das Messer behutsam zwischen Gräte und Fleisch entlang führt. Sodann wird die Gräte, die man mit der Gabel etwas anhebt, mit dem Messer, am Schwanz beginnend, bis zum Kopf abgehoben und anschließend die unteren Filets von der Haut abgelöst. Für Fisch wird heute im allgemeinen ein Fischbesteck serviert. Dieses besteht aus einem Messer mit einer wesentlich breiteren, aber nicht sehr scharfen Schneide, die am vorderen Ende in einer Spitze ausläuft. Auch die Gabeln sind etwas breiter. In England war oder ist dem Vernehmen nach Fischbesteck verpönt, weil es zu einer Zeit (19. Jahrhundert) in Mode kam, als die Qualität des Silbers nicht mehr den bis dahin geltenden Standards entsprach. Allerdings ist die dem Fischbesteck zugrunde liegende Ursache, dass alte Messerklingen bei der Berührung mit Fisch oxydierten, bei modernen Klingen nicht mehr gegeben. Sollte eine Fischgräte in den Mund gelangt sein, geht sie auf demselben Weg zurück, auf dem sie gekommen ist: sie wird unauffällig auf die Gabel befördert und mit dieser am Tellerrand abgelegt. Salat Salat darf keinesfalls mit dem Messer geschnitten oder überhaupt in Berührung kommen. Es wird nur eine Gabel benutzt. In schwierigen Fällen hilft ein Stück Brot. Spaghetti Spaghetti und lange Bandnudeln dürfen keinesfalls mit dem Messer geschnitten werden. Man benutzt nur die Gabel, indem man wenige Nudeln mit den Gabelzinken zu einem moderaten Bissen aufwickelt. Nur wer sich gar nicht zu helfen weiß, darf zum Aufwickeln einen Löffel zu Hilfe nehmen. Könner beachten diesen nicht, auch wenn er bei dem Besteck liegt. Spargel Spargel wird mit der Spitze nach links auf dem Teller platziert. Es ist statthaft, Spargel mit den Händen zu essen, jedoch ist nicht recht einleuchtend, wie dies für Esser und Betrachter zu einer ästhetisch befriedigenden Lösung führen soll. Da moderne Messerklingen bei der Berührung mit Spargel nicht mehr oxydieren, spricht nichts dagegen, ihn mit dem Messer zu zerteilen. Jedenfalls wird Spargel immer von der Spitze zu Stiel gegessen. Suppe Eine alte Regel besagt, dass legierte Suppen in tiefen Tellern und als Bouillon/Consommé in Henkeltassen serviert werden. Zweifellos berücksichtigt man diese Regel heute nicht mehr, wenn das eine oder das andere im Geschirrbestand nicht vorhanden sind. Geblieben ist: ein Suppenteller darf, egal welchen Inhalts, zur Aufnahme des letzen Restes nicht gekippt werden, gleichviel in welche Richtung. Aus einer Suppentasse darf der letzte Rest getrunken werden, vorausgesetzt, man hat aus der etwaigen Bouillon alles festen Bestandteile zuvor mit dem Löffel zu sich genommen und daher dem Rest den Status einer Bouillon zurück verliehen. Legierte Suppen in Tassen dürfen nicht getrunken werden. Sollte die Suppe zu heiß sein, so wird man sich gedulden müssen: Pusten und Plantschen sind tabu.
 

Sekt

Sekt
Je nachdem, wie süß der Sekt ist unterscheidet man ihn in verschiedene Geschmacksrichtungen wie: Mild (doux), halbtrocken (demi-sec) oder in herb (brut). Angeboten wird Sekt in unterschiedlichen Flaschengrößen. Vom sogenannten „Piccolo“, bei dem es sich um 0, 2Liter handelt, bis hin zur Magnum (1,5l) und Doppelmagnumflasche (~ 3 Liter). Öffnen der Flasche Der Sekt wird in hohen Kelchen oder flachen Schalen angeboten. Sektkelche haben den Vorteil, dass sich darin länger die Kohlensäure hält. Beim Öffnen der Flasche sollte man folgendes beachten: Sicherheitshalber den Flaschenhals beim Herausdrehen des Korkens immer von sich weg halten. Entfernen Sie die Kapsel um den Korken herum, halten Sie die Flasche mit der linken Hand am Hals und mit dem Daumen am Korken. Nun die Drahtschlaufe aufdrehen - der Korken wird vorsichtig gedreht. Temperatur Sie sollten vor dem Öffnen immer auf die richtige Temperatur achten. Bei zu warmen Sekt sind kleine Unannehmlichkeiten beim Öffnen kaum zu vermeiden. Wenn Sie also keine Sektdusche möchten, achten Sie darauf, dass er kühlschrank-kalte 6 bis 8 Grad Celcius hat. So schmeckt der Sekt auch am besten. Das Servieren Als Gastgeber sollte Sie darauf achten, dass keine Spülmittelreste mehr am Glas sind. Denn auch kleinste Spuren verhindern, dass der Sekt so schön perlt. Tipp: Vor dem Einschenken ziehen Sie die Gläser noch mal durch klares Wasser. Wer mit Softdrinks, wie Cola, Säften oder Mineralwasser anstoßen will, braucht sich von Sekttrinkern nicht zurückweisen zu lassen. Ein Zuprosten mit alkoholfreien Getränken ist keineswegs ein Stilbruch. Beachten Sie dabei: Anstoßen mit Gläsern ist nur in einer überschaubaren Runde erlaubt. Ab einem Kreis von sechs bis acht Personen würde das jedoch zu viel Unruhe mit sich bringen. Da beschränkt man sich dann besser aufs Zuprosten. Und: Der Blickkontakt gehört immer dazu!!
 
 

Seminar

Seminar
 

Service

Service
 

Siegelring

Siegelring
Als Ausnahme dürfen Familienwappen als Bestandteil des Namensrechtes nur von Mitgliedern der Familie getragen werden, die durch direkte Abstammung legitimiert sind. Die Durchsetzung dieser Regel stößt in der Praxis jedoch auf Schwierigkeiten, da es für Familienwappen kein einheitliches vollständiges Register gibt. In der Vergangenheit wurden Siegelringe daher überwiegend von Angehörigen des Adels getragen, die sich damit als Standesperson zu erkennen geben konnten. In jüngster Zeit ist jedoch eine zunehmende Abstinenz zu beobachten. Grundsätzlich gilt, dass bei der Wahl des Ringes, was Größe und Ausgestaltung angeht, die Grenzen des „guten Geschmacks“ tunlichst gewahrt werden sollten. Üblicherweise wird der Ring am Ringfinger so getragen, dass das Bild für den Betrachter erkennbar ist. Das Tragen am Daumen, wie es auf Portraits aus dem Mittelalter/früher Neuzeit gelegentlich zu sehen ist, ist heute nicht mehr üblich.
 

Sind Reiseweltmeister auch Benimm-Weltmeister?

Sind Reiseweltmeister auch Benimm-Weltmeister?
Osterferien, Pfingsten, Sommer und Herbst zählen zu den Reisehochzeiten. Diese verbringen wir dann statistisch gesehen gerne in Ländern wie: Österreich, Italien und Spanien. Doch nicht selten treibt uns unser Reisefieber auch bis in die exotischsten Winkel dieser Erde. Da Reisen bekanntlich bildet, könnte man doch auf den Gedanken kommen, dass der deutsche Tourist darin nun auch meisterlich–gebildet sei. Mit den Sitten und Gebräuchen seines Gastlandes vertraut, gebärdet er sich kultiviert und anständig. Zumindest aber beherrscht er die Grundregeln des Benimms, die trotz aller regionalen Feinheiten doch recht universell sind. Doch weit gefehlt, von Meisterschaft keine Spur! Da werden Kirchen halbnackt besucht, Restaurants zur Gesangsbühne umfunktioniert und Sonnenliegen okkupiert. Buffet-Freuden Gleich morgens im Hotel fallen einem –peinlich berührt- diese Exemplare aus dem „anderen Tourismus-Orbit“ ins Auge. Im Jogginganzug, bevorzugt Modell Ballonseide, Sportdress oder gar kombiniert mit Hausschuhen geht`s zum Frühstück, um phonstark das Buffet zu stürmen. Zur ersten Stärkung wird schon mal ein kleiner Happen stehend gegessen. Brötchen werden inspiziert - bei Nichtgefallen landen sie einfach wieder im Korb. Gern angelt man sich auch aus zweiter Reihe den Lachs auf das eigene Tellerchen, und klar, warum sollte auch der Nachwuchs auf`s Fangenspielen zwischen den Frühstückstischen verzichten? Denken die eigentlich, dass sie sich das ganze Hotel gekauft haben? Spätestens jetzt frage ich mich als Gast, was hier alles bei der Erziehung und Sozialisierung dieser Urlauber falsch gelaufen sein muss – und werde vor Scham über meine rüpelnden Landsleute wütend. Kleines Hotelzimmer 1x1 Auch als Zimmernachbar sind solche Reisenden nur schwer zu ertragen. Denn dass die oberste Hotelregel lautet: „Als Gast respektiere ich das Ruhebedürfnis anderer Gäste“, scheinen diese Urlauber nicht zu wissen. Warum also nicht eine alkoholgeschwängerte Mitternachtsparty auf dem eigenen Balkon feiern? – schließlich hat man ja für den Urlaub bezahlt! Doch fehlende Sachkenntnis gibt es offensichtlich auch noch auf anderen Gebieten: Die Hotelhandtücher sind nämlich nicht zum Abschminken oder Schuheputzen bereitgestellt worden. Seine Unterwäsche – ganz gleich ob sauber oder dreckig – lässt man nicht verteilt im Zimmer herumliegen. Und die Toilettenbürsten sind auch nicht nur für den Gebrauch durch das Reinigungspersonal bestimmt. Allen leidgeprüften Zimmermädchen gilt mein ganzes Mitgefühl. Schwund im Hotel Doch auch so mancher Hotelier musste sich schon umgucken – nämlich nach seinem verschwundenen Inventar! Denn neben Handtüchern, Bademänteln, Föhn, Wäsche, Geschirr, Aschenbecher, der Bibel, oder kleineren Dekorationsgegenständen, verschwinden schon mal auch Bilder, gar Fernsehgeräte und ganze Möbel aus den Gästezimmern. Dass es sich hierbei nicht um „Diebstähle aus Versehen“ handelt, liegt wohl auf der Hand. Schließlich sind dies allesamt keine hoteltypischen Utensilien, wie Seifen, Shampoos oder Nagelfeilen, die man nach der Benutzung getrost mit nach Hause nehmen kann. Sie glauben das nicht? Sprechen Sie einfach einmal bei Ihrem nächsten Aufenthalt den zuständigen Hotelmanager daraufhin an – Sie werden sich wundern, was der Ihnen zu berichten hat! Abschließend kann man wohl feststellen: Reiseweltmeister sind nicht automatisch auch Benimm-Weltmeister, aber daran kann man ja arbeiten! Und zugegebenermaßen – all dies sind keine deutschen Phänomene. Wer zum Beispiel einmal britische Touristen auf Mallorca erleben durfte, wird mir hier sicherlich zustimmen. Dennoch: Gerade bei deutschen Urlaubern stoßen mir solche Fehlverhalten, bekomme ich sie mit, besonders bitter auf – das nennt man dann wohl kollektive Sippenhaft. Wie halten Sie es mit unliebsamen, deutschen Touristen am Urlaubsort? Ignorieren, sich ärgern oder leisten Sie gar „Aufklärungsarbeit“? Berichten Sie uns im knigge.de-Forum von Ihren Urlaubserlebnissen. Wir sind gespannt! Zum Forum
 

Small Talk

Small Talk
Oft entstehen im beruflichen wie im privaten Alltag Situationen, in denen Sie Zeit mit Personen verbringen, zu denen Sie (noch) keinen sehr engen persönlichen Kontakt pflegen oder die Sie im Verlauf einer kurzen Wartezeit unterhalten möchten oder müssen. Ganz gleich, ob diese Person in Ihrem Unternehmen auf der selben hierarchischen Stufe steht wie Sie oder nicht, sollten Sie einen Small talk initiieren oder darauf eingehen. Sollte Ihr Gegenüber kein Gespräch wünschen, wird er das zu erkennen geben. Themen Beachten Sie, daß die Themen und die Tiefe Ihres Gesprächs parallel zu der Tiefe Ihres Kontakts verlaufen. Je weniger Sie sich kennen, um so „oberflächlicher“ und unverfänglich ist Ihr Small talk. Ist Ihr Vorgesetzter noch verhindert und es gilt, den Besucher zu unterhalten, sollten Sie sich zunächst bei ihm vorstellen und Ihren Chef entschuldigen. Teilen Sie dem Gast mit, wie lange die Verzögerung ungefähr dauern wird. Bieten Sie dem Gast einen Platz und etwas zu trinken an (bei längerer Wartezeit auch etwas zu lesen) und starten Sie eine Konversation. Vorsicht: Fettnäpfchen! Vermeiden Sie Fettnäpfchen! Wenn Sie Ihren Gegenüber nicht kennen, halten Sie das Gespräch allgemein. Fragen Sie den Besucher nicht aus und belehren Sie ihn nicht! „Haben Sie gut hierher gefunden, es ist nicht gut ausgeschildert“ Dies gibt dem Besucher die Möglichkeit zu einer positiven Selbsteinschätzung: er hat ja hergefunden und kennt sich bestens aus. Er kann hier auch sein Mißfallen an der Wegbeschreibung äußern, wenn er möchte. Und nun: das Wetter „Das Wetter in den letzten Tagen war doch herrlich, hatten Sie zwischendurch etwas Zeit, es zu genießen?“ Das Wetter kann niemand beeinflussen, es eignet sich immer als Aufhänger für Gespräche. Was man aufgrund des Wetters machen kann und möchte, eignet sich auch als Gesprächsstoff: „Die Wettervorhersagen für das Wochenende sind gut, wir werden versuchen ins Umland zu fahren. Hier in der Nähe gibt es schöne Seen und Parks.“ Öffentliche Themen aus den Medien bieten sich an, am besten die positiven. Beim Essen über dieses zu sprechen oder die Getränkewahl (lobend?, interessiert) anzusprechen ist in engen Grenzen erlaubt. Das Lob sollte aber keinesfalls aufdringlich sein und etwa die Herablassung eines Connaisseurs erkennen lassen. Vermeiden Sie negative Themen, sofern es nicht für das Gespräch/Geschäft wichtig ist. Schwierig ist Persönliches Die Formel: Keine Politik & keine Religion sollte genauso gelten wie Geringschätzung von nicht anwesenden Personen. Übertriebene Heiterkeit ist ebenso unangebracht wie Prahlerei und sexuelle Themen. Verzichten Sie darauf, Privates zu thematisieren, Ihr Gegenüber wird es schätzen. Sollte Ihr Gegenüber von sich aus über seine Familie sprechen, ist das eine vertrauensvolle Geste. Gehen Sie damit entsprechend um, dazu gehört es auch, Vertrauliches auf jeden Fall für sich zu behalten.
 

Stichwortsuche

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Sushi

Sushi
Bei Sushi handelt es sich um eine Art japanisches Fingerfood, d. h. mundgerecht große, belegte oder gerollte Häppchen aus den Grundzutaten Reis, Essig und traditionell rohem Fisch, der in den westlichen Varianten durch andere Zutaten ersetzt werden kann. Gegessen werden Sushi vorzugsweise mit japanischen Stäbchen, es dürfen aber auch die Hände benutzt werden. Dafür wird eine heiß-feuchte Serviette angeboten. Vor dem Verzehr wird der Happen in Soja-Sauce getaucht, wobei darauf zu achten ist, dass der Reis nicht auseinander fällt. Als Getränke bieten sich traditionell grüner Tee oder Sake an. Bei exotischen Gerichten ist es nicht unüblich und auch erlaubt, dass der Gastgeber unkundige Novizen in das Ritual einweist. Bei glücklicher Fügung erfährt der Gast dann auch etwas über den kulturellen Hintergrund des Gerichts.
 
 

Themen

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Tischsitten

Tischsitten
Allen Kulturen ist eigen, in dem gemeinsamen Verzehr einer Mahlzeit nicht nur die Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme zu sehen, sondern dem eine darüber hinausgehende metaphysische Bedeutung beizumessen. Nicht umsonst werden auch religiöse Opferfeiern mit dem gemeinsamen Verzehr von Nahrung begangen. Diesem Hintergrund verdanken die Tischsitten ihre Bedeutung. Dagegen spricht nicht, dass in anderen Kulturkreisen andere Bräuche herrschen. Entscheidend ist vielmehr, dass sich alle Beteiligten bei einem Tun, welches sowohl Lebenserhaltung als auch Genuss bedeutet, an ein gemeinsames Regelwerk halten, damit dieser Zweck erreicht wird. Der Tisch Der Tisch war ursprünglich eine auf Böcke gelegte Holzplatte; ein Brauch aus jener Zeit, als die Könige das Land noch nicht von einer Residenz aus regierten, sondern mit ihrem Hofstaat in ihren Territorien umherreisten. Nach Gebrauch konnte ein solcher Tisch zerlegt und weiter transportiert werden. Die Redewendung „die Tafel aufheben“ gibt dies noch heute wieder.
 

Titulierte Adelsnamen

Titulierte Adelsnamen
Freiherr/Freifrau/ Freiin (unverheiratete Töchter) von Sandburg Briefliche Anrede: Herr/Frau Freiherr/Freifrau/Freiin von Sandburg (zivilrechtlich)oder Freiherr/Freifrau/Freiin v. Sandburg bzw .Baron/in Sandburg (adelsrechtlich) in weniger offiziellen Fällen auch: Herr/Frau v. Sandburg Mündliche Anrede: Baron Sandburg Baronin (ohne Namen) in weniger offiziellen Fällen auch: Herr/Frau v. Sandburg Anschriftenfeld: Herr/Frau Vorname Freiherr/Freifrau/Freiin v. Sandburg (zivilrechtlich) oder Freiherr/Freifrau/Freiin Vorname v. Sandburg (adelsrechtlich) Anmerkung: Die mündliche Anrede Baron/in ist dem Umstand zu verdanken, dass die Anrede „Herr Freiherr“ bzw „Frau Freifrau“ als sprachlich abenteuerlich, zumindest wenig gefällig empfunden wird. Baron/Baronin/Baronesse (letzteres eher selten) von Sandburg Briefliche Anrede : HerrFrau Baron/in von Sandburg (zivilrechtlich) oder Baron/in (v.) Sandburg (adelsrechtlich) in weniger offiziellen Fällen auch: Herr/Frau v. Sandburg Mündliche Anrede: Baron Sandburg Baronin (ohne Namen) in weniger offiziellen Fällen auch: Herr/Frau von Sandburg Anschriftenfeld: Herr/Frau Vorname Baron/in von Sandburg (zivilrechtlich) oder Baron/in Vorname v. Sandburg (adelsrechtlich) Anmerkung: Barone und Freiherrn sind demnach als adelsrechtlich gleichrangig anzusehen In der mündlichen Anrede wird ein Freiherr/frau mit Baron/in angesprochen, jedoch ist keineswegs jeder Baron ein Freiherr. Vielmehr fallen bei diesem Titel und Anrede zusammen. Graf, Gräfin (Comtesse nicht mehr gebräuchlich) von Sandburg Briefliche Anrede:Herr/Frau Graf/Gräfin von Sandburg (zivilrechtlich) oder Graf/Gräfin (v.) Sandburg (adelsrechtlich) Mündliche Anrede: Graf Sandburg Gräfin (ohne Namen) Anschriftenfeld: Herr/Frau Vorname Graf/Gräfin von Sandburg (zivilrechtlich) oder Graf/Gräfin Vorname v. Sandburg (adelsrechtlich) Anmerkung: Eine „Rückstufung“ für weniger offizielle Anlässe auf Herr/Frau v. Sandburg ist für Grafen/Gräfinnen nicht üblich: Die Abkürzung "v." statt "von" wurde in Preußen im 19. Jahrhundert eingeführt, um nichtadlige Namensträger mit einem in "von" umgewandelten "van" im Namen von adligen Namensträgern zu unterscheiden. Alle anderen Adelprädikate werden nicht abgekürzt. Beim dem Zusammentreffen mehrere Titel sollten Vermischungen tunlichst vermieden werden. Vielmehr benutze man den Titel der im Zusammenhang mit der Veranstaltung steht. Eine Ausnahme davon bildet der Doktorgrad, der immer benutzt werden sollte. Eine Bemerkung soll noch gemacht werden: adelsintern ist es üblich, dass bei der Selbstvorstellung nur der Name –Sandburg- genannt wird. Dies beruht darauf, dass der deutsche Adel im Verhältnis zu anderen Ländern eine vergleichsweise geschlossene Gesellschaft war und unterstellt wurde, dass jedermann wusste, dass es sich selbstverständlich nicht um einen Herrn Sandburg sondern zum Beispiel um einen Angehörigen der gräflichen Linie derer v. Sandburg handelt. Ob diese Kenntnis immer tatsächlich vorhanden ist, darf bezweifelt werden, es wird jedoch erwartet, dass man sie sich rechtzeitig beschafft. Nachdem adlige Namensträger beruflich und auch privat sich heute überwiegend in bürgerlichen Kreisen bewegen, sollte es vertretbar sein, dass sie sich dort auch mit dem Titel vorstellen, mit dem sie angeredet werden möchten. Es ist eine Frage des Taktes und der Rücksichtnahme, seinem Gegenüber die Peinlichkeit einer falschen Anrede zu ersparen.
 

Trauung in Standesamt und Kirche

Trauung in Standesamt und Kirche
Die Aufgabe einer Trauzeugin, eines Trauzeugen besteht darin, die Trauung zu bezeugen, wie es sich in der Bezeichnung trefflich ausdrückt, und sie sind rein rechtlicher Natur. Ob und in welchem Umfang sich Trauzeugen ansonsten an der Organisation der Feierlichkeiten beteiligen, unterliegt ausschließlich den Wünschen des Brautpaares, das im Zweifel für mancherlei Unterstützung dankbar sein wird. Klassischer Weise gehört dazu die Sorge darum, dass die Ringe rechtzeitig zur Stelle sind und das Recht bzw. die Pflicht, eine Rede auf das Brautpaar zu halten (weibliche Trauzeugen haben insoweit nur Rechte, aber keine Pflichten). Die Kleiderfrage sollte nach dem Stil entschieden werden, in dem die standesamtliche und kirchliche Trauung von dem Brautpaar gewünscht ist. Als Faustregeln kann man benennen, dass: - Auf jeden Fall die eigene Kleidung die der Braut unter gar keinen Umständen in den Schatten stellen sollte -Die Kleidung beim Standesamt ein bisschen weniger aufwändig sein darf als in der Kirche, wo die Braut ja in ihrem Hochzeitskleid erscheint -die Farben weiß, crème usw. nach Möglichkeit vermieden werden sollten -in der Kirche die Damen immer noch auf das Tragen von Hosen verzichten sollten -die Bekleidung elegant, in der Kirche mit oder ohne Hut, sein sollte Geschenke sind ein schwieriges Feld, zumal wenn damit bedacht werden soll, wer ohnehin schon „alles hat“ bzw. sich ohne finanziellen Schmerz kaufen könnte. Hier gilt es Kreativität zu beweisen und vielleicht zu der Sammlung von was auch immer (Gartenzwerge oder Goldmünzen, Nippes oder alte Niederländer, Karikaturen oder ein Buch über Käse, eine Wiege oder eine Flasche alten Weins usw. usw.), just das Exemplar hinzuzufügen, welches zur Komplettierung noch fehlt. Der Wert eines solchen Geschenks besticht nicht durch den finanziellen Aufwand sondern darf auch darin bestehen, etwas gefunden zu haben, woraus die Beschenkten entnehmen können, dass dahinter eine sehr persönlich-intensive Überlegung des Schenkers steht. Oft genug kommt es auch vor, dass vermögende (aber nicht nur solche) Paare ein soziales Projekt betreiben bzw. betreiben wollen, dessen Gedeihen ihnen mehr am Herzen liegt als weiterer, überflüssiger Hausrat. Sie werden sich dann über eine Spende und/oder persönliches Engagement ebenfalls freuen.
 
 
 

Valentinstag

Valentinstag
Die noch im Brockhaus (Ausgabe 1983) zu findende Feststellung: “In Deutschland konnte dieser Festbrauch keine besondere Bedeutung erlangen“, dürfte der Vergangenheit angehören. Selbst der ADAC bietet zum Valentinstag ein Fahrtraining unter dem Motto „Einer zahlt, zwei üben“ an. Historische Überlieferung So kann man fast vergessen, dass hinter diesem Brauch ursprünglich nicht Fleurope oder die Pralinenindustrie steckte. Nach einer Überlieferung soll Namensgeber ein Bischof sein, der im 3. Jahrhundert in Terni (Umbrien) gelebt und dort unerlaubter Weise Soldaten und Sklaven, die eigentlich unverheiratet bleiben mussten, getraut haben soll. Natürlich ist auch überliefert, dass die so gestifteten Ehen besonders glücklich gewesen sein sollen. Dem Geistlichen selbst brachten seine Taten jedoch wenig Glück, denn er wurde am 14. Februar 269 (?) hingerichtet und anschließend als Märtyrer verehrt. Die historischen Quellen für die Existenz dieses Heiligen Valentin (es gibt noch einige andere Heilige dieses Namens) sind allerdings derart unübersichtlich, dass er im offiziellen kirchlichen Kalender nicht mehr geführt wird. Darüber hinaus wurden um die Mitte des Monats Februar im antiken Rom von jeher die so genannten Lupercalien gefeiert, bei denen es vornehmlich um Reinigungs-, Sühne- und Fruchtbarkeitsriten ging. Und am 14.Februar wurde das Fest der Göttin Juno als Beschützerin von Ehe und Familie mit aufwendigen Blumenopfern begangen und sie um ein Orakel für die richtige Partnerwahl angefleht. Weitere Wurzeln des Brauchtums finden sich im 14./15. Jahrhundert in England und den von England beeinflussten Regionen auf der kontinentalen Seite des Ärmelkanals. Der 14. Februar wurde nach einem Vers bei Chaucer als der Beginn der Paarungszeit bei Vögeln angesehen, und so konnte sich an diesem Tag auch jeder „Valentin“ seine „Valentine“ suchen. Entschieden wurde dabei wohl entweder in Form einer Versteigerung (!), durch Los oder auch danach, wen das Mädchen zuerst am Morgen des Tages sah. Mit der Besiedlung Nordamerikas durch die Engländer gelangte der Brauch in die USA und von dort nach dem Ende des 2. Weltkrieges durch amerikanische Soldaten nach Deutschland, die 1950 in Nürnberg den ersten „Valentinsball“ veranstalteten.
 

Verabschiedung bei einem Diner

Verabschiedung bei einem Diner
Eine private Einladung zum Abendessen verlässt man nie vor dem Ehrengast bzw. nie unmittelbar nach dem Essen. Mindestens 30 Minuten nach dem Kaffee/Digestif sollten abgewartet werden. Der richtige Moment ist mit Fingerspitzengefühl auszuwählen, eingedenk dessen, das der eigene Aufbruch einen Domino-Effekt haben kann, den der Gastgeber nicht wünscht. Sofern alle Anwesenden, vor allem wenn es sich um eine größere Zahl handelt, in eine angeregte Unterhaltung vertieft sind, sollte man versuchen, sich nur von dem Gastgeber diskret zu verabschieden. Ist dies nicht möglich, verlässt man die Gesellschaft unauffällig, ein Vorgang der auf Französisch: „Filer à l’anglaise“ und auf Englisch „Leave the French way“ genannt wird. Unverzichtbar sind eine schriftliche oder telefonische Erklärung und ein Dank am nächsten Tag.
 

Verabschiedung bei einem Empfang

Verabschiedung bei einem Empfang
Ein Empfang ist eine Veranstaltung mit einem flexiblen Beginn („ab 18.00 Uhr“) und einem manchmal zeitlich fixierten, manchmal zeitlich offenen Ende. Entschließt man sich zu erscheinen, so ist eine Mindestverweildauer von ungefähr einer halben Stunde einzuhalten. Es ist keinesfalls erforderlich, sich von allen Anwesenden zu verabschieden, zumal bei der meist großen Anzahl von Anwesenden dies allein vermutlich mehr als 30 Minuten in Anspruch nehmen dürfte. Von den Gastgebern sollte man sich verabschieden, sofern sie auffindbar sind und man sie nicht aus einer Unterhaltung reißt. Andernfalls kann man sich mit einem Anruf am nächsten Tag bedanken. Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikation & Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 

Verschiedenes

Verschiedenes
 

Vorbild

Vorbild
Leben Sie vor, was Sie Ihrem Kind vermitteln wollen. Durch Nachahmung von Mami und Papi lernt das Kind am einfachsten und schnellsten. In Situationen in denen man nicht bedenkt, dass das Kind zuhört, wie Unterhaltungen zwischen Erwachsenen und langen Autofahrten, sollte man beachten, dass Kinder gerade dann alles mitbekommen. Schon sehr bald baut das Kind den Kreis der Vorbilder aus. Dann sind die Freunde die neuen Vorbilder. Mit viel Geduld und Liebe kann man dem Kind helfen, die richtigen Werte zu lernen: Respekt den Anderen gegenüber, hilfsbereit sein, niemanden bewusst kränken und verletzen, andere so behandeln, wie man selbst gerne behandelt werden will. Nichts bringt das Kind mehr durcheinander als viele, unterschiedliche Botschaften. Großeltern, und Verwandte sollten alle die gleichen Schwerpunkte korrigieren und einfordern. Dem Kind Raum zur Entfaltung und Kreativität lassen – die Balance finden zwischen zu streng und zu locker. Nicht klein beigeben. Lieber jeden Tag und konsequent eine Sache üben als das Kind zu überfordern. Prioritäten setzen in dem, was gelernt werden soll. Mit dem Kind sprechen und anhand von Beispielen erklären, warum gewisse Dinge wichtig sind. Anstatt von Tadeln das Kind nach der Begründung für sein Verhalten fragen.
 

Vorstellen / bekannt machen privat

Vorstellen / bekannt machen privat
Privat sollte man nach Möglichkeit eine bekannte Person bitten, die Vorstellung gegenüber einer dritten Person zu übernehmen. Andernfalls kann und muss man sich selbst vorstellen. Es ist ungehörig, eine Person, die man ansprechen möchte, über die eigene Identität im Unklaren zu lassen. Akademiker mit Doktor- oder Professorentitel pflegen diesen bei der Selbstvorstellung nicht zu nennen, Träger von Namen mit Adelszusätzen nennen regelmäßig nur ihren Familiennamen ohne Zusätze. Es liegt auf der Hand, dass damit Personen, die die vollständigen Umstände nicht kennen, in das Ungemach einer unvollständigen Anrede gestürzt werden. Eine Lösung ist nicht recht in Sicht; man sollte aber, sobald man einen anderen Menschen die Person korrekt ansprechen hört, dies ebenfalls tun – ohne den faux-pas zu erwähnen. Bei der Fremdvorstellung werden selbstverständlich der akademische Titel und der vollständige Adelsname genannt.
 

Vorstellen im Beruf

Vorstellen im Beruf
Im Beruf ist es nunmehr üblich, dass eine Person sich nicht nur mit Vor- und Nachnamen vorstellt bzw. vorgestellt wird, sondern auch ihre Aufgabe in dieser Firma benannt wird. Darauf folgt üblicherweise eine Begrüßung per Handschlag. Die Visitenkarte Es hat sich eingebürgert, dass vor Beginn der Besprechung eine Visitenkarte überreicht wird, aus der man die korrekte Schreibweise des Namens ersehen kann und die vorzüglich als Gedächtnisstütze dient. Die Visitenkarte darf keinesfalls irgendwelche Beschädigungen aufweisen. Als Empfänger wirft man einen interessierten Blick auf die Karte, ehe man sie wegsteckt. Die Visitenkarte im Ausland In Deutschland wird die Visitenkarte nach Erhalten weggesteckt. Was in Deutschland als "korrekt" gilt, ist z.Bsp. in China und Japan ein großer Faux-pas. Lesen Sie hier, wie Sie in China die Visitenkarte korrekt entgegen nehmen und übergeben. Hier lernen Sie über die richtige Form in Japan.
 

Was tun, wenn der „Winter-Blues“ kommt?

Was tun, wenn der „Winter-Blues“ kommt?
Doch keine Sorge: Dafür gibt es eine natürliche Erklärung, ja sogar einen medizinischen Fachbegriff. Die Experten sprechen dann nämlich von der saisonalabhängigen Depression – der SAD – die schwerpunktmäßig Frauen heimsucht. Unheilvoller Hormoncocktail Durch die reduzierte Sonneneinstrahlung und den damit verbundenen Lichtmangel produziert der menschliche Körper nämlich weniger „Stimmungshormone“ und schüttet somit auch weniger vom „Glückshormon“ Serotonin aus. Gleichzeitig wird aber durch die Dunkelheit vermehrt Melantonin produziert. Just jenes Hormon, das uns müde macht. Also genau der richtige Hormoncocktail für eine ausgewachsene SAD, die landläufig unter dem Begriff „Winter-Blues“ auch bekannt ist. Doch wenn auch medizinisch ein Faktum, besteht noch lange kein Grund sich seinem Schicksal schutzlos hingeben zu müssen. Knigge.de gibt Ihnen hierfür drei aufhellende Tipps. Die einfachen Sachen sind oft die Besten 1. Tageslicht ist die beste Therapie gegen die Winterdepression! Denn wenn auch der Himmel grauverhangen ist, frische Luft und Bewegung werden Ihnen gut tun. 2. Treiben Sie Sport. Ob Gymnastik im Wohnzimmer, Skifahren in den Bergen oder Schlittschuhlaufen im Eisstadion. Aktivität wirkt stets anregend. 3. Essen Sie sich winterfit! Eine ausgewogene Kost, mit viel frischem, saisonalem Obst und Gemüse, wird sich positiv auf Ihren Hormonhaushalt auswirken. Was Sie für Andere tun können Doch was tun, wenn es gar nicht Sie sondern Ihren Partner, Ihren Arbeitskollegen oder Ihr Kind betrifft? Auf alle Fälle sollten Sie die Winterdepression bei Ihrem Gegenüber nicht trivialisieren oder herunterspielen. Denn dies würde die Situation für den Verstimmten nur verschlimmern. Geben Sie ihm viel lieber durch Eigeninitiative etwas von Ihrem Elan und Ihrer Vitalität ab. Schlagen Sie einen Ausflug in die Umgebung vor, pressen Sie Orangen aus, entfachen Sie eine Duftkerze mit anregenden ätherischen Ölen, oder zaubern Sie etwas Leckres in der Küche. So hat dann auch der grauste Wintersonntag keine Chance mehr auf Tristesse. Verraten Sie uns im knigge.de-Forum Ihre eigenen Hausrezepturen gegen das graue Einerlei.
 

Wenn einer eine Reise tut

Wenn einer eine Reise tut
Es ist Sommer, die Schulen sind verwaist und Deutschland ist auf Reisen. Und dies weltmeisterlich. Denn laut der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, werden auch in diesem Jahr wieder zwei Drittel aller Deutschen einen Ferienaufenthalt von mindestens 5 Tagen genießen. Ob im eigenen Land, besonders beliebt sind hier Bayern und die Ostseeküste, in Spanien, Italien, der Türkei oder in Österreich. Oder auf den Fernreisen, bei denen die Deutschen zu Destinationen in der Karibik oder in Südostasien tendieren. Aber ganz gleich wo man seine schönsten Tage des Jahres verbringt, als Urlauber sollte man sich respektvoll gegenüber seinen Gastgebern zeigen. „Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen da gewesen sind“, meinte Kurt Tucholsky, spitzzüngiger Publizist der Weimarer Republik. Völlig übertrieben meinen Sie? Na wunderbar, dann kann man sich auf Sie ja verlassen. Aber vielleicht hat der eine oder andere schon einmal am Urlaubsort eine unerfreuliche Begegnung mit Landsleuten erlebt. Der Ton macht die Musik Da intoniert der Kegelclub auf der Veranda des kleinen Fischrestaurants vollstimmig „Rosamunde“, dass es in der thailändischen Bucht nur so widerhallt. Oder der Tourist aus Germania, der vom venezianischen Aufpasser daran gehindert werden muss die Markusbasilika oben ohne, also nur mit einer Shorts bekleidet, zu betreten. Zugegeben, das sind die ganz harten Fälle. Mit ein bisschen mehr Feingefühl kommt der deutsche Tourist jedoch im Ausland besser an. Wäre doch sonst auch schade ums gute Image. Denn schließlich konnte sich das Land während der Fußball-WM aller Welt als perfekter Gastgeber präsentieren. Wissen über Land und Leute Da die Sitten und Bräuche so vielfältig sind, wie die Länder, die bereist werden, sollten Sie sich vor Ihrem Urlaub über Ihr Reiseziel informieren. So können Sie Missverständnisse und Ärger vor Ort vermeiden. Dass Kopfschütteln in Sri Lanka Ja und Kopfnicken hingegen Nein bedeutet, sollte man besser wissen. Überhaupt sollte man selbst auf ausdrucksstarke Mimik und Gestik verzichten. Denn was in dem einen Land als Lob verstanden wird, wird in einem anderen als wüste Beleidigung aufgenommen. Niemals sollten religiöse Empfindungen verletzt werden. Also keine Kirchenbesuche in Strand- oder gar Badebekleidung. In Moscheen sollten Sie Ihre Schuhe ausziehen, für Synagogenbesuche hingegen eine Kopfbedeckung parat haben. Und für den buddhistischen Tempel ist vielfach gar das Tragen eines Sarongs, dem traditionellen Wickelrock für Männer und Frauen, obligatorisch. Gut der Reisende, der sich vorbereitet hat. Aber auch sonst kann zwischenmenschlich einiges schief gehen. Am Mittelmeer und in Lateinamerika werden oft und gerne Küsse verteilt; Umarmungen gehören zum Straßenbild. Ganz anders dies in der arabischen Welt. Denn hier sind solche öffentlichen Sympathiebekundungen undenkbar und gelten als unschicklich. Besonders gut kommt hingegen an – und dies sicherlich weltweit – wenn Sie als Urlauber einige Wörter in der Landessprache beherrschen. Zumindest aber die Begrüßungen „Guten Tag“ oder „Hallo“. So können Sie sich bei Einheimischen leicht Pluspunkte verdienen und auch Tucholsky hätte so sicherlich seine wahre Freude an Ihnen gehabt.
 

Wie war noch mal Ihr Name?

Wie war noch mal Ihr Name?
Sie fragen einmal, zweimal nach, doch im allgemeinen Getöse der Umgebung ist Ihnen der Name unverständlich geblieben. Es kann aber auch schlicht daran liegen, dass der Name sehr undeutlich ausgesprochen wurde. Was also nun tun? Ein weiteres Mal – ein drittes Mal - nachfragen? Was mag Ihr Gegenüber von Ihnen denken? Ist der schwerhörig!? Schwerfällig!? Will der mich auf den Arm nehmen!? Doch auch wenn Ihr Gesprächspartner mit Unverständnis reagieren sollte – fragen Sie ein drittes Mal nach, es muss sein. Sie können aber die Situation für sie beide entschärfen, indem Sie Ihre Frage mit einer ehrlichen Entschuldigung einleiten, wie etwa: „Tut mir leid. Ich glaube, ich habs heute irgendwie auf den Ohren. Könnten Sie mir Ihren Namen noch einmal nennen?". Haben Sie den Namen dann endlich verstanden, bauen Sie ihn gleich geschickt in Ihre Konversation mit ein. „Also das war mir jetzt schon fast ein wenig peinlich, Herr Grokenberger. Aber mir ist es eben wichtig, Sie mit Ihrem Namen ansprechen zu können. Da frage ich lieber einmal mehr nach.“ Sie werden sehen: Ihr Gegenüber wird mit einem verständnisvollen Nicken reagieren. Schließlich kann das jedem einmal passieren. Tipps für`s Telefonieren Auch beim Telefonieren kann es zu heiklen Situationen kommen. Der uneingängige Name, oder das komplizierte Wort, soll bei einem geschäftlichen Anruf fehlerfrei übermittelt werden. Wie machen Sie das? Bedienen Sie sich hierbei am besten dem allgemein gültigen Buchstabieralphabet. Kluge Leute haben dafür eine Tabelle entwickelt, die im Deutschen von A wie Anton bis Z wie Zacharias geht. Wenn Sie diese 29 Wörter einmal gelernt haben (inklusive Äquator, Übermut und Ökonom für die drei Umlaute Ä Ü Ö) kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Wenn einen das eigene Gehirn im Stich lässt Doch was tun, wenn es an einem selber liegt? Da stellt sich Ihnen jemand höflich vor – doch schon im nächsten Moment ist der Name wie aus dem Gedächtnis radiert! Neben der Peinlichkeit ist dies besonders unangenehm, wenn es sich dabei um einen Geschäftspartner, Vorgesetzten oder um einen Menschen handelt, den Sie auf Anhieb sympathisch finden. Die Lösung: Konzentrieren Sie sich bewusst auf die Namen der Menschen, mit denen Sie zu tun haben. Seien Sie aufmerksam und hören Sie gut zu. Wenn Sie dann, insbesondere am Anfang des Gespräches, den Namen Ihres Gegenübers verwenden freut sich dieser nicht nur, sondern auch Sie können die neue Information `Name` durch die Wiederholung besser in Ihrem Gehirn verfestigen. Wenn das nicht reichen sollte, versuchen Sie es doch einmal mit dieser Methode. Wichtig dabei: Verbinden Sie die neuen Namen mit besonderen Merkmalen des Gesichts Ihres Gesprächpartners. Eine solche Assoziationsmöglichkeit verbessert dann Ihr Namensgedächtnis. So hat Frau Kirsche einen kirschroten Mund, Herr Hahn dagegen „puterrote“ Wangen. Sie glauben das funktioniert nicht? Probieren Sie es aus. Wer sich intensiver mit dem Thema Gedächtnistraining und Mnemonik beschäftigen möchte, findet dazu zahlreiche Literatur im Buchhandel. Im knigge.de-Forum können Sie zudem Ihre Memorierungsprobleme und Lösungsansätze diskutieren! Im eigens für knigge.de entwickelten Seminar „Kommunikations- und Umgangsformen“ vermittelt Ihnen die renommierte Referentin Salka Schwarz alles, was Sie über zeitgemäße Umgangsformen auf jedem Parkett wissen müssen. Melden Sie sich an und geraten Sie stilvoll zum Erfolg.
 

Wissenswertes zur Papstaudienz

Wissenswertes zur Papstaudienz
Eine Papstaudienz kann in unterschiedlichen Formen stattfinden, man unterscheidet dabei 3 Gruppen: Die Generalaudienz Die Generalaudienz findet 1 mal wöchentlich mittwochs in der Audienzhalle statt, die etwa 10.000 Menschen fasst, bei einer größeren Teilnehmerzahl auf dem Petersplatz. Die Gruppenaudienz Diese ist für Gruppen von Geistlichen, Pilgern, ua. und findet mit bis zu 400 Personen in den Räumen des Apostolischen Palastes statt. Darüber hinaus werden Gruppenaudienzen auch in der Audienzhalle abgehalten. Die Privataudienz Für Bischöfe, Diplomaten, Politiker, Wissenschaftler, usw. findet diese als Gruppen- oder Einzelaudienz in der Privatbibliothek sowie in 6 - 8 weiteren Räumen des Apostolischen Palastes statt. Knigge.de hat Monsignore Heldt bei der Prefettura della Casa Pontifica - der Präfektur des Päpstlichen Hauses in Rom - um ein Interview über die Geheimnisse der Papstaudienz gebeten. Das Päpstliche Haus ist verantwortlich für alle öffentlichen Auftritte des Heiligen Vaters, angefangen bei den großen allgemeinen Audienzen, über die Gottesdienste, bis hin zu den Staatsbesuchen und Privataudienzen. Monsignore Heldt ist für den deutschen Sprachraum verantwortlich. Über seinen Schreibtisch läuft alles, was mit einer Kontaktaufnahme zum Papst zu tun hat, sei es beim Gottesdienst oder in einer Audienz. knigge.de: Wie kommt es zu einer Audienz? Wird von den Besuchern darum nachgesucht oder ergeht eine Einladung? Heldt: Zur Generalaudienz am Mittwoch wird im Prinzip jeder zugelassen. Man sollte sich aber rechtzeitig anmelden, etwa 6 Wochen vorher. Alle Anfragen werden von uns schriftlich beantwortet. Es ist wichtig, dass wir rechtzeitig planen können, denn wenn die Anmeldung in letzter Minute erfolgt, gerät die Organisation unter Zeitdruck. Um eine Gruppen- oder Privataudienz suchen die Interessenten grundsätzlich selbst nach. Privatpersonen erhalten jedoch keine Audienz. knigge.de: Wie lange vor dem Termin muss um eine Privataudienz nachgesucht werden? Heldt: Der Vorlauf sollte nach Möglichkeit einige Monate betragen, weil der Tagesplan des Heiligen Vaters immer schon sehr weit in die Zukunft geplant wird. Es ist jetzt schon festgelegt, was er am 11. Dezember um 10:45 Uhr macht. knigge.de: Wie muss man sich den Ablauf einer Gruppen- oder Privataudienz vorstellen und welche Regularien sind zu beachten? Heldt: Grundsätzlich werden nur wichtige Gruppen empfangen, Teilnehmer von Kongressen und Tagungen. Normale Pilgergruppen hingegen können keine Sonderaudienz beantragen. knigge.de: Welche Kleiderordnung ist für die Audienz vorgesehen? Heldt: Das kommt auf den Charakter der Audienz an. Wenn zum Beispiel ein Botschafter sein Beglaubigungsschreiben überreicht, dann trägt er selbstverständlich den Frack mit Orden. knigge de.: Wird der Frack auch am Morgen getragen? Heldt: Ja, selbstverständlich. Die Audienzen finden immer am späten Vormittag statt. Bei solchen offiziellen Anlässen ist auch die offizielle Kleidung vorgeschrieben. Für die Botschafter ist der Frack vorgeschrieben, für die Damen in der Regel ein dunkles Kleid. knigge.de: Trägt Herr Bush auch einen Frack? Heldt: Das kommt auf den Rahmen an, in dem die Audienz stattfindet. Es gibt die offiziellen Staatsempfänge, da ist dann auch eine Ehrenformation der Schweizer Garde in Galauniform anwesend. Dort wird Frack getragen. Wenn der Besuch eher einen privaten Charakter hat, dann wird ein Anzug getragen, so wie zum Beispiel auch der Bundespräsident den Papst in München begrüßt hat. knigge.de: Trägt Frau Merkel auch ein schwarzes Kleid? Oder kann sie auch in Rot kommen? Heldt: Ich habe sie bei ihrem Besuch leider nicht persönlich gesehen. Schwarz ist nicht zwingend vorgeschrieben, sie kann auch Rot tragen, wenn sie das möchte. knigge.de: Müssen die Damen einen Schleier tragen? Heldt: Nein, ein Schleier ist nicht mehr vorgeschrieben. Er wird aber noch oft getragen von katholischen Damen aus dem südlichen Europa - Italien, Spanien, Portugal. knigge.de: Schmuck für die Damen, angebracht oder nicht? Heldt: Nun, es ist vielleicht nicht gerade angemessen, sich wie ein Tannenbaum zu behängen, aber selbstverständlich dürfen die Damen eine Kette, einen Ring tragen; die Herren einen Ring, das versteht sich von selbst. knigge.de: Wie gestaltet sich nun der Ablauf? Heldt: Die Besucher werden von der Schweizer Garde und vom Präfekten des Päpstlichen Hauses in Empfang genommen und in die entsprechenden Räume geführt. Der Heilige Vater geht dann von Raum zu Raum, wo die Besucher auf die Audienzen warten. Diese stehen beim Eintreten des Heiligen Vaters auf. Ob sie dem Heiligen Vater die Hand schütteln, oder den Fischerring küssen oder nicht - dieser wird an der rechten Hand am Ringfinger getragen - bleibt ihnen überlassen. Jedoch sollte der Ring mit den Lippen, wie bei einem normalen Handkuss auch, nicht berührt werden. knigge.de: Wie viele Räume sind in der Regel an einem Audienz-Vormittag mit Besuchern gefüllt? Heldt: Man muss sich das so vorstellen, dass in der Regel in etwa 6 - 8 Räumen entweder Einzelpersonen oder Gruppen auf den Heiligen Vater warten. Wenn zum Beispiel ein neuer Botschafter sich anmeldet hat, hat er natürlich ein Gefolge dabei aus seiner Botschaft und vielleicht auch seine Familie. Aber zunächst spricht er mit dem Papst allein, und die Begleitung wird am Ende hinzu gebeten. Von Seiten des Heiligen Vaters ist anfangs der Präfekt des Päpstlichen Hauses anwesend, der Erzbischof Harvey, ein Amerikaner. Es ist aber bei der Audienz selbst nicht dabei. knigge.de: Sind diese Räume im Apostolischen Palast gelegen? Und wie sind sie ausgestattet? Heldt: Ja, die Räume liegen im Apostolischen Palast. Die Ausstattung ist ganz unterschiedlich. Die Bibliothek zum Beispiel, in der der Papst Besucher empfängt, ist relativ schlicht. Da sind keine Malereien, aber natürlich hängen dort Gemälde. Andere Räume sind im Barockstil gehalten aus der Zeit, als der Palast entstanden ist. knigge.de: In welcher Sprache findet die Konversation statt? In der Sprache des Besuchers, in Italienisch, oder gar in Latein? Heldt: Normalerweise in der Sprache des Besuchers. Wenn der Papst diese nicht beherrscht, ist ein Dolmetscher anwesend. Bei den Diplomaten ist es ja so, dass sie fast alle Französisch beherrschen, dann findet die Unterhaltung auf Französisch statt. Sofern sie beim Vatikan akkreditiert sind, beherrschen die meisten von ihnen auch Italienisch. knigge.de.: Welche Themen werden berührt? Wie lange dauert eine solche Audienz? Heldt: Im Falle des Antrittsbesuches eines Botschafters werden die Rede sowohl des Heiligen Vaters, als auch des Botschafters vorher festgelegt. Danach werden im Allgemeinen die konkreten Probleme des betreffenden Landes besprochen, daher von Mal zu Mal verschieden. Für eine Audienz sind im Normalfall 15 Minuten vorgesehen, sie kann aber auch 30 Minuten und länger dauern. Das kommt darauf an, ob der Heilige Vater außerhalb der vorher schriftlich fixierten Reden bestimmte Fragen hat oder auf bestimmte Themen näher eingehen möchte. knigge.de: Wie verhält es sich mit Besuchern anderer Religionen - Moslems, Buddhisten, Juden, etc.? Heldt: Da gibt es überhaupt keine Unterschiede. knigge.de: Gab es Audienzen, die in besonderer Weise bemerkenswert waren und als solche in die Geschichte eingegangen sind? Heldt: Ja, es gab unter Johannes Paul II. eine Audienz mit Gorbatschow und auch mit Fidel Castro. Das waren sicherlich außergewöhnliche Audienzen. Bei Gorbatschow hat es auch erheblich länger gedauert, als ursprünglich vorgesehen war. knigge.de: Können Sie vielleicht aus eigener Kenntnis noch etwas hinzufügen, was erwähnenswert ist? Heldt: Ja, es gibt immer wieder Leute, die meinen, eine Audienz könne man kaufen. Wir bekommen immer wieder Anfragen, wie viel das kostet. Grundsätzlich ist es aber so, dass die Audienzen kostenlos sind und nicht mit merkantilen Überlegungen verknüpft werden können. knigge.de: Monsignore Heldt, vielen Dank für das Gespräch.
 

Über Knigge

Über Knigge
Heinz-Ludwig Arnold (Hrsg).: Adolph Freiherr Knigge Text & Kritik, Zeitschrift für Literatur Band 130. Mit Beiträgen von Hugo Dittberner, Wolfgang Fenner, Helga Brandes, Karl-Heinz Göttert, W. Daniel Wilson, Jens Dirksen, Martin Rector, Michael Rüppel, Axel Fischer und Cora Stephan. Edition Text + Kritik, 1996, € 13,-- Jetzt bei Amazon bestellen Mechthild und Paul Raabe (Hrsg): Adolph Freiherr Knigge - Friedrich Nicolai Briefwechsel 1779-1795. Mit einer Auswahl und dem Verzeichnis der Rezensionen Knigges in der »Allgemeinen deutschen Bibliothek«. Adolph Freiherr Knigge gilt in der Forschung heute als einer der bedeutendsten deutschen Aufklärungsschriftsteller. Er ist nicht nur der Verfasser des »Umgang mit Menschen«, seines erfolgreichsten Aufklärungswerkes, sondern auch der Autor zeitkritischer Romane, interessanter Freimaurer- und Illuminatenschriften sowie politischer und satirischer Texte. So gut wie unbekannt ist Knigges Tätigkeit als Mitarbeiter von Friedrich Nicolais »Allgemeiner deutscher Bibliothek«, dem wichtigsten Rezensionsorgan der Spätaufklärung. Erstmalig wird der bisher nur teilweise bekannte Briefwechsel zwischen Autor und Herausgeber bzw. der Nicolaischen Buchhandlung vorgelegt. Er gewährt auch durch Nicolais Randnotizen interessante Aufschlüsse über die praktische redaktionelle Zusammenarbeit. Zur Ergänzung der von Ernst August Freiherrn Knigge 1996 bei Wallstein verlegten Bibliographie aller Schriften Knigges werden erstmalig die 1266 von ihm verfaßten Anzeigen und Rezensionen unter Heranziehung der überlieferten Handschrift verzeichnet. Einhundert ausgewählte Beispiele geben außerdem einen Eindruck von der Art und dem Stil der überwiegend negativen Besprechungen schöngeistiger Werke, in denen Knigge seine Schriftstellerkollegen abfertigte. Kommentare, Übersichten und Register erschließen den Band. (Quelle: www.wallstein-verlag.de) Wallstein-Verlag, 2004, € 32,-- Jetzt bei Amazon bestellen Ernst August Freiherr Knigge: Knigges Werke Eine Bibliographie der gedruckten Schriften, Kompositionen und Briefe Adolphs, Freyherrn Knigge und seiner Tochter Philippine von Reden, geb. Freiin Knigge Der 200. Todestag des Adolph Freyherrn Knigge ist Anlaß zu erneuter Beschäftigung mit diesem Autor, der als Verfasser des »Knigge« zwar in aller Munde ist, dessen Werke aber kaum tatsächlich bekannt sind. In den Diskussionen der populären Aufklärung, in den Zirkeln der Freimaurer und Illuminaten, aber auch im Zusammenhang der Aufnahme der französischen Revolution war Knigge in seiner Zeit ein bekannter Autor, dessen Satiren und Aufsätze, dessen Romane und Abhandlungen, dessen »Umgang mit Menschen« schließlich von einem breiten Publikum gelesen und diskutiert wurden. Mit dieser Bibliographie wird der Forschung ein wichtiges Hilfsmittel in die Hand gegeben. Nicht nur alle Schriften Knigges mit Nachauflagen und Raubdrucken, auch sämtliche Übersetzungen und eine große Zahl von Knigge-Zitaten in Werken anderer Autoren sind erfaßt eine Bibliographie, die jeder zukünftigen Untersuchung zur Rezeptionsgeschichte als Grundlage dienen muß. Erst die vollständige bibliographische Erschließung aller bekannten Schriften, Briefe und Kompositionen ermöglicht einen wissenschaftlichen Zugang zu diesem facettenreichen Werk. Den Einträgen sind knappe Kommentare zur Druck- und Veröffentlichungsgeschichte beigegeben. Zahlreiche Abbildungen von Titelblättern und Kupfern verleihen dem Buch den Rang einer profunden Material-Bibliographie. (Quelle: www.wallstein-verlag.de) Wallstein-Verlag, 1996, € 39,-- Jetzt bei Amazon bestellen Paul Raabe (Hrsg): »...in mein Vaterland zurückgekehrt« Adolph Freiherr Knigge in Hannover 1787 – 1790. Adolph Freiherr Knigge (1752-1796) ist den meisten als Autor des lange Zeit als Benimm-Fibel mißverstandenen Werks Über den Umgang mit Menschen bekannt. Weniger bekannt ist, daß Knigge sich jahrelang erfolglos um die Rückgewinnung seines Erbes bemühte. Den Kampf um die Rückgabe seiner Güter focht Knigge in Hannover, wo er vom Sommer 1787 bis zum Herbst 1790 mit seiner Familie lebte. In der hannoverschen Zeit erschien jenes moral-philosophische Hauptwerk, welches ihm zum schriftstellerischen Durchbruch verhalf. Dieses Buch sowie weitere Romane, Aufsätze und satirische Schriften machten Knigge zu einem bedeutenden - wenn auch lange Zeit verkannten - Schriftsteller der deutschen Spätaufklärung. Knigge tat sich auch durch sein politisches und soziales Engagement hervor: Anfangs ein engagierter Anhänger des Illuminatenordens, wandte er sich später enttäuscht von diesem ab. Unter dem Eindruck der Französischen Revolution setzte er sich für die Verbesserung der bürgerlichen Verhältnisse ein und vertrat die Reformidee eines Verfassungsstaates. Dieser Band dokumentiert eine Ausstellung, die sich mit Knigges Lebensjahren in Hannover aus Anlaß seines 250. Geburtstages am 16. Oktober 2002 befaßt. Er enthält auch die Resumés der Vorträge, die sich mit diesem Thema beschäftigen. (Quelle: www.wallstein-verlag.de) Wallstein-Verlag, 2002, € 17,-- Jetzt bei Amazon bestellen Michael Schlott, Carsten Behle (Hrsg.): Wirkungen und Wertungen Adolph Freiherr Knigge im Urteil der Nachwelt (1796-1994). Eine Dokumentensammlung Aufgrund der Popularität seines Buches »Ueber den Umgang mit Menschen« wurde Adolph Freiherr Knigge (1752-1796) stets als Benimm-Moralist wahrgenommen. In Vergessenheit gerät dabei sein vielbändiges Oeuvre mit einem beachtlichen Themenspektrum von der Staats- und Gesellschaftstheorie über Idealstaatsentwürfe, Recht und Gerechtigkeit, Ethik, Pädagogik, Bildungstheorie, Religion, Psychologie, Ästhetik und Poetik bis hin zur Dichtung und Musik. Anhand ausgewählter Rezeptionsdokumente zeigen Michael Schlott und Carsten Behle, daß Knigge zu Unrecht nur als Benimm-Moralist in Erinnerung blieb. Jedes Dokument wird einleitend vor dem Hintergrund seiner Druckgeschichte charakterisiert, die jeweiligen Autoren werden in Kurzbiographien vorgestellt. Ausführliche Texterläuterungen zeigen den weitverzweigten literarischen, sozial- und kulturgeschichtlichen Kontext. Eine Statistik und eine Bibliographie zur literaturhistoriographischen Wirkungsgeschichte zwischen 1827 und 1990 erweitern die Untersuchung im Hinblick auf die Diskussion des historiographischen Konzepts Spätaufklärung. (Quelle: www.wallstein-verlag.de) Wallstein-Verlag, 1998, € 49,-- Jetzt bei Amazon bestellen Martin Rector (Hrsg.): Zwischen Weltklugheit und Moral Der Aufklärer Adolph Freiherr Knigge. Adolph Freiherr Knigge (1752-1796), der mehrere Jahre an deutschen Fürstenhöfen diente, bevor er versuchte, vom Schreiben zu leben, war nicht nur ein Menschenkenner und Freund aufgeklärter Geselligkeitskultur. Knigge galt ebenso als politischer Feuerkopf; er war ein streitbarer Gegner des Feudalabsolutismus und Anhänger der Französischen Revolution, ein führender Geheimbündler, Freimaurer und Illuminat, ein Ästhet, der in Musik und Theater dilettierte, und nicht zuletzt ein äußerst produktiver Schriftsteller in den bevorzugten Genres der Spätaufklärung. Er schrieb von Sterne und Wieland inspirierte autobiographische, politische und komische Romane, satirische und polemische Zeitschriften, moralphilosophische Predigten, Reisebeschreibungen, Rezensionen und Reflexionen über den Beruf des Schriftstellers. Der vorliegende Band wird dieser Vielseitigkeit des lediglich durch seine Benimm-Fibel populären Aufklärers gerecht. (Quelle: www.wallstein-verlag.de) Wallstein-Verlag, 1999, € 24,-- Jetzt bei Amazon bestellen
 

Übersicht über Knigges Werke

Übersicht über Knigges Werke
1778 Allgemeines System für das Volk zur Grundlage aller Erkenntnisse des Menschen aus allen Nationen, Ständen und Religionen. 1779-1780 Theaterstücke. Teile 1-2. Seit 1779 Rezensionen für die „Allgemeine deutsche Bibliothek". 1781 Die ersten Freimaurerschriften (Ueber Jesuiten, Freymaurer und deutsche Rosencreutzer; Neueste Beyträge zu der Geschichte der Jesuiten; Briefe eines Reisenden zur Warnung an die deutschen Fürsten). 1781-1783 Der Roman meines Lebens. Teile 1-4. 1783-1785 Geschichte Peter Clausens. Teile 1-3. 1783 Sechs Predigten gegen Despotismus, Dumheit, Aberglauben, Ungerechtigkeit, Untreue und Müssiggang. 1784-1785 Gesammelte poetische und prosaische kleinere Schriften. 1784-1785 Sammlung ausländischer Schauspiele für die deutsche Bühne umgearbeitet. 1784 Sechs Predigten über Demuth, Sanftmuth, Seelenfrieden, Gebeth, Wohlthätigkeit und Toleranz. 1785-1786 Journal aus Urfstädt. 1.-3. Stück. 1785 Die Gefahren der großen Welt. Ein Schauspiel in 3 Aufzügen. Nach dem Französischen umgearb. für die teutsche Bühne. 1785 Der Unbesonnene. Ein Lustspiel in 5 Aufzügen. 1786 Das Gemählde vom Hofe. 1786 Beytrag zur neuesten Geschichte des Freymaurerordens. 1787 Die Verirrungen des Philosophen oder Geschichte Ludwigs von Seelberg. Teile 1-2. 1787 Sechs Predigten über Trost im Leiden, Bezähmung der Leidenschaften, gute Werke, Verläumdung, Bibelstudium und Schmeicheley. 1788 Philos endliche Erklärung und Antwort ... 1788 Ueber den Umgang mit Menschen. Teile 1-2. (Im gleichen Jahr erscheint bereits die 2. Auflage). 1788 Ueber Friedrich Wilhelm den Liebreichen und meine Unterredung mit Ihm. 1788-1789 Dramaturgische Blätter. 1.-3. Quartal. 1789-1790 Geschichte des armen Herrn von Mildenburg. Teile 1-3. 1790 Übersetzung der Fortsetzung der Bekenntnisse J. J. Rousseaus. 1791 Das Zauberschloß oder Geschichte des Grafen Tunger. 1791 Benjamin Noldmanns Geschichte der Aufklärung in Abyssinien. Teile 1-2. 1792 Die Reise nach Braunschweig. 1792 Des seligen Herrn Etatsraths Samuel Conrad von Schaafskopf hinterlassene Papiere. 1792 Josephs von Wurmbrand politisches Glaubensbekenntniß. 1792 Ueber den Bücher-Nachdruck. 1793 Über Schriftsteller und Schriftstellerey. 1793 Briefe, auf einer Reise aus Lothringen nach Niedersachsen geschrieben. 1794 Geschichte des Amtsraths Gutmann. 1794 Auszug eines Briefes, die Illuminaten betreffend. 1795 Reise nach Fritzlar. 1795 Rückblicke auf den, wenn Gott will, für Teutschland nun bald geendigten Krieg. 1795 Manifest einer nicht geheimen, sondern sehr öffentlichen Verbindung. 1796 Kurze Darstellung der Schicksale, die den Kaufmann Herrn Delius in Bremen betroffen haben. 1796 Ueber den Umgang mit Menschen. 5. vermehrte und verbesserte Auflage. Teile 1-3 1796 Ueber Eigennutz und Undank.
     
 
   
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