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Geschenke - prompte Danksagung
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Geschenke - prompte Danksagung |
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Mein Sohn wurde kürzlich konfirmiert. Meine Eltern haben aufgrund Ihres Alters (rund 80 Jahre) und der räumlichen Entfernung (400 Km) nicht an der Feier teilgenommen, sondern eine Karte mit einem großzügigen Geldgeschenk geschickt. Es war ihnen bekannt, dass wir aushäusig feierten, mehrere Logiergäste hatten und entsprechende Hektik herrschte. Dennoch hat mein Vater am Folgetag bereits gegen 10:30 angerufen und sich bitter über die bis dahin noch nicht bei ihm eingegangene telefonische Danksagung beklagt. Er betrachtet dies als Undankbarkeit und Frechheit. Er glaubt, er hätte einen Anruf bis spätestens 16:00 am Einsegnungstag erwarten dürfen. Ich halte das für völlig überzogen und praxisfremd. Was wäre hier angemessen?
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| | | Nun, natürlich ist es grundsätzlich überzogen, unter den von Ihnen geschilderten Umständen eine derart prompte Danksagung zu beanspruchen. Andererseits ist Ihr Fall ein typisches Beispiel für die Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Generationen: Großeltern mit einem physisch und psychisch eingeschränkten Radius haben eben manchmal auch einen verengten Gesichtswinkel. In der Hoffnung, dass Sie abgesehen von diesem Zwischenfall ein relativ entspanntes Verhältnis zu Ihren Eltern haben, ist psychologisch Geschick gefordert. Versuchen Sie den Vorfall auf ein Maß zurück zu führen, in dem es weder Gewinner noch Verliere gibt. Hilfreich zur Beherrschung Ihrer Verärgerung könnte die Vorstellung sein, dass Sie wegen genetischer Disposition in 30 Jahren Ihrerseits auch gewisse verengte Gesichtswinkel aufweisen.
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