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Adolph Freiherr Knigge

knigge.de - Manieren per Mausklick. Das Portal für Stil- und Etikettefragen mit einer umfangreichen Biographie von Adolph Freiherr Knigge.

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Adolph Freiherr Knigge

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Knigge im Gespräch - Achtsamkeit in der Ehe

Knigge im Gespräch - Achtsamkeit in der Ehe
 
 
  Knigge im Gespräch - Achtsamkeit in der Ehe  
  „Über den Umgang mit Menschen“ von 1788 ist Adolph Freiherr Knigges bekanntestes Werk. Darin hat er wenig über den Umgang mit Messer und Gabel und über Kleiderordnung geschrieben. Sein Augenmerk lag in dem achtsamen Umgang miteinander und mit sich selbst insbesondere in der Ehe. Sind Manieren oberflächliche Formsache oder steckt mehr dahinter?

 
 
Knigge im Sessel
knigge.de: Auch in der Ehe spielen Manieren - vor allem Achtung und Höflichkeit - eine Rolle. Was meinen Sie dazu Baron Knigge?

Baron Knigge: Man setze nie gegeneinander jene Höflichkeit aus den Augen, die sehr wohl mit Vertraulichkeit bestehen mag und die die Menschen mit feiner Erziehung bezeichnet.

kd: Langweilt sich ein Ehepaar nicht irgendwann miteinander?

BK: Man sorge dafür, dass man durch oft wiederholte Gespräche über dieselben Gegenstände nicht langweilig sei, dass man sich nicht so auswendig lerne, dass jedes Gespräch unter vier Augen lästig scheint und man sich nach fremder Unterhaltung sehnt.

kd: Was empfehlen Sie in diesem Fall?

BK: Wer gute Bücher liest, Gesellschaften besucht und nachdenkt, der wird leicht neuen Stoff zu interessanten Gesprächen finden.

kd: Ein reges gesellschaftliches Leben belebt eine gute Ehe?

Donnerstags
ist knigge.de-Tag
 
 
Langeweile
BK: Ja, denn neuer Stoff reicht nicht aus, wenn man den ganzen Tag müßig einander gegenüber sitzt.

kd: Was ist im Alltag noch förderlich für ein gutes Zusammenleben?

BK: Man soll sich zu Hause nicht zu viele Unmanierlichkeiten erlauben, keine plumpen Ausdrücke annehmen noch nachlässig an seinem Körper und Kleidung werden.

kd: Achtung und Zuneigung spielen offensichtlich bis zum Ende unserer Tage eine wichtige Rolle?

 
 
Nachlässig
BK: Wer Achtung und Zuneigung als Pflicht fordert, der muss auch Achtung und Zuneigung zu verdienen wissen. Wer erwartet, dass sein Partner ihn unter allen Menschen am meisten ehren und lieben soll, der verlasse sich nicht darauf, dass man es sich am Altar versprochen hat.

kd: Der Altar ist also nicht das Ziel sondern der Beginn eines lebenslänglichen Abenteuers?

BK: Sorgsame Aufmerksamkeit füreinander in allen Rücksichten ist das sicherste Mittel, der beständig fortdauernden Zärtlichkeit seiner Ehehälfte gewiss zu sein.

kd: Beugt Aufmerksamkeit Seitensprünge vor?

BK: Personen, mit denen wir seltner umgehen, zeigen sich immer von der besten Seite und schmeicheln uns mehr als die, mit denen wir leben.

kd: Sind solche Schmeicheleien von Dauer?

BK: Diese Eindrücke verschwinden, vor allem wenn die Ehepartner damit fortfahren, sich zu achten, und wenn sie keinen niedrigen Neid, keine närrische Eifersucht blicken lassen, die ohnehin nie gute, sondern allemal schlimme Folgen haben.

kd: Gegenseitige Achtung und eine Portion Gelassenheit regeln das Übrige?

BK: Liebe und Achtung lassen sich nicht erzwingen, nicht ertrotzen. Ein Herz, das bewacht werden muss, ist wie der Mammon eines Geizigen, mehr eine unnütze Last als ein wahrer Schatz. Widerstand reizt. Keine Wachsamkeit ist so groß, dass sie nicht hintergangen werden könnte.

kd: Welche Rolle spielt Aufrichtigkeit in der Ehe?

BK: Bei einem Bande, das auf gegenseitiger Hochachtung beruhen muss, darf man sich durchaus keiner schiefen Mittel bedienen.

kd: Wie meinen Sie das?

BK: Glaubt meine Frau, ich könne in der Tat meine Zärtlichkeit ihr gegenüber für eine Fremde aufopfern, so muss das ihre eigene Achtung mir gegenüber vermindern, und merkt sie hingegen, dass ich nur ein Spiel mit ihr treiben will, so ist das mehr als verlorene Arbeit, die noch obendrein oft ernstliche Folgen haben kann.

Illustrationen - Christina Pfeiffer
 
 
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