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Adolph Freiherr Knigge

knigge.de - Manieren per Mausklick. Das Portal für Stil- und Etikettefragen mit einer umfangreichen Biographie von Adolph Freiherr Knigge.

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Donnerstags bei Knigge - 2.8.07

Donnerstags bei Knigge - 2.8.07
 
 
  Donnerstags bei Knigge  
  Adolph Freiherr Knigge hat zahlreiche Texte veröffentlicht; darunter Theaterstücke und er hat komponiert. „Über den Umgang mit Menschen“ von 1788 ist sein bekanntestes Werk.

 
 
 
Im Gespräch
Sind Manieren oberflächliche Formsache oder steckt mehr dahinter?

knigge.de: Baron Knigge, hier sitzen wir wieder bei einem guten Roten und freuen uns auf das Donnerstag-Gespräch. Bei den Lesern hat es sich etabliert: Donnerstags ist knigge.de-Tag. Übrigens, wer hat sie so charmant gezeichnet?

Baron Knigge: Eine bezaubernde Künstlerin aus Berlin, sie heißt Christina Pfeiffer. Des Öfteren kommt sie mich besuchen und fertigt Zeichnungen von mir und meinem Anwesen an. Sie illustriert die Erzählungen, die wir in diesen Gesprächen miteinander teilen. cpfeiffer

kd: Heut zu Tage finden wir allerlei Literatur über Manieren, Kleiderordnung, Tischmanieren usw. Meinen Sie das hilft?

BK: Theoretischer Unterricht in wahrer Weltklugheit wird selten mit Erfolg und nicht immer ohne Gefahr erteilt. Eigene Erfahrung muss da das Beste tun.

kd: Welche Voraussetzungen sind günstig, um den Umgang mit Menschen angenehm für alle Beteiligten zu gestalten?

BK: Man bedarf der Geschmeidigkeit, um unter fremden Leuten Fortschritte zu machen.

kd: Verlief Ihr gesellschaftliches Leben stets reibungslos?

BK: Nein. Meine Lebhaftigkeit verleitete mich zu großen Inkonsequenzen.

Donnerstags
ist knigge.de-Tag
 
 
Ich übereilte alles...
kd: Sie handelten manches Mal Hals über Kopf?

BK: Ich übereilte alles, tat immer zu viel oder zu wenig. Kam stets zu früh oder zu spät, weil ich immer entweder eine Torheit beging oder eine andere gutzumachen hatte.

kd: Eine Balance im Umgang mit Menschen zu finden, kommt also mit der Erfahrung?

BK: Zuerst war ich zu sorglos. Alsdann nahm ich mir vor, ein feiner Hofmann zu werden. Mein Betragen wurde gekünstelt.

kd: Mochte man Sie derart geziert?

BK: Meine Freunde trauten mir nicht. Ich war zu geschmeidig und verlor äußere Achtung und innere Würde, Selbständigkeit und Ansehen.

kd: Fühlten Sie sich in Ihrer Haut wohl?

BK: Erbittert gegen mich und andere wandte ich mich ab und wurde bizarr. Dies erregte Aufsehen. Die Menschen suchten mich, wie sie alles Sonderbare aufsuchen.

kd: Sie verfügten über einen gewissen Unterhaltungswert...

BK: In einer anderen Periode spottete ich die Torheiten, nicht ohne Witz. Man fürchtete mich, aber man liebte mich nicht. Dies schmerzte mich.

kd: Konnten Sie das wieder gut machen?

BK: Ich zeigte mich von der unschädlichen Seite, entfaltete mein liebevolles, wohlwollendes Herz, unfähig zu schaden und zu verfolgen.

kd: Bei all diesen Schwankungen haben Sie einen goldenen Mittelweg gefunden.

BK: Ich trat fortan mit einem bescheidenen Bewusstsein innerer Würde auf. Deshalb mein Rat: Vor allen Dingen trete mit dem auf Deiner Stirn strahlenden Bewusstsein der Wahrheit und Redlichkeit auf. Zeige Vernunft und Kenntnis, wo Du Veranlassung dazu hast!

kd: Gekünstelte Manieren und makelloses Auftreten führen nicht weiter?

BK: Was ist Deine ganze Garderobe von äußeren Tugenden wert, wenn Du diesen Flitterputz nur über ein schwaches, niedriges Herz hängst, um in Gesellschaften Staat damit zu machen?

kd: Gelingt es zwischen Heuchelei und aufrichtiger Anerkennung zu unterscheiden?

 
 
Balance
BK: Wenn man Dir, aus Achtung vor einem edlen Menschen, dem Du angehörst, Vorzug und Höflichkeit beweist, so brüste dich nicht damit. Sei bescheiden genug zu fühlen, dass dies vielleicht wegfallen würde, wenn Du einzeln aufträtest.

kd: Hier ist selbständiges Denken und Handeln gefordert?

BK: Sei lieber das kleinste Lämpchen, das einen dunklen Winkel mit eigenem Lichte erleuchtet, als ein großer Mond einer fremden Sonne oder gar Trabant eines Planeten!
 
 
< Donnerstags bei Knigge - Ein Interview 26.7.07 Donnerstags bei Knigge - 9.8.07 >
 
   
   
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