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1. Oktober Nationalfeiertag Zypern

1. Oktober Nationalfeiertag Zypern
 
 
  1. Oktober - Nationalfeiertag  
  Zypern hat auch den Beinamen „Insel der Aphrodite“. Der Sage nach wurde die Göttin der Liebe (lat. Venus), geboren in einem Gemenge aus Meeresschaum, vom Gott der Winde an die Küsten Zyperns gebracht, um sie für die Aufnahme in den Olymp der Götter schmücken zu lassen. Leider hat dieser mythische Zusammenhang bislang wenig zum Wohlergehen der Insel beigetragen.

 
 
Venus
Botticellis Geburt der Venus
Die Republik Zypern trat der Europäischen Union am 1. Mai 2004 bei. Die Insel, gelegen im äußersten Osten des Mittelmeeres, hat eine recht wechselvolle Geschichte, die bis ins 20. Jahrhundert hinein durch die Herrschaft auswärtiger Staaten geprägt war. Die Folgen, der so genannte Zypernkonflikt, sind bis heute nicht gelöst.

Seit 1571 gehörte Zypern für mehr als dreihundert Jahre zum Osmanischen Reich, das 1878 die damals wie heute strategisch wichtige Insel an der Schnittstelle zwischen Europa, Asien und Afrika an Großbritannien verpachtete, um sich dessen Unterstützung gegen Russland zu sichern. Nachdem das Osmanische Reich 1914 auf Seiten der Mittelmächte und gegen England in den Ersten Weltkrieg eingetreten war, annektierte Großbritannien Zypern und erklärte es nach Abschluss der Friedensverträge, die den Ersten Weltkrieg (1914-1918) und den griechisch-türkischen Krieg (1919-1923) beendeten, 1925 zur Kronkolonie.

Die Bevölkerung der Insel bestand und besteht im wesentlichen aus zwei ethnischen Gruppen, den griechisch-orthodoxen, griechisch sprechenden Zypern-Griechen (heute ca. 77 %) und den muslimischen, türkisch sprechenden Zypern-Türken (heute ca. 21 %).

Beide Gruppen, vor allem aber die Zypern-Griechen, strebten immer wieder den Anschluss an das jeweilige Mutterland an. Kaum war Griechenland 1829 ein unabhängiger Staat geworden, versuchten die griechischen Zyprer den Anschluss an Griechenland (Enosis) in einem Aufstand durchzusetzen, der jedoch von türkischen Truppen gewaltsam niedergeschlagen wurde. Der Gedanke blieb aber ein immer wieder aufflackerndes Bestreben der Zypern-Griechen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war der prominenteste Vertreter der Enosis-Bewegung der zyprische Erzbischof Makarios, der 1950 ein Referendum organisierte, das die Beendigung der Herrschaft Großbritanniens und den Anschluss an Griechenland anstrebte. Großbritannien verweigerte zunächst seine Zustimmung, was zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen auf der Insel führte und diese wiederum zu der Einsicht, dass die Enosis nicht durchzusetzen sei. Makarios strebte nun die Unabhängigkeit Zyperns ohne Bindung weder an Griechenland noch die Türkei an, die schließlich 1959 in den Verträgen von Zürich und Lausanne zwischen Großbritannien, Griechenland und der Türkei beschlossen wurde.

Zypern
Insel der Aphrodite
 
 
Makarios
Makarios III.
Am 16. August 1960 wurde die Republik Zypern unabhängig und am 1. Oktober die Unabhängigkeit proklamiert. Erzbischof Makarios III. wurde von den griechischen Zyprern zum Staatspräsidenten gewählt, die türkischen Zyprer wählten Fazil Kücük zum (gleichberechtigten) Vize-Präsidenten. Zypern war somit zu diesem Zeitpunkt ein einheitlicher Staat mit einer gleichberechtigten Vertretung der beiden Volksteile.

Der Zustand relativer Ruhe hielt jedoch nur wenige Jahre an. Bereits 1963 kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen wegen einer geplanten Verfassungsänderung. 1967 kam in Griechenland durch einem Putsch eine anti-türkische Militärjunta an die Macht, die wiederum die Enosis anstrebte, während Makarios zunehmen einen neutralen Staat favorisierte. 1974 kam es zu einem Putsch gegen Makarios, der von der Athener Militärjunta gesteuert wurde. Makarios musste fliehen, und um die Angliederung an Griechenland zu verhindern, besetzten türkische Truppen den Norden der Insel. In der Folge kam es zu massiven Umsiedlungen der beiden Volksteile, so dass nunmehr der Norden fast ausschließlich von türkischen und der Süden von griechischen Zyprern bewohnt wird. Die faktische Teilung der Insel war damit vollzogen und mündete 1983 in der Proklamation einer unabhängigen „Türkischen Republik von Nordzypern“ die allerdings nur von der Türkei anerkannt wird. Alle weiteren Bemühungen, wieder einen einheitlichen Staat herzustellen, sind bisher gescheitert. Der bisher letzte Versuch der Wiedervereinigung scheiterte im April 2004 am Widerstand der griechisch-zyprischen Bevölkerung.

 
 
 
Nikolaos Manzaros
Nikolaos Manzaros
Geblieben ist nach einem halben Jahrhundert politischer Unruhe, begleitet von teilweise sehr blutigen Auseinandersetzung, die Erinnerung an die Erlangung der Unabhängigkeit. Die Republik Zypern feiert die Proklamation der Republik am 1. Oktober 1960 mit einer Parade und einem Gottesdienst.

Die Nationalhymne der Republik Zypern
„Ode an die Freiheit“ wurde im Vorfeld der Unabhängigkeit Griechenlands 1823 von Dionysios Solomos gedichtet und 1828 von Nikolaos Manzaros vertont. Das Werk besteht aus 158 Strophen, von denen die beiden ersten 1865 zur griechischen Nationalhymne erklärt wurden und seit 1960 (zusammen mit der türkischen Nationalhymne) als Nationalhymne Zyperns verwendet werden.
 
 
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