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Adolph Freiherr Knigge

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12. Oktober - Nationalfeiertag Spanien

12. Oktober - Nationalfeiertag Spanien
 
 
  12. Oktober - Nationalfeiertag Spanien  
  Das Königreich Spanien wurde am 1.1.1986 Mitglied der EG als Vorläuferin der EU. Das Land war einst ein Weltreich, in dem „die Sonne nicht untergeht“, was es der Beharrlichkeit eines Mannes zu verdanken hat, der sich umfassende Kenntnisse von dem seefahrerischen Wissensstand seiner Zeit erworben hatte: Christoph Kolumbus.

 
 
Christoph Kolumbus
Christoph Kolumbus
Vieles aus dem Leben des Christoph Kolumbus ist noch immer Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion, seine familiäre Herkunft, sein Geburtsort, sein Geburtsdatum, seine Grablege und vieles mehr.
Im allgemeinen wird heute angenommen, dass er 1451 in Genua als Sohn eines Wollwebers geboren wurde und schon als Heranwachsender zur See fuhr, vornehmlich im Mittelmeer, das damals ein Tummelplatz für kriegerische Auseinandersetzungen der Anrainerstaaten ebenso wie für Korsaren war. Es wird jedoch auch berichtet, dass Kolumbus an einer Expedition im Atlantik teilnahm, die weit über das sagenumwobene Thule (Island) hinausführte. Zentrum der europäischen Seefahrt war Portugal, wo Kolumbus zusammen mit seinem Bruder eine Zeit lang als Kartograph arbeitete.

Europa befand sich zu dieser Zeit an einem Wendepunkt. Vorbereitet durch die Renaissance rückten zunehmend mathematische Fertigkeiten und (natur)wissenschaftliche Erkenntnisse in den Vordergrund. Eine der wichtigsten die allgemeine Akzeptanz der schon im Altertum vertretenen und nie wirklich bestrittenen Auffassung, dass die Erde eine Kugel sei und keine Scheibe. Hinzu kam seit den Reisen des Venezianers Marco Polos im 13. Jahrhundert das Wissen um Länder außerhalb Europas, aus denen begehrte Luxusgüter (Seide, Gewürze etc) seit geraumer Zeit eingeführt wurden. Dieser Handel wurde vor allem von der Republik Venedig auf dem Landweg über Kleinasien abgewickelt. Allerdings befand sich das – christliche - byzantinische Reich mit der Hauptstadt Konstantinopel (Istanbul) seit einiger Zeit im Niedergang. Es wurde Beute des entstehenden osmanischen – muslimischen - Reiches, das 1453 schließlich Konstantinopel eroberte und damit den Landweg nach Asien blockierte. Abhilfe war also gefragt und bei der Lösung konzentrierte man sich auf den Seeweg. Ein Wegbereiter war Heinrich der Seefahrer, Sohn des portugiesischen Königs Johann I., der sein erhebliches Vermögen darauf verwendete, den Seeweg nach Indien um die Südspitze Afrikas erkunden zu lassen, was Vasco da Gama schließlich gelang. Eine andere Alternative wurde seit dem Altertum (Aristoteles) darin gesehen, von den „Säulen des Herkules“ (Gibraltar) westwärts um den Globus zu segeln. Kolumbus machte sich, wie einige Zeitgenossen, diese Auffassung zu eigen, zumal diverse Umstände vermuten ließen, dass sich westlich von Europa eine größere bewohnte Landmasse befinden könnte. Möglicherweise hatte Kolumbus sogar Kenntnis davon, dass bereits die Wikinger eine solche Landmasse im Atlantik entdeckt hatten.

 
 
Isabella I. von Kastilien
Isabella I. von Kastilien
Die Idee war gut, aber Kolumbus leider nicht wohlhabend genug, eine solche Expedition aus eigener Tasche finanzieren zu können. So warb er seit 1484, Spanien gegen Portugal und vice versa, mit Unterstützung seines Bruders auch England und Frankreich gegeneinander ausspielend, um Geldgeber für seine Expedition. Spanien und seine katholischen Majestäten Isabella I. von Kastilien und ihr Ehemann Alfons II. von Aragon zeigten zwar Interesse, waren aber vor allem mit der Vertreibung der Araber („Reconquista“) von der Halbinsel beschäftigt, was für andere Abenteuer zunächst gedanklich und finanziell keinen Raum ließ. Im Januar 1492 fiel aber die letzte Bastion der Mauren, Granada, und man wendete sich wieder, angeschoben durch einige Fürsprecher, den Plänen des Kolumbus zu. Ein Vertrag vom April 1492 zwischen der Krone und Kolumbus sicherte diesem für den Fall des Gelingens des Expedition eine ungewöhnlich hohe „Erfolgsprämie“ zu, den Titel eines Vizekönigs und ein Zehntel der zu erwartenden Ausbeute aus den entdeckten Ländern.

 
 
Santa Maria
Flagschiff Santa Maria - Miguel Angel, Photograph
Am 3. August 1492 stach Kolumbus mit dem Flagschiff Santa Maria und den Begleitschiffen Niña und Pinta in See und erreichte, immer wieder bedroht von meuternden Besatzungen, am 12. Oktober 1492 eine Insel der Bahamas, die er für eine Indien vorgelagerte Inselgruppe hielt und die daher bis heute als Westindien bezeichnet wird. Kolumbus unternahm im Auftrag der spanischen Krone zwischen 1493 und 1504 drei weitere Expeditionen, gelangte aber nie zu der Erkenntnis, dass er nicht einen westlichen Teil Indiens sondern einen neuen Kontinent betreten habe.

Die blieb Amerigo Vespucci vorbehalten, einem Zeitgenossen Kolumbus’, der erkannte, das derart lange Küstenlinien nicht auf eine Inselgruppe sondern auf einen ganzen Kontinent schließen lassen, der ihm seinen Namen verdankt. Gleichwohl, im Gefolge der Landnahme durch Kolumbus nahmen spanische Konquistadoren Mittel- und Südamerika in Besitz und verschafften ihrem Mutterland Reichtümer an Gold und Bodenschätzen wie kein anderes Land sie zu dieser Zeit aufweisen konnten. Geblieben ist davon heute die Tatsache, dass Mittel- und Südamerika – mit Ausnahme Brasiliens – eine weitgehend spanisch sprechende Bevölkerung aufweist, einhergehend mit einer gewissen kulturellen und wirtschaftlichen Affinität zu Spanien.

Die Entdeckung der Neuen Welt am 12. Oktober 1492 durch Kolumbus, von Historikern üblicherweise als Beginn der Neuzeit angesetzt, und die Verbreitung spanischer Kultur auf dem neuen Kontinent wird daher noch heute als spanischer Nationalfeiertag Dia de la Hispanidad gefeiert.


Die Nationalhymne Spaniens ist eine der ältesten Europas, weist aber zwei Besonderheiten auf, dass nämlich zum einen die Urheber nicht bekannt sind und sie zum anderen daher keinen authentisch mit der Melodie verbundenen Text hat. Belegt ist lediglich, dass eine um1760 erwähnte Melodie mit dem Titel Marcha Granadera (Grenadiermarsch) 1770 von König Carlos III. zum offiziellen Ehrmarsch ernannt und von der Bevölkerung als Marcha Real (Königsmarsch) übernommen wurde, weil sie jeweils beim Auftreten von Mitgliedern des königliche Hauses gespielt wurde. Die Melodie wurde zwar gelegentlich mit Texten unterlegt, eine offizielle Legitimation besteht aber nicht.
 
 
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