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26. Oktober - Nationalfeiertag Österreich
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26. Oktober - Nationalfeiertag Österreich |
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Der Aufstieg Österreichs zu einer europäischen Großmacht vollzog sich über viele Jahrhunderte. Seit 1437 verblieb die Krone des Heiligen Römischen Reiches (später mit dem Zusatz „Deutscher Nation“) bis zu dessen Ende 1806 fast durchgehend bei den Habsburgern. Während dieser Periode wuchs Österreich langsam aus dem Kontext des Reiches heraus und verlagerte, insbesondere nach dem Sieg über die Türken, seinen Gebietszuwachs und seine politischen Interessen auch in den Südosten Europas. Es entstand ein riesiger Vielvölkerstaat, in dem sich während des 19. Jahrhunderts aber massive Bestrebungen nach Eigenstaatlichkeit abzeichneten. Nach dem 1. Weltkrieg brach dieses Reich auseinander und auf dem Gebiet der ehemaligen Österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie etablierten sich zahlreiche unabhängige Nationalstaaten. Österreich wurde Republik.
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| |  | | Mondsee |
| Die Zwischenkriegszeit war, ähnlich wie in Deutschland, geprägt, von instabilen politischen Verhältnissen, da Vertreter aus allen Teilen des politischen Spektrums versuchten, die Macht zu übernehmen. Nach dem Juliputsch der verbotenen österreichischen NSDAP 1934 verstärkt Hitler den Druck auf Österreich und erzwang schließlich im März 1938 die Bildung einer NS-Regierung, der unmittelbar der Einmarsch in Österreich folgte. Ab 1939 war Österreich als „Ostmark“ dem Dritten Reich angeschlossen.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde Österreich nach dem Willen der Siegermächte als unabhängiger Staat wieder hergestellt, blieb aber in Besatzungszonen aufgeteilt. 1955 erlange das Land durch einen Staatsvertrag zwischen der Bundesregierung und den Besatzungsmächten unter der Bedingung, keinen neuerlichen Anschluss an Deutschland zu suchen, seine volle Souveränität wieder und beschloss nach Abzug der Besatzungsarmee am 26. Oktober 1955 die Immerwährende Neutralität. Dieses Datum wurde 1965 zum österreichischen Nationalfeiertag erklärt. Am 1. Januar 1995 trat Österreich der EU bei, was die Frage aufwirft, in welchem Umfang noch von einer Neutralität Österreichs im ursprünglichen Sinn gesprochen werden kann.
Die österreichische Nationalhymne, auch „Bundeshymne“
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| |  | | Joseph Haydn |
| genannt, hatte einige Geburtswehen zu überstehen. Seit 1797 bis zum Ende der Monarchie hatte Österreich eine Volkshymne nach einer Melodie von Joseph Haydn (1732-1809), der sich bei der Komposition wohl von einen kroatischen Volkslied inspirieren ließ. Der Text wurde jeweils für den regierenden Herrscher neu formuliert. Da aber bis in die Zeit des Dritten Reiches hinein die Melodie von Haydn, 1841 unterlegt mit einem 3-stophigen Text von Hoffmann von Fallersleben auch die deutsche Nationalhymne war und daher als Symbol nationalsozialistischer Gewaltherrschaft empfunden wurde, sah sich Österreich nicht in der Lage, die alte Haydn-Melodie wieder einzuführen.
1946 wurde daher ein Wettbewerb zur Einreichung einer Melodie ausgeschrieben, aus der ein Stück, das Mozart 1791 kurz vor seinem Tod komponiert haben soll (als Verfasser wird aber auch Mozarts Logenbruder Johann Holzer, 1753-1818, genannt), siegreich hervorging. Zusammen mit dem von Paula von Preradovic (1887-1951) verfassten Text wurde sie am 25.Februar 1947 als Nationalhymne der Republik Österreich proklamiert:
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| |  | | Paula von Preradovic |
| Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Land der Dome, Land der Hämmer, zukunftsreich! Heimat bist du großer Söhne, Volk, begnadet für das Schöne, Vielgerühmtes Österreich, Vielgerühmtes Österreich
Heiß umfehdet, wild umstritten, Liegst dem Erdteil du inmitten Einem starken Herzen gleich. Hast seit frühen Ahnentagen Hoher Sendung Last getragen, Vielgeprüftes Österreich, Vielgeprüftes Österreich.
Mutig in die neuen Zeiten, Frei und gläubig sieh uns schreiten, Arbeitsfroh und hoffnungsreich. Einig lass in Brüderchören, Vaterland, dir Treue schwören. Vielgeliebtes Österreich, Vielgeliebtes Österreich.
Dennoch hat es an vielen Bemühungen nicht gefehlt, die Haydn-Melodie als altes österreichisches Kulturgut wieder einzuführen, allerdings erfolglos. Ebenso erfolglos blieben bisher Bemühungen, den „Söhnen“ der ersten Strophe „Töchter“ und den „Brüderchören“ der dritten Strophe Schwestern beizugeben bzw. eine geschlechtsneutrale Version zu ersinnen.
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