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11. November - Nationalfeiertag Polen

11. November - Nationalfeiertag Polen
 
 
  11. November - Nationalfeiertag Polen  
  Polen trat der EU 1. Mai 2004 bei. Einst war es unter der Dynastie der Jagiellonen (1386-1572) ein Großreich im Osten Europas. Im Laufe der folgende Jahrhunderte nahm auf Grund innen- wie außenpolitischer Probleme die Stabilität des Reiches jedoch ab. Ende des 18. Jahrhunderts verlor Polen seine staatliche Eigenständigkeit. Die Ursache waren die so genannten drei Polnischen Teilungen von 1772, 1793 und 1795, als Österreich, Preußen und Russland den Staat Polen sukzessive unter sich aufteilten.

 
 
Wappen
Dynastiewappen der Jagiellonen
Im Zuge der Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen wurde durch den Wiener Kongress 1815 das Königreich Polen („Kongresspolen“) annähernd in den Grenzen, die vor den Teilungen bestanden, wieder hergestellt und mit Russland als dem Sieger über Napoleon in Personalunion verbunden. Zunächst besaß Polen weitgehende Autonomie, sank aber nach den großen Aufständen von 1830 und 1863 auf das Niveau einer russischen Provinz herab.

Im Ersten Weltkrieg gelang es dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn, große Teile Kongresspolens zu besetzen und zwei Generalgouvernements einzurichten, ein deutsches mit Verwaltungssitz in Warschau unter dem General Hans von Beseler und ein österreichisch-ungarisches mit Verwaltungssitz in Lublin unter dem General Karl Kuk. Beide Mächte beabsichtigten, wenn auch entsprechend der militärischen Lage wechselnd, nach Annexion nicht unbedeutender Teile ein neues Königreich Polen in enger Abhängigkeit vom Deutschen Reich und Österreich-Ungarn zu schaffen. Ein entsprechender Beschluss wurde im November 1916 in Warschau und Lublin verkündet, ohne dass ein König eingesetzt oder die Grenzen des Landes definiert worden wären – das so genannte „Regentschaftspolen“.

Verständlicherweise fand es bei der polnischen Bevölkerung keine uneingeschränkte Zustimmung, die noch geringer wurde, als das Deutsche Reich begann, polnische Arbeitslose zur Zwangsarbeit in Deutschland auszuheben. Eben solchen Unmut erregte das Bestreben, polnische Soldaten den jeweiligen Heeren einzuverleiben und ihnen die Eidesformel vorzuschreiben: „.... in gegenwärtigem Kriege treue Waffenbrüderschaft mit den Heeren Deutschlands und Österreich-Ungarns und der ihnen verbündeten Staaten zu halten".

Anfang 1917 konstituierte sich ein Staatsrat, dem auch General Jósef Pilsudski (1867-1935) angehörte, und eine Art Parlament. Pilsudski legte jedoch sein Mandat nach einem halben Jahr wegen Differenzen in militärischen Fragen nieder und wurde kurz darauf in Schutzhaft genommen und in Magdeburg interniert.

 
 
 
Pilsudski
General Jósef Pilsudski
Anfang 1918 war es den Mittelmächten zwar gelungen, den Krieg an der Ostfront zu beenden, nachdem Russland infolge der Revolution vom Oktober 1917 aus dem Krieg ausschied und Rumänien besiegt war. Gleichzeitig verschlechterte sich die Situation im Westen zusehends, nachdem die USA unter Präsident Wilson in den Krieg eingetreten waren. Wilson befürwortete die Wiederherstellung der polnischen Souveränität. Im Oktober 1918 begann die Entwaffnung der deutschen und österreichischen Truppen in Polen.

Am 7. November wurde eine provisorische Regierung unter dem Sozialisten Ignacy Daszynski gebildet. Am 10. November kehrte Jósef Pilsudski aus der Haft in Magdeburg nach Warschau zurück. Dort wurde er von der Bevölkerung begeistert begrüßt und am 11. November mit Unterstützung der Armee und der provisorischen Regierung zum Staatschef erklärt.

Diesen Tag feiert Polen, das nach 123 Jahren erstmals wieder ein souveräner Staat wurde, als seinen Nationalfeiertag.

Die polnische Nationalhymne

„Noch ist Polen nicht verloren,
Solange wir leben.
Was uns fremde Übermacht nahm,
werden wir uns mit dem Säbel zurückholen.

Marsch, marsch, Dąbrowski,
Von Italien bis nach Polen.
Unter deiner Führung
Vereinen wir uns mit der Nation.

Wir werden Weichsel und Warthe durchschreiten,
Wir werden Polen sein,
Bonaparte gab uns vor,
Wie wir zu siegen haben.

Marsch, marsch, Dąbrowski …

Wie Czarniecki bis nach Posen
Nach der schwedischen Besetzung,
Zur Rettung des Vaterlands
Kehren wir übers Meer zurück.

Marsch, marsch, Dąbrowski …

Da spricht schon ein Vater zu seiner Barbara
Weinend:
"Höre nur, es heißt, dass die Unseren
Die Kesselpauken schlagen.“

 
 
 
Dabrowski
General Jan Hendryk Dabrowski
entstand 1797 nach einem Text von Józef Rufin Wybicki (1747-1822) in Italien. Der Politiker und Schriftsteller emigrierte nach der Auflösung des polnischen Staates dorthin. Die Hymne hatte zunächst den Titel: „Lied der polnischen Legionen in Italien“ und wurde zu der Melodie einer bekannten Mazurka gesungen.

Der Held des Liedes, der polnische General Jan Henryk Dabrowski (1755-1818) wird als Nationalheld verehrt: Nach der Auflösung des polnischen Staates 1795 sammelte er polnische Freiwillige zu einer Legion, die 1798-1800 im Dienst Napoleons in Italien kämpfte. Hintergrund war die Hoffnung, mit Hilfe Napoleons die Teilung Polens rückgängig machen zu können. Dies gelang jedoch nicht, da Napoleon im Russlandfeldzug scheiterte.

Die Sehnsucht nach einem eigenen souveränen Staat war damit aber keineswegs erloschen und so wurde das Lied vor allem bei den großen Aufständen gegen die russische Herrschaft, bei der russischen Revolution von 1905 und während der Besatzung im Ersten und Zweiten Weltkrieg gesungen. Seit 1926 ist es die offizielle polnische Nationalhymne.
 
 
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