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18. November - Nationalfeiertag Lettland

18. November - Nationalfeiertag Lettland
 
 
  18. November - Nationalfeiertag Lettland  
  Lettland wurde am 1. Mai 2004 in die EU aufgenommen und gehört zusammen mit Estland und Litauen zur Gruppe der „Baltischen Staaten“. Der Begriff „Lettland“ entstand erst Anfang des 19. Jahrhunderts im Zuge der in ganz Europa stattfindenden Bewegung nationaler Selbstbesinnung, bezeichnete aber noch keinen Staat.

 
 
St. Peter
St. Peter in Riga
Der Staat liegt auf dem Gebiet des ehemaligen Alt-Livland, so genannt nach den vor allem an der Rigaer Bucht und an der Düna siedelnden Liven, die deutsche Kaufleute im 12. Jahrhundert dort antrafen. 1201 gründete der Bremer Domherr Albrecht von Buxhoeven im Mündungsgebiet der Düna die Stadt Riga, seit ihrer Gründung eine wichtige Handelsmetropole im östlichen Ostseeraum und Hauptstadt Lettlands.

In der Folgezeit wurde das Gebiet von dem zur Missionierung der Liven (die heute eine verschwindende Minderheit von schätzungsweise 1.000 Personen in Lettland sind) gegründeten Schwertbrüderorden erobert. Dieser ging nach kurzer Zeit im Deutschen Ritterorden auf, der seinerseits die Christianisierung und Kolonialisierung heidnischer Gebiete im Osten zum Ziel hatte, deren Besitz für den Orden sich der Ordenshochmeister Hermann von Salza von Kaiser (1226) und Papst (1234) garantieren ließ. Um 1400 hatte der Orden seine größte Ausdehnung erreicht und umfasste die Gebiete des heutigen Ostpreußen, Lettland und Estland, nicht jedoch das Großherzogtum Litauen, mit dem der Orden annähernd 100 Jahre lang – ohne nachhaltigen Erfolg - Kriege führte. 1410 unterlag der Orden in der Schlacht von Tannenberg einem vereinigten polnisch-litauischen Heer, musste große Gebietsabtretungen hinnehmen und befand sich von da an im Niedergang, der 1561 mit dem Zerfall der territorialen Einheit und Auflösung des Ordens seinen Abschluss fand.

Die bis dahin zum Orden gehörenden Gebiete unterstellten sich zum Schutz gegen den Angriff des russischen Zaren Iwan der Schreckliche teils Schweden, teils Dänemark, teils Polen-Litauen, deren Kriegseintritt den Zaren zur Aufgabe der eroberten Gebiete zwang. Ungleich erfolgreicher war, nach einer knapp hundertjährigen schwedischen Herrschaft unter Gustav Adolf und seinen Nachfolgern, Zar Peter der Große, der 1710 im Großen Nordischen Krieg Riga eroberte und durch den folgenden Friedensschluss von 1721 Russland die Herrschaft über Livland, Estland und später auch Kurland („deutsche Ostseeprovinzen Russlands“) und damit das begehrte „Fenster zum Westen“ sowie den Aufstieg zur Großmacht im Ostseeraum sicherte. Den baltischen Provinzen wurden jedoch weitgehende Sonderrechte eingeräumt, die ihnen schon 1561 der König von Polen zugestanden hatte: Selbstverwaltung nach deutschem Recht durch die Ritterschaften, Deutsch als Amtssprache und Anerkennung des evangelisch-lutherischen Glaubens. Erst seit 1881 wurden diese Privilegien durch Zar Alexander III. stark eingeschränkt.

Die russische Revolution von 1905 griff auch auf die baltischen Provinzen über und hatte dort nicht nur das autokratische Russland sondern auch die deutsch-baltische Oberschicht zum Ziel. Die so genannte „Lettische Revolution“ besaß nicht nur eine soziale sondern auch eine nationale Komponente und strebte vor allem die Einführung der lettischen Sprache und Autonomie in der Verwaltung sowie die Zusammenführung lettischer Gebiete zu einer administrativen Einheit an. Diese Forderungen konnten aber erst am Ende des Ersten Weltkrieges durchgesetzt werden, nachdem deutsche Truppen das Land besetzt hatten und die Rote Armee sich nicht dauerhaft im Baltikum halten konnte.

 
 
Karlis Ulmanis
Karlis Ulmanis
Am 18. November 1918 wurde vom Lettischen Volksrat die Republik Lettland ausgerufen. Mitbegründer dieses Volksrats was Karlis Ulmanis (1877-1942), der der erste Ministerpräsident der unabhängigen Republik Lettland wurde. Lettland begeht diesen Tag als seinen Nationalfeiertag. Im Frieden von Riga vom 11. August 1920 erkannte Russland die Unabhängigkeit Lettlands an.

Die lettische Nationalhymne:

Gott, segne Lettland,
Unser teures Vaterland,
Segne Lettland,
Ach, segne es doch!
Wo Lettlands Töchter blühn,
Wo Lettlands Söhne singen,
Lass uns dort im Glücke tanzen.

entstand um 1870. Text und Melodie stammen von Karlis Baumanis (1835-1905), Lehrer und Komponist. Im Juni 1920, nach Erlangung der Unabhängigkeit, wurde das Lied zur offiziellen Nationalhymne erklärt. Das Wort „Lettland“ erregte in der Zarenzeit allerdings den Unmut der Obrigkeit als Ausdruck nationalen Selbstverständnisses und musste durch das unspezifischere Wort „Baltikum“ ersetzt werden.

Das Lied wurde erstmals auf dem ersten lettischen Sängerfest 1873 in Riga gesungen. Sängerfeste sind in allen baltischen Staaten ein wichtiges kulturelles Großereignis. Die Tradition entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf die Einführung der russischen Sprache als Amtssprache durch Alexander III., um eine Besinnung auf eigene Traditionen und kulturelle Wurzel zu demonstrieren.
 
 
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