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21. Juli - Nationalfeiertag Belgien

21. Juli - Nationalfeiertag Belgien
 
 
  21. Juli Nationalfeiertag Belgien  
  Belgien gehört unter den Staaten der EU zu den kleineren. Dafür kann es das Privileg für sich in Anspruch nehmen, dass die Bewohner des Gebiets von niemand geringerem als Julius Cäsar sogleich im ersten Satz seines „Über den Gallischen Krieg“ erwähnt und im weiteren ihre besondere kriegerische Tüchtigkeit lobend hervor gehoben werden. Jeder Lateinschüler lernt das bis auf den heutigen Tag.

 
 
 
König Leopold I.
König Leopold I.
Einen eigenen Staat
bekamen die Belgier aber erst 1830/31 und sie verpflichteten sich bei dieser Gelegenheit nicht etwa zu weiteren kriegerischen Ruhmestaten, sondern vielmehr zu „ewiger Neutralität“. Dem war vorausgegangen, dass im Zuge der Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress 1815 Holland, dem auch Luxemburg zugeschlagen wurde, mit dem bisher österreichischen Belgien zum Vereinigten Königreich der Niederlande vereinigt wurde. Den Thron nahm König Wilhelm I. ein, ein Sohn des letzten Erbstatthalters von Holland, der dem Land eine Scheinverfassung mit zwei Kammern oktroyierte, so dass der bevölkerungsreiche Süden des Landes deutlich unterrepräsentiert war. Hinzu kam, dass dem holländischen Norden auch Vorrang in der Sprachenpolitik eingeräumt wurde. Beides erregte einen erheblichen Unmut bei der belgischen Bevölkerung. Weiteres Konfliktpotential ergab sich daraus, dass der französischsprachige Süden überwiegend katholisch war, der Niederländisch sprechende Teil hingegen protestantisch.

 
 
 
Aubert
Daniel-François-Esprit Auber – Komponist
Umbrüche in Europa
beeinflussten auch die belgische Bevölkerung. Unter dem Eindruck zunehmend freiheitlicher, liberaler und demokratischer Tendenzen in vielen Teilen Europas (z.B. die Juli-Revolution in Frankreich 1830) erhoben die Katholiken und die Liberalen im Süden gemeinsam Reformforderungen, die aber bei König Wilhelm I. kein Gehör fanden. Die Fronten verhärteten sich und die Lage wurde zusehends unruhiger. In dieser Situation brachte schließlich Ende August 1830 die Aufführung der Oper von Auber „Die Stumme von Portici“, die einen neapolitanischen Aufstand verherrlichte und schon in Paris für Unruhe gesorgt hatte, das Fass in Brüssel zum Überlaufen (sog. Belgische Revolution). Das Opernpublikum schloss sich spontan einer Demonstration von Arbeitern an, hinzu stieß auch die Bürgerwehr, und die Menge stürmte wichtige öffentliche Gebäude. Da Verhandlungen nichts fruchteten, setzte der König im September 1830 12.000 Soldaten gegen Brüssel in Marsch, das jedoch mit Hilfe französischer Truppen verteidigt werden konnte. Am 5.Oktober wurde eine Provisorische Regierung gebildet und am 18. November vom Nationalkongress die Unabhängigkeit Belgiens beschlossen.

 
 
 
Charles Rogier
Charles Rogier - Erster Premierminister
Londoner Protokoll
Am 31.1.1831 wurde die Unabhängigkeit Belgiens von den Großmächten Großbritannien, Frankreich, Österreich, Russland und Preußen anerkannt und am 19.4.1839, nach acht Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen, von Belgien und den Niederlanden endgültig bestätigt.
Die Großmächte untersagten dem Land, das sich inzwischen für eine konstitutionelle Monarchie entschieden hatte, allerdings, einen Thronanwärter aus einem Land der beteiligten Mächte zu wählen.

 
 
Leopold I. (1831-1865)
Schließlich entschied sich der Nationalkongress für Leopold, den jüngsten Sohn von Franz-Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld, der als Leopold I., König der Belgier, den Thron bestieg und am 21. Juli 1831 den Eid auf die Verfassung leistete. Dieses Datum wurde zum belgischen Nationalfeiertag erhoben.

 
 
Traditionsgemäß
beginnen die Feierlichkeiten zum 21. Juli in Brüssel mit einem Te Deum in der Kathedrale. Am Nachmittag findet in Anwesenheit des Königs und des diplomatischen Corps eine große Militärparade statt. Während des ganzen Tages werden im Parc de Bruxelles Veranstaltungen aller Art mit einem bunten Programm für die ganze Familie angeboten; Ausstellungen, Animationen für Kinder, Konzerte, Tag der offenen Tür in Museen und öffentlichen Institutionen usw. usw. Am Abend gibt es ein großes Feuerwerk an der Place des Palais. Ähnlich, wenn auch in kleinerem Umfang, wird der Tag überall im Land begangen.
Die Nationalhymne Belgiens ist die „Brabançonne“ (Lied von Brabant)
Sie existiert in allen drei Amtssprachen, d.h. in einer französischen, einer niederländischen und einer deutschen Version, letztere aber eher unbedeutend. 1930, am 100. Jahrestag der Unabhängigkeit, wurde ihr auf der Place Surlet de Chokier ein Denkmal errichtet. Der ursprüngliche Text stammt von einem französischen Schauspieler namens Jenneval (eigentlich Alexandre Déchet), der 1828 am Brüsseler Théâtre de la Monnaie auftrat. Die Melodie stammt von François Van Campenhout. Aus Wut gegen den Einmarsch der königlichen Truppen am 23. September 1830 verfasste Jenneval innerhalb eines Monat eine 2. Textfassung mit einem ausgeprägten antiholländischen Unterton. Mitgerissen von der revolutionären Stimmung schloss er sich einem Freicorps an, das die königlichen Truppen angriff. Er fiel beim Gegenangriff in der Nähe von Antwerpen am 18. Oktober 1830.
Seit 1860 beschäftigte sich eine Kommission um Charles Rogier (erster Premierminister) damit, der Nationalhymne diese Feindseligkeit zu nehmen und verfasste einen 4-strophigen Text. Die letzte Strophe („O Belgique, o mère chérie...“) wurde im 20. Jahrhundert durch einen nicht bindenden Runderlass des Innenministeriums empfohlen und diese Empfehlung mehrfach bestätigt. Eine gesetzliche Grundlage besteht nicht.
 
 
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