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29. August und 1. September Nationalfeiertage Slowakei

29. August und 1. September Nationalfeiertage Slowakei
 
 
  29. August und 1. September Nationalfeiertage Slowakei  
  Die Slowakei trat der EU am 1. Mai 2004 bei. Der Weg zur Eigenstaatlichkeit war lang und beschwerlich und als ein Staat mit dem Namen offiziellen Namen „Slowakische Republik“ besteht sie erst seit 1992/93. Seit dem 11. Jahrhundert bis 1918/19 war das Gebiet, in dem sich im Verlauf der Völkerwanderung (ab ca. 470) Slawen aus dem Norden, Vorfahren des heutigen Staatsvolkes, angesiedelt hatten, Teil des Königreichs Ungarn und teilte während dieser Periode dessen Schicksal, auch wenn gegenüber einer zunehmenden Magyarisierung immer wieder erhebliche Animositäten entstanden

 
 
 
Nationalaufstand
Denkmal Slowakischer Nationalaufstand
29. August 1944

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges und dem Zusammenbruch der k. u. k. Monarchie entstand unter Assistenz der Westalliierten aus den Teilgebieten Slowakei und Tschechien ein Staat, der sich im Oktober 1918 als Tschechoslowakei konstituierte, ein ethnisch, religiös und politisch überaus heterogenes Gebilde, aber immerhin ein souveräner, demokratischer Staat, in dem die Slowakei bezüglich wirtschaftlicher Kraft, Verwaltung und Bevölkerungszahl unterlegen war.

Zwanzig Jahre später war es mit der Eigenstaatlichkeit bereits wieder vorbei: Die Tschechoslowakei wurde im Münchner Abkommen vom September 1938 zur Abtretung der Sudentengebiete an das Deutsche Reich gezwungen. Im März 1939 drohte Hitler der slowakischen Teilregierung mit der Zerschlagung der Slowakei, worauf diese notgedrungen für die Abspaltung von der Tschechoslowakei als selbständige „Erste“ Slowakische Republik votierte und fortan faktisch zu einem Vasallenstaat des Dritten Reiches wurde, in dem die politischen Zustände kaum besser waren als im „Reich“ selbst. Zwar produzierte das Land Rüstungsgüter und nahm auf Seiten des Deutschen Reiches am Krieg gegen die UdSSR teil, zugleich formierte sich aber eine erhebliche Opposition; tschechoslowakische Exil-Einheiten kämpften auf der Seite der Alliierten an vielen Fronten; im Kampf gegen die UdSSR desertierten derart viele Soldaten, dass die slowakischen Einheiten von der Front genommen werden mussten. Am 29. August 1944 schließlich, beflügelt von der Landung der Alliierten in der Normandie und dem Vormarsch der sowjetischen Armee, wurde von der Armeeführung der Befehl zum Aufstand ausgegeben. 60 000 Soldaten und 18 000 Partisanen kämpften nun gegen die deutsche Offensive in der Mittelslowakei. Die Stadt Banská Bystrica, Zentrum des Aufstandes, konnte zwei Monate lang gehalten werden.

Dem Ereignis, obwohl letztlich erfolglos, wird im Hinblick auf das Selbstverständnis der Slowakei große Bedeutung zugemessen, da es in der Geschichte des Landes, die über nahezu ein ganzes Jahrtausend fremdbestimmt war, erstmals gelang, einen eigenen nationalen Willen nicht nur zu artikulieren sondern auch durchzusetzen.

 
 
 
Ludovit Stur
Ludovit Stur
1. September 1992

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Slowakei wieder in die Tschechoslowakische Republik (CSR) eingegliedert, in der 1948 Kommunisten die Macht übernahmen. Nach den durchaus nicht friedlichen Ereignissen des Prager Frühlings 1968 erhoben sich im Gefolge der politischen Umwälzungen in den europäischen Ostblockstaaten 1989 auch in der Tschechoslowakei Proteste gegen die herrschenden politischen Verhältnisse. Am 17. November 1989 kam es in Prag zu Demonstrationen, die sich rasch über das ganze Land verbreiteten und die „Samtene Revolution“ einleiteten. Folge war der Sturz der kommunistischen Regierung und die Umgestaltung des Landes in die „Tschechische und Slowakische Föderative Republik“ (CSFR), in der 1990 erste freie Wahlen abgehalten wurden.
Gleichwohl traten nach Abschaffung sozialistischer Einheitspolitik die immer schon vorhandenen Differenzen zwischen den beiden Landesteilen um so deutlicher hervor, so dass 1992 das Parlament ohne Befragung der Bevölkerung die friedliche Auflösung des Staates zum 1. Januar 1993 beschloss. Daraufhin verabschiedete das slowakische Parlament am 1. September 1992, also noch vor der staatlichen Unabhängigkeit von der Tschechoslowakischen Föderation, die Deklaration über die Souveränität der Slowakei und ein Gesetz über die Auflösung der CSFR. Gleichzeitig wurde eine slowakische Verfassung in Kraft gesetzt.

 
 
Die slowakische Nationalhymne

Es blitzt über der Tatra,
die Donner donnern wild.
Lasst sie uns aufhalten, Brüder,
sie werden ja verschwinden,
die Slowaken werden wieder aufleben.

Diese unsere Slowakei
hat bisher fest geschlafen.
Aber die Blitze des Donners
rühren sie auf,
damit sie erwacht

entstand bereits 1844, als Studenten in Bratislava (damals Pressburg genannt) gegen die Abberufung ihres Lehrers, Ludovit Stur, durch die ungarische Verwaltung demonstrierten. Stur, Philologe, Schriftsteller und Politiker, war ein Vertreter der 3. Phase (1835-1848) der so genannten „Nationalen Wiedergeburt der Slowaken“. Er setzte sich massiv für die Einführung der neu kodifizierten slowakischen Schriftsprache ein, die dem Land zumindest eine sprachliche und kulturelle Einheit brachte. Darüber hinaus propagierte er, den Tendenzen in ganz Europa folgend, bürgerliche Freiheiten und ein nationales Bewusstsein. Diese Forderungen standen allerdings in diametralem Gegensatz zu der teilweise gewaltsamen Magyarisierung durch Ungarn. Sturs Anhänger legten dagegen 1844 in Wien eine Petition vor, die aber außer der Verärgerung Ungarns und der daraus folgenden Abberufung Sturs nichts bewirkte.

Der Text der Nationalhymne stammt von Janko Matuska (1821-1877), einem jungen Dichter, der, wie viele seiner Kommilitonen, Bratislava aus Protest gegen die Entlassung Sturs verließ. Die Musik ist einem alten Volkslied entlehnt

Zu Zeiten der Tschechoslowakei wurde die erste Strophe als Teil einer gemeinsamen Nationalhymne angesehen und nach der tschechischen Hymne gespielt.
 
 
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