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stilclub.de - Security - Striptease im Auftrag der Sicherheit
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stilclub.de - Security - Striptease im Auftrag der Sicherheit |
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Flughafen Graz. Leo (Ähnlichkeiten mit lebenden Personen des gleichen Berufsstandes sind zufällig!) hat seinen gewissenhaften Tag. Außerdem hatte er am Morgen einen kleinen Streit mit seiner Frau und braucht nun ein Ventil. Zum Glück hat er dafür den perfekten Job: Leo ist Security-Beamter der Sicherheitskontrolle.
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| |  | | Katharina Starlay |
| Nach endlosen Schlangen von grau gekleideten Managern, mal mit – mal ohne Laptop, sichtet er kurz vor Dienstschluss eine blau gekleidete Managerin (oder was auch immer sie so tat). Die Frau war etwas angespannt, weil ihr nicht mehr viel Zeit bis zum Boarding blieb. Das war Leo’s Chance.
Dass Damen-Handtaschen schon längst kein Geheimnis mehr sind, ist ja bekannt. Sie aber kunstvoll vor einem wartenden Publikum männlicher Passagiere auspacken zu lassen – das war Leo’s Herausforderung. Lustvoll entblößt er also die üblichen (und seit 9/11 auch jedem männlichen Leser bekannten) Artikel bis er findet, was er sucht: „Wimperntusche – das ist eine Flüssigkeit!“ posaunt er hörbar in den Raum. „Die gehört in ein Sackerl! Besitzen Sie eines?“ Die Dame, die Wimperntusche bis dahin für eine eher cremige Konsistenz gehalten hatte, verneint. Sollte sie daraus Bomben bauen? In der kurzen Zeit, die ihr bis Abflug noch blieb? Dem Flugplan ist zu verdanken, dass sich die Frau auf keine weitere Diskussion einließ und Leo’s Forderung, ein Sackerl, einen durchsichtigen Plastikbeutel in Größe eines Gefrierbeutels (Kostenpunkt 2,50 Euro!) im nächsten Shop zu erwerben, nachging. (Nicht, ohne vorher verhandelt zu haben, dass sie anschließend nicht noch einmal in der Schlange anstehen müsse.) Ihren Flug hat sie dann doch noch bekommen…
Haben Sie solche oder ähnliche Szenen schon einmal erlebt? Sie passieren täglich, national, international, in Paris, London oder Graz. Die mit Recht verstärkten Sicherheitsvorschriften stellen erhöhte Anforderungen nicht nur an die Gründlichkeit des damit betrauten Personals – sondern auch an ihr Feingefühl. Klar gibt es nicht überall Raum genug, um Trennwände aufzustellen, hinter denen man Passagiere, bei denen es gepiept hat, dezent abzutasten. Aber muss man dem (zahlenden) Gast die Anweisung entgegen bellen? Die meisten Flugpassagiere sind seit 2001 schon mehr als einmal geflogen, kennen die Vorschriften und drehen sich auch ohne Befehl bereitwillig um. Die Situation, Gürtel, Schmuck und sämtliche Inhalte aus Jacken- und Hosentaschen unter das Auge einer Öffentlichkeit zu legen und sich unvollständig bekleidet von einer vollständig uniformierten Person betasten zu lassen, ist ohnehin schon speziell genug. Man muss einer Frau auch nicht die Brust drücken, um das Vorhandensein eines (metallenen) BH-Bügels festzustellen (denn die piepen meistens!). Und Sicherheitsvorschriften berechtigen auch nicht dazu, eine Dame ihre Jacke ausziehen zu lassen, wenn sie darunter nur ein Top trägt. Das dürfen Sie selbstbewusst verneinen, Mesdames – es sei denn, die Jacke hat Nieten!
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| | | Der Flugpassagier seinerseits hat auch bestimmte Aufgaben: So wäre es zum Beispiel nett, wenn Mitmenschen nicht durchlöcherte Socken während der Durchleuchtung des Schuhwerks betrachten oder müffelnde Hemden vom Vortag riechen müssten. Der Traveller-Ehrenkodex heißt: Beleidige nicht Augen und Nasen Mitreisender! Und überleg’ Dir vorher, was Du an dem Tag anziehst.
Security-Checks am Flughafen können Geschichten erzählen, manchmal auch schöne. Unvergessen zum Beispiel die Szene als ein gepflegter Gentleman fortgeschrittenen Alters einer jungen Geschäftsreisenden am Ende der Kontrolle formvollendet in den Mantel half. Das war der Inbegriff von Stil.
Ihre Katharina Starlay In 14 Tagen: Beauty – Foto, OP und digitale Retouche
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Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an
Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.
Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
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