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Adolph Freiherr Knigge

knigge.de - Manieren per Mausklick. Das Portal für Stil- und Etikettefragen mit einer umfangreichen Biographie von Adolph Freiherr Knigge.

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  Wollen Sie eines der größten Stilgeheimnisse erfahren?

 
 
Katharina Starlay
Katharina Starlay
Dann spielen Sie doch öfter mal „Mäuschen“ (im Schweizerdeutschen: „Müsli“) und beobachten Sie Menschen in ihrer Kleidung. Gelegenheiten dafür gibt es viele – in der Wartezone vor dem Boarding am Flughafen, im Restaurant, wenn die Verabredung noch einen Parkplatz sucht, oder in der Warteschlange bei der Autovermietung Ihres Vertrauens. Oder einfach im Büro, in der Mittagspause, im Bus oder der U-Bahn...

Beim Menschen beobachten lernt man nämlich viel über sich selber – was einem gefällt, worauf man bei Personen zuerst achtet und ob einen Statussymbole beeindrucken (um nur einige Vorteile der Stilstudie zu nennen).
Bei geübtem Hinsehen wird Ihnen auffallen, dass Ihre BEST DRESSED Favoriten – so unterschiedlich sie auch sein mögen – ein paar grundsätzliche stilistische Entscheidungen gemeinsam haben. Erstens: Weniger ist mehr. Stilprofis überfordern ihre Betrachter nicht mit einer Vielfalt an Mustern und Farben, sondern platzieren ihre Hingucker gezielt. Stilvolle Frauen zum Beispiel zeigen entweder Beine oder Dekollte – nie beides auf einmal. (Tagsüber, versteht sich!) Zweitens: Ihre Favoriten teilen ein unnachahmliches Gespür für Stoffe, Farben und Linien, die ihnen stehen und die Silhouette auf eine selbstverständliche und ungekünstelte Weise gut aussehen lassen. Drittens: Sie bilden in den seltensten Fällen den aktuellen Trend ab. Im Gegenteil: Echte Stilikonen würden „nie im Leben“ ein Promi-Outfit aus einem der einschlägigen People-Magazine nachahmen. Und Viertens: Ihre Stilvorbilder haben sich mehr als andere mit der Passform ihrer Kleidung befasst.
 
 
 
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Was nützen der teuerste Designeranzug, das modernste Kostüm – wenn die Klamotte nicht richtig sitzt? Als gutem Beobachter ist Ihnen natürlich längst aufgefallen, wie viele Manager zu lange Hosen tragen. Hat das Geld etwa für die Änderung nicht gereicht? Wohl kaum. Vielleicht hat den Herren niemand gesagt, dass der Hosensaum vorne auf dem Spann aufstösst, hinten die Fersenkappe etwa zur Hälfte bedeckt (das hängt von der Höhe des Spanns ab) und das Hosenbein im Stehen nur einen Knick (Faltenwurf) nach innen macht. Nicht zwei ...und schon gar nicht drei! Ganz zu Schweigen natürlich von den Rocklängen, die bei Managerinnen so zu beobachten sind. Rocklängen bei Frauen haben zwei Aspekte – einen gesellschaftlichen und einen ästhetischen. Die kürzeste Business-Länge endet im Stehen eine Handbreit über dem Knie – vorausgesetzt, Frau weiß sich darin zu bewegen, zu setzen und zu sitzen! Ansonsten sollte der Rock da enden, wo das Bein eine schöne und schmale Stelle hat: Knapp über dem Knie, knapp unterhalb des Knies oder so, dass die schmale Fessel sichtbar wird. Ein Rock sollte nie, nie im Leben! an der breitesten Stelle der Wade enden!!! Und Achtung: Besonders sehr schlanke Frauen haben oft keine schönen (weil zu knochige) Knie.

Die gesellschaftliche Passformkontrolle können Sie in jedem guten Kniggebuch nachlesen. Dort steht, wie viel die Hemdmanschette unter dem Ärmelsaum des Sakkos hervorzuschauen hat. Dort steht, welche Rocklänge bei Frauen als „Business“ gilt.
All die Ratgeber entheben Sie aber nicht der eigenen Verantwortung, in der Umkleidekabine genau hin zu schauen – der Blick des Smart shoppers:

• Wie ist der Designerentwurf gemeint? Weit, schmal oder eng?
• Liegt die (klassische Business-) Kleidung mit Ausnahme der Bewegungsfalten schmal am Körper ohne ihn einzuengen?
• Kann ich mich darin setzen, Kniebeugen machen und wohl fühlen?
• Bringe ich beide Arme weit genug nach vorne?
• Schließen alle Taschen glatt und sperren nicht?
• Fällt der Rücken glatt, wenn ich gerade stehe?
• Sind Abnäher und Taille auf der richtigen Höhe?
• Wirkt die Gesamtproportion harmonisch?

Ihre Verkäuferein ist nur dann eine gute, wenn Sie all dies prüft, bevor sie Ihnen mitteilt, dass Sie klasse aussehen.

Ihre Katharina Starlay

In 14 Tagen: Make-up… Make-down ?

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Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an

Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.

Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
 
 
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