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stilclub.de - Nagelprobe
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Stilclub.de -Nagelprobe |
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Die Präsentation schien gut zu laufen. Nach einem gelungenen Small-talk kommt der Vertriebsprofi endlich zur Sache und zeigt, was er zu zeigen hat, erläutert wohlgeformte Produkte und deutet auf hochglänzende Grafiken.
Die Kundin (elegant, verhandlungsstark und professionell) nickt, stellt höflich Rückfragen – und lässt sich mit keiner Mine anmerken, dass sie sich gerade eben gegen das Angebot entschieden hat. Der Ausschlag: Die Hände. Unser hoch bezahlter Vertriebsprofi trug zwar den anständigen Standardanzug aller Manager, dazu sogar ein Hemd mit Umschlagmanschetten und Knöpfen – hatte aber offenbar sonst nicht soviel für Pflege übrig. Die teueren Manschettenknöpfe nämlich betonten die für einen Mann viel zu langen Fingernägel. Die Kundin schauerte – und der Auftrag kam nicht zustande.
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| |  | | Katharina Starlay |
| Soviel zu der Bedeutung der Hände. Sie sind und bleiben unsere Visitenkarte. Dabei spielt weniger die Form, für die man(n) nichts kann, eine Rolle als ihr Pflegezustand, ihr Druck und ihre Gestik. Sympathie entscheidet sich nicht zuletzt durch den Anblick und die Berührung der Hände – im Job, in menschlichen Begegnungen, zwischen Männern und Frauen. Nicht umsonst achten Frauen beim Flirt besonders auf die Hände ihres Flirtobjektes.
Und bei sich selber? Das ist eben so eine Sache… Frauen sind trendanfällig – und Trends haben bekanntlich ihre Tücken. Der aktuelle Sommertrend der türkisfarbenen Nagellacke zum Beispiel, dessen Farbspektrum von neongrün bis azurblau reicht! Auf einmal werden die Hände zum Mittelpunkt des Stylings, denn Kleidungsfarben aus einer anderen Farbgruppe, etwa Rot, damit zu kombinieren, können Sie sofort vergessen.
Was als fröhlicher Hingucker in einem sorgenfreien Sommer gedacht war, bekommt schnell etwas Komisches, wenn nicht ein paar Spielregen beachtet werden. Anders als natürliche, helle oder rote Lacke wirken türkisfarbene anorganisch und etwas aufgesetzt. So etwas steht jungen Frauen und Mädchen klasse – ist aber nichts für gestandene Frauen. Wirklich gut aussehen wird so eine Farbe auch nur auf einem kurzen Nagel.
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| | | Wobei wir bei einem ebenso pikanten Detail der weiblichen Inszenierung sind, der Länge der Nägel (auch hier). Es soll Damen geben, die Tastaturen nur mit den Nagelspitzen bedienen können, weil die Nägel zu lang sind. Gibt man so jemanden die Hand, spürt man die Krallen – kein guter Beginn für ein Gespräch. Die Nagellänge richtet sich am besten nach der Nagelform und der Qualität des Nagels. Dünne, brüchige Fingernägel sollten ultrakurz getragen werden und gewölbte Nägel müssen gekappt werden, bevor sich die Spitzen nach unten biegen. (Das überlässt Frau besser ihrer Hauskatze.) Überhaupt, warum gibt es Berufsgruppen, in denen kurze Fingernägel Pflicht sind, wie bei Krankenschwestern, Tänzerinnen, Masseurinnen? Genau: Weil lange Fingernägel grundsätzlich unhygienischer sind (da ist mehr Platz, worunter sich Dreck sammeln kann) und bei unvorsichtiger Bewegung latent gefährlich. Katzenstriemen sind nämlich alles andere als ein Ritterschlag.
Fragt man Männer, dann können sich auch die wenigsten für Kunstfingernägel erwärmen – schon gar nicht, wenn die Dame damit ungeduldig auf den Tisch klopft, was ein unverkennbar anderes Geräusch macht als bei Naturnägeln. Ob Kunst- oder Naturnagel: Das mit dem Klopfen sollten Sie ohnehin lassen – genau so wie Kauen an den Nagelbetten oder Beißen am Nagel. Kleine, manchmal unbewusste Gesten – welche die positive Wirkung eines sonst gepflegten Menschen nachhaltig stören können.
Ihre Katharina Starlay
In 14 Tagen: Von Schleifen und Fliegen
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Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an
Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.
Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
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