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Adolph Freiherr Knigge

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stilclub.de - manner und appearance - machen Kleider wirklich Leute?

stilclub.de - manner und appearance - machen Kleider wirklich Leute?
 
 
  stilclub.de - Manner + appearance - machen Kleider wirklich Leute?  
  „Wenzel Strapinski ist ein armer Schneider, dessen Meister bankrott gegangen ist. Er achtet auf sein Aussehen: Er hat gepflegte Haare, ein Schnurrbärtchen und trennt sich nie von seiner polnischen Pelzmütze und seinem Radmantel. Insgesamt hat er ein edles und romantisches Aussehen.

 
 
 
katharina Starlay
Katharina Starlay
Er ist ein passiver Mensch, denn er spricht leise und verhält sich Nettchen (die Co-Actrice!) gegenüber sehr schüchtern. Die anderen Personen halten ihn für einen vornehmen Grafen oder einen vollkommenen Junker.“ (Quelle: referateguru.heim.at) So die Charakterisierung des Helden der Novelle von Gottfried Keller aus dem Jahre 1874. Sie beschreibt einen Charakter, der nicht nur in seinem Äußeren, sondern insbesondere durch sein Benehmen Feinheit ausdrückt.

Und von Wenzel können wir so einiges lernen: Als Schneidergeselle des 19. Jahrhunderts hat er zweifellos erstklassig verarbeitete und gut sitzende Kleidung getragen wie es sich sonst nur die Aristokratie leisten konnte. Das hob ihn automatisch in den Augen der Betrachter. Dann die Pelzmütze: Wenzel wusste offenbar von der Macht eines Eye-catchers. Und dann verhielt er sich auch noch so, wie es nur Menschen tun, welche „die Leute“ repräsentieren, nämlich rücksichtsvoll und unlaut. Gibt es ein schöneres Rezept für eine gewinnende Erscheinung?
Wenzel Strapinski jedenfalls hat Nettchen gewonnen, die Tochter des Grafen – und ein Leben als angesehener Schneider mit eigenem Atelier.

 
 
Stilclub
Und viele Zeitgenossen könnten ebenfalls gewinnen – dann nämlich, wenn sie sich nicht nur gut kleiden, sondern auch noch gut benehmen würden.
Der hoch bezahlte Manager zum Beispiel, der Dienstleistungspersonal wahlweise in Hotels, bei Autovermietungen oder der abendlichen Verkostung des Weines (in Supermärkten trifft man die Spezies jedenfalls nicht an) zusammenstaucht, lässt alles vermissen, was man mit dem Begriff „Erscheinung“ in Verbindung bringt – egal wie teuer seine Kleidung ist. Genauso sind Mitarbeiter, die freie Dienstleister ihres Unternehmens herablassend behandeln (besonders beliebt bei Angestellten großer, namhafter Firmen!) keineswegs „etwas Besseres“, sondern stellen sich damit eher ein Armutszeugnis aus. Und auch Putzpersonal der eigenen oder fremdländischer Nationen darf man ruhig anständig behandeln ohne sich etwas zu vergeben.
 
 Vielleicht sind es BITTE und DANKE, die aus einem gut gekleideten Menschen eine Erscheinung machen. Eine Persona, die ausstrahlt. Eine Persönlichkeit, die im Gedächtnis bleibt. Unabhängig von der Klamotte.
Denn wenn wir die ausziehen sind wir doch alle – nun ja, nicht gleich aber doch ziemlich – ähnlich. Es sind die wirklich großen Persönlichkeiten, die auf Augenhöhe agieren und in ihrem Gegenüber eine Gesprächspartner sehen. Egal, wie viel Geld der für das bezieht, was er tut.

Wertschätzung gegenüber anderen Menschen heißt die Zauberformel. Und von der können wir alle ruhig ein bisschen mehr vertragen.

Ihre Katharina Starlay

In 14 Tagen: Schnäppchenjagd – Deutschlands schönstes Hobby


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Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an

Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.

Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
 
 
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