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stilclub.de - Luxus in Zeiten des Internets
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stilclub.de - Luxus in Zeiten des Internets |
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Früher – ja da war er noch eine tolle Sache. Wer ihn hatte, war gern unter sich, verkörperte er doch den Hauch des Elitären: Der Luxus.
Luxusgüter waren in Läden zu kriegen, die nur einer bestimmten Klientel vorbehalten schienen, die Verkäufer nobler als die Kunden – und schon war die Welt sortiert.
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| |  | | Katharina Starlay |
| Heute ist das anders. Luxus ist ein Volksgut geworden, im Prinzip erreichbar für jeden. …wenn man das Geld nur hätte! Aber Kreditkarten machen ja bekanntlich frei - jedenfalls für den kurzen Moment der Kaufentscheidung. „…er bezeichnet Verhaltensweisen, Aufwendungen oder Ausstattungen, welche über das übliche Maß (den üblichen Standard) hinausgehen bzw. über das in einer Gesellschaft als notwendig und … für sinnvoll erachtete Maß. Luxus fasst damit Phänomene zusammen, die für einen großen Teil der Bezugsgruppe zwar erstrebenswert sind, aber nicht erreichbar.“ Soweit die Theorie, nachzulesen in Wikipedia. Die Praxis aber bedient sich des Internets und wird zur Verführung für Jung und Alt, Arm und Reich. Das lateinische Wort, das übersetzt „Verschwendung“ heißt, erreicht damit Kultstatus.
Früher allerdings, als alles noch besser war, war Luxus auch mit einer gewissen Seltenheit und unschlagbaren Qualitätsbegriffen verbunden. Da waren bestimmte Güter rar, weil sie so lange in der Herstellung brauchten, Hotels teurer, weil die Teppiche dicker, die Bäder aus Marmor und die Kellner üppiger livriert waren. Und Uhren waren teuer, weil ein Herstellergeheimnis sie auch in der dritten Generation von Großvater zu Enkel noch minutengenau laufen ließ. Heute gibt es kein Geheimnis mehr. Es gibt Internet.
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| | | Luxus wird über prominente Gesichter verkauft und nicht mehr über Qualität. Die kommt dann später – aber immerhin. Verkauft werden Geschichten aus der Welt berühmter Gesichter, die uns mehr denn je am großen Glamour nippen lassen. Gleichzeitig steht die Authentizität einer Marke (weil die Welt massenhaft Zeit für Internet-Recherchen hat) auf kritischem Prüfstand. Und das ist vielleicht die gute Botschaft. „Touch and Feel“ funktioniert auch heute noch nicht virtuell. Wer (viel) Geld ausgeben will, muss das Objekt der Begierde anfassen dürfen. Er tut es aber nur dann, wenn die dazu gehörige Story stimmt. Live-Berichterstattung aus den Produktionsstätten? Warum nicht? Fotoserien der Rohmaterialien? Würde zumindest ein paar Bildungslücken schließen. Und mit dem Siegeszug von Ethik und Moral könnte dies noch der beste Vorteil des www. sein - wenn sich nämlich Verbraucher wieder mehr Gedanken über den Ursprung ihrer Neuerwerbungen machen. Auch praktisch: Im Netz schauen wir öfter mal vorbei, ohne Anfahrt mit S-Bahn, Auto, Taxi, ohne Wartezeiten und Schlechtwetterlaune – manchmal sogar in der bezahlten Arbeitszeit. Aber das ist ein anderes Thema.
Fest steht, dass sich Luxus heute anders definiert. Wo Qualität, Rarität, Preis und nicht zuletzt das Marketing aus einem Gegenstand ein begehrliches Produkt machten, kommt Nero’s Daumen, der über Top oder Flop entscheidet, von mehr oder weniger hippen Bloggern mit bunten Shirts und rosa Haaren – den Meinungsmachern der Gegenwart. Und damit: Vom Verbraucher selbst. Von Ihnen – solange Sie diese Quellen konsultieren.
Ihre Katharina Starlay
In 14 Tagen: Security – Striptease im Auftrag der Sicherheit
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Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an
Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.
Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
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