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stilclub.de - Gentle Man - the big uneasy
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stilclub.de - Gentle Man - the big uneasy |
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Spätestens seit Frauen Karriere machen, gibt es sie – die Männer, die einer Dame die Tür aufhalten, damit sie den Wasserkasten selber hindurch schleppen kann. Oder jene, die höflich fragen „Geht’s?“ während Frau vor ihren Augen (und freien Händen) schweres Material wuchtet.
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| | | |  | | Katharina Starlay |
| Beispiele dafür gibt es viele, manche zum Schmunzeln, manche zum Ärgern – die meisten peinlich. Beispiele für die große Verunsicherung. Gibt es eine Anleitung, wie in solchen Situationen zu verfahren ist?
Der klassische Knigge bietet viel Lektüre für formvollendete Höflichkeit, ein Kapitel über den Umgang mit Businessfrauen aber gibt es noch nicht. Fragt man die Damen selber, erfährt man, was eigentlich schon klar war: Dass sie ja immerhin im Berufsleben auch ihren Mann stehen würden und sich daran gewöhnt hätten. …wobei gelegentlich ein Hauch von Sehnsucht nach ein bisschen Verwöhnung durchklingt. Da haben wir ja eine Spur!
Und die ist vielversprechend. Für den Umgang mit der Spezies ‚unabhängige Frau’ gilt derselbe Grundsatz, den Adolph Freiherr von schon immer propagierte: Menschen sollen sich miteinander wohlfühlen. Für Sie, meine Herren, bedeutet das, hinzuhören und hinzusehen, wie viel Aufmerksamkeit und Hilfestellung diese besondere Dame vor Ihren Augen verträgt. Das muss nicht das gleiche Quantum wie bei Ihrer Mutter sein!
Sehr hilfreich ist auch die Frage nach dem Sinn der Handlung und die Überlegung, ob die betreffende Frau auch problemlos selber tun kann, was Mann für sie tun möchte. Eine mittelschwere Aktentasche trägt die Dame doch glatt selber – den besagten Wasserkasten lässt sie sich aber gerne abnehmen. Es ist nun mal eine Tatsache, dass Männer eine andere Muskulatur mit mehr Spontankraft haben, welche beim Tragen schwerer Gegenstände auch die Wirbel und Knochen besser schützt. An dieser Tatsache hat auch die Emanzipation nichts geändert.
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Die gleiche Frau, die sich schwere Lasten buchstäblich erleichtert abnehmen lässt und es auch genießen kann, wenn ein Herr ihr in den Mantel hilft (eine rundum wertschätzende Geste, die ihr Verrenkungen erspart), ist aber durchaus in der Lage, den Fahrstuhlknopf selber zu drücken, im Restaurant als Gastgeberin zu bezahlen oder eine Beifahrertür zu öffnen. Wer seine Partnerin, Geschäftspartnerin oder Kollegin als eigenständig handelnde Persönlichkeit respektiert, hat den Dreh bald raus: Finger weg aus ihrem Hoheitsgebiet. Dazu zählt die Geldfrage (sobald eine Einladung ausgesprochen wurde) genauso wie ihre Handtasche, ihr Terminkalender und ihr Laptop. Und auch die Einstellungen im Cockpit ihres Autos sollten Sie nicht ohne zu fragen korrigieren wollen. Keine gestandene Frau wird sich wie ein kleines Mädchen alles aus der Hand nehmen lassen!
Allgemein bekannte (und damit berechenbare) Spielregeln gelten aber zum Glück immer noch im täglichen Straßenverkehr des Berufsalltags. Man hält anderen Menschen (nicht nur Frauen!) die Tür auf, grüßt im Fahrstuhl und versucht, ein angenehmer Zeitgenosse zu sein. Und die StVo des Benehmens regelt zum Glück auch die immer wieder spannende Frage des Duzangebotes: Die Frau bietet das ‚Du’ an – es sei denn, Mann ist der Chef. Emanzipation hin oder her.
Ihre Katharina Starlay
In 14 Tagen: Nagelprobe
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Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an
Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.
Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
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