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stilclub.de - das kleine Schwarze
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stilclub.de - das kleine Schwarze |
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Charlotte hat eine Traumfigur. Und sie hat heute Abend eine Verabredung mit Charles, dem aufregenden Typen aus der Webeagentur, die den Pitch zur neuen Werbekampagne ihres Arbeitsgebers gewonnen hat. (Dass Charles eigentlich Karl-Heinz heißt, tut gar nichts zur Sache!)
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| |  | | Katharina Starlay |
| Sie sind zur Finissage der Debut-Ausstellung eines vielversprechenden Künstlers eingeladen, dessen Namen sie vergessen hat. Die Galerie jedenfalls ist die angesagteste der Stadt und das zu vermutende Publikum verlangt nach einem entsprechenden Outfit.
Ein klarer Fall für das kleine Schwarze. Aus Samt ist es, denn kein Schwarz ist tiefer als das eines Samtes, hat Charlotte einmal gelernt. Aus leichtem Stretchgewebe zeichnet das (den Körper schmal wie ein Etui umschließende) Kleid ihre Figur sanft nach. Von einem Shift-Kleid, der gerade geschnittenen, untaillierten Alternative, hat Charlotte beim Kauf Abstand genommen. Das schmale, ärmellose Etuikleid, dessen Rückenausschnitt durch einen Hauch Tüll perfekt akzentuiert wird, sieht mit den dazugehörigen schmalen Ärmeln, die statt Handschuhen dazu kombiniert werden, einfach raffiniert aus! Dazu eine lässig, nicht zu akkurat hochgesteckte Frisur, hochtransparente Strümpfe in Faux-noir (also „falsches Schwarz“, was edler wirkt als kompaktes Schwarz), Perlen-Ohrringe, Clutch und High-Heels, ihre heißeste Neuerwerbung. Voilà! Es hat sich gelohnt, heute eine Stunde früher aus dem Büro zu gehen.
Szenenwechsel: Charles hat sich auf den Abend gefreut. Charlotte war ihm aufgefallen, weil sie so anders ist als die Frauen, mit denen er sonst so zu tun hat. Angenehm unverstellt. Hat nach kurzem Überlegen einfach zur Abendeinladung zugesagt – ohne sich dreimal bitten zu lassen. Er ist spät, weiß aber durch eine kurze SMS, dass Charlotte schon dort ist. In der Kürze der Zeit hat er nur noch ein dunkles Sakko über den schwarzen Rollkragenpullover (die Uniform seiner Branche!) geworfen und etwas Gel in die welligen brauen Haare gegeben. Gerade angekommen blickt er sich im Raum um – und sieht buchstäblich Schwarz. Unter gefühlten 200 Leuten ist es gar nicht so einfach, jemanden zu treffen, wenn alle die gleiche Farbe tragen! Ob Charles und Charlotte sich noch gefunden haben? Sicherlich. Und es war bestimmt ein vielversprechender Abend.
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| | | Stilistisch hat Charlotte viel richtig gemacht. Besondere Gelegenheiten verlangen ein Kleid. Aber muss es Schwarz sein? Unsere Geschichte belegt, dass man damit garantiert nicht auffallen wird – schon gar nicht positiv. Eine nicht zu helle, zum Farbtyp passende Farbe ist dagegen eine gute Investition. Sommer- oder Wintertyp? Schimmerndes Stahlgrau, Aubergine oder Weinrot in der jeweils richtigen Nuance wirken edel. Dazu Schmuck in Silber, Weißgold oder Platin. Frühlings- oder Herbsttyp? Korallenrot, Terracotta, Flaschengrün oder Cognac schmeicheln. Dazu Goldschmuck.
Um mit einem der ältesten Vorurteile aufzuräumen: Schwarz macht nicht schlank. Das tut es nur dann, wenn es Ihnen steht. Wenn die Farbe aber für Sie (wie für viele Menschen in unseren Breitengraden) zu hart ist, wandert der Blick des Betrachters weg vom Gesicht auf den Körper. Und dann sieht man jedes Gramm. Ein Etuikleid setzt die Figur nur dann ins beste Licht, wenn es nirgends zu eng, niemals zu weit und in seinen Details auf die Eigenheiten der Figur abgestimmt ist – wobei Sie selber bestimmen, was Sie betonen wollen. Eine breite Schulter zeigen, um die schmale Hüfte zu betonen? Dann sind U-Boot-Ausschnitte und in die Breite gehende Ausschnitte genau richtig! Große Oberweite und kräftige Schenkel? Dann tragen Sie ein tiefes Dékolleté, keinen Gürtel und ein leicht ausgestelltes Kleid. So werden scheinbare Schwächen zu Stärken.
Es lohnt sich wirklich, das Kleid für eben solche Gelegenheiten mit Sorgfalt auszuwählen oder es sogar auf Maß schneidern zu lassen. Nichts ist schlimmer als wenn einem der Taillenabnäher unter der Brust sitzt! Wenn es aber doch das kleine Schwarze sein soll: Hände weg von zuviel Goldschmuck. Die warme Farbe des Metalls wirkt auf dem kühlen dunkelsten Ton von Grau oft billig.
Juweliere machen eine Wissenschaft daraus, einem Stein die richtige Fassung zu geben. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Abendkleid zur richtigen Fassung für Ihre Persönlichkeit wird! Ob Cocktailparty oder große Gala: Suchen Sie, was Sie an solchen Abenden tragen, aus als wollten Sie einen Diamanten bewerten: Colour, Clarity, Cut, Carat.
Ihre Katharina Starlay
In 14 Tagen: References upon request
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Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an
Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.
Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
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