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Stilclub.de - Schnäppchenjagd
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Stilclub.de - Schnäppchenjagd - Deutschlands schönstes Hobby |
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Deutschland ist arm. Im Land von Staatshilfen und Harz IV sind die Läden und die Fußgängerzonen zwar immer voll - aber Geld hat keiner, den man fragt
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| |  | | Katharina Starlay |
| Gerade im Gespräch über Preise für Kleidung wird anklagend formuliert, dass man sich „teure Sachen“ nun wirklich nicht leisten kann.
Ein gelegentlicher Blick in die (manchmal vielen!) Tüten allerdings wäre super interessant: Zwei Spaghettiträger-Tops von einem der einschlägigen Vertikalanbieter à 9,90 macht 19,80 Euro. Dazu die absolut angesagte (natürlich ungefütterte) Jacke aus Baumwolle/ Polyester, deren Pendant man neulich am Promi der schlaflosen Nächte gesehen hat (China-Produktion) 49,90 Euro. Und dann die Jeans! Alle aus der Klasse haben sie. Die eigene Tochter soll da in nichts nachstehen. 139,- Euro. Dazu Schuhe, die aus allem nur nicht Leder gemacht sind: 39,90 Euro. (Es ist das achtunddreißigste Paar im Kleiderschrank.) Dann noch ein bisschen klingelnder Schmuck (kostet ja nur 7,90 Euro) und der obligate Kaffee Latte für 3,80 Euro…
Schade, dass das Geld nicht mehr für einen Taschenrechner reicht. Der würde einem nämlich Schwarz auf Graugrün zeigen, dass da so einiges zusammen kommt. Und viele Leute, die eigentlich kein Geld haben, tun das regelmäßig, mehr als einmal im Monat. Woher kommt sie - die Freude am Einkauf billiger Klamotten? Genmanipulation?
Das Bedürfnis, seine Identität immer wieder über Kleidung auszudrücken, ist natürlich. Und wie die Persönlichkeit eines Menschen ständig wächst und sich verändert (hoffentlich jedenfalls), sollte auch die Garderobe einen gesunden Wandel mitmachen. Das kann sie aber auch mit weniger Quantität und mehr Qualität. Wenn man nämlich die oben addierte Summe von 260, 30 Euro in ein Kleidungsstück oder ein paar Schuhe investiert, die einfach Klasse haben. Gut gemachte Textilien, anspruchsvoll hergestellte Schuhe und origineller Modeschmuck, von dem der Laden vielleicht nur 5 Stück am Lager hat und nicht 500, sehen eben auch nach zwei Saisons noch gut und einfach anders aus, wenn man sie immer wieder neu kombiniert. Anders als die oben beschriebenen Schuhe, die nicht nur das Image der Trägerin ruinieren (männliche Träger würden sich so etwas nie bieten lassen!), sondern auch in kürzester Zeit abgetragen und reif für die Tonne sind.
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| | | Man nehme also die erfahrungsmäßige Lebensdauer eines günstigen Artikels, multipliziere seinen Preis bis zu einer frei gewählten Ziel-Zeitspanne hoch und subtrahiere davon die geschätzte Lebensdauer eines hochwertigen Artikels oder Kleidungsstücks. Die Differenz ist der eigentliche Preisunterschied. Zu kompliziert?
Nun, die oben erwähnten „preisgünstigen“ Schuhe sehen bei häufigem Tragen nach vielleicht 4 Wochen unansehnlich aus. Für eine Saison von 5 Monaten (z.B. April bis August) würde man also (5 x 39,90) 199,50 Euro ausgeben. Ein „teurer“ Schuh für 199,- Euro würde aber bei häufigem Tragen mindestens 4 Monate halten. Dann wäre er 20 % teurer als 5 Paar der billigen Schuhe. Wenn er aber gut gepflegt wird und zwischendurch auch einmal ausruhen darf (Schuhe bitte maximal jeden 2. Tag tragen, damit sich das Leder erholen kann!), dann hält er vielleicht 7 Monate. Damit wäre er 40 % günstiger als die 5 Paar billiger Schuhe.
Und die echten Schnäppchen im Ausverkauf? Hm… irgend einen Grund wird es ja geben, dass sich die zum regulären Preis nicht haben verkaufen lassen.
„Preiswert“ hat nicht umsonst beide Worte in sich: Preis und Wert. Wesentlich ist also auch die Leistung, die hinter dem Preis steht. Dieses Spiel können Sie in jeder Preiskategorie durch spielen – gerade wenn Ihnen beim Gedanken an Schuhe für 39,90 Euro ein Schauer über den Rücken läuft. Aber leider sind solche Produkte Realität.
Ihre Katharina Starlay
In 14 Tagen: Forever young – denn Sie wissen, was sie tun
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Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an
Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.
Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
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