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stilclub.de - Stoffe - richtig kombiniert
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Stoffe – richtig kombiniert |
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Fingerspitzengefühl ist gefragt, wenn es um die Kombination von Stoffen geht. Eine Garderobe wird dann individuell und spannend, wenn man Altes mit Neuem, Modernes mit Klassischem, teure Ware mit günstigen Trendartikeln zu einem einzigartigen Look zu verbinden versteht.
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| | | |  | | Katharina Starlay |
| Was macht gekonnte Kombination aus? Die schlechte Nachricht: man muss dafür schon ein bisschen was können – nämlich Grundmaterialien, Farbrichtungen, Muster und Linien erkennen und unterscheiden lernen. Die gute: Es macht Spaß (und stilsicher!), sich damit zu befassen.
Textile Flächen werden aus zwei verschiedenen Grundfasergruppen hergestellt: Aus Naturfasern und/ oder Chemiefasern, auch Synthetikfasern genannt. Die beiden Gruppen haben ein sehr unterschiedliches Verhalten, wenn man sie zum Beispiel an Feuer hält (man nennt das die Brennprobe). Während Wolle, Baumwolle, Leinen und Seide als Naturfasern mit hellem Rauch und feiner Asche verbrennen, schmelzen Polyester und Co. als Synthetiks unter dunklem Rauch zu einer schwarzen, zähen Flüssigkeit, die später harte Krümel bildet. Das soll Sie nicht zum Kokeln verführen! Aber Sie sollen es wissen.
Die moderne Industrie liebt Mischungen aus Natur- und Chemiefasern, weil sich die verschiedenen Trageeigenschaften wie ein gutes Körperklima (Naturfasern) mit Langlebigkeit (Synthetikfasern) verbinden lassen. Während sich die Synthetiks beim bloßen Anfassen nicht immer bestimmen lassen, unterscheiden sich die Naturfasen im Griff sehr deutlich. Baumwolle und Leinen zum Beispiel fühlen sich kühl und etwas „härter“ an als Wollgewebe, deren ursprüngliche Faser flauschiger und wärmender ist. Diese Materialien sollte man in der Kleidung daher nicht gleichwertig nebeneinander stellen. Heißt: Baumwollhemd unter dem Super 120 Anzug ja – Leinenrock mit Tweedblazer nein. Achten Sie einfach darauf, dass die Materialien, die Sie kombinieren, eine vergleichbare Glätte haben – oder aber genug Kontrast aufweisen, dass es gewollt wirkt (zum Beispiel, wenn Sie ein Chiffonbluse mit Grobstrick kombinieren oder den Kaschmirblazer zur Jeans).
| Gekonnt kombinieren mit den richtigen Stoffen | |
| | | Starke Unterschiede im Material müssen gekonnt wirken. Wenn zwei Textilien ähnlich sind – aber eben gerade aneinander vorbei gehen – dann setzen Sie lieber auf Kontrast.
Für Oberstoffe gilt außerdem: In der Oberflächenstruktur, welche durch die Verbindungspunkte von Quer- mit Längsgarnen im Webstuhl entsteht, unterscheidet man zwischen leinwandbindigen (leichte Karostruktur) und köperbindigen Stoffen, welche (wie Jeans) einen feinen sichtbaren Schräggrat aufweisen. Leinwand- und Köperbindung sollte man ebenfalls nicht gleichwertig nebeneinander stellen. Außerdem sollten die Flächengewichte (schwere, dicke / leichte, dünne Stoffe) zueinander passen. Nehmen Sie sich die Zeit, Stoffe anzufassen und zu erfahren, bevor Sie sie kombinieren!
Ihre Katharina Starlay
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Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an
Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.
Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
| Leinenrock mit Tweedblazer? lieber nicht | |
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