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Adolph Freiherr Knigge

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stilclub.de - Kranker Konsum

stilclub.de  -  Kranker Konsum
 
 
  stilclub.de - Kranker Konsum  
  Sie ist überall. Sie sucht uns in privaten Gesprächen auf, dominiert unsere Informationsaufnahme und lauert hinterm Ladentisch: Die Finanzkrise.

 
 
 
Katharina Starlay
Katharina Starlay
Rückmeldungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis spalten sich in zwei Lager: Die, die „sie noch nicht spüren“ – und andere, die „sie voll erwischt hat“.

Eine Analyse über den Charakter, die Herkunft und die Reaktionen auf die ominöse Dame möchte ich den Wirtschaftsexperten überlassen. Fest steht: der Endverbraucher kauft immer noch.
Krisen sind immer auch zu etwas gut - spätestens dann, wenn sie die Frage nach Werten und Prioritäten auf den Plan bringen. Viele von uns fragen sich jetzt, warum, wofür und wie viel Geld sie ausgeben – und ob es uns als Menschen weiter bringt. Mancher von uns besinnt sich auf den Cocooning-Trend der frühen 90’er Jahre und investiert das Urlaubsbudget in Möbel, der nächste ersetzt Restaurantbesuche durch Kreationen aus der eigenen Küche. Die Karten der persönlichen Bedürfnisse werden einfach neu gemischt - und das ist gut so.
Meinungen sagen, dass langfristige Wünsche in 2009 aufgeschoben werden - die kurzfristigen bleiben weitgehend erhalten. Das bedeutet: Wir brauchen und konsumieren noch immer Nahrung, Kleidung und Symbole mit Prestigecharakter – wir schauen nur genauer hin.

Oft geht der Krisentrend mit einem größeren Bedürfnis nach Ausdruck von Individualität und Kreativität einher. Dann aber geschieht etwas Merkwürdiges: Je schlechter die Krisenprognosen, desto vorsichtiger werden die Sortimente (insbesondere in der Textilbranche!) zusammengestellt. Mutige Farben? Fehlanzeige. Auswahl und Variantenreichtum? Nicht erhältlich. Einkäufer in der Krise.
Urlaub und Restaurantbesuche
oder doch lieber Möbel und Selbstgekochtes
 
 
 
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Warum aber sollte ich als Endkunde einen eleganten schwarzen Hosenanzug kaufen, wenn ich schon neun Stück davon besitze? Einkäufer sind nie so sehr in ihren Talenten gefordert wie in Krisenzeiten. Jetzt gilt es mehr denn je, Trends zu spüren, auf sie zu reagieren und kurzfristig umzusetzen. Das verlangt eine erhöhte Auseinandersetzung mit dem Endverbraucher. Es verlangt gute und die richtigen Lieferantenbindungen: Stoffproduzenten und Fertigungsbetriebe, die flexibel sind, kleinere Mengen und neue Ideen umsetzen können. So etwas wird einfacher, je näher die Betriebe am Point of Sale (POS) liegen.
In Deutschland oder Europa zu fertigen wiederum verändert die Preisstruktur, weil hier andere Löhne gezahlt werden. (Oder würden Sie für ein paar Cent pro Stunde arbeiten?)

Indem Sie qualitative Produkte aus europäischen Produktionen bevorzugen, handeln sie gegen die Krise. Indem Sie lebendige Sortimente zusammenstellen auch.

Haben Sie eine Kolumne verpasst? Hier finden Sie alle Kolumnen auf einen Blick.

Katharina Starlay bietet auf knigge.de ihr Firmenseminar Kleidung Knigge Kompetenz an

Katharina Starlay ist Modedesignerin und Gründerin von stilclub.de. Neu ist ihre eigene Corporate Couture Kollektion für reisende Geschäftsfrauen – stilvoll und vorstandssicher.

Die Modedesignerin arbeitete neun Jahre als Führungskraft in der Mode- und Kosmetikbranche. Sie berät Führungskräfte und Unternehmen in Image-Fragen und trainiert Serviceteams und Personen in allen Fragen rund um den modischen Auftritt im Business und die persönliche Wirkung im Öffentlichkeitskontakt.
Wenn Feingefühl gefragt ist,
auch beim Einkauf
 
 
 
   
   
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