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Adolph Freiherr Knigge

knigge.de - Manieren per Mausklick. Das Portal für Stil- und Etikettefragen mit einer umfangreichen Biographie von Adolph Freiherr Knigge.

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Adolph Freiherr Knigge

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Knigge der Woche - Maßigung und Versprechen

Knigge der Woche - Maßigung und Versprechen
 
 
  Knigge der Woche  
  „Über den Umgang mit Menschen“ von 1788 ist Adolph Freiherr Knigges bekanntestes Werk. Darin hat er wenig über den Umgang mit Messer und Gabel und über Kleiderordnung geschrieben. Sein Augenmerk lag in dem achtsamen Umgang miteinander und mit sich selbst.

 
 
 
Knigge im Sessel
Sind Manieren oberflächliche Formsache oder steckt mehr dahinter?


knigge.de: Lieber Baron, die Senkung des Aufwandes im Staatsapparat hat auch zu Ihrer Zeit Kosten gespart. Was hielten Sie für sinnvoll?

Baron Knigge: Spöttle nicht über das Kleine an kleinen Höfen.

kd: Waren kleine Höfe Vorbilder für Sie?

BK: Besser klein, als wenn ein Herr über vier Quadratmeilen Landes Garden zu Fuß und zu Pferd, Minister und Hofkavaliere in Mengen hält und Schulden über Schulden macht.

kd: Ein Staat sollte also auch am Personal sparen?

 
 
 
Heer
BK: Dreißig Mann, die abwechselnd Ordnung in der Stadt halten sind mehr Wert als dreißigtausend, die man von nützlicher Arbeit abzieht, um auf Kosten des fleißigen Untertanen Spielwerk mit Ihnen zu treiben.

kd: Was war Ihnen wichtig im Umgang mit Untergebenen?

BK: Man vernachlässige nicht den Menschen, den man unter vier Augen mit Freundschaft und Vertraulichkeit behandelt, sobald ein Größerer anwesend ist. Man schäme sich nicht, öffentlich den Menschen zu ehren, der Achtung verdient, möchte er auch weder Rang, noch Geld noch Titel führen.

kd: War es erforderlich, sich an die Verhältnisse einfacher Leute anzupassen?

BK: Es war eine abgeschmackte Art von Höflichkeit, wenn man mit Leuten aus einfachen Verhältnissen mit einer Sprache redete, die sie gar nicht verstanden. Wenn man das Gewäsch von Untertänigkeit, Gnade, Ehre, Entzücken bei Personen anbrachte, die an solche starken Gewürze nicht gewöhnt waren.

kd: Sorgte die Sprache der Höflinge bei Menschen aus anderen Verhältnissen für Verwirrung?

 
 
Starkes Gewürz
BK: Das war der Fehler der Hofleute. Sie hielten ihren Jargon für die einzige Sprache und machten sich dadurch lächerlich oder verdächtig.

kd: Wäre mehr Flexibilität angebracht?

BK: Die große Kunst des Umgangs ist, den Ton jeder Gesellschaft zu studieren und nach Gelegenheit annehmen zu können.

kd: Wie ehrlich sollte man gegenüber Bittstellern sein?

BK: Täusche nicht denjenigen, der Dich um Schutz, Fürsprache oder Hilfe bittet mit falschen Hoffnungen, leeren Versprechungen und nichtigen Vertröstungen.
kd: Bittende mit süßen Worten und Verheißungen zu überschütten führt nicht sonderlich weit...

BK: Der Arme geht voll Hoffnung nach Hause, glaubt seine Angelegenheit den besten Händen anvertraut zu haben und fühlt sich nachher doppelt unglücklich, wenn er sieht, wie sehr er sich betrogen hat.

kd: Sollte man Bittstellende gar nicht unterstützen?

BK: Hüte Dich nur davor, so schwach zu sein, dass Du nichts abschlagen könntest.

kd: Laufe ich sonst Gefahr, mir zuviel vorzunehmen?

BK: Wer zuviel verspricht, wird wider Willen zuweilen sein Wort brechen müssen.

kd: Dann bleibt einem nichts anderes als zu sagen: Reingelegt! Das wird leider nichts mit der Millionen-Förderung

Illustration Christina Pfeiffer
 
 
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