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Adolph Freiherr Knigge

knigge.de - Manieren per Mausklick. Das Portal für Stil- und Etikettefragen mit einer umfangreichen Biographie von Adolph Freiherr Knigge.

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Knigge der Woche - Mäßigung und Vorbild

Knigge der Woche - Mäßigung und Vorbild
 
 
  Knigge der Woche - Mäßigung und Vorbild  
  „Über den Umgang mit Menschen“ von 1788 ist Adolph Freiherr Knigges bekanntestes Werk. Darin hat er wenig über den Umgang mit Messer und Gabel und über Kleiderordnung geschrieben. Sein Augenmerk lag in dem achtsamen Umgang miteinander und mit sich selbst.

 
 
 
knigge im sessel
Sind Manieren oberflächliche Formsache oder steckt mehr dahinter?

knigge.de: Lieber Baron, in den letzten Wochen haben wir viel Nachteiliges über die Großen und Reichen von Ihnen gehört. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie dabei keine Ausnahmen machen.

Baron Knigge: Ich bin weit entfernt, meine Aussagen ohne Unterschied auf alle Personen der höheren Klassen ausdehnen zu wollen.

kd: Einige Schriftsteller Ihrer Zeit haben es sich allerdings zum Geschäft gemacht, auf die höheren Stände zu schimpfen.

BK: Viele von ihnen waren so wenig mit den erhabeneren Menschenklassen bekannt, dass es die höchste Dreistigkeit verriet, wenn sie über Sitten und Denkungsart derselben ein Urteil wagten.

 
 
 
neider
kd: Verkehrten diese Schriftsteller also nicht bei Hofe?

BK: Von ihren Dachstübchen herunter schielten sie neidisch und hämisch nach den Palästen der Glücklicheren hinunter.

kd: Was hat sie dazu verleitet, so über die Reichen zu schimpfen?

BK: Es ärgerte sie, dass ihre Glücksumstände ihnen nicht erlaubten, ihre Leidenschaften zu befriedigen. Sie verwünschten den Mann im vergoldeten Wagen, den sie zu Fuß nicht erreichen konnten und schimpften auf den hartherzigen Mäzen, der nicht ebenso überzeugt war von ihren großen Verdiensten, als sie selbst es waren.

kd: Konnten Sie das nachvollziehen?

BK: Ein so fanatischer Eifer konnte nie mein Hirn ergreifen.

kd: Sind sie selbst im Überfluss aufgewachsen?

BK: Ich kenne recht gut die Vorteile und Nachteile einer reichen und vornehmen Erziehung. Meine Schicksale aber, mein Aufenthalt an Höfen und der Umgang mit Menschen aller Art haben mich gelehrt, wie nötig es ist, denen, die nicht durch widrige Erfahrungen vollends ausgebildet werden, ohne Leidenschaft zu sagen, was ihnen so nötig zu hören.

kd: Was haben Sie ihnen denn gesagt?

BK: Ich habe ihnen die Klippen gezeigt, an welchen so viele der Großen scheiterten.

kd: Sie sagten, dass vor allem Schmeicheleien die Großen verderben würden...

 
 
 
beispiel
BK: Auf der anderen Seite ist ihnen bewusst, dass jeder ihrer Handlungen bemerkt wird und ihre Verirrungen noch der späten Nachwelt erzählt werden: Ein Ansporn, groß und vortrefflich zu sein.

kd: Sie vergessen also nicht, dass die Augen so vieler auf sie gerichtet sind?

BK: Sie sollten den Niederen Beispiel geben von Ordnung, Einfalt, Hinwegsetzung über steife Etikette und Mäßigung in Speise, Kleidung, Pracht, Hausrat und allen solchen Dingen.

kd: Ich weiß nicht, wie es zu Ihrer Zeit war, lieber Baron, aber heut zu Tage lesen wir in der Presse, wie unsere Politiker und einige Vorstände ihre Schwierigkeiten haben, sich auf diesen Rat einzulassen.

Illustration Christina Pfeiffer

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