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Adolph Freiherr Knigge

knigge.de - Manieren per Mausklick. Das Portal für Stil- und Etikettefragen mit einer umfangreichen Biographie von Adolph Freiherr Knigge.

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Adolph Freiherr Knigge

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Knigge der Woche - Machtmissbrauch

Knigge der Woche - Machtmissbrauch
 
 
  Knigge der Woche - Machtmissbrauch  
  „Über den Umgang mit Menschen“ von 1788 ist Adolph Freiherr Knigges bekanntestes Werk. Darin hat er wenig über den Umgang mit Messer und Gabel und über Kleiderordnung geschrieben. Sein Augenmerk lag in dem achtsamen Umgang miteinander und mit sich selbst.

 
 
 
Knigge im Sessel
Sind Manieren oberflächliche Formsache oder steckt mehr dahinter?

knigge.de: Lieber Baron, zu Ihrer Zeit sagten Sie etwas über die Legitimation der Herrscher, was in veränderter Form für unsere Demokratie gilt. Woran sollten sich Herrschende stets erinnern?

Baron Knigge: Dass sie, was sie sind, nur durch Übereinkunft des Volkes sind, dass man ihnen diese Vorrechte wieder nehmen kann, wenn sie Missbrauch davon machen.

kd: Durch unsere Steuern ist unserer Staat ja überhaupt so ausgestattet, wie er ist...

BK: Unsere Steuern sind nicht das Eigentum des Staates, sondern unser Eigentum.

kd: Wir wählen unsere Abgeordneten und deren Gehälter werden ebenfalls von unseren Steuern bezahlt...

BK: Damit befriedigen wir alle ihre und der ihrigen Bedürfnisse und geben ihnen obendrein Rang und Ehre und Sicherheit.

Kommen Sie gut
ins Neue Jahr!
 
 
 
Fell über die Ohren
kd: Zu Ihrer Zeit wurde das Recht zu herrschen ja noch vererbt...

BK: In diesen aufgeklärten Zeiten glaubte kein Mensch mehr daran, dass ein einziger, vielleicht der Schwächste der ganzen Nation, ein geerbtes Recht haben könnte, hunderttausend weiseren und besseren Menschen das Fell über die Ohren zu ziehen.

kd: Konnten Sie das den Herrschenden Ihrer Zeit so unverblümt mitteilen?

BK: Es versteht sich, dass diese Wahrheit einiger Einkleidungen bedurfte, wenn sie den verwöhnten Ohren der Großen harmonisch klingen sollte.

kd: Mussten Sie diskret mit Ihren Gedanken umgehen?

BK: Ja. Wolltest Du Dich in Gunst erhalten, so musstest Du darauf achten, dass nie der eitle Große merkte, dass Du Dich Deiner Gewalt über ihn freuest.

kd: Welche Haltung haben Sie eingenommen?

BK: Ich habe ihm gezeigt, dass Achtung und Liebe zu seiner Person und das Verlangen nützlich zu sein meine Schritte leiteten, nicht aber Eigennutz oder Eitelkeit.

kd: Sich zu überlegen, was man für sein Land tun kann, statt sich zu fragen, was die Gesellschaft für einen tun kann, ist wieder en vogue...

BK: Aber sei auch nicht so närrisch, rechtmäßige Vorteile, Belohnungen Deiner Dienste zurückzuweisen, Dein Vermögen aufzuopfern und nachher, wenn der Herrscher Deiner müde ist, Dich fortschicken zu lassen.

 
 
 
Abrechnung
kd: Wie haben Sie Ihre Honorare begründet?

BK: Über alle Geschäfte, die mir vom Fürsten aufgetragen wurden, führte ich Rechnung und Kontrolle, so dass ich zu jeder Zeit die Rechtmäßigkeit meiner Schritte gegen Verleumdungen und Ankläger beweisen konnte.

kd: Hätte sich so mancher Vorstand und Gouverneur in den letzten Jahren an die Rechtmäßigkeit ihrer Schritte gehalten, wäre man wohl nicht so schnell auf die Idee gekommen, sie zu verleumden...

BK: Bist Du des Fürsten Günstling, so fehlt es Dir nicht an Neidern und Ausspähern. Es gibt immer Leute, denen daran gelegen ist, genau zu wissen, wie groß Dein Einfluss auf den Kopf und das Herz des Herrschers ist.

kd: Auch hierzu können Sie uns sicherlich ein paar Vorsichtsmaßnahmen verraten...

BK: Baue nie auf die Anhänglichkeit der Menschen, die Dir ihr Glück zu verdanken haben. Verspricht Dein Fürwort nicht, wenn Du des Erfolges nicht sicher bist und mache in rechtmäßigen Dingen Zugeständnisse gegenüber der Kreaturen Deiner Feinde.

kd: Wir wünschen Ihnen Frohe Ostern!

Illustration Christina Pfeiffer
 
 
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