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Dorothees Interview - Alexandra v. Rehlingen

Dorothees Interview - Alexandra v. Rehlingen
 
 
  Dorothees Interview - Alexandra v. Rehlingen  
  Dorothee spricht in ihrem heutigen Interview mit Alexandra v. Rehlingen von Schoeller & von Rehlingen Public Relations – Hamburg, München, Berlin.

 
 
 
v. Rehlingen
Alexandra v. Rehlingen
Einer Frau die mit Mut, Vernunft, Erfahrung, ambitionierte Ideen und einer bodenständigen Organisation Erfolge mit ihrer Public Relations Agentur erzielt, stellt Dorothee für knigge.de die Frage, ob Manieren eine reine Auseinandersetzung mit Formen und Konventionen oder eine Frage der Lebensführung sind.

Dorothee: Kennen Sie „Über den Umgang mit Menschen“ (1788) von Freiherr Adolph von Knigge?

Alexandra v. Rehlingen: Das Buch habe ich selber nicht gelesen, es ist für mich die klassische Bibel des guten Benehmens. So wie „Tempo“ für Taschentuch steht, steht Knigge für gute Umgangsformen.

Dorothee: Welche Rolle spielen die mit Knigge verbundenen Werte für Sie?

Alexandra v. Rehlingen: Es sind Sekundärtugenden, wie Pünktlichkeit, Höflichkeit und Respekt, die in der Erziehung vermittelt werden sollten. Äußere Formen, die den Umgang miteinander angenehm und reibungslos gestalten und für ein freundliches und im christlichen Sinne respektierliches Miteinander sorgen. Spielregeln, die Brutalität und Rücksichtslosigkeit vermeiden helfen.

Dorothee: Spielen diese Werte für Ihr Geschäftsleben eine Rolle?

Alexandra v. Rehlingen: Da sind sie mir besonders wichtig. So können wir uns den Luxus erlauben nur für Menschen und Produkte zu arbeiten hinter denen wir voll und ganz stehen und mit denen es eine Freude ist, zu arbeiten.

Dorothee: Wie sehen Sie das Thema Manieren im Zusammenhang mit der Gesellschaft im Allgemeinen?

Alexandra v. Rehlingen: Manieren sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Durch gutes Benehmen kann man sich auch ohne Einsatz materieller Mittel unterscheiden. Viele Menschen sind neu auf der Bühne des gesellschaftlichen Lebens und müssen Manieren erst lernen, andere haben es über die Erziehung in der Familie mitbekommen: Wie man sich verhält, über welche Themen man eher nicht redet und welche Themen gut sind. Für mich ist der Umgangston, den jemand mit Personal und Angestellten pflegt ein guter Indikator, um festzustellen, ob diese Person Manieren hat oder nicht. Ein schlechten Umgangston mit Angestellten zeigt den Background ziemlich deutlich. Das war auch zu Knigges Zeiten ein Indikator, der heute noch gültig ist.

Dorothee: Wäre Adolph Freiherr von Knigge ein Zeitgenosse, würden Sie ihn erkennen? In wem?

Alexandra v. Rehlingen: Zu Knigges Zeiten wurden Manieren selbstverständlich durch die Erziehung vermittelt. Sein Buch „Über den Umgang mit Menschen“ war einem breiten Publikum zugänglich. Heute nehmen Coaches und auch Moderationstrainer, die im Geschäftsleben die Spielregeln der Manieren vermitteln, Knigges Rolle ein.

Dorothee: Wenn Knigge lebte, was würden Sie ihn fragen?

Alexandra v. Rehlingen: Wie kann man z.B. das schreckliche Unwort „lecker“, das epidemisch um sich greift aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verbannen und überhaupt einen zivilisierten Umgangston retten.

Dorothee: Ihre Werte betreffend: Wann ist es Ihnen am besten gelungen, nach diesen Werten zu leben?

Alexandra v. Rehlingen: Ich konnte immer nach meinen Grundwerten leben. In unserer Branche arbeiten wir eng mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen. Da meine Partnerin und ich unseren eigenen kleinen Cosmos regieren, mussten wir uns auch nie verbiegen lassen. Etwa wenn es darum geht Einladungslisten zu erstellen. Die werden bei uns nach menschlichen Sympathien, nicht nur nach opportunistischen Gesichtspunkten erstellt. Wir sind weder käuflich noch lassen wir uns vor jeden Karren spannen. Als Tierschützerin vermeide ich zum Beispiel den Einsatz von luxuriösen Qualprodukten wie Gänsestopfleber, Kaviar etc. Der Erfolg unserer Agentur hängt nicht zuletzt mit unserer Glaubwürdigkeit zusammen. Grundwerte spielen dabei stets eine Rolle.

Dorothee: Können Sie uns noch eine Anekdote erzählen, wo sie über Konventionen des guten Tons gestolpert sind?

Alexandra v. Rehlingen: Von June Newton, der Witwe des Fotografen Helmut Newton erhielt ich eine Einladung. Davon ausgehend, es sei eine Cocktailparty brachte ich eine befreundete Journalistin mit. Bei June Newton angekommen, stellte ich meinen Faupax fest, denn es handelte sich um ein gesetztes Essen. June Newton war allerdings in ihrer Begrüßungsrede sehr charmant. Mir blieb mein Fehler zwar nicht verborgen, sie grüßte uns aber alle sehr herzlich mit „Dear friends and others“. Ihr Humor ist einzigartig. Übrigens gehört Humorlosigkeit für mich zu den Todsünden.

Dorothee: Frau v. Rehlingen, knigge.de bedankt sich für dieses Gespräch. Ein guter Umgangston und Verantwortung für das Allgemeinwohl gehen gerne miteinander einher. Möchten Sie ein Projekt vorstellen, dass Ihnen am Herzen liegt?

Alexandra v. Rehlingen: Ja, sehr gerne: „Nichtrauchen ist cool“, ein Präventionsprojekt des Universitätsklinikum Eppendorfs in Hamburg, das für Kinder und Jugendliche in Hamburg und Umgebung angeboten wird.

Für mich grenzt es an Körperverletzung, wenn Raucher andere Menschen, vor allem Kinder zuqualmen. Früher wäre niemand auf die Idee gekommen, an einem Tisch zu rauchen, ohne zu fragen, ob es stört. Rücksichtnahme ist leider nicht mehr selbstverständlich, sondern kann nur durch rigide Gesetze bewirkt werden.

Mehr Informationen zur Prävention der Nikotinsucht bei Kindern und Jugendlichen in Hamburg und Umgebung finden Sie unter www.nichtrauchen-ist-cool.de
Schoeller & von Rehlingen
Public Relations
 
 
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