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Dorothees Glosse - Manieren per Bootcamp

Dorothees Glosse - Manieren per Bootcamp
 
 
  Dorothees Glosse - Manieren per Bootcamp  
  Emil Foley (Louis Gossett) machte Zack Mayo (Richard Gere) in der Offiziersanwärterakademie zur Schnecke und bekam dafür einen Oscar. Das war 1982 im Film Ein Offizier und Gentleman.

 
 
 
Dorothee
Der Halbweise Zack Mayo, der seine Manieren in den Straßen von Subic Bay auf den Philippinnen und in Bordellen lernte, mutiert im Verlauf von dreizehn Wochen unter der Fittiche von Foley zu einem Gentleman und Offizier in weißer Uniform. Foleys Höllendrill entblößt Mayos Schwächen, die Letzterer umso ehrgeiziger zu überwinden versucht, desto fieser Foleys Methoden sind.

Zweieinhalb Jahrzehnte später erinnert man sich im Amerikanischen Fernsehen an diese Erfolgsformel, kippt sie in ein groteskes Fernsehformat und hofft, dass das Publikum eine ähnlich brisante Metamorphose miterlebt, wie die, die den raubeinigen Zack Mayo in ein Gentleman verwandelte. Allerdings geht es in dieser Sendung nicht um Offiziersanwärter, die einen Posten bei der Navy ergattern wollen, sonder um Frauen, die sich um 50.000 US-Dollar reißen.

Spuckende, besinnungslos saufende und schlagenden Frauen weit davon entfernt, für einen Gentleman die passende Lady zu mimen, werden in ein Trainingslager befördert und in Schuluniformen gesteckt. Was ihnen zum Thema zeitgemäße Umgangsformen durch die Lappen gegangen ist, sollen sie nun in einer Charming School aufholen. Aus den weißen Blusen ihrer Schuluniformen quellen üppige Oberweiten, die Faltenröcke bieten großzügige Bein- und Sichtfreiheit.

Dem Zuschauer werden reichliche Szenen geboten, die ihm die Schamesröte ins Gesicht treiben, wenn die Ladies sich anschreien, bis das Gaumenglöckchen zu sehen ist oder sich bei heftiger körperlicher Ertüchtigung – versehentlich – ein Hinterteil entblößt.

Bestehen die angehenden Ladies die Strapazen des Drills und des aufreibenden Miteinanders winken der Teilnehmerin mit den am besten hingebogenen Umgangsformen am Ende 50.000 USD.

Was sich in Europa im Laufe der Jahrhunderte teils elegant, teils süffisant an Höfen und im Großbürgertum zu Manieren geschliffen hat, wird jetzt in dieser Fernsehsendung mit Einsatz von Drill gehobelt. Wo gehobelt wird, fällt bekanntlich Späne und es fliegen – wenn es wirklich unvermeidbar ist – die Fäuste. Andere Länder, andere Methoden.

Demnächst wird diese charmante Sendung dem deutschen Publikum präsentiert. Manieren haben sich in Europa flächendeckend etabliert, nun kann sich der deutsche Zuschauer getrost ein paar bodenlos unelegante Stunden gönnen. Einige nennen es Unterhaltung.

Ihre Dorothee
 
 
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